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Die Infrarotheizung ist eine Möglichkeit, Strahlungswärme im Haus zu erzeugen. Dies bedeutet, anstatt die Umgebungsluft zu erwärmen wird durch die Infrarotstrahlung direkt eine Wärme auf der Oberfläche erzeugt. Dies mag im ersten Moment etwas merkwürdig klingen, aber so technisch anspruchsvoll die Infrarotheizung funktionieren mag, so einfach lässt sich dies mit dem Funktionsprinzip der Sonne erklären. 

Doch wo genau kann die Infrarotheizung jetzt überall eingesetzt werden und welchen Nutzen hat sie dort? Hier erfahren Sie die mögliche Einsatzorte der Infrarotheizung. 

 
 

Inhalt

Punkt 1

Die Infrarotheizung für das Bad

Die Temperatur und die Atmosphäre im Badezimmer sind zum Wohlfühlen sehr wichtig. Schließlich möchten Sie nach dem Duschen nicht frieren, sondern eine wohlige Wärme verspüren. Die Infrarotheizung ist – zumindest als Zusatzheizquelle – gleich aus mehreren Gründen für das Badezimmer geeignet. 

Zum Ersten wäre da die schnelle Reaktionszeit der Infrarotheizung. Gewöhnliche Heizkörper benötigen eine Weile, bis diese die Umgebungsluft so weit erwärmt haben, dass das Badezimmer angenehm warm ist.  

Die Infrarotheizung benötigt hingegen keine Warmlaufzeit. Die Strahlung wird direkt von der Heizung abgesondert und die Wärme auf dem Körper ähnlich wie bei der Sonne erzeugt. Sie müssen die Heizung also nur anschalten und sofort ist der wärmende Effekt zu spüren. Dies hat gerade im Bad den Vorteil, dass Sie nicht erst lange Planen müssen, bevor Sie Duschen oder ein Bad nehmen möchten.  

Die Infrarotheizung im Bad eignet sich an der Wand oder an der Decke im Bad. Sie können die Heizung auch mit einem Spiegel kombinieren und so können Sie sich aufwärmen, während Sie sich gerade im Spiegel der Morgenroutine nachgehen. Eine schöne Möglichkeit, angenehm in den Tag zu starten.

Punkt 2

Infrarotheizung - wo genau anbringen?

Der optimale Ort des Anbringens hängt von den individuellen Bedingungen bei Ihnen zuhause (Stromzufuhr, Wandstärken, Fensterflächen etc.) und von den Vorgaben des Herstellers der Infrarotheizung (Wattzahl, Thermostat usw.) ab. 

Sie sollten am Ort der Anbringung eine Stromanschlussmöglichkeit haben. Bringen Sie die Infrarotheizung dort an, wo Sie die Strahlungswärme genießen wollen. Aber vermeiden Sie eine direkte Kopf-Bestrahlung durch die Heizung. Dies wird als unangenehm empfunden.

Wenn Sie die Infrarotheizung als Vollheizung nutzen wollen, müssen Sie darauf achten, dass alle Bereiche des Raumes in den Genuss der Wärme kommen. Eventuell müssen Sie die Strahlung von mehreren Infrarotheizungen kombinieren.

Punkt 3

Die Infrarotheizung an der Wand

Unabhängig von dem Raum kann die Infrarotheizung wie geschildert auch an der Wand platziert werden. Anders als gewöhnliche Heizkörper ist die Infrarotheizung leichter und kann eventuell unauffälliger an der Wand platziert werden. 

Die Platzierung an der Wand hat zudem den Vorteil, dass die Strahlen von den anderen Wänden reflektiert werden. Diese verteilen sich also im Raum und es muss nicht zwangsläufig ein direkter Sichtkontakt zu der Infrarotheizung bestehen, um deren Wärmewirkung zu spüren.. 

So können Sie die Heizung im Wohnzimmer einsetzen oder auch im Esszimmer an der Wand anbringen. Der Vorteil von Infrarotheizungen sind zudem die vielfältigen Designmöglichkeiten. Denn die Heizung muss nicht in dem typischen lieblosen Weiß an der Wand hängen, sondern kann nach den eigenen Wünschen gestaltet werden. 

Punkt 4

Was kostet der Strom für die Infrarotheizung?

Das Heizen mit einer Infrarotheizung kostet Strom. Sie können die Heizkosten pro Stunde nach folgender Formel berechnen:

KWH-Verbrauch x €/KWH x Heizrate

Erläuterung

  • KWH-Verbrauch: Verbrauch der Infrarotheizung in KWH
  • €/KWH: Strompreis pro KWH
  • Heizrate: Wieviel Prozent einer Stunde läuft die Heizung. Typischer Wert: 0,6

Siehe auch die Diskussion im Forum: Sind Infrarot-Heizungen effizient?

