Gartenmöbel aus Holz

Gartenmöbel aus Holz sind höchst beliebt und sorgen für einen urigen und naturverbundenen Eindruck. Zudem verleihen sie - ähnlich wie Möbel aus Polyrattan - dem Garten einen exklusiven Touch. Viele Holzarten halten bei fachgerechter Pflege jahrzehntelang und altern würdevoll gemeinsam mit ihren Besitzern. Welches Holz beim Kauf bevorzugt und wie dieses dann gepflegt werden sollte, zeigt dieser Artikel.

Die Holzart

In früheren Jahren fanden sich in Deutschland und Nordeuropa vor allem Gartenmöbel aus lackiertem Fichten- und Kiefernholz. Edle Varianten bestanden aus Buchenholz, die teuersten Möbel waren aus Eiche gefertigt. Allesamt schöne Hölzer, die ungeschützt aber schnell verrotten. Witterungsbeständig sind unsere heimischen Holzvarianten nur mit einer lückenlosen Schutzschicht. Wird deren Aufrechterhaltung vernachlässigt, nagt rasch der Zahn der Witterung an diesem Holz.

Teak und Co.

Sogenannte Edel- und Tropenhölzer verlangen dem Besitzer wesentlich weniger Pflegeaufwand ab. An erster Stelle steht hier das Teakholz. Preiswerter und ähnliche Eigenschaften weisen Eukalyptusholz, Akazie und Yellow Balauf auf. Die höchste Witterungsbeständigkeit wird Burma Teakholz nachgesagt.

Eine hohe Konzentration an Ölen verleiht den tropischen Harthölzern ihre Robustheit gegenüber Witterung, Schimmel und Insektenangriffen. Diese Hölzer können viele Jahre unbehandelt im Freien stehen. Durch Sonne und Regen legt sich eine silbergraue Patina über das Holz. Regelmäßiges Nachölen und Lagerung im Trockenen verhindern diesen natürlichen Prozess.

Generelle Holzunterschiede

Altes Kernholz ist langlebiger und robuster als junges Holz aus den äußeren Schichten des Baumes. Der Grund liegt darin, dass der Holzkern die meiste Last im Baum trägt und von der Natur entsprechend stabil ausgelegt ist. Allerdings zeichnen nur wenige Gartenmöbelhersteller das für die Möbel verwendete Holz entsprechend aus. Bei Lionshome fanden wir allerdings bei vielen Produkten im Bereich Gartenmöbel zumindest die Auszeichnung der verwendeten Holzart.

Sie erkennen Kernholz an einer ausgeprägten Maserung, die viele dunkle und gerade Streifen aufweist. Wenn sich beim Teakholz die Oberfläche schön ölig anfühlt, ist dies ebenfalls ein Zeichen von Qualität.

Hochwertiges Holz ist deutlich teurer als billigere Varianten. Von daher ist auch der Preis des Möbelstücks ein Indikator für das verwendete Holz. Garantiert gilt dies allerdings nur in eine Richtung: Ein billiges Möbelstück kann kaum aus hochwertigem Holz gefertigt sein. Anders herum findet sich auch schon mal bei teuren Möbelstücken junges Holz in der Verwendung. In der Regel gilt: Je teurer die Gartenmöbel umso edler das Holz.

Holzzertifikate

Am weitesten verbreitet ist das FSC-Siegel. Dessen Einhaltung soll eine nachhaltige und umweltschonende Holzernte in den jeweiligen Ländern sicherstellen.

Beschläge

Last, not least achten Sie auch auf die Qualität der Beschläge. Insbesondere Klappmöbel sind dort einer hohen Belastung ausgesetzt.

Die Pflege von Gartenmöbeln aus Holz

Tropenholz

Wie schon gesagt sind viele Tropenhölzer auch unbehandelt resistent gegen Witterung und Parasitenbefall. Die sich entwickelnde Patina tut der Qualität keinen Abbruch und soll sich nicht auf die Lebensdauer des Teakholzes und anderer Tropenhölzer auswirken.

Holz ölen

Das Sommerende ist die ideale Zeit, den Holzmöbeln eine frische Schicht Holzöl zu gönnen. Soll auch eine eventuelle graue Patina verschwinden, muss diese vorher komplett abgeschliffen werden. Eventuell nutzen Sie vorher einen Holzentgrauer. Ansonsten ist ein Schleifen vor dem Ölen nicht zwangsläufig erforderlich. Sollte sich aber eine Lackschicht auf dem Holz befinden (oder eine andere, nicht offenporige Grundierung), muss diese vor dem Ölen weggeschliffen werden.

Das Schleifen sollte dann in Maserrichtung des Holzes erfolgen. Meiden Sie grobe Körnungen und hohen Druck, beides schädigt das Holz unverhältnismäßig.

Verwenden Sie beim Schleifen, Reinigen und Ölen eine Schutzmaske. Schleifen Sie am Ende mit einer sehr feinen Körnung, z.B. 240er.

Nach dem Schleifen folgt die Reinigung des Holzes vom Holzstaub. Am besten geeignet sind nichtfusselnde Tücher wie Staubtücher oder Mikrofasertücher. Reinigen Sie am besten trocken ohne Wasser. Wenn Sie darauf nicht verzichten können, lassen Sie das Holz vor dem Ölen völlig austrocknen, da feuchtes Holz das Öl schlechter aufnimmt.

Das Auftragen des Öles sollte möglichst dünn erfolgen kann durch einen Flachpinsel oder ein Baumwolltuch geschehen. Arbeiten Sie in eine Richtung. Dadurch wird eine zu dicker Auftrag verhindert. Überschüssiges Öl reiben Sie nach kurzer Eintrocknungszeit ab. Je nach Öl kann dies ungefähr 20 Minuten nach Auftrag erfolgen. Das Öl vor dem Auftragen gut schütteln bzw. umrühren. Eventuell wiederholen Sie diesen Vorgang nach 48 Stunden.

Nach dem Ölen sollten die Möbel mindestens zwei Tage völlig trocken gelagert werden.

Wenn Sie das Holz vor dem Ölen nicht anschleifen, sollten Sie es vorher gründlich reinigen und danach völlig trocknen lassen. Ein Aufrauen der Oberfläche durch einen Schleifschwamm ist vor dem Auftragen zu empfehlen.

Tipp: Niemals Gartenmöbel mit einem Hochdruckreiniger bestrahlen. Die Oberfläche des Holzes würde hierdurch verletzt und das Holz schneller altern.

Die richtige Pflege der Gartenmöbel wird noch einmal anschaulich im folgenden Video dargestellt:

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