Heizung und Wassererwärmung

 

HeizungMassiv ansteigende Kosten für Heizenergie und zunehmendes Interesse am Klimaschutz führen zu einem gesteigerten Informationsbedürfnis nach neuen Heizsystemen. Wir wollen in dem Bereich „Heizung und Warmwasserbereitung“ einen Überblick  über aktuelle Heizsysteme geben, dabei einen besonderen Focus auf erneuerbare Energien legen, wohl wissend, dass die beste Heizung nichts nützt, wenn der Rest des Hauses in einem energetisch schlechten Zustand ist.

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Welche Heizung soll ich einbauen? 8 Systeme im Vergleich

Noch um die Jahrtausendwende hatten Häuslebauer oft nur die Wahl zwischen 2-3 möglichen Heizsystem für Ihren Neubau. Heutzutage ringen mehr als ein halbes Dutzend Heizungsarten – abhängig von den Möglichkeiten vor Ort – um die Gunst der Bauherren. Bei den Investitionskosten, bei den Verbrauchskosten und den betriebsgebundenen Kosten für Wartung, Schornsteinfeger und Betriebsstrom unterscheiden sich die Heizanlagen deutlich.

Wir stellen die einzelnen Heizsysteme mit ihren wichtigsten Vor- und Nachteilen vor.

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Warmwasser möglichst günstig und effizient erzeugen

In unserer heutigen Zeit ist so vieles selbstverständlich geworden. Kaum einer denkt im Alltag noch darüber nach, woher zum Beispiel der Strom kommt und wie er erzeugt wird. Bewusst nimmt man die Annehmlichkeiten und Dinge im Haushalt erst eigentlich richtig zur Kenntnis, wenn auf einmal etwas ausfällt. Wer längere Zeit wegen eines Stromausfalls vielleicht auch noch im Dunklen ohne Strom auskommen muss, der wird dann erst bemerken, wofür dieser ständig gebraucht wird und was man sich jetzt einfallen lassen muss, um sich anders zu behelfen.

Ähnlich verhält es sich da auch mit dem warmen Wasser. Man ist es doch einfach gewöhnt, dass man nur den Hahn aufdrehen muss und schon steht einem Wasser von warm bis heiß zur Verfügung. Auch kochendes Wasser lässt sich leicht und mühelos erzeugen. Wer da mal zwischendurch einen Zelt- bzw. Campingurlaub macht und generell unter sehr einfachen Bedingungen lebt weiß, wie es auch mühselig werden kann, warmes oder gar heißes Wasser zu bekommen. Dies kann dann in der Zeit geradezu Luxus werden.

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Rund ein Drittel der Nebenkosten einer Immobilie entfällt auf das Heizen. Doch die Bandbreite ist enorm. Die einen heizen geschickt und nutzen die möglichen Einsparpotentiale, während andere unbedarft ohne großen Komfortgewinn ihr Geld "verwärmen".

Mit diesen 9 bewährten Tipps machen Sie der Geldverschwendung ein Ende und profitieren zusätzlich noch von höherem Wohnkomfort.

heizkoerper ventil 250Der Austausch eines alten Heizkörpers ist für den ambitionierten Heimwerker kein Hexenwerk. Mit umsichtiger Vorgehensweise und den notwendigen Materialien wird z.B. im Bad aus einem alten Flachheizkörper ein praktischer Handtuchheizkörper. Manchmal ist der alte Heizkörper auch einfach nur verrostet. So gehen Sie für den Heizkörpertausch vor:

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Pelletofen schlägt Brennholz-Kaminofen. So könnte das Fazit von Stiftung Warentest lauten. Pellets lassen sich nämlich gegenüber Brennholzscheiten exakt dosieren und vermeiden so unnötigen Brennstoffverbrauch und Abgasemissionen. Auf der anderen Seite wollen die Pellets eingekauft werden, brauchen Lagerraum und brennen nicht so schön. Lesen Sie hier, was Sie darüber hinaus beim Kauf eines Pelletofens berücksichtigen sollten.

