Die Planung vom Haus

Hausplanung
Mit einer effektiven Planung kann viel Zeit und Geld gespart werden
Die Planung vom Haus – grundlegende Elemente in der Planung
Bei der Planung eines Hauses sind eine Vielzahl von teilweise interdependierenden Elementen zu berücksichtigen und festzulegen. Von daher macht sich die Einschaltung eines Architekten sehr schnell bezahlt, auch wenn dies oft erst im Nachhinein festgestellt wird. Die Planung beginnt bei der Auswahl des Grundstückes – sehen Sie hier unser Spezialkapitel zur Wahl des Grundstückes. Steht das Grundstück fest, kann man an die Planung des Hauses gehen.

Im Vorwege sollten die folgenden Punkte bei der Planung des Hauses geklärt werden:

  • Höhe des Raumbedarfes
  • Die gewünschte Raumzuordnung
  • Die Ausrichtung der Räume

Eine gute Grundlage kann die Besichtigung von Häusern sein, die ihnen besonders gut gefallen. Musterhausparks bieten entsprechende Möglichkeit, aber auch ein frischgebackener Bauherr zeigt oft mit Stolz das neue Eigenheim und ist sehr offen für detaillierte Erfahrungsweitergabe.

Danach erfolgt die Planung des äußeren Erscheinungsbildes. Hierbei ist neben der Optik auf eine effektive Ausnutzung des Baukörpers zu achten und die Ausrichtungsmöglichkeit für eine optimale Energieeinsparung auszunutzen.

Durch eine optimale Planung können eine Menge Baukosten und Bauzeit eingespart werden. Auch Folgekosten zum Beispiel für Nutzungsänderungen oder notwendige Renovierungen können durch eine gute Planung minimiert werden. So ist der Familiezuwachs, das Wohnen im Alter oder gar eine Teilung des Hauses mit in die Planung einzubeziehen. Rechteckige Baukörper sind am effektivsten hinsichtlich Baukosten und Energieeffizienz. -> Mehr zum Thema „Sparen beim Hausbau “

Einfachheit ist Trumpf beim kostengünstigen Bauen. Aber Einfachheit verbunden mit Effektivität minimiert bzw. verhindert sogar Einbußen in der Wohnqualität.

Einige grundlegende Tipps:

  • Die Bauplanung sollte vor Baubeginn bis ins letzte Detail stehen
  • Küche und Bad sollten neben bzw. übereinander liegen
  • Achten Sie bei der Wahl der Grundrisse sowie der Elemente im Haus (Armaturen, Fenster, Türen, Treppen etc.) auf die Einhaltung von Baurichtmaßen (meist ein Vielfaches von 12,5 cm) – dies spart viel Geld beim Kauf der entsprechenden Elemente
  • Fertigteile senken Kosten
  • Rechteckige Baukörper sind am effektivsten hinsichtlich Baukosten und Energieeffizienz. -> Mehr zum Thema „Sparen beim Hausbau“

Ein wichtiger Planungsbestandteil ist die Ausrichtung der Wohnräume. Grundsätzlich gilt: Räume, die weniger Heiz- und Lichtbedarf haben sollten nach Norden ausgerichtet sein (Vorratsraum, Bad, Heizungsraum, Schlafraum). Hauptwohnräume sollten in südlicher oder westlicher Ausrichtung liegen.

Zuletzt sind alle Baubestandteile auf ihre Folgekosten zu untersuchen. Eine Verklinkerung beispielweise verursacht sehr wenige Folgekosten gegenüber einer Holzverschalung. Ein Steildach weniger als ein Flachdach.
Maßangaben in Bauplänen

Zu den einzelnen Punkten:

Die Höhe des Raumbedarfes
Als Richtwert für angenehmes Wohnen in Deutschland kann man den Durschnittswert von 35 Quadratmeter sehen. Dabei sollte man beachten, dass jeder Quadratmeter Wohnraum, den man nicht benötigt über 1.000 Euro beim Bau sparen kann.

Ein wichtiger Punkt bei der Planung des Raumbedarfes ist die Tatsache, dass der Raumbedarf einer Familie einem Zyklus unterworfen ist: Erst steigt er (Kinder wachsen und brauchen mehr Raum) und sinkt dann wieder (Kinder gehen aus dem Haus und kommen nur noch zu Besuch). Die kann mit einer flexiblen Raumgestaltung teilweise aufgefangen werden.

Raumzuordnung
Folgende Regeln können bei der optimalen Raumzuordnung berücksichtigt werden:

  • Anpassungsfähige, verschiedene Nutzungen erlaubende Räume schaffen
  • Räume nach deren Lärmintensität an Orten bündeln
  • Quadratische Räume können vielseitig genutzt werden
  • Räume nach deren Nutzung bündeln (Kochen/Essen/Wohnen/Terasse – Kinderzimmer/Elternschlafzimmer/Hauptbad – Nebenräume)
Bei der Ausrichtung ist auf die folgenden Punkte zu achten:
  • Aufwärmung bzw. Auskühlung
  • Belichtung
  • Sonneneistrahlung
  • Durchfeuchtung an der Wetterseite

Als gut haben sich die folgenden Regeln bewährt:
  • Konsequente Planung einer Nord-Süd-Ausrichtung (Nebenraumzone an der Nordseite, offene Wohnzone an der Südseite)
  • Süd-West-Ausrichtung für den Wohn-, Aufenthalts- und Spielbereich
  • Nord-Ost-Ausrichtung für Bad und Schlafzimmer (Morgensonne)
  • Nordwest-Ausrichtung von Nebenräume (sonnenabgewandt)
Weiterhin kann bei der Planung der Raumzuordnung ein späterer Ausbau in das Kalkül im Vorhinein mit einbezogen werden.
 

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