Durch das Gewinde wird eine Schraube erst zu einem Verbindungselement. Dabei ist ein Gewinde eine um einen Bolzen gleichmässig spiralförmig laufende Einkerbung, die spanlos oder spanend aufgebracht wird. 

Diese Einkerbung unterscheidet sich je nach Gewindeart in der Form und in der Steigung. Das Gewinde gibt es als Außengewinde(Schraube) und als Innengewinde(Mutter), sowie als Rechts- oder Linksgewinde.
Das Rechsgewinde ist die häufigste Form, wobei die Schraubenverbindung durch Drehung im Uhrzeigersinn gefestigt wird.
Das Linksgewinde wird z.B. eingesetzt bei Verbindungen, die sich durch Eigenbewegung im Uhrzeigersinn lösen könnten, wenn die Verschraubung ebenfalls im Uhrzeigersinn befestigt ist, z.B. die Spannschraube eines Kreissägeblattes oder das Bohrfutter.

Gewinde werden nach Normen hergestellt. So kann sichergestellt werden, dass auch bei getrennter Herstellung die Passgenauigkeit gewährleistet ist.

Hier nun ein  Überblick über die wichtigsten Gewindearten

Gewindeart DIN Flankenwinkel Kürzel Verwendung

Metrische ISO Regelgewinde

13T1 60 Grad

M

bei Linksgewinde

noch der Zusatz LH

Standardgewinde im Maschinenbau

Metrisches ISO Feingewinde

13 T2-12 60 Grad  M z.B. für Mess-, Einstell- und Dichtungsschrauben

Whitworth- Rohrgewinde

Zylindrisches Innen-und Außengewinde

228 55 Grad G(in Zoll) Nicht dichtend im Gewinde, allgemeine Rohrverbindung Verbindung von Fittings(Verbindungsstücke)

Whiteworth Rohrgewinde

kegeliches Außengewinde/ zylindrisches Innengewinde

2999 55 Grad R(in Zoll) druckdichte Verbindung bei Rohren

Metrisches ISO Trapezgewinde

103/308 30 Grad Tr Schraubstöcke, Zwingen, Pressen

Metrisches Sägengewinde

513 3/30 Grad S Bewegungsgewinde, z.B. Hub- und Druckspindeln

Rundgewinde

405 30 Grad Rd Bewegungsgewinde, das auch bei starker Verschmutzung noch funktionstüchtig ist,z.b Kupplungsgewinde

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