Solarerzeugung auf dem DachSouverän sparen

Angesichts der steigenden  Energiekosten schlagen derzeit immer mehr private Haushalte einen alternativen Weg ein, um unabhängig von den Stromerzeugung zu werden. Wer heute vor der Entscheidung steht, sich seine eigene Stromquelle auf dem Grundstück einzurichten, legt besondere Priorität auf die Punkte Kosteneinsparung und Unabhängigkeit vom Versorger. Inzwischen produzieren bereits sechs Prozent der Deutschen einen Teil ihres Stroms selbst. Wichtig ist jedoch, zu bedenken, ob diese Faktoren bei der eigenen Situation gegeben sind. Insbesondere, ob die Stromerzeugung in Zukunft auch die Heizung unterstützen oder gar komplett ersetzen soo. Wann lohnt es sich, selbst umzurüsten?

heizkoerper ventil 250Über 80 Prozent der Energiekosten eines Hauses werden von der Heizung verursacht. Darum sind schon kleine Maßnahmen, welche die Heizungsanlage optimieren, von großer Wirkung. Wir listen in aller Kürze die effizientesten Maßnahmen zum Senken der Heizkosten auf. Umweltschutz gibt es gratis dazu.

Sollte die Entscheidung beim Hausbau für eine Ölheizung gefallen sein, ist die Lagerung von Heizöl in den eigenen vier Wänden nicht ganz unproblematisch. Die ölhaltige Flüssigkeit will sicher, sauber und geruchsfrei gelagert werden und der günstige Einkauf des wertvollen Stoffes verlangt nach ständiger Information und Bewertung der aktuellen Heizöllage. Doch zu Punkt 1 kristallisiert sich eine dauerhafte Lösung heraus: Heizöltanks aus GFK scheinen unverwüstlich. Entsprechend lang fallen die Sicherheitsgarantien der Hersteller aus.

Warmwasser kann solar unterstützt werdenNebenkosten liegen bei vielen Mietern eines Hauses inzwischen auf dem gleichen Niveau, wie die Miete und auch bei Hausbesitzern schlagen die Kosten für Wasser, Heizung und Strom nicht selten sehr stark zu Buche. Höchste Zeit also, sich mit alternativen Energien zu beschäftigen und die Möglichkeiten, Warmwasser solar zu unterstützen, für das eigene Haus zu prüfen.

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Steigende Preise für fossile Brennstoffe und der Treibhauseffekt machen Holz mit Holz wieder interessant. Holz ist eine erneuerbare Energie und ist (fast) kohlendioxidneutral. Es wird bei der Verbrennung nur so viel Co2 freigesetzt, wie während des Wachstums gespeichert wurde. Allerdings darf nur eingeschränkt von Co2-Neutralität gesprochen werden, da für den Transport und Weiterverarbeitung von Holz zum Brennstoff fossile Energie benötigt werden. Weiterhin werden, vor allem bei der Verbrennung von Pellets und Hackgut viele Stickoxide und  Staub  frei.

Heizungsfachmann Alfred Eisenschink wirbt in seinem Buch: „Falsch geheizt ist halb gestorben“ für das Heizsystem "Sockelheizleiste". Diese Form der Strahlungsheizung mit Sockelheizleisten eine lang bekannte, jedoch in der Heizungsbranche bisher weitgehend ignorierte Heiztechnik ist. Fachingenieure für die Haustechnik würden im Studium nichts über die Berechnungsmöglichkeit zur Wärmeverteilung der Sockelheizleiste lernen und diese entsprechend in der Praxis nicht zur Anwendung bringen. Dabei biete diese Heizart viele Vorteile.

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Noch immer sind viele Immobilien mit Nachtspeicheröfen ausgestattet. Diese wurden vor allem in den 50er und 60er Jahren des 19. Jahrhunderts verbaut und galten lange Zeit als besonders umweltfreundlich. Mittlerweile haben sich die Umstände jedoch geändert und oft ist ein Austausch des Systems sinnvoll. Wenn die Nutzungsdauer der Öfen noch nicht überschritten ist, haben Nutzer jedoch jetzt die Möglichkeit auf günstigere Tarife zu wechseln.

HolzstapelDas Umweltbundesamt versendet gratis einen Ratgeber zum richtigen und sauberen Heizen mit Holz. Darin heißt es: "Richtig verwendet, ist Holz ein umweltgerechter Brennstoff. Mit gut aufbereitetem Holz aus Ihrer Region, einer modernen Feuerstätte und einer sach-gerechten Handhabung können Sie dazu beitragen, dass Ihr Holzofen oder Holzkessel für behagliche Wärme sorgt und die Umwelt nicht allzu sehr belastet." Die Broschüre zeigt, wie das Holz für eine saubere Verbrennung gehandhabt wird.

HolzscheitlagerHeizen mit Holz bringt Gemütlichkeit und wohlige Wärme in die Wohnung und ist außerdem umweltfreundlich. Bei der Wahl des richtigen Holzes gilt es einige Dinge zu beachten. Ebenfalls wichtig ist die Lagerung sowie die Form. Aber alles der Reihe nach.

