Dach

 

Das Dach - Funktion, Aufbau und Varianten

Das Dach schützt das Gebäude vor äußerer Witterung und dämmt es nach oben ab. Es sollte lange halten und ist den Einflüssen der Witterung am ungeschütztesten ausgeliefert.

Meist werden Dächer mit einer Neigung versehen damit Regen und Schnee schnell abfließen und abtransportiert werden können. Hierbei gibt es regionale Bevorzugungen, je nach Schnee oder Regenmenge in der jeweiligen Region.

Das Dach hat aber auch einen besonderen Einfluss auf die Optik des Hauses und auf die Nutzung der Wohnflächen, die durch die Neigung des Daches betroffen sind.

Man unterscheidet i.a. folgende Dachformen:

  • Satteldach
    Satteldach

 


 
 

  • Walmdach
    Walmdach




  • Krüppelwalmdach
    Krüppelwalmdach





  • Pultdach
    Pultdach






  • Zeltdach
    Zeltdach





  • Mansarddach
    Mansarddach




Dies ist aber immer nur die Grundform. Oft baut man zusätzlich Gauben in das Dach ein. Sie erhöhen durch die rechteckigen Ausmaße und die lichte Höhe die nutzbare Wohnfläche und setzen optisch Akzente. Gauben sind meist genehmigungspflichtig.

Folgende Fachtermini finden beim Dach Verwendung:
Traufe: Die unterste waagerechte Begrenzung des Daches, oft mit Verschalungsbrettern ausgearbeitet.
Ortgang: Die Begrenzung des Daches an der Seite, meist schräg nach oben führend und ebenfalls mit Verschalungsbrettern ausgearbeitet.
Dachfirst: Schnittlinie von 2 Dachflächen ? also ganz oben
Pfetten: Parallel zum First verlaufende Hölzer, die zur Abstützung der Sparren dienen (Fußpfette, Mittelpfette, Firstpfette).
Sparren: Diese verlaufen parallel zum Ortgang und bilden den Hauptbestandteil des Dachstuhles.
Grat bzw. Kehle: Schnittlinie zweier Dachflächen
Kniestock: Die Wandscheibe, auf der die Fußpfette aufliegt.

Dachstuhl
Der Dachstuhl wird meist vom Zimmermann errichtet und trägt die Dachkonstruktion. Der Dachstuhl kann als Warmdach ausgeführt werden und ist dann nicht durchlüftet und einschalig. Dies findet häufig bei Flachdächern oder Terrassen Verwendung.

Wir konzentrieren uns im folgenden auf das Kaltdach, eine mehrschaliges belüftetes Dach. Meist findet sich folgender Aufbau (von aussen nach Innen):

  • Dachziegel
  • Dachlattung
  • Konterlattung
  • Dachpappe
  • Dachschalung
  • Sparren

Das Kaltdach sollte eine ausreichende Hinterlüftung aufweisen, so dass keine Tauwasserbildung das Holz oder die Dämmung angreifen kann.

Bei den verwendeten Hölzern ist auf Imprägnierung gegen Pilz und Insektenbefall zu achten und dass diese nicht schon Insektenfraß, Frostrisse oder Blitzrisse aufweisen.

Prüfpunkte

  • Sind die Hölzer gemäß der Baubeschreibung imprägniert
  • Achten Sie auf korrekte Stärken der verwendeten Hölzer
  • Ist das Holz in einwandfreiem Zustand oder gar schon vom Holzwurm befallen
  • Sind die Hölzer genügend abgelagert
  • Achten Sie darauf, dass die verwendeten Hölzer einer schadstoffarmen Emissionsklasse angehören, dies gilt insbesondere für Spanplatten.
  • Vor dem Dachdecken sollte der Dachstuhl vom Fachmann abgenommen werden.
  • Ist der geforderte Dachüberstand eingehalten

Wärmedämmung
Die Wärmedämmung (siehe auch unser Spezialkapitel Dachdämmung) ist sehr individuell. Grundlegend kann hier gesagt werden: Es muss verhindert werden, dass raumseitig Feuchtigkeit in den Dämmstoff eindringen kann, dieser aber eventuell vorhandene Feuchte auslüften kann. Von daher ist raumseitig eine Dampfsperre notwendig, zum Dachziegel hin aber eine diffusionsoffene Folie oder ein Hinterlüftungsabstand vorhanden sein muss. Dies gilt für die gebräuchliche Zwischensparrendämmung.

Alternativ gibt es noch die Aufsparrendämmung (teuer, aber edel und ohne Wärmebrücke) sowie die Untersparrendämmung (zu vermeiden, da es Wohnraum kostet).

Prüfpunkte
Dämmstoffe sollten schwer entflammbar, widerstandsfähig gegen  Feuchtigkeit, Insekten und Pilze sein und im Laufe der Zeit nicht zerfallen können.

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Der Abtransport des Wassers ist die Hauptaufgabe der Dachrinne
Zu den so genannten Spenglerarbeiten gehören die Dachrinnen, Fallrohre und eventuell eine Verblechung von Gauben. Als Materialien finden beschichtete Bleche, verzinkte Bleche und Kupfer Verwendung.

 
 

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