Heizung Förderung

Heizung Förderung 2021: KfW & Bafa – Möglichkeiten

Der Staat fördert auch im Jahr 2021 den Einbau einer neuen Heizung. Die Förderungsmöglichkeiten sehen dafür einen Zuschuss, welcher nicht erstattet werden muss, oder einen zinsgünstigen Förderkredit vor. Zinsgünstige Kredite, können zudem einen Zuschuss beinhalten, welcher am Ende die Kreditschuld senkt. Abgewickelt werden in diesem Zusammenhang alle Vorgänge durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau, auch unter der Abkürzung KfW bekannt.

In unserem heutigen Artikel zeigen wir Ihnen die wichtigsten Förderprogramme der KfW sowie die der BAFA. Weiterhin erläutern wir Ihnen die derzeit gültigen Förderprogramme.

Punkt 1

Die wichtigsten Förderprogramme der KfW

Der Kauf einer neuen Heizung oder Heizungsanlage rentiert sich häufig schon dann, wenn die vorhandene Anlage 15 Jahre alt ist. Häufig sind es die hohen Anschaffungskosten, die Eigenheimbesitzer abschrecken. Um den Anreiz für den Austausch der alten Heizungsanlage zu fördern, gibt es verschiedene Förderprogramme vom Staat.

Welche Heizung fördert die KfW 2021? Anspruch auf Förderung haben Sie in der Regel dann, wenn die neue Heizung erneuerbare Energien nutzt. Gleiches gilt für Heizungsanlagen, die neben Wärme auch Strom erzeugen können.

Ausgeschlossen von den Fördermöglichkeiten sind lediglich klassische Elektroheizungen. Dazu zählen insbesondere Nachtspeicherheizungen, Kohleheizungen und Ölheizungen. Die Online-Plattform Zoofy.com/de bietet Ihnen in diesem Zusammenhang eine große Auswahl an Dienstleistern, die sich dem Aus- und Umbau Ihrer Heizung gemäß den Bestimmungen der KfW widmen.

Primär müssen Sie jedoch wissen, dass Sie die Förderung immer vor der schriftlichen Auftragsvergabe beantragen müssen. Die Antragstellung bei der KfW für den Einbau der neuen Heizung muss also zwingend vor Beginn der Bauarbeiten erfolgen.

Punkt 2

Heizungen und Förderungsmöglichkeiten in der Übersicht / Gedäudeenergiegesetz

Mit Einführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wurde auch die Förderung für Heizungen und Heizungsanlagen ermöglicht. Dazu zählen im Einzelnen unter anderem die Förderungsmöglichkeiten der BAFA und der KfW. Alle einzelnen Förderprogramme und Fördermöglichkeiten für eine neue Heizung sind in der Zuschuss-Förderung der BEG EM für Sanierungen mit Einzelmaßnahmen gebündelt und zusammengefasst.

2-Minuten-Video: Bundesförderung für effiziente Gebäude BEG​ erklärt

Länge: 2 Minuten

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden

Das GEG trat am 1. November 2020 in Kraft. Das bisherige Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die bisherige Energieeinsparverordnung (EnEV) und das bisherige Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) treten mit dem Inkrafttreten des GEG außer Kraft. Das GEG fasst diese zusammen.

Ziel des GEG ist ein möglichst sparsamer Einsatz von Energie in Gebäuden. Zusätzlich soll die Nutzung erneuerbarer Energien zur Erzeugung von Wärme, Kälte und Strom für den Betrieb der Gebäude gefördert werden.

Wie das bisherige Energieeinsparrecht für Gebäude enthält das neue GEG Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden, die Pflicht zur Erstellung die Verwendung von Energieausweisen sowie an den Einsatz erneuerbarer Energien in Immobilien. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

GEG-Anforderungen an Neubauten

  • Niedrigstenergie-Gebäudestandard
    Der Niedrigstenergie-Gebäudestandard wird in § 10 ähnlich wie früher geregelt. Ein neu gebautes Gebäude darf einen Endenergiebedarf von höchstens 45–60 kWh/m² pro Jahr aufweisen. Dieser Wert wird im im Jahr 2023 geprüft und ggf. verändert.
  • Anrechnung von Strom aus erneuerbaren Energien
    Nach § 23 Abs. 1 darf aus erneuerbaren Energien gebäudenah erzeugter Strom beim Jahres-Primärenergiebedarf des Gebäudes abgezogen werden, wenn er unmittelbar nach Erzeugung oder nach vorübergehender Speicherung im Gebäude selbst genutzt wird. Die Höhe des Abzugs bei Wohngebäuden regelt § 23 Abs. 2. Es ergeben sich Unterschiede, je nachdem, ob ein Stromspeicher zum Einsatz kommt oder nicht. Der Abzug beträgt höchstens 30 bzw. 45 %.

GEG-Anforderungen an Bestandsgebäude

Die energetische Qualität bestehender Gebäude darf bei Renovierung oder Sanierung nicht verschlechtert werden (§ 46). Die oberste Geschossdecke muss gedämmt werden (§ 47). Wenn Außenbauteile verändert oder erneuert werden (z. B. Fenster oder der Putz einer Außenwand), müssen dabei die in Anlage 7 genannten jeweiligen Mindeststandards hinsichtlich des Wärmedurchgangskoeffizienten zur Anwendung kommen (§ 48).

