Heizkörper Ventil

In der kalten Jahreszeit ist die Heizung besonders wichtig, um keine kalten Füße zu bekommen.

Heizanlagen erneuern – worauf ist zu achten?

Herrschen draußen kühle Temperaturen, bringt eine warme Heizung Gemütlichkeit in die eigene Wohnung. Mit jedem Grad, das hochgestellt wird, können jedoch die Heizkosten in die Höhe schnellen. Bei einer alten Heizung überlegt man es sich daher zweimal, bevor man am Regler dreht. Möchten Sie Ihre Wohnung aufheizen, ohne die Heizkostenabrechnung fürchten zu müssen, kann sich eine Erneuerung Ihrer Heizanlage lohnen. Davon profitiert nicht nur Ihr Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Bevor Sie sich dafür entscheiden, schauen Sie, was es alles zu beachten gibt.

Punkt 1

1. Die Heizanlage erneuern: Muss das sein?

In vielen deutschen Haushalten sind die Heizsysteme wahre Dinosaurier. Zum Teil leisten sie seit mehr als 20 Jahren ihren Dienst und funktionieren nach wie vor prächtig. Doch immer mehr veraltete Modelle erliegen dem Zahn der Zeit. Die Heizleistung nimmt ab, dafür steigen die Heizkosten in die Höhe. In einer Situation, in der sich die Energiekosten kräftig erhöhen, wird das schnell zum Problem.

Abhilfe kann eine neue und moderne Heizanlage schaffen. Durch deren Effizienz senken Sie Ihren Energieverbrauch – wobei die Art der Anlage zunächst unerheblich ist. Denn selbst eine neue Gas- oder Ölheizung ist aus energetischer Sicht im Vorteil gegenüber einem veralteten Modell.

Legen Sie auf den Schutz der Umwelt Wert, können Sie direkt auf Heizanlagen, die erneuerbare Energien nutzen, umsteigen. Bei diesen profitieren Sie im Idealfall von einer Heizkostenersparnis von mehr als 30 Prozent.

TIPP: Planen Sie einen Neubau und wollen Sie bei diesem die Energiekosten weiter nach unten zu drücken? Neben einem modernen, effizienten Heizsystem gibt es weitere Möglichkeiten, um umweltfreundlich zu bauen.

Hochwertige moderne Heizanlagen sind durch den höheren Wirkungsgrad und den geringeren Energieverbrauch für die Umwelt vorteilhaft. Ebenso können Sie mit ihnen den Heiz- und Bedienkomfort steigern. Viele Systeme müssen längst nicht mehr per Hand bedient werden. Sie können die Heizung bequem mit dem Smart Home koppeln. Auf Knopfdruck regulieren Sie die Temperatur in jedem Zimmer – egal, ob Sie im Haus oder unterwegs sind.

smart home heizung tablett 1000Eine moderne Heizanlage können Sie in ein Smart-Home-System integrieren und dadurch das Heizen automatisieren.

Entscheiden Sie sich, ein altes Heizsystem zu ersetzen, erhöhen Sie die Sicherheit in Ihren vier Wänden. Jede Heizung erreicht irgendwann ihr „Lebensende“, was sich auch mit regelmäßiger Wartung nicht vermeiden lässt. Die Geräte können auf ihre alten Tage fehleranfällig werden und ein Sicherheitsrisiko darstellen. Bei besonders alten Modellen sind Reparaturen aufwändig und mit hohen Kosten verbunden. Sie lohnen sich oftmals nicht. Dagegen profitieren Sie bei einer neuen Heizanlage von einer unkomplizierten und günstigen Ersatzteilversorgung.

Bereits eines dieser Argumente kann ausreichen, um Sie von einer Erneuerung der Heizung zu überzeugen.

