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Arbeitskleidung im Sommer für Handwerker und Heimwerker – Tipps zu Material, Tragekomfort und Sonnenschutz

Die Bekleidung spielt beim Heimwerken eine nicht zu unterschätzende Rolle. Die textile Ausstattung sollte weder einengen, noch gefährden oder einen unangenehmen Hitzestau verursachen. Gleichzeitig sind Faktoren wie Komfort und Funktionalität elementar. Wir verraten, was im Sommer wichtig ist.

 
 

Hosen und Oberteile: Tragekomfort ist unverzichtbar

Bei Temperaturen jenseits der 25 Grad bevorzugen die meisten Heimwerker kurze Hosen und T-Shirts, um nicht unnötig ins Schwitzen zu geraten. Bei der Auswahl der Kleidung sollte jedoch auf die Materialeigenschaften geachtet werden, da es hier erhebliche Unterschiede gibt.

Oft werden beispielsweise reine Baumwollsachen getragen, was bei Aktivität allerdings nicht ideal ist. Die Naturfaser nimmt Schweiß zwar zügig auf, bleibt anschließend aber nass. Das Material saugt sich regelrecht mit Feuchtigkeit voll, benötigt zum Trocknen aber vergleichsweise viel Zeit. Das Ergebnis: Die Kleidung klebt am Körper, fühlt sich feucht an. Mit einem angenehmen Tragegefühl hat das nichts zu tun.

Die (diesbezüglich) bessere Lösung sind Textilien aus Mischgewebe. Hier werden mindestens zwei verschiedene Materialien miteinander kombiniert, um die jeweiligen Nachteile auszugleichen. Praxisbeispiel: Der auf Arbeitskleidung spezialisierte Fachhandel engelbert strauss präsentiert im Onlineshop unter anderem bequeme Arbeitsshorts mit praktischen Taschen und verarbeitet dafür Baumwolle und schnell trocknendes Polyester. Polyester gibt die aufgesogene Feuchtigkeit zügig an die Umgebung ab, wodurch Arbeitskleider trocken bleiben. Darüber hinaus verkauft der Spezial-Shop für Arbeitskleidung Hosen mit seitlich dehnbarem Bundsystem und ergonomischer Schnittführung, was den Tragekomfort zusätzlich optimiert. Zahlreiche Taschen sorgen dafür, dass sich kleine Werkzeuge und Hilfsmittel griffbereit verstauen lassen.

Werden lieber lange Hosen getragen, sind Modelle mit integriertem Kniepolster eine gute Wahl. Schließlich erfordern viele Aufgaben das Knien. Ohne Polster ist diese Körperhaltung auf Dauer schmerzhaft. Hosen, die sich über Reißverschlüsse mit wenigen Handgriffen kürzen oder verlängern lassen, auch Zipp-Off-Hosen genannt, sind eine Überlegung wert. So können Heimwerker schnell auf wechselnde Witterungsverhältnisse reagieren.

Auch bei T-Shirts ist eine Kombination aus Natur- und Synthetikfaser ratsam. Ob Textilien eher enganliegend oder weit getragen werden, ist Geschmackssache. Viele fühlen sich wohler, wenn die Arbeitsgarderobe locker sitzt und nur wenig Körperkontakt hat. Wird Funktionskleidung aus Mikrofaser getragen, kann zu viel Freiraum allerdings kontraproduktiv sein. Damit der Schweiß nicht am Körper bleibt, sondern von Fasern aufgenommen und nach außen weitergeleitet werden kann, benötigen die Textilien Hautkontakt.

Generell gilt:

Arbeitskleidung darf niemals einengen.

Werden Bewegungsabläufe behindert, kann das im Ernstfall Unfälle verursachen.

Zudem sollten Heimwerker auf verstärkte Nähte und abriebbeständige Oberflächen achten, um von langlebigen Produkten zu profitieren. Oft werden Stellen zusätzlich mit Stoff verstärkt, die besonders stark beansprucht werden wie Gesäß, Knie und Oberschenkel. Außerdem sollte sich Arbeitskleidung in der Waschmaschine (mindestens 40 °C) problemlos von Schmutz befreien lassen.

Wichtige Eigenschaften von sommerlicher Arbeitskleidung im Überblick:

  • atmungsaktiv
  • saugfähig
  • schnell trocknend
  • pflegeleicht
  • elastisch
  • robust
  • funktional
  • ergonomisch geschnitten

Tipp: Steht das Fällen von Bäumen auf der To-do-Liste, sind lange Schnittschutzhosen und Schutzbrille ein Muss.

Rutschhemmende und atmungsaktive Handschuhe für ein Maximum an Sicherheit

Auch bei Handschuhen ist es im Sommer wichtig, dass es sich um saugfähiges und schnell trocknendes Material handelt. Bildet sich durch vermehrtes Schwitzen hingegen Nässe an den Händen, ist zuverlässiges Greifen und Festhalten von Gegenständen nur noch bedingt möglich. Das Risiko, dass Werkzeuge oder Materialien aus den Händen gleiten, ist nicht zu unterschätzen. Auch hier besteht Verletzungsgefahr.

Handschuhe sollten deshalb luftdurchlässig sein und gleichzeitig rutschhemmende Oberflächen an den Handinnenflächen aufweisen. Zudem eine perfekte Passform und Feinfühligkeit an den Fingern. Beim Hantieren im Garten können Modelle mit langem Schaft vor Schrammen an Handgelenken und Unterarmen schützen. Bei der Pflege von Rosen und anderen Pflanzen mit Dornen, sind dornensichere beziehungsweise stichfeste Gartenhandschuhe optimale Accessoires.

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Sonnenschutz nicht vergessen!

Ob Gartenarbeit, Ausbesserungen am Dach oder Malerarbeiten an der Fassade: Viele Arbeiten an Haus und Garten finden über viele Stunden im Freien statt. Ohne Sonnenschutz lässt ein Sonnenbrand nicht lange auf sich warten. Sonnencreme und Kopfbedeckung schützen effektiv.

Wer das teilweise klebrige Gefühl klassischer Sonnencreme nicht mag, findet im Handel inzwischen hochwertige und nicht fettende Sonnensprays. Diese sind kinderleicht aufzutragen und ziehen vergleichsweise schnell in die Haut ein. Worauf es hinsichtlich Lichtschutzfaktor und Verwendung ankommt, hat der NDR in einem Beitrag zum Thema Sonnenschutz zusammengefasst. Unter anderem klärt die Redaktion über einen typischen Anwendungsfehler von Sonnenschutzprodukten auf: Das Auftragen von zu geringen Mengen. „Ein Erwachsener braucht etwa 30 bis 40 Milliliter Sonnencreme, um den gesamten Körper einzucremen“, so die Empfehlung des NDR.

Tipp: Je nach Arbeitsort und Sonneneinstrahlung ist das Tragen langer Hosen und langärmliger Oberteile angenehmer als kurze Alternativen. Der Grund: Treffen Sonnenstrahlen ungehindert auf die Haut, wird die Temperatur allgemein als höher empfunden. Bedecken luftdurchlässige Textilien den Körper, wirkt Hitze weniger extrem. Bei langer Kleidung auf Sonnencreme zu verzichten, ist allerdings keine Option, weil die Sonne auch durch Kleider hindurch Sonnenbrand verursachen kann.

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