Regelungen zu Heizungs- und Kühlungsanlagen

Nach dem GEG sollen ab dem 1. Januar 2026 in Bestandsgebäuden neue Heizungen, die mit Öl oder festem fossilem Brennstoff betrieben werden, nur dann noch zu Einsatz kommen dürfen, wenn der Heizbedarf anteilig auch durch erneuerbare Energien abgedeckt wird (§ 72 Abs. 4). Ausnahme: Wenn Erdgas und Fernwärme nicht zur Verfügung stehen und die Nutzung erneuerbarer Energien nicht möglich ist oder zu einer unbilligen Härte führt.

Energieausweise (§§ 79–88)

§ 85 legt fest, welche Angaben im Energieausweis enthalten sein müssen, hier gibt es keine großen Veränderungen zu früher.
Bei Verkauf oder Vermietung gibt es eine Vorlagepflicht des Energieausweises für Verkäufer, Vermieter und Immobilienmakler (§ 80).
Beim Verkauf eines Ein- oder Zweifamilienhauses muss der Käufer ein informatorisches Beratungsgespräch zum Energieausweis mit einer nach § 88 ausstellungsberechtigten Person führen, soweit dies unentgeltlich angeboten wird.

Gesetzliche Vorschriften für Fenster

Seit dem 1. November 2020 gilt das Gebäudeenergiegesetz (GEG 2020). Für alle Renovierungen und Sanierungen seit dem 1.11.2020 (Sanierungsstart) müssen die Mindestanforderungen des GEG erfüllt werden. Vorher galt die Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV 2014). Die Mindestanforderungen an Fenster sind in beiden Gesetzen gleich. Sie lauten:

  • Der höchstzulässige U-Wert der Verglasung (Ug-Wert) liegt laut EnEV 2014 bei 1,1 W/(m2K). Ausnahmen gelten z. B., wenn aus technischen Gründen kein dickeres Glas verbaut werden kann.
  • Werden Fenster komplett getauscht, so liegt der Uw-Wert wie im Neubau bei 1,3 W/(m2K).
  • Für neue Dachfenster darf der U-Wert maximal 1,4 (W/m²K) betragen.

Wichtig: Diese Mindestanforderungen genügen vielen Förderprogrammen nicht. In der Regel werden Fenster nur mit einem maximalen U-Wert von 0,95 W/m²K (Dachfenster 1,0 W/m²K) gefördert.

Das komplette Gesetz im Internet: http://www.gesetze-im-internet.de/geg/

Seit dem 01.01. des Jahres kann durch die BEG EM beim BAFA ein Zuschuss zur neuen Heizung beantragt werden.

Förderprogramme

  • Fehlt Ihnen das zur Heizungssanierung benötigte Kapital, kann der zinsgünstige Kredit der KfW (167) helfen. Er ermöglicht ein Darlehen auf die Neuanschaffung von bis zu 50.000 Euro.
  • Die Förderung von Heizungsanlagen durch die BAFA, die es bis zum 31.12.2020 gab, wurde zum 01.01.2021 eingestellt. Im Rahmen der Altbausanierung fördert die KfW nur noch Brennstoffzellen (KfW 433) und bis zum 30.06.2021 den Anschluss an ein Fernwärmenetz (KfW 152) im Rahmen der Einzelmaßnahme zur Heizungsförderung.
  • Ab dem 01.07.2021 gilt die Kreditversion der BEG EM. Ab diesem Tag stehen alle möglichen Förderungen der BEG EM entweder als Zuschuss durch die BAFA oder als Kredit durch die KfW zur Verfügung. Gleiches gilt für alle Effizienzhaus-Programme der KfW. Im Jahr 2023 geht die gesamte Zuschussförderung auf die BAFA über.

Alle gängigen Heizungen samt derzeit gültiger Förderungsmöglichkeiten, beschränkt auf die Förderung von Einzelmaßnahmen, haben wir nachfolgend aufgelistet.

  • Gas-Brennwertheizung: Förderung durch BEG EM; BAFA in Form eines Zuschusses von 20 % der förderfähigen Kosten, maximal 12.000 EUR Förderzuschuss
  • Gas-Hybridheizung und Solarthermie-Anlage: Förderung durch BEG EM; BAFA in Form eines Zuschusses von 30 % der förderfähigen Kosten, maximal 18.000 EUR Förderzuschuss
  • Pelletheizung, Hackschnitzelheizung, Holzvergaser, Wärmepumpe (Luft-Wasser), Wärmepumpe (Sole-Wasser), Wärmepumpe (Wasser-Wasser), Wärmepumpe (Luft-Luft): Förderung durch BEG EM; BAFA in Form eines Zuschusses von 35 % der förderfähigen Kosten, maximal 21.000 EUR Förderzuschuss
  • Gas-Hybridheizung: Förderung durch BEG EM; BAFA "Öl-Austauschprämie" in Form eines Zuschusses von 40 % der förderfähigen Kosten, maximal 24.000 EUR Förderzuschuss
  • Holzheizungen, Wärmepumpen, EE*-Hybridheizungen: Förderung durch BEG EM; BAFA "Öl-Austauschprämie" in Form eines Zuschusses von 45 % der förderfähigen Kosten, maximal 27.000 EUR Förderzuschuss
  • Brennstoffzelle: Förderung durch KfW 433 in Form eines Zuschusses 6.800 EUR + 550 EUR je 100 Watt, bei maximal 34.300 EUR zusätzlich kann ein KWK Zuschlag von 0,08 EUR/kWh bei BAMF beantragt werden
  • Fernwärme: Förderung durch BEG EM; BAFA in Form eines Zuschusses von 20 % der förderfähigen Kosten, maximal 12.000 EUR Förderzuschuss oder KfW Tilgungszuschuss von 20 % der Kreditsumme, maximal 10.000 EUR

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Punkt 3

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Punkt 4

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