Können Sie sich nicht sofort für ein neues System erwärmen, müssen Sie spätestens aufrüsten, wenn einer der folgenden Fälle eintritt:

  • Der Heizkessel arbeitet nur mit einer konstanten Betriebstemperatur: Entsprechende Heizanlagen sind wahre Energiefresser. Indem sie mehr Wärme erzeugen, als gebraucht wird, arbeiten sie ineffizient und verursachen hohe Kosten.
  • Der Kessel setzt Rost an: Bemerken Sie oder Ihr Heizungstechniker, dass der Kessel rostet, ist über kurz oder lang mit einem Sicherheitsrisiko zu rechnen. Da die Betriebssicherheit nicht länger gewährleistet ist, sollten Sie über eine Erneuerung des Kessels oder der gesamten Anlage nachdenken.
  • Die Heizung gehört zum „alten Eisen: Haben Sie eine Heizung, die älter als 30 Jahre ist, werden Sie um eine neue Heizanlage nicht herumkommen. Das Gebäudeenergiegesetz, kurz GEG, beinhaltet eine Austauschpflicht. Diese verbietet den Betrieb von Anlagen nach einem Zeitraum von 30 Jahren.

Mehr zum GEG

Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden

Das GEG trat am 1. November 2020 in Kraft. Das bisherige Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die bisherige Energieeinsparverordnung (EnEV) und das bisherige Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) treten mit dem Inkrafttreten des GEG außer Kraft. Das GEG fasst diese zusammen.

Ziel des GEG ist ein möglichst sparsamer Einsatz von Energie in Gebäuden. Zusätzlich soll die Nutzung erneuerbarer Energien zur Erzeugung von Wärme, Kälte und Strom für den Betrieb der Gebäude gefördert werden.

Wie das bisherige Energieeinsparrecht für Gebäude enthält das neue GEG Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden, die Pflicht zur Erstellung die Verwendung von Energieausweisen sowie an den Einsatz erneuerbarer Energien in Immobilien. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

GEG-Anforderungen an Neubauten

  • Niedrigstenergie-Gebäudestandard
    Der Niedrigstenergie-Gebäudestandard wird in § 10 ähnlich wie früher geregelt. Ein neu gebautes Gebäude darf einen Endenergiebedarf von höchstens 45–60 kWh/m² pro Jahr aufweisen. Dieser Wert wird im im Jahr 2023 geprüft und ggf. verändert.
  • Anrechnung von Strom aus erneuerbaren Energien
    Nach § 23 Abs. 1 darf aus erneuerbaren Energien gebäudenah erzeugter Strom beim Jahres-Primärenergiebedarf des Gebäudes abgezogen werden, wenn er unmittelbar nach Erzeugung oder nach vorübergehender Speicherung im Gebäude selbst genutzt wird. Die Höhe des Abzugs bei Wohngebäuden regelt § 23 Abs. 2. Es ergeben sich Unterschiede, je nachdem, ob ein Stromspeicher zum Einsatz kommt oder nicht. Der Abzug beträgt höchstens 30 bzw. 45 %.

GEG-Anforderungen an Bestandsgebäude

Die energetische Qualität bestehender Gebäude darf bei Renovierung oder Sanierung nicht verschlechtert werden (§ 46). Die oberste Geschossdecke muss gedämmt werden (§ 47). Wenn Außenbauteile verändert oder erneuert werden (z. B. Fenster oder der Putz einer Außenwand), müssen dabei die in Anlage 7 genannten jeweiligen Mindeststandards hinsichtlich des Wärmedurchgangskoeffizienten zur Anwendung kommen (§ 48).

Regelungen zu Heizungs- und Kühlungsanlagen

Nach dem GEG sollen ab dem 1. Januar 2026 in Bestandsgebäuden neue Heizungen, die mit Öl oder festem fossilem Brennstoff betrieben werden, nur dann noch zu Einsatz kommen dürfen, wenn der Heizbedarf anteilig auch durch erneuerbare Energien abgedeckt wird (§ 72 Abs. 4). Ausnahme: Wenn Erdgas und Fernwärme nicht zur Verfügung stehen und die Nutzung erneuerbarer Energien nicht möglich ist oder zu einer unbilligen Härte führt.

