Pool Liegen

Ein selbst gebauter Pool als Highlight des Gartens!

Pool selber bauen – was ist zu beachten? GFK laminieren Anleitung

Glasfaserverstärkte Kunststoffbeschichtungen bieten viele Optionen

Es ist der heimliche Traum eines jeden Eigenheimbesitzers. Der eigene Pool im Garten! In den Sommermonaten der Hitze entfliehen und kurz ins kühle Nass hüpfen, dass gilt in unseren Breiten als eine hohe Form von Luxus. Manche träumen auch davon, im eigenen Keller einen Whirl-Pool bauen zu lassen, am besten direkt neben der eigenen Sauna. Viele liebäugeln damit einen Teich anzulegen, um dem eigenen Garten ein natürliches Ambiente zu verschaffen. Dabei schrecken manche Hausbesitzer im ersten Moment vor den hohen Kosten zurück. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, um selbst einen Pool oder einen Teich zu bauen. Wir erläutern das Laminieren mit GFK.

Punkt 1

GfK – robust & langlebig im schicken Design

Wer etwas handwerkliches Geschick aufweist und einen selbstgemachten Pool oder Teich sein Eigen nennen möchte, kann das mit Epoxidharz in Verbindung mit Glasfasermatten versuchen, auch unter dem Namen GfK (Glasfaserverstärkter Kunststoff) im Handel zu finden. Glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK) sind Verbundwerkstoffe mit vielen wünschenswerten mechanischen Eigenschaften. Die Verbundwerkstoffe aus einem Fasermaterial und einer umschließenden Kunstharzmatrix. Dabei werden eine bestimmte Anzahl von Verstärkungsfasern in Epoxidharz getränkt und Schicht für Schicht aufgetragen. Dieser Verbund aus mehreren Materialien bzw. Schichten wird auch „Laminat“ genannt.

Das Material ist leicht zu verarbeiten und bietet

  • formschöne,
  • langlebige und
  • nachhaltige

Oberflächen. Dabei ist es nach aktuellem Forschungsstand weder gesundheitsgefährdend noch UV-empfindlich und eignet sich somit hervorragend für jeden, der seinen Pool selber bauen möchte.

Wer seinem Teich oder Pool ein individuelles Antlitz verschaffen möchte, hat mit GfK ein vielversprechendes Material zur Hand. Im Vergleich zur üblichen Wanne oder Teichfolie hat eine Oberfläche aus Epoxidharz einige Vorteile:

  • Eine individuelle Gestaltung der Beckenrand- bzw. Uferzonen ist ebenso möglich wie die Berücksichtigung eines individuellen Designs im Tiefenbereich.
  • Problemloses Anlaminieren von Kaskaden, Rutschzonen und Bachläufen.
  • Bei Reinigungsarbeiten sind Beschädigungen unwahrscheinlich.
  • Resistent gegen UV-Licht und Versprödungen. Damit ist im Vergleich zu Folien eine weitaus längere Haltbarkeit garantiert.
  • An den Rändern bilden sich keine unschönen Falten, wie sie bei Folien entstehen können.
  • Für die Deckschicht sind alle Farbtöne innerhalb der RAL-Klassifikation möglich.
  • Die Oberfläche besitzt eine ausgeprägte Wasser- und Chemikalienbeständigkeit.

Punkt 2

Diese Punkte gilt es beim Laminieren von GFK zu berücksichtigen

Untergrund

Als Untergrund eignen sich sowohl Beton als auch Mauerwerk und Zementputz. Dieser muss gut durchgetrocknet sein und es ist ratsam, mit dem Oberflächenaufbau ca. 2- 3 Wochen zu warten. Der nächste Schritt besteht darin, den Pool- oder Teichrand zu nivellieren. Unebenheiten und Grate sind zu entfernen und überstehende Kanten abzufeilen.

Witterungsbedingungen

Am vorgesehenen Tag des Laminataufbaus ist auf das Wetter zu achten. Weder Regen noch direkter Sonneneinfall sind dabei förderlich. Im Notfall kann eine Plane gespannt werden, wobei darauf zu achten ist, dass sich keine Dämpfe stauen.

Schichtaufbau

Nun wird eine erste Epoxidharzschicht über die gesamte Oberfläche der Aushebung aufgetragen. Diese hat zwei Aufgaben. Zum einen dichtet sie den Boden gegen Feuchtigkeit ab, zum anderen dient sie als Haftgrund. Dabei sollte der Untergrund fett- und staubfrei gehalten werden. Nach knapp 30 Minuten ist das Epoxidharz, dem vorher ca. zwei Prozent Spezialhärter untergemischt wurden, angetrocknet und der eigentliche Laminataufbau kann beginnen.

Laminataufbau mit 2 Komponenten Epoxidharz

Eine erste Lage der Glasfasermatten wird ausgelegt und etwas angedrückt. Die Matten müssen 5-10 cm überlappen und dürfen nicht auf Stoß gelegt werden. Diese erste Lage wird nun mit Epoxidharz getränkt. Jetzt zu erkennende hellere Stellen weisen auf Lufteinschlüsse hin, welche mit einem Entlüftungsroller entfernt werden können.

Die zweite Lage muss nicht direkt nachfolgend aufgetragen werden, aber am sinnvollsten ist ein Nass-in-Nass-Verfahren. Dabei ist die zweite Mattenlage um 10 cm versetzt anzubringen. Nun wird das Verfahren der ersten Lage wiederholt, bis die Oberfläche in ihrer Gänze mit Epoxidharz bedeckt ist.

Feinschliff

Jetzt gilt es, kleine Fasern oder Unebenheiten abzuschleifen, bevor eine Versiegelung zum Einsatz kommt.  Die Fasern könnten Wasser und einen ungewünschten Osmose-Vorgang initialisieren. Der Versiegelung ist gegebenenfalls die Farbe zur individuellen Tönung beizumischen. Während der Phase der Aushärtung sollte eine Umgebungstemperatur von 18 °C nicht unterschritten werden. Nach ca. einer Woche ist der Auftrag durchgehärtet und Pool oder Teich können ihrer Verwendung zugeführt werden.

Punkt 3

Video-Anleitungen GFK laminieren

Grundlagen des Umgangs mit Epoxidharz | Anleitung für Anfänger

Länge: 23 Minuten

Teichbau aus GFK

Länge: 7 Minuten

Punkt 4

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