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Gerade in den Herbst- und Wintermonaten nutzen viele die Gelegenheit, um Renovierungsarbeiten durchzuführen. Schließlich lässt sich zu dieser Jahreszeit im Garten nicht viel erledigen. Wer beim Einrichten Wert auf ein einladendes Ambiente legt, kann sich an der dänischen Glücksphilosophie „Hygge“ orientieren. Der Begriff steht für das Lebensgefühl der Dänen, das unter anderem von Gemütlichkeit und Wohlfühlen geprägt ist. Wie davon beim Wohnen profitiert werden kann, verrät der folgende Artikel mit passenden Inspirationen.

 
 

Holz in seiner schönsten Form

Natürliche Materialien sind beim hyggeligen Einrichtungsstil die Stars. Holz darf dabei gerne großzügig zum Einsatz kommen. Egal ob in Form von Möbeln oder Accessoires. Besonders schnell gelingt die Verwandlung hin zum heimischen Charme mit dem Fußboden. Große Flächen aus Holz verleihen dem Wohnbereich sofort einen natürlichen und gleichzeitig gemütlichen Charakter. Parkett hat hierbei zahlreiche Vorteile: Es hat feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften, ist langlebig, hochwertig und beeinflusst die Raumakustik positiv.

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Doch es gibt auch Nachteile, die beim Renovieren des Fußbodens nicht vernachlässigt werden sollten. Bei herkömmlichem Parkett ist beispielsweise die Oberfläche gegenüber Druckbelastung durch Schuhe, schwere Möbel oder herunterfallende Gegenstände relativ empfindlich. Abdrücke und Dellen im Fußbodenbelag lassen meist nicht lange auf sich warten. Inzwischen gibt es aber modernere Alternativen mit formstabiler Mittellage, die im Vergleich deutlich widerstandsfähiger sind. Darunter zum Beispiel das Longlife Parkett des Herstellers Meister, das vollständig in Deutschland hergestellt und im Onlineportal für Markenböden präsentiert wird.

Auch der oft höhere Preis von Parkett wird gerne als Nachteil kommuniziert, dabei ist das nur bedingt korrekt. Zwar ist Parkett im Vergleich zu vielen anderen Bodenbelägen teurer, doch dank der Langlebigkeit des Materials amortisieren sich die Anschaffungskosten im Laufe der Nutzungsdauer.

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Teppichböden und Textilien

Ist Holzboden nicht die erste Wahl, eignet sich für den Hygge-Einrichtungsstil auch Teppichboden wunderbar. Der Untergrund strahlt Wohnlichkeit aus und ist für alle Bewohner, die am liebsten ohne Hausschuhe laufen, eine Wohltat.

Bei der Auswahl sollte allerdings kritisch auf die verwendeten Materialien geachtet werden, da leider bis heute Produkte mit Wohngiften am Markt erhältlich sind. Auch beim Verlegen ist Vorsichtig geboten, was insbesondere das Kleben betrifft. Hier müssen Verbraucher mit leichtflüchtigen organischen Verbindungen, kurz VOC, rechnen. Sie schaden der Gesundheit und sollten nicht in Kauf genommen werden. Gerade bei Bodenbelägen aus Teppich wäre die gesundheitliche Belastung aufgrund der großen Fläche nicht zu unterschätzen. Eine umweltfreundliche Alternative zum Kleben von Teppichböden ist das Spannen.

Ebenfalls Abstand nehmen, sollten Verbraucher von Teppichböden mit folgenden vier Ausrüstungen:

  1. Mottenschutz
  2. Antisoilings
  3. Antistatika
  4. Antimikrobiell

Diese Ausrüstungen erfordern eine zusätzliche chemische Behandlung der Böden, die es in Hinblick auf ein gesundes Raumklima zu meiden gilt.

Ergänzend zu Teppichböden sind Kissen, Plaids und Vorhänge die idealen Hygge-Garanten. Schließlich geht es darum die eigenen vier Wände gemütlich und einladend einzurichten und das gelingt mit Textilien besonders wirkungsvoll. Egal ob Sofa, Lese-Sessel oder Sitzecke im Esszimmer: Textile Oberflächen bereichern und begünstigen gesellige Stunden mit den Liebsten.

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Wärme und Licht für zusätzlich Wohnlichkeit

Ein Maximum an Gemütlichkeit bringt ein Kamin mit sich. Knisternde Holzscheite und das flackernde Licht der Flammen wirken sich beruhigend auf das Gemüt aus, weshalb sich bei einer Renovierung der Einbau eines Kaminofens durchaus lohnen kann. Worauf dabei zu achten ist, wurde in unserem Ratgeber „Kaminofen kaufen – Ratgeber mit 10-Punkte Checkliste“ bereits erläutert. Reicht das Budget nicht beziehungsweise lassen die baulichen Begebenheiten den Kamineinbau nicht zu, kann die gewünschte Atmosphäre alternativ mit indirekter Beleuchtung und einem Arrangement aus Kerzen erzielt werden. Bei indirekter Beleuchtung ist die Quelle des Lichts verdeckt. Warmweißes Licht in Form von LEDs ist stilvoll und effizient. LEDs sind die derzeit effizientesten Leuchtmittel mit hervorragendem Preis-Leistungsverhältnis.

Wandfarben bringen hyggelige Stimmung

Da auch die Wände im Wohnraum eine großflächige Veränderung zulassen, lohnt es sich die Wandfarben sorgfältig auszuwählen. Hygge kann dabei ebenfalls als Orientierung dienen. Folgende Farben wären denkbar:

  • Grau: Eine elegante, schlichte und zeitlose Farbe mit diversen Facetten.
  • Braun: Verleiht Räumen mehr Wärme und Natürlichkeit.
  • Grün: Steht für Entspannung, Natur und fördert die Zufriedenheit.
  • Blau: Blautöne haben ebenfalls eine beruhigende Wirkung und helfen dabei Stress abzubauen.
  • Weiß und Creme: Machen Räume heller und symbolisieren Reinheit, Klarheit und Frieden.

Dunkle Nuancen sollten mit Bedacht auf Wände aufgetragen werden, um Räume nicht zu erdrücken. Im Zweifelsfall ist es sinnvoller, zunächst eine kleinere Fläche mit der Wunschfarbe zu streichen. Vielleicht ist es gar nicht nötig ganze Wände zu streichen. Ein Streifen oder die hüfthohe Färbung einer Wand bringt ausreichend Dynamik in Räumlichkeiten, ohne sie farblich zu überladen. Für einen harmonischen Eindruck sollte sich die Wandfarbe in Accessoires wiederholen. So entsteht ein stimmiges Gesamtkonzept, welches im Eigenheim für mehr Ausgeglichenheit sorgt.

Weitere Tipps und Anregungen zum Renovieren, haben wir in unserer Ratgeberübersicht arrangiert. 

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