Rechnen Sie selbst, wie hoch die Kosten mit dem IR-Heizen ausfallen. Die Berechnung ist ganz einfach, Sie müssen nur Ihren Strompreis kennen. Beispiel:

  • Stromverbrauch IR-Deckenheizung: 1.000 Watt
  • Strompreis: 30 Cent pro Kilowattstunde
  • Tägliche Heizzeit in diesem Raum mit IR im Jahresdurchschnitt: 2 Stunden

=> Tägliche Heizkosten für diesen Raum: 60 Cent

=> Jährliche Heizkosten für diesen Raum: 365 x 0,6 Euro = 219 Euro

Punkt 5

Die Anbringung an der Decke

Möchten Sie warme Füße haben, egal ob im Winter oder im Sommer, dann werden Sie dafür normalerweise eine Fußbodenheizung benötigen. Der Einbau einer Fußbodenheizung ist allerdings in der Anschaffung recht kostspielig und ist - nachträglich eingebaut - mit hohem Aufwand verbunden.

Als in der Anschaffung günstigere Alternative kann die Infrarotheizung an der Decke erwähnt werden. Die Heizung wird ähnlich einer größeren Deckenlampe angebracht und von dort wird die Strahlung direkt in den umliegenden Raum abgegeben. Im Fokus steht dabei der Fußboden, der direkt von der Heizung bestrahlt wird und sich aufwärmt. 

So erhalten Sie einen ähnlichen Effekt wie bei einer Fußbodenheizung. Der Fußbodenheizungs-Effekt ist besonders ausgeprägt bei Natursteinfliesen mit Struktur, Dielen und Parkettboden.

Zudem kann die Heizung auch an der Decke als Designelement im Raum genutzt werden. Von Vorteil ist es, wenn das Heizelement an der Decke besonders großflächig ist und einen weiten Teil des Raumes ausfüllen kann. So wird auch eine größere Fläche des Bodens direkter bestrahlt. 

Siehe auch: 

Heizen mit einer Infrarotheizung an der Decke: Ratgeber & Tipps

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Beim Bau des Eigenheims muss auch an die Beheizung der Räume gedacht. Mit der richtigen Heizungsart können Energie und Betriebskosten eingespart und die Wohnräume entsprechend beheizt werden. Infrarotheizungen sind platzsparend und können problemlos an der Decke oder an der Wand montiert werden.

Punkt 6

Die Infrarotheizung für den Garten

Wenn Sie auch im Frühling oder Herbst schon warme Abende auf der Terrasse verbringen möchten, wenn andere draußen noch zittern, dann kann eine Variation der Infrarotheizung für diese angenehme Atmosphäre sorgen. Hierfür können Sie spezielle Terrassenstrahler verwenden, die über eine größere Leistung verfügen und die Strahlung weiter hinaustragen können als gewöhnliche Infrarotheizungen. Diese werden vom Körper direkt absorbiert und es entsteht selbst bei kälteren Temperaturen noch eine angenehme Wärme, die an die Sonnenstrahlung erinnert. 

Für den Außenbereich werden andere Strahlungsarten verwendet, als für den Innenbereich. Dadurch soll der Wirkungsgrad steigen und die Kosten gesenkt werden. 

Betreiben Sie ein Gewächshaus auf dem Balkon, dann werden Sie sich sicherlich auch schon gefragt haben, wie Sie dieses erwärmen können. Eine kleine Infrarotheizung ist dafür ein einfaches Mittel der Wahl, denn diese muss nur an den Strom angeschlossen werden und schon wird das Gewächshaus erwärmt. Somit können Sie die Pflanzen vor dem Frost bewahren und schon im Frühjahr mit dem Anpflanzen des Gemüses beginnen. Sie müssen nur die Kosten für den Strom im Auge behalten :-)

Punkt 7

Bücher zu "Heizen mit einer Infrarotheizung"

Punkt 8

Siehe auch

Welche Heizung einbauen?

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Welche Heizung soll ich einbauen? 8 Systeme im Vergleich

Noch um die Jahrtausendwende hatten Häuslebauer oft nur die Wahl zwischen 2-3 möglichen Heizsystem für Ihren Neubau. Heutzutage ringen mehr als ein halbes Dutzend Heizungsarten – abhängig von den Möglichkeiten vor Ort – um die Gunst der Bauherren. Bei den Investitionskosten, bei den Verbrauchskosten und den betriebsgebundenen Kosten für Wartung, Schornsteinfeger und Betriebsstrom unterscheiden sich die Heizanlagen deutlich.

Wir stellen die einzelnen Heizsysteme mit ihren wichtigsten Vor- und Nachteilen vor.

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