Heimwerker auf dem Dach Gefahr

Heimwerker Versicherung: welche sind sinnvoll?

Selbst ist der Mann oder die Frau: Die Deutschen legen in den eigenen vier Wänden gern Hand an, was Verschönerungen und Reparaturen betrifft. Allerdings kann das gefährlich werden. Rund 2,8 Millionen Bundesbürger verunglücken pro Jahr im eigenen Zuhause, und mit 8000 Todesfällen liegt die Quote doppelt so hoch wie im Straßenverkehr. Dass die Zahlen so hoch liegen, führen einige Experten auf den Gewohnheitsfaktor zurück. Weil einem die Wohnung so vertraut ist, sinkt ihrer Ansicht nach das Risikobewusstsein.

Was auch immer die Ursache der Heimwerker-Unfälle ist – für einige Risiken gibt es Versicherungen. Wir sagen, welche davon sinnvoll sind.

Kurze Frage vorab:

Ist dir beim Heimwerken schon einmal ein größeres Malheur passiert?

 

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Punkt 1

1. Unfallopfer Mann

Natürlich sind nicht alle Unfälle gleichermaßen dramatisch – es macht einen Unterschied, ob man einen Spritzer heißes Bratöl abbekommt oder die Treppe ein ganzes Stockwerk weit herunterstürzt. Tatsache ist jedoch, dass viele Unfälle mit etwas Umsicht vermeidbar sind. Das gilt gerade auch beim Heimwerken, das immerhin pro Jahr mit einer Viertelmillion Unfällen zu Buche schlägt. Rund 87 Prozent der Opfer sind davon Männer.

Punkt 2

2. Hausratversicherung als Basis

Weil DIY-Unfälle, genau wie unsachgemäßes Werkeln beträchtliche finanzielle Folgen haben können, empfiehlt es sich, vor dem Herauskramen des Werkzeugs zu überprüfen, ob der Versicherungsschutz ausreicht. Eine Hausrat-Versicherung (wie Lemonades Hausrat- und Haftpflichtversicherung) ist eine gute Basis, um sich selbst ans Werk zu machen. Die Hausratversicherung springt beispielsweise ein, sollte es zu Wasserschäden an den eigenen Sachen durch Rohrbruch oder durch undichte Geräte (wie zum Beispiel die Waschmaschine) kommen. 

Siehe dazu:

Hausratversicherung – was beachten?

hausrat euro g 564Wer den Wert seines Hausrats zusammenzählt, wird staunen, wie viel dabei zusammenkommt

Was Sie bei Abschluss einer Hausratversicherung beachten sollten

Sobald der Hausstand die Habseligkeiten einer Studenten-WG übersteigt, sollte man eine Hausratversicherung abschließen. Zu groß ist der Schaden im Unglücksfall, als dass man all die kleinen und großen Dinge, die sich im Laufe der Zeit in unserer Immobilie ansammeln, mal eben aus dem Ersparten ersetzen könnte.

Dementsprechend haben auch Drei Viertel aller Haushalte einen solchen Versicherungsschutz. Das ist gut so. Weniger gut ist, dass viele Versicherungsnehmer zu viel für ihren Schutz bezahlen, unterversichert sind oder die Hausratversicherung nicht um neue Risiken wie E-Bike etc. ergänzen.

Hausratversicherung – was beachten? Wir zeigen auf, was man bei Abschluss einer Hausratversicherung und in den Jahren danach beachten sollte.

Hausratversicherung – warum eigentlich?

Warum eine Hausratversicherung?

Wasserschäden im Wohnzimmer

Warum eine Hausratversicherung? Was deckt eine Hausratversicherung alles ab?

In der Regel ersetzt eine Hausratversicherung alle Schäden im Haus bzw. in der Wohnung, die beispielsweise durch Hagel und Sturm, Leitungswasser, Raub, Vandalismus, Einbruchdiebstahl, Implosion, Explosion, Blitzschlag oder Brand verursacht worden sind. Es kann zusätzlich eine Glasversicherung dabei sein, die vor Glasschäden an Fenstern oder Mobiliar schützt. Ebenso kann auch eine Mitversicherung für den Fall von Fahrraddiebstahl oder Überspannungsschäden sinnvoll sein. Und auch der Einschluss von elementaren Gefahren wie etwa Schneedruck, Erdrutsch oder Überschwemmung kann sich lohnen.

Wir erläutern, welche Gegenstände innerhalb (und außerhalb) einer Immobilie auf jeden Fall in der Hausratversicherung versichert sein sollten.

