Hallenbüro planen und ausschreibenLagerhallen mit großer, freier Nutzfläche freuen sich steigender Beliebtheit. Am günstigsten ist die Bauweise mit rechteckiger Grundfläche und Flachdach. Moderne Materialien ermöglichen große Freiflächen ohne Pfeiler und bieten so uneingeschränkte sowie variable Nutzungsmöglichkeiten. Der Nachteil: Arbeitslärm breitet sich ungehindert aus, eine konzentrierte Arbeit am Schreibtisch oder Telefonate kaum möglich. Darum werden sogenannte Hallenbüros in die Werke eingezogen, welche komfortable und geschützte Ruheinseln innerhalb der Werkwände darstellen. Den individuellen Ansprüchen sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Wir zeigen, worauf bei der Angebotseinholung zu achten ist.

  • Planungszeit
    Ein Hallenbüro ist zumeist schnell aufgebaut, die Zeit der Bedarfsfeststellung und Angebotseinholung kann sich aber hinziehen. Die Beschränkung auf Planungssichere Hallenbüros verkürzen diesen Prozess.
  • Bedarf ermitteln
    Je nach Größe der Werkhalle, Raumbedarf für die Produktion und Platzanspruch der "Schreibtischtäter" fällt die Größe des Hallenbüros aus. Bei Bedarf können mehrere Stockwerke aufeinander gebaut werden. Der erste Schritt besteht also darin, die gewünschte Bürofläche zu ermitteln
  • Lärm messen
    Je nach Lärm der Produktionsarbeit sind unterschiedliche Materialien für Wände, Türen und Fenster bei den Hallenbüros notwendig, um eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre zu ermöglichen. Damit der Hersteller ein passendes Angebot vorlegen kann, braucht er Angaben, mit denen er rechnen kann. Zumeist wird dabei den Schalldämm-Maßen und Spektrum-Anpassungswerten nach DIN EN ISO 717-1 gefolgt. Ein Test vor Ort bei einem Werk, in dem das gewünschte Hallenbüro bereits steht, wäre bei der Definition des notwendigen Schallschutzes hilfreich. Lautstärke wird von Menschen unterschiedlich störend empfunden, die Einschätzung des Schallschutzes besitzt auch subjektive Komponenten.
  • Fensterflächen bestimmen
    Moderne Hallenbüros sind oftmals großflächig verglast. Aktuelle Glasmaterialien erfüllen hohe Sicherheitsanforderungen und trotzen stärksten Lärmquellen. Aber bei einigen Arbeitsstellen ist eine zu große "Einsicht" unerwünscht. Zum Einsatz kommen Einscheibensicherheitsglas, Verbundsicherheitsglas und Mehrscheibenisolierglas.
  • Variabilität erforderlich
    Raumsysteme, die auf pulverbeschichteten Stahlteilen basieren, ermöglichen eine flexible Nutzung der Räumlichkeiten. Wandversetzungen sind mit wenig Aufwand möglich. Wird diese Flexibilität gewünscht, sollte sie in der Angebotseinholung dezidiert erwähnt werden.
  • Durchlassbedarf
    Anzahl und Größe der Türen müssen ebenfalls in der Ausschreibung genannt werden. Ist eine Paletten-Durchführung notwendig? Sind Fluchtwege einzuplanen?
  • Störende Baukörper vorhanden?
    Steht an der geplanten Stelle des Hallenbüros ein Pfeiler oder ein Schornstein? Das ist normalerweise kein Problem, wenn Lage und Größe des Baukörpers in der Ausschreibung beschrieben werden. Moderne Stahlträger ermöglichen ein Bauen "drumherum".
  • Mehrere Anbieter einbinden?
    Wollen Sie für jedes Gewerk den günstigsten Anbieter auswählen oder ist es Ihnen wichtig, Beratung, Planung, Herstellung und Montage aus einer Hand zu erhalten? Letzteres schränkt die Auswahl der Anbieter (z.B. Becker) natürlich ein, erleichtert dafür den konkreten Bauablauf erheblich.

Hallenbüro-Typen im Video

Das folgende Video zeigt verschiedene Arten von Hallenbüros:

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