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Diese Bohrmaschine brauche ich! Alle wichtigen Merkmale für einen reuefreien Kauf

Jeder Heimwerker braucht ein Gerät im Haus, das Löcher in Wände und andere Materialien bohren kann – keine Frage. Heutzutage erfüllen eine ganze Reihe von Maschinen diese Aufgabe zufriedenstellend: Vom Akkuschrauber mit Schlagbohrfunktion bis zum Bohrhammer für SD5-Werkzeuge. Die Antwort auf die Frage: "Was für eine Bohrmaschine brauche ich?" hängt vom geplanten Einsatzspektrum, dem Geldbeutel und – besonders heutzutage – von den schon vorhandenen bohrfähigen Maschinen in der Werkstatt ab.

Dabei zeigt sich: Ein Gerätetyp erledigt 90 Prozent aller Bohr- und Schraubarbeiten im normalen Heimwerker-Haushalt.

 
 

Bohr-Aufgaben

Jede der hier vorgestellten Maschinentypen kann einen Bohrer in Drehung versetzen, so dass dieser Löcher in unterschiedliche Materialien treibt. Allerdings unterschiedlich schnell, unterschiedlich anstrengend, unterschiedlich fein und in unterschiedlich große Löcher. Zudem ist ein Loch in hochfesten Beton eine ganz andere Herausforderung für eine Maschine als die Bohrung in Metall oder Holz.

Daneben werden Bohrmaschinen auch gerne zum Schrauben genutzt, wenn gerade kein Akkuschrauber zur Hand ist.

Wir stellen zunächst die wichtigsten Bohrmaschinen vor und geben unten im Fazit klare Kaufempfehlungen für individuelle Präferenzen.

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Der Allrounder: Die klassische Bohrmaschine in Form des Schlagbohrers

Eine kabelgebundene Schlagbohrmaschine ist immer noch das beliebteste Bohr-Werkzeug in Heimwerkerkreisen. Wenn man nur eine Maschine hat, dann meist solch ein Gerät.

Nicht ohne Grund: Ein Schlagbohrer kann fast alle Bohraufgaben mehr oder weniger gut erledigen. So ziemlich alle Materialien werden von ihm durchbohrt. Der Schlagbohrer treibt (recht mühsam) Löcher in harten Stahlbeton, kann aber auch feines 3er Bohrloch in die Spanplatte setzen. Es wird kaum jemand der Einschätzung widersprechen, dass die klassische Bohrmaschine mit Schlagwerk das Gerät der Wahl für den durchschnittlich aktiven Heimwerker ist, der noch nicht über ... verfügt - dazu unten mehr.

Darauf sollte beim Kauf geachtet werden:

  • Kabellänge von mindestens 1,5 Metern. Obwohl es mehr Friemelarbeit beim Einpacken bedeutet, bevorzugen manche Heimwerker Maschinen mit drei Meter Kabellänge. Mit diesen spart man sich oft die Verlängerungsschnur.
  • Ausstattung mit SDS-Bohrfutter für eine bessere Kraftübertragung und potentielle Meißelnutzung.
  • Leistung: 650 Watt sollten es schon sein.
  • Gewicht: Bessere (teurere) Geräte zeichnen sich durch oft durch geringeres Gewicht aus. Das Arbeiten wird dadurch angenehmer und ermüdungsfreier.
  • Drehzahl: Je höher die Maschine drehen kann, umso feiner werden die Löcher. 2.500 Umdrehungen reichen für den Hausgebrauch, häufige Holzarbeiten werden splitterfreier, wenn die Maschine deren 4.000 schafft.
    Nicht verzichten sollte man auch auf die variable Drehzahlregelung, besonders, wenn man mit dem Gerät schrauben möchte.
  • 2-Gang-Ausstattung für unterschiedliche Anforderungen. Der 1. Gang ist in der Regel kräftiger (für das Bohren von großen Durchmessern oder das Schrauben), dafür weniger fein. Der 2. Gang bohrt dann schnell und präzise die kleinen Löcher.
  • Mögliche Schlagzahl: Je höher, desto besser.
  • Eigentlich selbstverständlich: Das Schlagwerk muss sich abschalten lassen, ansonsten fransen weiche Materialien beim Bohren aus.

Tipp

Welche Bohrmaschine aktuell gut ist, lässt sich über Käuferbewertungen und Testberichte herausfinden. Beim Vergleich von Bohrmaschinen auf ratundgeber.de wird zusätzlich noch das Preis-Leistungs-Verhältnis als das Ergebnis einer Nutzwertanalyse als Vergleichskriterium hinzugenommen. Dies findet sich so nicht auf anderen Seiten im deutschsprachigen Internet.

