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Sicherer Gerüst Auf- und Abbau - auch mit gebrauchten Gerüsten

Die professionelle Einrüstung eines ganzen Einfamilienhauses mag eine Arbeit für Profis sein, begrenzte Gerüste für Malerarbeiten oder Reparaturen in luftiger Höhe hingegen können auch vom engagierten Heimwerker selber auf- und abgebaut werden. In Kombination mit gebrauchten Gerüsten bzw. der Gerüstmiete ergibt sich so eine kostengünstige Arbeitssicherungsmöglichkeit, auf die ab einer Arbeitshöhe von drei Meter plus nicht verzichtet werden sollte.

Wir beschreiben, wie der Gerüst Auf- und Abbau praktisch funktioniert.

 

Ab wann brauche ich ein Gerüst?

Wie in der Einleitung erwähnt, empfiehlt sich ein Gerüst ab einer Arbeitshöhe von drei Metern.

 
 

 

Wo bekomme ich ein Gerüst her?

Erste Anlaufstelle für ein Gerüst ist der örtliche Baumarkt. Diese verleihen oftmals günstig Gerüste in verschiedenen Größen.

Wird man dort nicht fündig, mag ein Anruf beim örtlichen Bauunternehmer eine rasche Möglichkeit für ein Gerüst sein. Wenn man sich kennt, ist das Gerüst eventuell sogar umsonst.

Wer öfters ein Gerüst benötigt, z.B. weil die Fassade regelmäßig gestrichen werden muss, sollte über den Kauf eines kleinen Gerüstes nachdenken. Im Internet finden sich sogar gebrauchte Gerüste, die deutlich günstiger als Neuware, dafür aber generalüberholt sind.

 

 

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Welche Bauteile hat so ein Gerüst?

Zu einem Gerüst gehören:

  • Fußspindeln - hierauf steht das Gerüst
  • Diagonalbefestigungen
  • Rückengeländer
  • Ringschrauben
  • Vertikalrahmen
  • Bodenbeläge
  • Bordbretter
  • Rückengeländer
  • Stirngeländer
  • Eventuell eine Verankerung mit der Hauswand, spätestens ab vier Meter Arbeitshöhe ratsam.

 

Der Gerüst-Aufbau

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Die Fußspindeln brauchen eine stabile und ebene Grundlage. Am besten Beton, eventuell muss mit breiten Bohlen unterfüttert werden.

Abstand Hauswand zu Fußspindel sollte kleiner als 30 Zentimeter ausfallen, ansonsten droht ein Durchrutschen.

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Diagonalbefestigung über die äußere Fußspindel stecken.

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Ein Rückengeländer in die Diagonalbefestigung einhängen.

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Nun die ersten zwei Vertikalrahmen einstecken.

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Danach wird die erste Diagonale außen eingehängt. Die Diagonalen besitzen zumeist 2 Löcher. Unten wählt man das innere Loch, in den höheren Etagen den weiteren Lochabstand.

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Nun den Boden in der ersten Etage einlegen.

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Die 1. Etage wird mithilfe der Fußspindeln waagerecht und lotrecht ausjustiert. Dadurch sind auch die folgenden Etagen gerade ausgerichtet.

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Bei Bedarf: Das Gerüst zur Seite hin erweitern.

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Nun folgt Etage 2. Man setze oben 2 Rahmen auf, stabilisiere mit dem Boden hänge dann die Rückengeländer ein. Sicherung mit den Kippstiften.

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Nun kann die zweite Diagonale eingehängt werden.

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Nun kann die Leiter in den Durchstieg eingehängt werden.

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Nun werden außen und an den Stirnseiten die unteren Bordbretter befestigt. An den Stirnseiten zusätzlich die Stirngeländer mit den entsprechenden Kupplungen. Damit ist die zweite Ebene wie gefordert an drei Seiten abgesichert.

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Nun wird über Gerüstanker das Gerüst an der Hauswand befestigt. Näheres dazu und die Ergänzung weiterer Ebenen in unserer Anleitung zum Gerüstaufbau.

 

Video zum Aufbau:

 

Gerüst Abbau

Der Gerüst-Abbau erfolgt prinzipiell in umgekehrter Reihenfolge. Aber hierbei ist besondere Obacht geboten!

Beim Gerüst-Abbau ist der angrenzende Bereich weiträumig abzusichern, so dass niemand durch eventuell herunterstürzende Gerüstteile verletzt werden können.

Natürlich muss auch besonders auf die eigene Sicherheit geachtet werden.

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Als erstes werden die Schutznetze abgenommen.

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Danach werden sukzessive alle Gerüstteile von oben nach unten abgenommen und nach unten gereicht. Es sollte auf jeder Ebene mindestens ein Helfer stehen.

 

Abbau-Videos

Abbau

Das folgende Video zeigt einen typischen Gerüst-Abbau im Zeitraffer:

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