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Quietschende Betten haben schon so Manchen um den Schlaf gebracht.

Doch Sie müssen diesen Zustand nicht länger hinnehmen. Mit den folgenden Tipps und Tricks, die jeder Hobby-Handwerker zuhause selbst anwenden kann, gehören nervtötende Bettgeräusche der Vergangenheit an.

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Ursachenforschung

Versuchen Sie als erstes, den Quietschgeräuschen auf den Grund zu gehen. Am besten ermittelt es sich zu zweit. Einer legt sich auf das Bett und wälzt sich vorsichtig hin und her. Der andere ermittelt die genaue Quelle des Bettlärms.

Wenn dies noch keinen Ermittlungserfolg bringt, prüfe man ohne Matratze. Die Ursache für quietschende Betten können einerseits im Bettgestell, der Matratze oder auch im Lattenrost begründet sein. 

Nehmen Sie also zunächst die Matratze vom Bettgestell herunter und betrachten Sie den Lattenrost. Sind offenkundige Schäden feststellbar? Wälzen Sie sich auf dem Lattenrost. Bewegen und ziehen sie den Rahmen, setzen Sie sich auf die Kante des Bettes. Findet sich nun der Quietsch-Täter?

Falls ja, können Sie mit den folgenden Tipps gezielt abhelfen. Ansonsten wenden Sie einfach alle Maßnahmen an. Dann stehen Ihre Chancen gut, dass nichts mehr Ihren wohlverdienten Schlaf stört.

 

Abhilfe

  1.  Zögern Sie die Bettreparatur nicht lange hinaus.
    Die Ursachen, die hinter den lärmenden Bettgeräuschen stehen, lassen sich durch ein paar geschickte Handgriffe schnell beseitigen. Wenn Sie ewig mit der Problembehebung warten, leiden im schlimmsten Fall nicht nur Sie unter schlaflosen Nächten, auch Ihr Bettzustand könnte sich verschlimmern. Also, nichts wie ran!
  2. Sind einzelne Bretter am Lattenrost offenkundig verrutscht oder durchgebrochen? Bei einem verrutschten Lattenrost hat es sich bewährt, die Holzlatten einzeln am Bettgestell zu vernageln. Dann kann nichts mehr knarren. Bei einem durchbrochenen Lattenrost hilft dagegen nur ein Neukauf.
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  3. Begutachten Sie Ihre Matratze.
    Wenn sie noch aus alten Sprungfedern besteht, könnten diese die Ursache für Quietschgeräusche sein. Dann sollten Sie diese schnellstmöglich gegen eine Neue eintauschen.
  4. Schlussendlich hilft ein ausführlicher Blick auf das Bettgestell, Schäden festzustellen.
    Lose Schrauben könnten hier Knarrgeräusche verursachen. Ein herzhaftes Anziehen der Metallteile mit einem Schraubenzieher oder einem Akkuschrauber bringt die kleinen Betthalter ganz schnell wieder in die richtige Position und Sie können nachts wieder durchschlafen. Bei einigen Holzbettgestellen muss diese Arbeit in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, da Holz dazu neigt, sich häufiger zu verziehen. Dies ist jedoch ein normaler Prozess und kein Grund, sein Bett gleich zu entsorgen.
  5. Manchmal reiben auch das Lattenrost und das Bettgestell zu stark aufeinander, was ebenfalls Geräusche hervorbringen kann.
    Dies ist eine beliebte Lärmquelle bei Metallbetten. Kleben Sie einfach Filzgleiter unter den Lattenrost. Alternativ können auch alte Lappen dazwischen gelegt werden. Jetzt sollte das Problem behoben sein.
  6. Geräusche von Holz auf Holz
    Hier hilft es, die Reibestellen mit trockener Seife, Paraffin (wird meist als Stück verkauft) oder Wachs (von einer Kerze oder zum Einwachsen von Surfbrettern) zu trennen. Einfach satt auftragen.

  7. Quietscht der Lattenrost?
    Geben Sie etwas Öl oder Silikonspray auf die Verschraubungen des Rostes.

  8. Lärm durch den Rahmen?
    Sie können auch den Rahmen mit einem Metallwinkel verstärken und so vom Quietschen abhalten. Wenn sich die lärmerzeugende Spalte genau ermitteln lässt, können Sie auch einfach ein Stück Stoff dazwischenzwängen.

  9. Hilft das immer noch alles nichts?
    Dann probiere man, den Mitteltraversen (die zwei Querstreben, die unter dem Bett entlang führen, manchmal gibt es auch noch eine senkrecht dazu) etwas mehr Spiel zu geben, indem man deren Verschraubung lockert. Dabei prüfe man gleich, ob der Standfuß der Traversen nicht zu hoch oder zu niedrig eingestellt ist. Dann wird nämlich das ganze Bett zur Wippe und Wippen können quietschen :-)

Fazit

Bettgeräusche müssen nun wirklich nicht sein. Wenn sie auftreten, stellen sie in den meisten Fällen aber keine ernsthafte Bettschädigung dar und können leicht behoben werden. Generell gilt: Alle Schrauben am Bett nachziehen. Holz arbeitet und verändert sich. Darum ist diese kleine Wartungsarbeit vor allem bei Holzbetten hin und wieder durchzuführen.

Video

Besonders anschaulich zeigt das folgende Video die Bettprüfung und das konkrete Vorgehen bei einigen obiger Tipps:

 

Kurzfassung zum Ausdruck

Wir haben eine Kurzfassung zum Ausdruck zusammengestellt. Diese können Sie bequem mit "ans Bett" nehmen:

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