Räderwerk

Was zeichnet eine hochwertige Uhr aus? Präzision, der wahre Charakter von Qualität!

Über die Kunst, eine gute Uhr zu bauen

Eine Uhr ist ein Messinstrument, dessen Qualität grundsätzlich durch die Genauigkeit bestimmt wird. Mit anderen Worten handelt es sich um ein Präzisionswerk, dessen Richtigkeit und somit Genauigkeitsgrad z. B. durch die Messunsicherheit quantifizierbar ist.

Mathematisch betrachtet, handelt es sich somit um einen Wertebereich, der etwaige Fehlertoleranzen beziehungsweise systematische Abweichungen mit einkalkuliert und stets Wahrscheinlichkeitswerte zwischen 68 Prozent und 95 Prozent liefert.

Bei der Uhr als Messinstrument wird diese tolerierbare Ungenauigkeit Uhrenfehler genannt, der die Abweichung der angezeigten Uhrzeit gegenüber einem Bezug angibt. Die Bezugsgröße stellt ein sogenanntes Zeitnormal, das den höchsten Stand der Technik abbildet und zum Kalibrieren aller anderen Uhren herangezogen werden kann.

Stand heute ist in Deutschland für das Zeitnormal die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig zuständig, welche die Atomuhr CS2 mit ihrer Technik, als Uhr mit dem geringsten Gangfehler nutzt, um das Zeitnormal zu stellen.

Ein Beispiel: Gönnen sie sich eine Uhr von Rolex, erwarten Sie eine Qualität, welche sich durch ein gutes Laufverhalten, Präzision und Schlagunempfindlichkeit äußert. Rolex benutzt dazu in sämtlichen Oyster Modellen z. B. sogenannte Perpetual-Uhrwerke, die mit unterschiedlichen Kalibern bestückt werden.

1. Der Aufbau einer Uhr, dass alles entscheidende Kriterium!

In puncto Handwerkskunst ist eine Uhr nahezu ohnegleichen und mechanisch betrachtet eine Feinmechanik, deren Komponenten sich durch sehr kleine Abmessungen und geringe Masse auszeichnen.

Der Schwingkörper einer mechanischen Armbanduhr wird Unruh genannt, welche durch eine vorgegebene Schlagzahl einer Spiralfeder angetrieben wird. Die Amplituden klassischer Uhren betragen in der Regel 2,5 Hertz, was umgerechnet circa 18.000 Amplituden pro Stunde entspricht, wohingegen moderne Uhren mit einer Frequenz von circa 3 Hertz arbeiten. Sogenannte Schnellschwinger erreichen Halbschwingungen, deren Anzahl etwa 28.800 Amplituden in der Stunde entspricht, also circa 4 Hertz.

Bei jedem Durchgang schaltet die Unruh den sogenannten Anker um, der es dem Gangrad ermöglicht, ein Zahnrad weiterzulaufen. Das Räderwerk ist somit eine Übersetzung von Geschwindigkeiten, also einer Rotation, die in Rad pro Sekunde angegeben wird.

Während die Schaltdurchgänge der Hemmung, dass Minutenrad somit in 1/60 Umdrehungen herunterteilt, kann das Zeigerwerk die Kraft der Minutenradwelle aufnehmen und in eine Untersetzung von 1/12 Umdrehungen herunterreduzieren. Der Stundenzeiger wird somit auf dem sogenannten Stundenrohr platziert, der Minutenzeigen hingegen auf dem Viertelrohr, welches mit der Minutenradwelle verbunden wird.

2. Das Material und die Gangart, die herausragende Technik des Werkzeugs!

Mechanische Werkzeuge, wie eine Uhr, werden synonym auch Instrument genannt, welches gleichermaßen eine Ausrüstung ist. Wie bereits erwähnt bestückt Rolex ihre veredelten Messinstrumente der Zeit mit sogenannten Kaliberlaufwerken.

Bleiben wir bei Rolex: Verschieden Modelle dieser Kaliberlaufwerke kommen in den unterschiedlichen Rolex Modellen zum Einsatz, die sehr einprägsame Namen erhalten haben, wie zum Beispiel „Air-King“, „Day-Date“ oder „Sea-Dweller“. Weitaus interessanter ist jedoch deren Inhalt, welcher seit 2000 mit dem Rolex-Kaliber 4130 zum komplett hauseigenen Werk ausgearbeitet wurde. Dieses ist in den Chronographen „Cosmograph Daytona“ verbaut, der synonym als sogenannter Rennfahrer Chronograph bezeichnet wird. Es handelt sich um ein mechanisches Perpetual Chronographen Werk, welches sich in beide Richtungen aufziehen lässt und mit 44 Lagersteinen bestückt wurde. Die Ganggenauigkeit des Präzisionswerkes beträgt ca. -2 bis +2 Sekunden pro Tag.

Zum Vergleich, die Ganggenauigkeit einer mit Strontium oder Cäsium betriebenen Atomuhr liegt im Piko- oder Femtosekunden Bereich.

3. Videos über die Uhrmacherkunst

3.1. Die Uhrmachertradition

Länge: 30 Minuten

3.2. So werden Luxus-Uhren erschaffen

Länge: 5 Minuten

3.3. Die Mechanik eines Turmuhrwerkes

Länge: 10 Minuten

3.4. Der Unterschied zwischen Automatikwerk und Quarzwerk

Länge: 11 Minuten

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