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Vorbereitung für den Frühling – Materialtipps für Terrassen und Gartenhäuser

Im Frühling gibt es für Hausbesitzer und Hobbygärtner eine Menge Arbeit. Unter anderem gilt es Terrassen fit für den Sommer zu machen und mögliche Schäden des Winters auszubessern. Gleichzeitig beschäftigen sich viele mit dem Thema Gartenhaus und holen Informationen zum Materialangebot ein. Nachfolgend praktische Hinweise für alle, die im Frühling entsprechende Vorbereitungen treffen möchten.

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Punkt 1

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Terrassendielen aus Holz und WPC – die Vor- und Nachteile zusammengefasst

Steht der Bau einer Terrasse auf dem Programmplan, stellt sich die Frage, welches Material der Untergrund aufweisen soll. Großer Nachfrage erfreuen sich Holzdielen und alternative Konstruktionen aus WPC. Zunächst die Vorzüge des reinen Naturmaterials:

  • Terrassendielen aus Holz begeistern mit einer natürlichen Optik.
  • Sie fügen sich mit ihrer Maserung und Farbe perfekt in Gärten ein.
  • Selbst bei hohen Temperaturen sind sie barfuß begehbar.
  • Das Laufgefühl ist warm und rückenschonend.
  • Gepflegte Holzdielen strahlen Ästhetik und Exklusivität

Der letzte Punkt auf der Liste der Vorteile macht zeitgleich auf den entscheidenden Nachteil von Holz aufmerksam: Dem Pflegeaufwand. Die Umwelteinflüsse Feuchtigkeit und UV-Strahlung verlangen dem Material einiges ab. Hinzu kommen Mikroorganismen und Insekten, welche die Strukturen beschädigen können. Die typische Vergrauung von Holzdielen im Freien wird von den genannten Einflüssen verursacht. Um unschöne Verfärbungen, Schimmel und Fäulnis zu verhindern, müssen Holzterrassen regelmäßig gereinigt und geölt werden. Teilweise ist sogar das Abschleifen nötig, damit Öle besser in die Oberfläche eindringen können. Dementsprechend hoch ist der Arbeitsaufwand.

Bevorzugen Sie Holz, Stein oder WPC beim Terrassenboden?

 

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Haben Terrassenbesitzer dafür keine Zeit oder möchten diese lieber für andere Tätigkeiten nutzen, ist der Kauf alternativer Wood-Plastic-Composite (WPC) Terrassendielen eine Überlegung wert. Dabei handelt es sich um einen Verbundwerkstoff, der die positiven Materialeigenschaften von Kunststoff und Holz miteinander vereint. Der Holzanteil liegt zwischen 50 und 90 Prozent und wird mit Holzmehl erreicht. Der Kunststoffanteil häufig mit dem äußerst strapazierfähigen Polypropylen (PP).

Die Vorteile auf einen Blick:

  • WPC muss weder geschliffen noch geölt oder gestrichen werden.
  • Das Wetter kann dem Material kaum etwas anhaben.
  • Massive WPC Dielen sind überaus robust, langlebig und fäulnisbeständig.
  • Die Oberflächen sind rutschfest, rissfest und splittern nicht.
  • Das bringt ein Maximum an Sicherheit mit sich.

Wie natürlich WPC Terrassendielen inzwischen aussehen, verdeutlicht ein Blick in den Onlineshop casando der Holz-Richter GmbH mit Sitz im nordrhein-westfälischen Lindlar. Das Unternehmen kauft direkt bei führenden Herstellern ein, präsentiert Dielen in Massivbauweise und diversen Farben. Wer sich inspirieren lassen möchte, kann die verschiedenen Produkte der Hersteller casando entnehmen.

... und deren Nachteile

  • Nachteilig an WPC ist, dass sich das Material bei direkter Sonneneinstrahlung stärker erhitzt als Holz und eine Beschattung zum Barfußlaufen notwendig ist.
  • Zudem besteht der Bodenbelag aus Kunststoff plus Kleber plus Holzfasern statt eines Naturproduktes
  • Ein Anteil an Kunststoff in der WPC-Diele von 30-40% steht für einen hohen Rohstoff- und Energieverbrauch. Dieser Nachteil kann jedochdurch den Einsatz von Recyclingkunststoff vermindert werden.
  • WPC-Terrassendielen mit Hohlprofilen leiden stärker unter Witterungseinflüssen.

Punkt 2

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Holz oder Aluminium für die Unterkonstruktion

Neben dem Dielenmaterial ist eine solide Unterkonstruktion für die Terrasse elementar. Sie beugt Staunässe vor, stellt die Belüftung des Bodenbelags sicher und sorgt für die nötige Stabilität beim Begehen. Aluminium und Holz sind dabei die vorherrschenden Materialien.

Welches sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Dielenmaterial ab, denn die Langlebigkeit beider Bestandteile sollte übereinstimmen. Für Dielen aus Hartholz sind Konstruktionsleisten aus Hartholz ratsam, bei Weichhölzern wie Lärche können wiederum Unterkonstruktionen aus Weichholz zum Einsatz kommen. Hintergrund: Würde beispielsweise eine Unterkonstruktion aus weichem Lärchenholz verbaut, während die Dielen aus langlebigem WPC bestehen, würde der Unterbau wesentlich früher verrotten und den gesamten Konstruktionsabbau inklusive Dielen erfordern. Eine derartige Kombination macht keinen Sinn.

