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Das Jahr 2018 neigt sich scharf dem Ende entgegen. Nicht nur Grund für Jahresrückblicke im TV und Sonderausgaben großer Nachrichtenmagazine, sondern auch Ausblicke auf das Kommende. Und was dort für Heimwerker und Sanierer trendig werden wird, das haben wir jetzt schon mal recherchiert und zusammengetragen:

 

 

 
 

Inhalt

Punkt 1

Einrichtungstrend Gotik

Die vorangegangenen großen Einrichtungstrends wie Homing, Cocooning, das dänische „Glücks-Einrichten“ Hygge und selbst das dschungelige Urban Jungle haben eines gemeinsam: Sie sind vor allem auf maximale Gemütlichkeit und Natürlichkeit ausgerichtet.

Beim sich abzeichnenden Gotik-Trend indes handelt es sich um Rückgriffe auf wirklich düstere Zeiten. Namentlich die Gotik, also jene Kunst- und Architekturepoche, die zwischen 1150 und 1500 in Europa vorherrschte. Also düsterstes Mittelalter bei der Einrichtung? Jein, nicht ganz. Der heutige Gotik-Trend nimmt zwar Anleihen an die Stilelemente, allerdings so, dass es nicht wirklich ungemütlich wird. Es ist vor allem ein Trend, der sich auf Details und Farben fokussiert: Eher dunkel und schwer, gerne mit hohem Schwarz-Anteil. Dazu die verschlungenen, verschnörkelten Muster, die für diese Zeit so prägnant sind. Etwa in Form solcher schmiedeeisernen Kunststücke wie beispielsweise Laternen, Kerzenständer, verzierte Schränke, Nuppen-Trinkgläser. Gerne auch schwere Vorhänge. Eben das, was man stilistisch mit Mittelalter-Einrichtung verbindet.

Übrigens bietet sich hier auch die Gelegenheit für Heimwerker mit guter Werkzeugausstattung, ihr Können unter Beweis zu stellen. Es muss ja keine hochkomplexe Laterne wie die obige sein. Schon mit Holz und Kupfer lässt sich etwas Beeindruckendes anfertigen, das vollends in den Trend passt.

dom silbern ayo 564An und in gotischen Sakralbauten kann man sich sehr gute Inspiration für den Gotik-Stil holen.

Punkt 2

Fliesen wie bei Oma

In den vergangenen Jahren wurden ungezählte Bauschutt-Container vor Altbauten, die sich gerade in der Renovierungsphase befanden, damit gefüllt. Fliesen, deren Farben und Muster man automatisch mit den 1960ern und -70ern assoziiert. Und das kommt, kein Witz, wieder zurück. Nein, bei weitem nicht so brutal, wie man es vor zwei Jahren in einer „Bad-Retrospektive“ bewundern konnte. Aber durchaus wieder mit kräftigen Farbtupfern aus der damaligen Palette, die sich vor allem in der Fliesenabteilung wohltuend von den dort nach wie vor zu sehenden Grautönen abheben.

Und egal ob nun „Blutorange“, „Waldgrün“ oder „Schokobraun“, ein wenig Farbe bringt auch im Bad Leben in den Alltag – der ist so schon oft grau genug.

Punkt 3

Indirekt für Entspannung

Wir bleiben im Badezimmer. Allerdings geht es jetzt um die Frage, wie es erhellt werden soll. Und da wird 2019 etwas groß kommen, indirekte Beleuchtung. Lichtleisten hinter Schattenfugen, abgehängte Decken mit Fugenstrahlern, Ablage-Einbuchtungen mit versteckten LEDs. Bei lichtdiscount.de gibt es weitere Infos zu dieser Art von Badbeleuchtung.

Egal wie, Hauptsache, das Licht kann nicht direkt einer Quelle zugeordnet werden. Eigentlich ist dieser Trend nur eine logische Schlussfolgerung. Denn schon seit geraumer Zeit geht die Nasszelle weg zum Raum, der nur für Hygiene existiert, hin zu einer Doppelfunktion, die auch Spa- und Wellness-Anteile inkludiert.

