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Eine Arztpraxis sollte auf Patienten einladend, sauber und beruhigend wirken. Neben dem angenehmen Arbeitsklima legt das Personal bei der Planung der Arztpraxis hingegen vor allem Wert auf Funktionalität und kurze Wege. In diesem Artikel erläutern wir, was bei der Einrichtung einer Arztpraxis zu berücksichtigen ist.

 
 

Inhalt

Tipps vom Profi: Die folgenden Dinge gilt es auch für einen Praxisausstatter bei der Einrichtung der Arztpraxis zu beachten.

Nicht wenige Patienten haben Angst vor dem nächsten Arztbesuch. Eine angenehme Atmosphäre im Empfangs- und Wartebereich sowie in den Behandlungsräumen ist daher durchaus relevant. Die Räume sollten eine wohnliche eine Wohlfühlatmosphäre und Professionalität ausstrahlen.

Punkt 1

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Die richtigen Farben anwenden

Häufig wird bei der Einrichtung der Arztpraxis der Fehler begangen bei den Praxismöbeln und der Wandfarbe zu sehr auf die Farbe weiß zurückzugreifen, weil diese Hygiene und Sauberkeit ausstrahlt. Dies ist zwar nicht ganz unrichtig, doch die Praxisräume wirken dadurch oftmals sehr steril und strahlen keine Wohlfühlatmosphäre auf. Die gewählten Farben können sich sowohl positiv auf die wartenden Patienten als auch auf das Mitarbeiterklima auswirken.

Bei der Praxiseinrichtung sollte man also nicht nur die Funktionalität der Räume bedenken, sondern auch das Farbkonzept. Die richtigen Farben können eine beruhigende Wirkung haben. Während Gelb zum Beispiel für Optimismus steht und kleine Räume größer wirken lässt, werden Blau und Grün eine entspannungsfördernde Wirkung nachgesagt. Rot hingegen sollte nur in einem geringen Maß eingesetzt werden, da es in Praxisräumen häufig ablenkend wirkt.

Je nach Praxis kann der Schwerpunkt auf dem ein oder anderen besser sein. So bieten sich vitalisierende Farben für einen Physiotherapeuten an. Bei der Praxiseinrichtung des Zahnarztes scheint ein beruhigendes Farbkonzept hingegen besser. Ein Kinderarzt sollte zum Beispiel auf ein bunteres Farbkonzept zurückgreifen als ein Urologe. Es wird jedoch empfohlen, sich weitestgehend für ein einheitliches Farbkonzept zu entscheiden.

Punkt 2

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Bequeme Möbel im Wartezimmer

Rezeption und Wartezimmer geben dem Patienten den ersten Eindruck ihrer Praxis. Im Wartezimmer sollte bei der Wahl der Praxismöbel auch das Alter der Patienten bedacht werden. Die Möbel sollten möglichst bequem sein. Schließlich sitzen Patienten unter Umständen auch mal etwas länger hier.  Zwar sind Sofas gemütlich, ältere Patienten tun sich aber häufig schwer von diesen aufzustehen. Außerdem nehmen sie recht viel Platz weg und sind je nach Bauart schwer zu reinigen.

Kinderstühle und eine kleine Kinderspielecke, die Kindern die lange Wartezeit vertreibt, sollten ebenfalls eingeplant werden. Eine ausreichend große Garderobe, Wasserspender und Mülleimer für die Einwegbecher sowie das klassische Zeitschriftenregal sollten hier ebenfalls eingeplant werden. 

Gegebenenfalls sollten noch Leitungen für eine Sprechanlage angebracht werden, um die Patienten aufzurufen.  In vielen Praxen wird zudem leise Hintergrundmusik im Wartezimmer eingespielt, die eine beruhigende Wirkung hat. Da jüngere Patienten häufig Musik über ihr Smartphone abspielen, ist dies aber langfristig eher nicht notwendig.

Punkt 3

Pflanzen und Dekoration

Pflanzen sorgen für eine angenehme und freundliche Stimmung in der Praxis und sind ein wichtiges Element der Praxiseinrichtung, da sie ein gutes Raumklima schaffen. Am besten sollte ein Mitarbeiter bestimmt werden, der die Pflanzen regelmäßig gießt.

Geschmäcker sind verschieden und nicht jedem Patienten wird die gewählte Dekoration gefallen. Dennoch sollte man nicht darauf verzichten. Mit Bildern und Dekorationen geben sie ihren Patienten ein Bild von sich und der Persönlichkeit der Praxis. Es ist ratsam, die Dekoration mit den Mitarbeitern zu besprechen und nicht im Alleingang zu entscheiden.

Punkt 4

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Funktionalität der Räume

Generell sollten die Mitarbeiter in die Planung der Einrichtung der Arztpraxis mit einbezogen werden, um die Funktionalität zu gewährleisten. Insbesondere, wenn es sich um eine Renovierung handelt. Die Mitarbeiter kennen ihre Arbeitsabläufe und ihre Laufwege und können entscheidende Hinweise zur Praktikabilität geben.

Punkt 5

Licht schafft offene Räume

Praxisausstatter achten auch darauf, dass die Praxisräume möglichst offen und hell gehalten werden. (Milch-)Glastüren sind zum Beispiel ein Mittel um den Weg optisch zu öffnen und Tageslicht auch in den Flur zu lassen. Fenster sollten nicht mit schweren Gardinen zugehängt werden. Auch ein gutes Lichtkonzept kann einen Unterschied machen.

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