Energieausweise (§§ 79–88)

§ 85 legt fest, welche Angaben im Energieausweis enthalten sein müssen, hier gibt es keine großen Veränderungen zu früher.
Bei Verkauf oder Vermietung gibt es eine Vorlagepflicht des Energieausweises für Verkäufer, Vermieter und Immobilienmakler (§ 80).
Beim Verkauf eines Ein- oder Zweifamilienhauses muss der Käufer ein informatorisches Beratungsgespräch zum Energieausweis mit einer nach § 88 ausstellungsberechtigten Person führen, soweit dies unentgeltlich angeboten wird.

Gesetzliche Vorschriften für Fenster

Seit dem 1. November 2020 gilt das Gebäudeenergiegesetz (GEG 2020). Für alle Renovierungen und Sanierungen seit dem 1.11.2020 (Sanierungsstart) müssen die Mindestanforderungen des GEG erfüllt werden. Vorher galt die Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV 2014). Die Mindestanforderungen an Fenster sind in beiden Gesetzen gleich. Sie lauten:

  • Der höchstzulässige U-Wert der Verglasung (Ug-Wert) liegt laut EnEV 2014 bei 1,1 W/(m2K). Ausnahmen gelten z. B., wenn aus technischen Gründen kein dickeres Glas verbaut werden kann.
  • Werden Fenster komplett getauscht, so liegt der Uw-Wert wie im Neubau bei 1,3 W/(m2K).
  • Für neue Dachfenster darf der U-Wert maximal 1,4 (W/m²K) betragen.

Wichtig: Diese Mindestanforderungen genügen vielen Förderprogrammen nicht. In der Regel werden Fenster nur mit einem maximalen U-Wert von 0,95 W/m²K (Dachfenster 1,0 W/m²K) gefördert.

Das komplette Gesetz im Internet: http://www.gesetze-im-internet.de/geg/

TIPP: Müssen Sie Ihre Heizung ersetzen, sollten Sie den Austausch, sofern kein Notfall besteht, auf die Sommermonate verschieben. Denn stehen Sie im Winter ohne Heizung da, müssen Sie nicht nur frieren. Schlimmstenfalls kann ein Wasserschaden entstehen, da die Wasserleitungen durch Frost bersten. Ebenso ist mit einer erhöhten Schimmelgefahr zu rechnen, da Feuchtigkeit ohne die nötige Wärme nicht verdunstet.

Punkt 2

2. Zwischen welchen Heizanlagen können Sie sich entscheiden?

Haben Sie sich dazu entschlossen, die Heizung zu erneuern, haben Sie die Wahl zwischen unterschiedlichen Systemen. Bevor Sie sich für eines entscheiden, können Sie sich einen Überblick über deren Besonderheiten verschaffen.

Die klassischen Modelle sind Gasbrennwertheizungen und Ölbrennwertheizungen. Zukünftig wird ihre Bedeutung jedoch abnehmen, da beide Varianten nicht nachhaltig sind.

Die bessere Alternative kann in einer Hybridheizung bestehen. Diese kombiniert zwei Heizsysteme: eine Öl- oder Gasheizung und eine erneuerbare Wärmequelle. Möchten Sie komplett auf „veraltete Heizmethoden“ verzichten, können Sie auch eine Mischung aus zwei regenerativen Systemen nutzen.

Um sich für eine umweltbewusste Zukunft zu rüsten, steigen viele Hausbesitzer direkt auf eine nachhaltige Wärmequelle um. Ein gutes Beispiel stellt die Solarthermie dar. Durch die Sonnenstrahlen erwärmen Solarkollektoren das Wasser. Dieses wiederum erwärmt als sogenanntes Trägermedium das Brauch- oder Heizwasser in Ihrem Zuhause. Details dazu unten.

Jedoch sollten Sie bedenken, dass die Sonnenenergie nicht für die ganzjährige Brauch- oder Heizwasseraufbereitung ausreicht. Dementsprechend ist es sinnvoll, die Solarthermie in Kombination mit einem weiteren Heizsystem zu nutzen.

