tresor

Wer sich ein Haus bauen kann, der besitzt auch attraktive Vermögenswerte. So oder ähnlich scheint ein typicher Einbrecher zu denken, denn die Einbruchsversuche in private Wohnbereiche steigen seit 2006 wieder kontinuierlich an. Doch immer mehr Raubzüge scheitern schon im Ansatz, rund 40 Prozent der Diebe gehen mit leeren Taschen nach Hause. Grund sind nicht zuletzt die verbesserten Sicherheitseinrichtungen in den Häusern. Ein Tresor darf in einem abgerundeten Sicherheitskonzept nicht fehlen.

Geschichtliches

Der Begriff Tresor umfasst eine weite Range an Sicherheitsaufbewahrungsbehältnissen. Er stammt aus dem Griechischen (Thesauros) und bedeutet dort "Schatzkammer". Im Mittelalter waren dies klassicherweise Truhen, die mit großen Vorhängeschlössern Unbefugten den Zugriff verweigerten. Die ersten richtigen Tresore, auch Panzerschrank, Safe oder Geldschrank genannt, kamen um 1800 auf. Ab 1960 wurden dann von der "Fachgemeinschaft Geldschränke und Tresoranlagen" im Rahmen des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ein Normenkatalog für Tresore entwickelt. 1992 führte dann das europäische CEN Prüf- und Gütenormen für Tresore und andere Wertbehältnisse ein.

Krönung der Tresorkunst ist ein eigener Tresorraum im Haus. Den dürften die wenigsten Privatmenschen benötigen ...

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Tätervorgehen

Je nach Sicherheitsstufe legen Tresore den Langfingern größere oder kleinere Steine in den Weg. Der Geldbeutel entscheidet, wie groß der Schutz des eigenen Hab und Gutes ausfällt. Bei Einbruchsversuchen in zertifizierte Tresore ist zu beobachten, dass Täter immer wieder neue Ansätze probieren, einen Safe zu knacken, da alle Wandungen und sonstigen Elemente einer Sicherheitsstufe gleichschützend ausfallen. Typische Schwachstellen sind laut Wikipedia nicht zu erkennen. Dennoch lässt sich jeder Wertaufbewahrungsschrank prinzipiell von einem Täter öffnen, es ist alles nur eine Frage des Aufwandes und der Zeit. Beides steigt mit den entsprechenden Sicherheitsklassen.

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Bauformen

Aktenschränke mit Schloß

Die simpelste Form eines Wertaufbewahrungsbehältnisses ist der verschließbare Aktenschrank. Dieser "Tresor" widersteht in der Regel keinem ernsthaften Knackversuch. Die Verschlussmöglichkeit dient lediglich dazu, nicht jedem vorbeikommenden Besucher eine Akteneinsicht zu ermöglichen.

Erst in den höheren Preisklassen mit europäischen CEN-Normen finden sich Sicherheitsbestandteile wie Riegelbolzen, Hintergreifscharniere oder gar Spezialpanzerung. In Verbund mit Feuerschutz-Zertifikaten ist der Aktenschutz preislich nach oben offen.

Dokumententresore

Wesentlich verbreiteter in privaten Haushalten ist der Tresor für wichtige Dokumente. Auch Barbestände und kleinere Schmucksammlungen finden darin sichere Aufbewahrung. In Verbund mit Feuerschutz und einer höheren Sicherheitsklasse kann man beruhigt auf die sichere Aufbewahrung vertrauen.

Tresorzahlenschloss

 
 

Der eigentliche Tresor oder Wertschutzschrank

Ein guter Tresor sollte vor Feuer (auch Brandschutztresore genannt), Löschwasser und Diebstahl schützen. Im Amtsdeutsch heißt er Wertschutzschrank und wird in Sicherheitsklassen eingeteilt. Auch hierfür gibt es entsprechende Euro (EN) und VDMA-Normen.

Ursprünglich fanden sich aufgrund des hohen Gewichtes vor allem freistehende Tresore im Angebot der Hersteller. Diese wiegen oft über 200 Kilogramm und können mit Schwerlastankern im Boden oder einer Wand gesichert werden.

Heutzutage sind platzsparende Alternativen, vor allem in Form von Wandtresoren, am Tresormarkt beliebter. Zudem können diese verborgen eingebaut werden, so dass der Einbrecher zusätzliche Zeit zum Suchen des Tresores benötigt. Und wenn Einbrecher eines nicht haben dann Zeit.

Einen Schritt weiter gehen sogenannte Möbeltresore, die in den Eingeweiden von Sessel, Sofa und Co. untergebracht werden. Unter melsmetall.de Tresore haben wir ein Exemplar gesehen, dass in der Breite nur 28 Zentimeter misst. Solch kleine Tresore können sogar unter einem Tisch befestigt werden. Nachteil gegenüber den Wantresoren: Wenn der Dieb den Tresor einmal gefunden hat, kann er ihn einfach in den Rucksack stopfen und in aller Ruhe in seiner Räuberhöhle knacken.

Spezialtresore

Der Tresormarkt bietet für zahlreiche individuelle Schutzbedürfnisse Speziallösungen an. Da wäre zum Beispiel:

  • Der Einwurftresor für Gastronomen und Filialbetriebe, die den Bargeldbestand in der Kasse gering halten möchten.
  • Der Schlüsseltresor, gefragt vor allem in Autohäusern, Pflegediensten oder Hausverwaltungen.
  • BTM-Tresore. In Langform Betäubungsmitteltresore genannt. Das Gesetz schreibt " Teilnehmer am Betäubungsmittelverkehr" eine gesicherte Aufbewahrungsform vor.
  • Der Waffenschrank für Jäger und Sportschützen. Sie werden in Sicherheitsklassen und nach ihrer Aufbewahrungskapazität unterschieden.

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