Carport oder Garage - das ist hier die FrageFür viele Eigenheimbesitzer gehört sie zur Grundausstattung dazu: die Garage. Doch nicht jeder kann sie einfach bauen. Denn um eine Garage errichten zu können, müssen verschiedene Vorschriften eingehalten werden. Auch auf dem eigenen Grundstück. 

Auflagen der Bauverordnung

Die Verordnung zum Bau einer Garage umfasst zahlreiche Punkte. Je nach Nutzfläche werden die Garagen in Groß-, Mittel- und Kleingaragen unterschieden. Je nach Größe müssen damit auch verschiedene Anforderungen erfüllt werden. Besonders die Sicherheitsvorschriften sind für Garagen wichtig. Tragende Teile müssen zum Beispiel feuerbeständig sein. 

Besonders große Rolle kommt beim Bau einer Garage auch der Platzierung auf dem Grundstück zu. Garagen dürfen in der Regel nicht direkt an der Grundstücksgrenze gebaut werden, sondern sollten mindestens einen Meter Abstand davon haben. Genau definiert sind die Voraussetzungen im Bebauungsplan.

Grundsätzlich sind Garagen auch ohne Baugenehmigung möglich. Dies hängt jeweils von der geplanten Größe und Form sowie den jeweiligen Baubestimmungen des betreffenden Bundeslandes ab. Wenn die Bedingungen für den Garagenbau nicht oder nur mit großem Aufwand erfüllt werden können, lohnt es sich, über die Alternative Carport nachzudenken. Für den Bau eines Carports gelten zwar auch bestimmte Auflagen, diese sind jedoch wesentlich lockerer als die Voraussetzungen für eine Garagen-Baugenehmigung.

Wichtig ist: Bauherren sollten sich vor dem Garagenbau erkundigen. Auch wenn Lieferanten und Handwerksbetriebe von Fertiggaragen eigentlich gut über die Bauvorschriften informiert sind und bei Anträgen helfen oder ergänzende Informationen liefern können, die Verantwortung trägt nur der Grundstückseigentümer. Zur Sicherheit kann natürlich auch das zuständige Bauamt um Auskunft gebeten werden. Hier erhält der Bauherr höchstwahrscheinlich die zuverlässigsten Antworten.

Platzsparende Varianten

Oftmals scheitert der Garagenbau am Platzmangel. Wer gerade so die Garagen noch im  Baufenster errichten kann, hat wenig Spielraum bei Auswahl und Gestaltung der Garage. Hier bieten sich besonders platzsparende Modelle und Systeme an. Besonders mithilfe cleverer Garagentore, wie Sektionaltore von etablierten Herstellern, eröffnen sich vor allem vor der Garage neue Möglichkeiten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kipp- und Schwingtoren braucht diese Version kaum Platz, um geöffnet zu werden. Das Torblatt des Sektionaltores ist, wie der Name schon sagt, in mehrere Sektionen unterteilt. Die meisten Modelle sind waagerecht unterteilt, eine senkrechte Unterteilung ist eher selten, aber auch möglich. Die einzelnen Elemente sind flexibel durch Scharniere miteinander verbunden. Sie haben seitliche Laufrollen, die in Schienen an der Garagenwand und -decke geführt werden. So gelangt das Tor beim Öffnen flach unter die Garagendecke

Alternativ zum Sektionaltor bietet auch das Rolltor eine platzsparende Lösung. Dieses Modell benötigt ebenfalls beim Öffnen und Schließen keinen Raum vor der Garage. Im Unterschied zum Sektionaltor wird das Rolltor nicht unter der Decke verstaut, sondern, ähnlich einem Rolladen, innerhalb der Garage aufgerollt.

Video: Einbau eines Garagentores

Zur Inspiration folgt das Video von Bauhaus-TV zum Einbau eines Garagentores.

 

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