Das Motiv auf der Bildheizung kann aus dem eigenen Fundus stammenDas Motiv auf der Bildheizung kann aus dem eigenen Fundus stammen. Ganz besondere Eyecatcher, die auch noch behagliche Wärme abstrahlen, sind Infrarot-Bildheizungen. Sie vereinen individuelle Designs und Motive mit einem zweckmäßigen modernen Heizsystem. Eine Infrarot-Bildheizung verbessert nicht nur das Wohnklima sondern auch den Wohnkomfort. Die hochwertigen und energiesparsamen Heizbilder finden immer mehr Anklang. Sie stellen eine dekorative Alternative zu klassischen Heizanlagen und herkömmlichen Wand-, Decken- und Fußbodenheizungen dar.

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Ein Kaminofen ist das I-Tüpfelchen der Gemütlichkeit im eigenen Heim. Das flackernde Feuer, die strahlende Wärme, das Knacken des brennenden Holzes - all das bringt Freude in die trübe Winterszeit. Doch der Kauf des richtigen Kaminofens ist nicht so einfach, viele Punkte wollen berücksichtigt und abgewogen werden. Darum haben wir Ihnen eine Checkliste mit den wichtigsten Kriterien für den Kauf eines Kaminofens zusammengestellt.

Heizung – entscheidender Schritt beim Hausbau - Entscheidungsgrundlagen und Prüfpunkte

Der Heizungseinbau ist von großer Bedeutung beim Hausbau – entsprechend ausführlich sollte man sich vor der Entscheidung für das Heizsystem über Vor- und Nachteile der jeweiligen Lösungen informieren.

Eine optimale Entscheidung für alle gibt es nicht. Die eigene Wahl hängt vom Standort des Hauses (Erdgas verfügbar, Fernwärme verfügbar, Sonneneinstrahlung), von der Größe des Hauses und den eigenen Wünschen ab.

Bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Kamin und Kachelöfen) werden heutige Haushalte über die Warmwasser-Pumpenheizung mit Wärme versorgt. Dabei wird in einem geschlossenen System durch einen Heizkessel erwärmtes Wasser über Pumpen zu den Heizflächen transportiert. Wasser ist aufgrund seiner hohen Wärmekapazität sehr gut als Speichermedium geeignet. Geregelt wird die Temperatur über Thermostate an den Heizflächen. Optimalerweise geschieht dies durch eine witterungsbedingte Regelung.


Der Heizkessel ist das Herz der Heizungsanlage und hat sich in seiner technischen Entwicklung in den letzten beiden Jahrzehnten enorm  verbessert. Im Vergleich zu früheren Jahren, als Öl- und Gasheizkessel noch Wirkungsgrade von 60-70% erreichten, erzielen heutige, moderne Kessel Wirkungsgrade von über 90 %. Auch der Schadstoffausstoß konnte massiv reduziert werden. Bei der Auswahl des Kessels sollte zunächst auf die richtige Dimensionierung geachtet werden. Diese ist seit dem 1.4.2004 europaweit in der (DIN)EN 12831 geregelt und vom Fachmann zu berechnen. Ziel dieser Berechnung ist, dass auf der einen Seite der Kassel nicht zu groß ausfällt und somit unnötige Kosten für den Hausherren entstehen, auf der anderen Seite aber gewährleistet ist, dass an den kältesten Tagen im Jahr die Raumtemperatur auf mindestens 20 -24 Grad erwärmt wird, wenn der Kessel unter Dauerlast steht.

Thermische Solaranlagen wandeln Sonnenstrahlen in Wärme um, die dann zur Erwärmung von Brauchwasser gegebenenfalls auch zur Heizungsunterstützung genutzt wird. Der Aufbau dieser Anlagen ist relativ einfach. Sie bestehen aus einer Kollektoreinheit, die die Sonnenstrahlen in Wärme umwandeln, einem Solarkreislauf, bestehend aus einer Wärmeträgerflüssigkeit, der die Wärme zum Speicher führt und dort über Wärmetauscher die Wärme an das Brauchwasser und  gegebenenfalls an den Heizungskreislauf weitergibt. Über einen Solarregler wird die Umwälzpumpe in Gang gesetzt, wenn die Kollektoren genügend Wärme gespeichert haben.

Wichtigste Komponenten sind die Kollektoren und der Solarspeicher.

 

Kollektoren

Kollektoren bestehen aus einem Absorber, der die Wärme aufnimmt und weiterleitet und einem Gehäuse, der diesen umschließt. Es gibt über 150 verschiedene Kollektortypen am Markt aber am weitesten verbreitet sind folgende 2 Kollektortypen.