Punkt 4

Adios, Verbrenner

Kein Renoviererthema aber definitiv eines für Heimwerker ist die Tatsache, dass 2019 eines der Jahre sein wird, in denen Werkzeuge mit Verbrennungsmotor, insbesondere wenn es sich um den stinkenden und sehr hochfrequent dröhnenden Zweitakter handelt, ziemlich eingebrochen sein werden.

Noch vor ganz wenigen Jahren waren beispielsweise akkubetriebene Kettensägen etwas, das alle, die ernsthaft „Meter machen“ mussten, höchstens als Scherzartikel ansahen – sowohl von Leistung wie Reichweite her. Mittlerweile sind jedoch die ganz Großen im Business zwischen Stihl und Husqvarna auf den Zug aufgesprungen. Und man darf annehmen, dass diese es sehr ernst meinen und kein Akku-Produkt auf den Markt werfen, welches ihren Ruf schädigt.

Und was bei den Kettensägen gilt, wird sich auch immer mehr auf bisherige Bastionen des Verbrenners ausdehnen. Die Absätze von Benzin-Rasenmähern sind im Sinkflug. Gleiches für Heckenscheren, Motorhacken, sogar Häcksler. All diese Geräte werden sehr bald durch enorm leistungsstarke Akkus mit Energie versorgt werden, die gegenüber dem Benziner nur eines vermissen lassen, den Sound.

motorsaege buche gefaellt a 564Fällarbeiten waren bislang der Härtetest, den meistens nur Verbrenner bestanden. Doch langsam übernimmt Akku-Power.

Punkt 5

Abschied von der Palette

Es dürfte der in den vergangenen Jahren, vielleicht sogar überhaupt, mit Abstand größte Trend des Heimwerkerbereichs gewesen sein, der zudem weltweit ungezählte Massen erst an das Thema Selbermachen heranführte: Palettenmöbel. Die vorgegebenen Formen, die enorm stabile Konstruktion. Das alles sorgte dafür, dass man mit wenig mehr als Hammer und Nägeln, Fuchsschwanz und Gliedermaßstab bewaffnet wahre Kunstwerke anfertigen konnte. Selbst vor Betten und Sofas machte der Trend nicht halt

Doch wie es mit Trends (fast) immer ist, irgendwann nutzen sie sich ab. Besonders bei der Palette ist das mittlerweile der Fall, weil diese ihre Form unmöglich verbergen kann – und seine ganze Terrasse, den Garten und das Haus noch dazu will niemand mit so ähnlich wirkenden Stücken ausstaffieren.

Traurig sein müssen Palettenfreunde indes nicht. Denn was man mit denen erschaffen konnte, kann man auch mit normalen Holzteilen tun – sogar wesentlich kreativer und freier als mit der starren Formvorgabe.

Punkt 6

Schöne Sprossen

Der Aufbau von modernen Fenstern macht eines nötig: Die Rahmen müssen für gute Dämmwerte besonders umfangreich sein. Und wo Rahmen ist, ist kein Glas, das reduziert natürlich die Lichteinstrahlung in den Innenraum.

Altbaubesitzer, die sanierten, griffen und greifen daher tendenziell bevorzugt zu vollflächigen Fenstern, falls diese bestehende. Sprossenfenster ersetzen sollten. Das macht Sinn, denn frühere Fenster bis in die 1960er waren vergleichsweise klein. Allerdings: Längst befinden wir uns auch an einem Punkt, an dem Häuser kernsanierungswürdig werden, die erst in den 70ern und 80ern errichtet wurden – und damals baute kaum noch jemand so kleine Fensterhöhlen, sondern klotzte mit großen, vollflächigen Fenstern.

Genau das können sich Sanierer zunutze machen, die im kommenden Jahr mit der Arbeit loslegen wollen. Denn schlichte Sprossenfenster kommen für diese Häuser gerade wie eine Trend-Flutwelle. Die Reduktion der Glasfläche um einige Quadratzentimeter macht bei den Abmessungen kaum etwas aus und für die damals so gerne verwendeten gigantisch großen Scheiben in Räumen, die zum Garten weisen, wirkt sich eine dadurch erzielte Aufteilung auch viel angenehmer auf den Gesamtlook aus – abgesehen davon, dass drei nebeneinanderliegende Sprossenfenster auch nur einen Bruchteil dessen kosten, was ein gigantisch großes Fenster mit modernen Dämmwerten aufrufen würde.

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