Dabei kann es sich beispielsweise um eine Wärmepumpe handeln. Diese verwendet die Wärmeenergie aus der Umgebungsluft, um eine Verbrennungsheizung zu unterstützen. Eine solche Heizanlage bilden zum Beispiel Hackschnitzel- und Pelletkessel. Diese werden mit einem nachwachsenden Brennstoff, Holz, betrieben. Allerdings müssen Sie bei dieser Variante mit hohen Anschaffungskosten und einem verstärkten Wartungsaufwand rechnen. Auch wird ausreichend Platz für die Lagerung des Brennstoffs benötigt.

Eine weitere Lösung stellt eine Brennstoffzellenheizung dar. Sie arbeitet nach dem Prinzip KWK. Die Kraft-Wärme-Kopplung verbindet die Erzeugung von Wärme und Strom und ist damit sehr effizient.

Punkt 3

3. Wichtige Punkte zur Wärmepumpe

Wärmepumpe – was ist zu beachten?

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Wärmepumpe – was ist zu beachten? Systeme, notwendige Voraussetzungen, Förderungen

Die Zahlen sprechen für sich. In fast jedem dritten, neu errichteten Eigenheim wird eine Wärmepumpe eingebaut. Diese Entwicklung resultiert unter anderem aus den aktuellen Richtlinien der Energieeinsparverordnung (EnEV). Nicht zuletzt haben sich die diesbezüglichen Ansprüche der Häuslebauer und Eigenheimbesitzer verändert. Klassische Heizsysteme rücken somit mehr und mehr in den Hintergrund. Fakt ist, dass Wärmepumpen, im Vergleich zu herkömmlichen Heizungen, weit mehr zu bieten haben. Zugleich ist im Vorfeld der Anschaffung einiges zu beachten.

Wann Wärmepumpe sinnvoll?

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Wann ist eine Wärmepumpe sinnvoll? Vorteile und Nachteile der Systeme

Das Verhältnis vieler Heimwerker zu Wärmepumpen ist ambivalent: Zwar kann deren Einbau staatlich gefördert werden, dennoch gilt ihre Ökobilanz für Altbauten eher als mäßig. Bei nachträglichen Installationen können hohe Stromkosten resultieren. Neubauten mit Fußbodenheizungen sind ideale Partner einer Wärmepumpe.

Wir geben einen Überblick über die Systeme und zeigen auf, wann eine Wärmepumpe sinnvoll ist.

Punkt 4

4. Welche Heizung einbauen?

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Welche Heizung soll ich einbauen? 8 Systeme im Vergleich

Noch um die Jahrtausendwende hatten Häuslebauer oft nur die Wahl zwischen 2-3 möglichen Heizsystem für Ihren Neubau. Heutzutage ringen mehr als ein halbes Dutzend Heizungsarten – abhängig von den Möglichkeiten vor Ort – um die Gunst der Bauherren. Bei den Investitionskosten, bei den Verbrauchskosten und den betriebsgebundenen Kosten für Wartung, Schornsteinfeger und Betriebsstrom unterscheiden sich die Heizanlagen deutlich.

Wir stellen die einzelnen Heizsysteme mit ihren wichtigsten Vor- und Nachteilen vor.

Punkt 5

5. Leserumfrage: Für welches System entscheidest du dich?

Welche Heiztechnik ist momentan dein Favorit?

Welche der Heizvarianten würdest du zur Zeit beim einer notwendigen Erneuerung der Heizung wählen?

 

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Hier die bisherigen Antworten anschauen ⇓

Die bisherigen Stimmen:

Wärmepumpenheizung 117 Stimmen
Gasheizung 114 Stimmen
Ölheizung 36 Stimmen
Pelletheizung 33 Stimmen
Andere Variante 19 Stimmen
Stromheizung 15 Stimmen

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Jeder kleine Hinweis/Frage bringt uns weiter und wird in den Text eingearbeitet.

 

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Punkt 6

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