Flachkollektoren: der Absorber besteht aus Aluminium oder Kupferblech, die sich in einem gedämmten Gehäuse befinden und mit der Wärmeträgerflüssigkeit verbunden sind. Sie sind relativ kostengünstig, geben aber trotz Dämmung einen Teil der Wärme über das Gehäuse ab. Höheren Wirkungsgrad haben Vakuumröhrenkollektoren, da der Absorber sich im luftleeren Vakuumröhren befindet, die untereinander verbunden sind. Dadurch werden höhere Temperaturen und somit auch bei niedriger Sonneneinstrahlung mehr Leistung erzielt. Diese bessere Qualität hat jedoch auch seinen Preis, allerdings muß beachtet werden, dass bei Vakuumröhrenkollektoren die Kollektorfläche kleiner gestaltet werden kann, um die gleiche Leistung zu erzielen.

Da das Eneergieangebot der Sonne sehr schwankend ist, muß die Wärme in einem Solarspeicher zwischengespeichert werden. Je nach Auslegung gibt es Brauchwasserspeicher mit 2 Wärmetauschern oder moderne Schichtenspeicher. Die erste Variante besitzt einen Wärmetauscher für die Solarwärme im unteren Bereich. Das warme Wasser steigt auf und wird im oberen Bereich des Speichers entnommen. Dort befindet sich auch der 2. Wärmetauscher, der über die konventionelle Heizung (Gas, Öl) versorgt wird und sich zuschaltet, wenn das Warmwassserangebot über den Solarkreislauf nicht mehr ausreicht. Der 2 Wärmetauscher ist im oberen Bereich des Speichers angebracht, damit nur der obere Bereich erwärmt werden muß.

Soll die Sonnenwärme auch für  den Heizkreislauf genutzt werden, sind Pufferspeicher notwendig, die in der Regel als Kombispeicher für  Brauch-und Heizungswasser ausgelegt sind. Dabei wird das Brauchwaser entweder im Direktdurchlauf(Frischwassersystem) über einen Wärmetauscher erwärmt, oder der Speicher ist als „Tank-im-Tank-Speicher ausgelegt. Dabei befindet sich im Pufferspeicher ein zweiter kleiner Warmwassertank, dessen Oberfläche als Wärmetauscher fungiert und vom umliegenden Heizwasser erwärmt wird.

Die Größe einer Solaranlage wird durch folgende Faktoren beeinflusst

- Sonnenangebot, die regional stark schwanken kann

- vom Wirkungsgrad der Kollektoren

- von der Anzahl der Personen

- von der Ausrichtung und Montage

- von der Nutzung (ausschlißlich Brauchwasser oder mit Heizungsunterstützung)

 

Eine Faustregel ist, bezogen auf Flachkollektoren werden pro Person ca. 1,5 qm² Kollektorfläche benötigt, 1qm² bei Vakuumröhren.

Eine Wärmepumpe funktioniert im Prinzip wie ein Kühlschrank, nur wird die Wärme nicht aus dem Inneren des Kühlschranks entzogen, sondern die Wärme wird dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Luft entzogen und über einen Wärmetauscher an den Heizkreislauf weitergegeben. Um die relativ niedrigen Temperaturen auf ein höheres Temperaturniveau anzuheben wird eine Flüssigkeit eingesetzt, die die zugeführte Wärme aus der Luft, Erdreich oder Wasser aufnimmt und schon bei diesen relativ geringen Temperaturen(ca. 10 Grad) anfängt zu sieden und zu verdampfen. Dieser Dampf wird durch einen Kompressor verdichtet, wodurch die Temperatur ansteigt und über einen Wärmetauscher an das Heizsystem abgegeben wird.

Blockheizkraftwerke(BHKW) sind im Gegensatz zu Großkraftwerken kleinere, kompakte Anlagen, in denen durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gleichzeitig Strom(Kraft) und Wärme erzeugt wird. Bei diesen Anlagen handelt es sich um Motorenanlagen, die mit Heiz-oder Pflanzenöl, Bio-oder Erdgas betrieben werden und direkt über einen Generator Strom erzeugen. Die entstehende Abwärme wird zum Heizen und zur Warmwasserversorgung verwendet. Der Wirkungsgrad liegt ähnlich moderner Heizkessel bei ca. 90 %, wobei die BHKW den großen Vorteil besitzen, dass die Wärme als Abfallprodukt bei der Stromherstellung erzeugt wird, während bei einem Heizkessel der eingesetzte Brennstoff für die Stromgewinnung verloren geht. Dadurch werden Co2-Emmissionen um bis zu 30 % reduziert.

 
 

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