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bohrhammer akku handschuhe z3 564Der Bohrhammner, hier in einer Akku-Version

Fürs Grobe: Der Bohrhammer

Wer öfter Löcher in harte Betonwände oder Granit treiben muss oder die Bohrmaschine auch zum Meißeln benutzen möchte, der kommt um einen Bohrhammer nicht herum. Harter Beton treibt eine normale Bohrmaschine an die Grenze. Das Bohren ist anstrengend und birgt die Gefahr der Überhitzung bei einem normalen Schlagbohrer. Dieser muss zwischendurch immer wieder abgesetzt werden.

Viel angenehmer sind solche Arbeiten mit einem speziellen Bohrhammer. Mit seinem druckluftgetriebenen pneumatischen Schlagwerk sind die Bohrschläge wesentlich kraftvoller. Darum muss der Heimwerker nicht mehr mit seinem gangen Gewicht "gegendrücken", die Maschine treibt das Loch ruckzuck fast von alleine in härteste Wände.

Die Preisspanne der Bohrhammer reicht von 40.- Euro bis weit über 200.- Euro hinaus. Wer nicht in einem Haus mit Stahlbetonwänden wohnt, sollte im Freundeskreis fragen, ob im Falle des Bedarfs ein solches Gerät ausgeliehen werden kann.

Darauf sollte beim Kauf geachtet werden:

  • Es gelten dieselben Empfehlungen wie für die Schlag-Bohrmaschine.
  • Bohrfutter: Bohrhammer haben meist ein SDS-plus Bohrfutter, dass über ein seitliches Spiel im Schaft eine effektive Schlagbohrung ermöglicht. Wer auch feinere Bohrarbeiten mit dem Bohrhammer erledigen möchte, sollte auf ein austauschbares Bohrfutter Wert legen.
  • Drehstopp: Wenn die Maschine über diese Wahlmöglichkeit verfügt, kann sie auch zum Meißeln eingesetzt werden.

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akku schlagbohrer rot gg 564

Akkuschrauber mit Schlagbohrfunktion

Mit der Entwicklung immer stärkerer und langlebiger Akkus wurden die kleinen Allround-Talente namens Akkuschrauber mit Schlagbohrfunktion (=Schlagbohrschrauber) immer leistungsfähiger. Wer heutzutage ein solch leistungsfähiges Gerät kauft, kann 90 Prozent aller Bohrarbeiten (neben der eigentlichen Aufgabe dieses Gerätes: dem Schrauben) im Haus damit kabellos erledigen. Ein echter Fortschritt!

Allerdings sollte es dann nicht das billigste Modell vom Grabbeltisch sein. Wer solch eines erwirbt und mehr als 1-2 Mal pro Jahr einsetzt, wird oftmals schnell Ersatz brauchen und dann doch zum teureren Markenmodell greifen.

Darauf sollte beim Kauf einer Akkubohrers mit Schlagbohrfunktion geachtet werden:

  • Akku: Es sollten zwei Lithium-Ionen Akkus enthalten sein, um ohne Unterbrechung arbeiten zu können. Der Akku sollte möglichst mindestens 1,5 Ah (Amperestunden) haben.
  • Ladestation: Zu empfehlen sind Schnellladefunktionen, die den Akku in 15 Minuten wieder auf Leistung bringen.
  • Leistung: Wer mit dem Gerät regelmäßig bohren möchte, sollte nicht unter 18 Volt kaufen. Ab einem Drehmoment von 40 Newtonmeter sind auch anstrengende Bohrarbeiten möglich.
  • Gewicht: Je leichter, je besser. Teure Maschinen sind leichter, aber: Je leistungsstarker der Akku, desto schwerer ist er auch. Hier muss getrennt – Maschine und Akku – bewertet werden.

Fazit: Was für eine Bohrmaschine brauche ich?

  1. Wer in einem Altbau oder einer sonstigen Immobilie mit nicht allzu harten Wänden wohnt und noch weder Akkuschrauber noch Bohrmaschine besitzt, der sollte zu einem akkubetriebenen Schlagbohrer mit 18 Volt und gutem Akku greifen. Dieser dürfte alle Bohrarbeiten zur Zufriedenheit erledigen.
  2. Der ambitionierte Heimwerker ergänzt dieses Gerät um eine gute Bohrmaschine, die auch länger für kräftige Bohrarbeiten genutzt werden kann.
  3. Wer in einem Haus mit Stahlbeton wohnt und/oder regelmäßig Löcher in solch schwergängige Materialien greifen will, braucht als Ergänzung noch einen Bohrhammer. Auch wenn eine normale Schlagbohrmaschine mit Müh- und Not solche Bohrarbeiten noch schafft, besteht für diese dabei die Gefahr der Überhitzung und des vorzeitigen Verschleißes. Zudem hämmert es sich mit einem Bohrhammer deutlich müheloser.

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