Stattdessen muss die Langlebigkeit der verwendeten Materialien übereinstimmen. Wer sich eine nahezu unzerstörbare Unterkonstruktion ohne Pflegeaufwand wünscht, ist mit Aluminium gut beraten. Aluminium eignet sich beispielsweise gut für Terrassen, die Richtung Norden gebaut werden. Aufgrund des Mangels an Sonnenlicht bleibt die Fläche gern feucht, was einer Holzkonstruktion auf Dauer schadet. Auch Terrassen, die an einen Gartenteich oder Pool angrenzen und dementsprechend viel mit Wasser in Kontakt kommen, profitieren von einem haltbaren Aluminiumunterbau. In Kombination mit WPC Dielen entsteht eine langlebige Einheit. Im Gegensatz zu Holz, das ein natürliches Schwind- und Quellverhalten aufweist, bleibt Aluminium in der Form.

Punkt 3

Beschattung mit Holz – von Brettschicht- bis Konstruktionsvollholz

Im Bereich Schattenspender übernimmt Holz ebenso wichtige Aufgaben. Bei Terrassendächern wird unter anderem Brettschichtholz verbaut, wenn hohe statische Ansprüche erfüllt werden müssen. Bestes Beispiel ist eine Eindeckung mit Echtglas. Um das hohe Gewicht zu halten, braucht es strapazierfähige Konstruktionen. Die mit Minimum drei Brettlagen ausgerüsteten Brettschichthölzer werden in gleicher Faserrichtung verleimt und sind für derartige Zwecke ideal. Sie bringen eine hohe Tragfähigkeit und Stabilität mit sich, verhindern Schwindungen und Risse.

Darüber hinaus wird Konstruktionsvollholz verkauft. Für die Herstellung werden Bauschnitthölzer veredelt. Konstruktionsvollholz ist gegenüber Insekten unempfindlich, dimensionsstabil und unterliegt einem hohen Qualitätsstandard. Konstruktionsvollholz ist eine geschützte Bezeichnung.

Zudem ist kesseldruckimprägniertes Holz erhältlich. Bei der Kesseldruckimprägnierung wird Holz behandelt, um es gegenüber Insekten und Pilzen zu schützen. Feuchtigkeitsentzug und der Einsatz von Holzschutzmitteln sind beim genannten Verfahren typisch. Weil bei kesseldruckimprägnierten Hölzern erhebliche Qualitätsunterschiede bestehen, müssen Käufer die Produktbeschreibungen kritisch lesen und im Zweifelsfall beim Hersteller nachhaken. Bei Billigware aus dem Ausland sind fragwürdige Chemikalien keine Seltenheit. Stimmen Behandlungsdauer und die Konzentration an Holzschutzmittel nicht, ist die Schutzwirkung eingeschränkt. Ökologisch Orientierte sollten von kesseldruckimprägniertem Holz Abstand nehmen. Der Landesverband Baden-Württemberg e.V. des Bund für Umwelt und Naturschutz rät davon ab: „Das so imprägnierte Altholz ist nämlich Sondermüll, dessen Entsorgung bis heute ein ungelöstes Problem ist.“

Punkt 4

2 gängige Materialien für Gartenhäuser

Auch beim Bau von Gartenhäusern erfreuen die beiden Materialien Holz und Kunststoff großer Beliebtheit. Holzgartenhäuser haben den Vorteil, dass sie aufgrund des eingesetzten Baumaterials sowohl dämmen als auch Gerüche und Feuchtigkeit regulieren. Holz nimmt positiven Einfluss auf das Raumklima, was sich bei wohnlich genutzten Gartenhäusern gleichermaßen vorteilhaft auswirkt wie bei Objekten zur Lagerung von Gartengeräten. Gartengeräte rosten weniger schnell und Holzgartenmöbel werden ausreichend belüftet. Nicht zu vergessen: Holzwände lassen sich beliebig mit Aufbewahrungsmöglichkeiten ausstatten. Besitzer können beispielsweise Regale festschrauben, Wandhaken mit Nägeln fixieren oder Schranksysteme kippsicher montieren. Das geht in Plastikgartenhäusern weniger gut. Kunststoff hat weitere Nachteile:

  • Das Raumklima ist nicht mit Holz vergleichbar.
  • Es besteht Kondensationsgefahr und die Lagerung von Gartenmaterialien ist wegen der schlechten Wärmedämmung stark eingeschränkt.
  • Bei Sturm besteht Kippgefahr.
  • Kunststoffe sind zwar pflegeleicht und müssen nicht wie bei Holz regelmäßig geölt oder gestrichen werden, sind stattdessen jedoch empfindlich gegenüber UV-Strahlung.

Ein Vorteil von Gartenhäusern aus Kunststoff: Sie sind günstiger als Holzvarianten und mindern die Investitionskosten. Allerdings ist stets auf lange Sicht zu kalkulieren. Hält das Konstrukt aus Holz zehn Jahre länger, lohnt sich der Kauf trotz Pflegeaufwand.

Bauen Sie Ihr Gartenhaus komplett allein oder greifen Sie auf einen Bausatz zurück?

 

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Punkt 5

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