Punkt 3

3. Sinnvoll, aber teuer: die Berufsunfähigkeitsversicherung

Obwohl beispielsweise beim Tapezieren, das bei 39 Prozent der Heimwerker hoch im Kurs steht, oder beim Streichen nach einer vernünftigen Vorbereitung nicht allzu viel passieren kann, sollte auch an die Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung gedacht werden. Schließlich reicht ein Sturz von der Leiter oder ein wackliger Stuhl, um mit Pech mit einem gebrochenen Bein wochenlang im Bett liegen zu müssen. Wer sich einen etwaigen Verdienstausfall nach einem Unfall nicht leisten kann, sollte vorbeugen. Das gilt auch für Studenten, die schon allein aus finanziellen Gründen häufig selbst zum Handwerkszeug greifen.

Da der Verlust der Berufsfähigkeit wohl als ein großes Risiko zu bezeichnen ist, sehen wir die Berufsunfähigkeitsversicherung als eine sinnvolle Versicherung an. Allerdings kostet diese Versicherung relativ viel.

Kurz gefasst: Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen

1. Klären: was brauche ich?
Ermittele, wie viel Einkommen du zur Absicherung deines Lebens brauchst bzw. gerne haben würdest, wenn du deinem Beruf nicht mehr nachgehen kannst. Davon ziehe Einkommen ab, das du aus anderen Quellen beziehst. Die Differenz solltest du mit einer BU absichern. 

2. Vergleiche Angebote
Alle sollten vergleichen, aber auf jeden Fall Menschen über 40, die einer Risikogruppe angehören. Manchmal entspricht nur 1 Anbieter von 10 deinen Vorstellungen bzw. ist bereit, dich zu annehmbaren Konditionen zu versichern.

3. Die BU früh abschließen
Je jünger man beginnt, desto günstiger ist das Angebot. Zudem ist die Gesundheit oft noch "unbefleckt". Für Studenten und Co. gibt es bei vielen Versicherern spezielle Angebote.

4. Nicht lügen!
Gebe alle Vorerkrankungen an, andernfalls könnte die Leistung im Ernstfall gekürzt oder gar gestrichen werden.

5. Alternative Erwerbsunfähigkeitsversicherung
Wer keinen BU-Vertrag erhält, kann mit einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung die schlimmsten Fälle absichern. Diese ist deutlich günstiger als die BU. Auch die Unfallversicherung gilt als "kleine BU". Sie zahlt einen prozentualen Anteil der Versicherungssumme gemäß Gliedertaxe. 

6. Möglichkeit der Erhöhung einbauen
Wenn du irgendwann feststellst, dass du eigentlich einen höheren Betrag absichern möchtest, sollte dies zum Beispiel im Rahmen der Nachversicherungsgarantie und der Beitragsdynamik möglich sein.

Tipp: Bu jährlich bezahlen
Die jährliche Bezahlung der Versicherungsbeiträge kann spürbare Beitragseinsparungen zur Folge haben.

 

Punkt 4

4. Helfer absichern

Je nach Umfang des Heimwerkens sollte der Versicherungsschutz angepasst werden. Erstreckt sich das Handwerken bis auf den eigenen Bau, so darf zwar unbezahlte Hilfe von Freunden und Familie angenommen werden, aber die Bau-Berufsgenossenschaft schreibt vor, dass diese Helfer versichert werden müssen. Der Beitrag hängt von der Anzahl der voraussichtlichen Arbeitsstunden ab. Dieser Versicherungsschutz ist jedoch häufig nicht sonderlich umfangreich. Greifen Helfer freiwillig mit zu Maurerkelle und Zementmischer, ist eine Erweiterungspolice zu ihrer Sicherheit eine Überlegung wert.

Punkt 5

5. Unfälle vermeiden

Damit aus dem Hobby gar nicht erst ein Versicherungsfall wird, lohnt es sich, ein bisschen Zeit in die Vorbereitung zu stecken. Beispiele:

  1. Statt sich auf einen wackligen Hocker oder Küchenstuhl zu verlassen, sollte in eine solide Trittleiter investiert werden.
  2. Wer beim Malen und Tapezieren Ausdünstungen einatmet, beziehungsweise Farben und Kleister mischt, sollte darauf achten, dass diese tatsächlich umweltfreundlich sind. Das gilt auch für die fürs Reinigen verwendeten Mittel. Etliche Chemikalien können bei Hautkontakt oder beim längeren Einatmen gesundheitliche Schäden verursachen.
  3. Schutzbrillen, feste Arbeitsschuhe, Handschuhe und andere schützende Kleidungsstücke mögen nicht modisch sein, aber sie verhindern so manchen Unfall oder reduzieren zumindest die körperlichen Schäden.
  4. Eile mit Weile“ ist beim Heimwerken ebenfalls ein gutes Motto. Hektik und Ablenkungen sind keine guten Begleiter. Wer sich beim Hämmern gleichzeitig auf drei andere Sachen konzentriert, neigt viel eher dazu, sich schmerzhaft auf den Daumen zu hauen.

