Topic-icon Neuer Parkettboden - Hinweise und Vorschlaege

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22 Okt 2007 11:21 #38 von Helga und Eberhard Kothe
Neuer Parkettboden - Hinweise und Vorschlaege wurde erstellt von Helga und Eberhard Kothe
Hallo,
wir, ein älteres Ehepaar, wollen im kommenden Jahr in eine jetzt noch im Ausbau befindliche Eigentumswohnung umziehen. Dabei handelt es sich um eine WG im Erdgeschoss in einer denkmalgeschützten Schlossanlage, die gerade rekonstruiert wird und in der neue, alters- und behindertengerechte Wohnungen geschaffen werden. Die Fussbodenbeläge im Wohn-, Schlaf- und Eingangsbereich werden als fischgrätverlegtes Eichenparkett 22mm ausgeführt. Nun stellt sich für uns als Laien die Frage wie die Versiegelung am zweckmässigsten ausgeführt werden soll. Noch nicht entschieden ist, ob die Räume Fussbodenheizung erhalten oder ob mit normalen Heizkörpern beheizt wird. Können Sie uns Hinweise geben und Vorschläge zur Art der Ausführung machen?
Wir danken im Voraus für Ihre Bemühungen.
Helga und Eberhard Kothe

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22 Okt 2007 13:47 #39 von Christian Arp
Hallo Helga und Eberhard Kothe,

fischgrätverlegtes Eichenparkett kann auch auf einer Fußbodenheizung verlegt werden, obwohl das Parkett mit 22 mm die maximale Dicke darstellt. Bei Überschreitung dieses Wertes wird der Wärmedurchlaßwiderstand zu groß. Die Verlegeart (Fischgrät) sowie die Holzauswahl ( Eiche hat ein günstiges Quell-und Schwindverhalten) sind sehr gut mit Fußbodenheizung vereinbar.
Ich denke, ihr Fußbodenleger wird ihnen genauere Angaben zur Oberfläche geben können. Hier ein paar grundlegende Überlegungen:

- Auf Fußbodenheizung können sowohl geölte als auch lackierte Oberflächen für das Parkett verwendet werden. Allerdings muß beachtet werden, dass auf Fußbodenheizung mit etwas stärkerer Fugenbildung im Winter zu rechnen ist. Deshalb sollte bei einer lackierten Oberfläche darauf geachtet werden, daß durch Auftrag einer geeigneten Grundierung die Seitenverleimung minimiert wird. Seitenverleimung bedeutet, daß der Lack beim Auftrag teilweise in die Fugen läuft und dort die Parkettstäbe miteinander verleimt. Mit zunehmender Schwundtendenz im Winter werden die Spannungen im Holz soweit erhöht, bis an der schwächsten Stelle, z.b.in einer Fuge oder auch im Holz, ein breiter Riß, eine Abrißfuge, entsteht.
Weiterhin sollten sie bei Holzfußböden auf Fußbodenheizung während der Heizperiode keine Teppiche verwenden, da es unter dem Teppich zu einem Hitzestau kommt, was wiederum zu erhöhter Fugenbildung führt und auch noch unnötigerweise die Heizkosten erhöht.

- lackierte Oberflächen sind in der Regel strapazierfähiger und einfacher zu pflegen. Durch die Verwendung neuartiger Lacke ( z.B. Traffic von der Firma Bona) wird die natürliche, matte Optik eines geöltes Fußbodens kombiniert mit der extrem abriebfesten und chemikalienbeständigen Oberfläche eines Zweikomponenten-Polyurethanlacks.

- geölte Böden sind antistatisch, sorgen für ein besseres Raumklima, ( die Holzporen bleiben offen, Feuchtigkeit kann ungehindert ins Holz bzw. aus dem Holz heraus) und können stellenweise bei Bedarf ausgebessert werden. Allerdings ist der Pflegeaufwand etwas größer.

Sie sollten sich auf jeden Fall von ihrem Parkettleger die zur Auswahl stehenden Produkte genau erklären lassen. Sowohl bei Öl/Wachs als auch bei Lack ist die Qualität von entscheidener Bedeutung. Lieber ein paar Euro mehr für ein besseres Produkt ausgeben, nur so haben sie bei entsprechender Pflege lange Freude an ihrem Fußboden.

Egal, welche Oberfläche sie verwenden, achten sie über die Jahreszeiten auf ein ausgeglichenes Raumklima . Das ideale Raumklima beträgt 18-20°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 50-60%. Während der Heizperiode sollten zusätzlich Feuchtequellen aufgestellt werden, z.B. Pflanzen oder ein Luftbefeuchter. Dann fühlt sich auch der Mensch wohler.

Viele Grüße Christian Arp

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