Schließlich soll das Heimwerken ein erfreulicher und nützlicher Zeitvertreib bleiben und nicht in der Unfallaufnahme oder beim Versicherungsagenten enden, selbst wenn bei einer Kombiversicherung sämtliche Schadensfälle über die gleiche Person abgewickelt werden können.

Alles andere als ungefährlich, wenn man sich nicht auskennt, sind so einige beliebte Heimwerkertätigkeiten. Die deutschen Hobbyhandwerker schließen mit 62 Prozent bevorzugt selbst Lampen ans Stromnetz, bauen zu 59 Prozent Möbel zusammen oder installieren elektrische Geräte. Doch gerade was das Arbeiten mit Stromkabeln betrifft, kann dies enorme Folgen haben. Wer sich selbst oder gar einem anderen durch unsachgemäßes Arbeiten einen Stromschlag versetzt, kann schnell in die Bredouille geraten. Das gilt auch, wenn das selbst gezimmerte Regal umkippt und jemanden trifft oder einem das Treppengeländer wegbricht.

Personenschäden durch Handwerkerpfusch wird meistens von keiner Haftpflichtversicherung getragen, obwohl diese sonst einspringt, wenn eine andere Person zu Schaden kommt.

Im Zweifelsfalle empfiehlt es sich, auf Nummer Sicher zu gehen und professionelle Hilfe zu engagieren. Wer Handwerker beschäftigt, ist durch deren Versicherung geschützt. Das gilt allerdings nicht, wenn die Helfer unter der Hand beschäftigt werden. Schwarzarbeit wird von Versicherungen genauso eingestuft wie eigener Pfusch und etwaige Schäden werden in der Regel nicht bezahlt.

Haben wir eine Versicherung vergessen, die für Heimwerker sinnvoll ist?

Dann bitte hier ergänzen:

 

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Punkt 6

6. Wenn das Malheur geschehen ist

Wasserschaden – was tun?

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Wasserschaden – was nun tun? 6 dringend notwendige Maßnahmen | Mit Download!

Ein Wasserschaden gehört zu den schlimmsten Erlebnissen als Hausbesitzer. Man hat noch Glück, wenn man den Wasserschaden rasch bemerkt. Richtig schlimm wird es, wenn das Wasserleck tagelang (z. B. während des Urlaubes) das Wasser in die Immobilie ergießen kann.

Wie auch immer: Beim Entdecken eines Wasserschadens ist schnelles Handeln gefragt. Wer im Notfall weiss, was zu tun ist, hält den Schaden in Grenzen. 

Wir zeigen, was bei einem Wasserschaden sofort und dann in den Tagen danach zu tun ist.

Punkt 7

7. Weiterlesen

Gebäudeversicherung – worauf achten?

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Gebäudeversicherung – worauf achten? 21 Punkte, die wichtig und sinnvoll sind | Verhalten im Schadensfall

Ob Wohnung, Reihenhaus, Wohngebäude oder Gewerbeimmobilie: Für Immobilienbesitzer zählt die Wohngebäudeversicherung mit zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Zwar ist sie keine Pflichtversicherung, dennoch aber ein unverzichtbares Instrument zur Absicherung vor bestimmten Schadensereignissen und sollte von keinem Immobilienbesitzer außer Acht gelassen werden. Zudem ist eine Gebäudeversicherung oftmals eine Voraussetzung für den Erhalt eines Immobilienkredits. Was sollte man also beim Thema Gebäudeversicherung beachten?

Vermieter-Rechtsschutzversicherung

Kostspielige Renovierungen und Modernisierungen: Mit einer Vermieter-Rechtsschutzversicherung sinnvoll auf Nummer sicher gehen

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Eigentlich ist es doch eine schöne Sache, wenn man Eigentum besitzt, welches man als Einnahmequelle noch gut vermieten kann. Um da vielleicht eine höhere Miete rechtfertigen zu können, sollte man schon einiges in die Immobilie investieren. Manchmal wird man sich auch im Laufe des Gesprächs mit dem potenziellen Mieter vielleicht sogar noch darauf einigen, was man im Gegenzug noch bereit ist vorzunehmen, damit für den Mieter die zu zahlende Miete auch akzeptabel ist.

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