Zimmerpflanze Töpfe groß und klein

Wann sollte man Zimmerpflanzen umtopfen? + Umtopf-Anleitung mit Geling-Tipps

Pflanze ist nicht gleich Pflanze

Wer plant, seine Zimmerpflanzen umzutopfen, sollte sich im Vorfeld über deren Bedürfnisse informieren. Es gibt Pflanzen, wie zum Beispiel Gummibäume, müssen jedes Jahr in einen größeren Topf umgesiedelt werden, denn sie bilden schnell viele Wurzeln, die ihren Platz einfordern. Kakteen hingegen wachsen langsam und können in einem Rhythmus von vier Jahren umgetopft werden. Wir zeigen auf, warum welche Zimmerpflanze wann umgetopft werden sollte.

Genereller Tipp

Wer gerne Pflanzen kaufen möchte, die unkompliziert in Pflege und Aufwand sind, ist mit Kakteen, Sukkulenten und Glücksfedern gut beraten. Wer die Arbeit nicht scheut und gerne Zeit in die Pflege seiner Pflanzen investiert, kann sich auch nach exotischeren Arten umschauen und in Pflanzen investieren, die man immer wieder teilen und vermehren kann, wie zum Beispiel die Pilea.

Punkt 1

1. Es kommt auf die Jahreszeit an

Die ideale Jahreszeit zum Umtopfen ist der Frühling. Die Pflanzen haben ausreichend Licht zur Verfügung und können optimal mit Nährstoffen versorgt werden. Im Winter befinden sich viele Pflanzen im "Winterschlaf" und sollten deshalb in Ruhe gelassen werden.

Im Frühling stehen die Pflanzen kurz vor ihrem Austrieb. Die Wurzeln haben in der neuen Erde leichtes Spiel. Topft man die Pflanzen später um, kann es sein, dass man sie in ihrem Wachstum stört.

Im Durchschnitt (Faustregel) gilt:

Zimmerpflanzen werden in der Wachstumsphase alle 2-3 Jahre umgetopft.

Punkt 2

2. Woran erkenne ich, dass meine Pflanze umgetopft werden sollte?

Warum Zimmerpflanzen umtopfen? Vom Prinzip her gilt: Wenn du möchtest, dass deine Pflanze größer wird, solltest du immer dann, wenn die Wurzeln den alten Topf vollständig ausfüllen, in einen größeren Topf umtopfehn.

Weitere Indizien für die Wichtigkeit des Umtopfens sind unter anderem

  • Wurzeln, die aus den Abflusslöchern des Übertopfes herauswachsen (Umtopfen dringend notwendig!) oder
  • du merkst, dass das Wachstum der Pflanze gehemmt scheint.
  • Ist die Erde so verdichtet, dass das Wasser kaum noch bis zu den Wurzeln durchdringt, sollte man die Pflanze ebenfalls umtopfen. In verdichteter, auch verschlämmter, Erde kann sich das Wasser stauen und Schimmel entstehen.
  • Kaum mehr Erde zwischen all den Wurzeln erkennbar ist.
  • Wenn das Wasser beim Gießen kaum mehr in den Topf eindringt sondern oben längere Zeit als kleiner See stehen bleibt.

Pflanze versehentlich übergossen? Das kann zur Wurzelfäule führen. Schnelles Umtopfen kann die Pflanze retten.

Punkt 3

3. Tipps zum Umtopfen

3.1. Die richtige Erde

Die Bedürfnisse der Pflanzen entscheiden über die Wahl der passenden Erde. Für viele Pflanzen gibt es Spezialerden, die in Kombination mit bestimmtem Dünger für die perfekte Versorgung sorgen. Hochwertige Blumenerden enthalten bereits alle nötigen Nährstoffe, sodass kein zusätzliches Düngen vonnöten ist. Damit kann man einen, bis anderthalb Monate nach dem Umtopfen anfangen. 

3.2. Blumentopf richtig bepflanzen – Anleitung

Befreit die Wurzeln von der alten Erde und scheidet sie etwas zurück. Zwischen Rand des neuen Topfes und dem Wurzelballen sollten sich 2-3 Zentimeter Luft befinden (die natürlich mit Erde gefüllt wird).

Direkt nach dem Umtopfen sollte die Pflanze in der neuen Erde großzügig gegossen werden. So hat die Pflanze die Möglichkeit, festen Halt in der Erde zu erlangen und die Erde setzt sich im Topf. Mehr zum richtigen Bepflanzen mit den jeweiligen Schichten:

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Blumentöpfe können das ganze Jahr für Freude im Gemüt des Naturfreundes sorgen. Der Phantasie bei der Ausgestaltung des Blumentopfes sind dabei keine Grenzen gesetzt. Sowohl was die Pflanzen angeht als auch was die kreative Bearbeitung des Blumentopfes betrifft. Unser Artikel zeigt, worauf bei der Arbeit mit dem Blumentopf geachtet werden sollte und gibt 1001 Kreativtipps.

3.3. Der passende Topf

Neben der Erde spielt auch der passende Topf eine wichtige Rolle. Das neue Heim der Pflanze sollte zwei bis drei Zentimeter größer als der bisherige Topf sein. Wenn es sich um eine Pflanze handelt, die nicht jedes Jahr umgetopft wird, darf der Topf bis zu sechs Zentimeter größer sein.

Unterschiedliche Töpfe haben unterschiedliche Eigenschaften.

  • Töpfe aus Plastik sind günstiger und saugen kein Wasser auf, dafür lassen sie auch keine Luft an die Wurzeln.
  • Steintöpfe hingegen sorgen für eine bessere Luftzirkulation. In ihnen müssen Pflanzen dafür öfter gegossen werden, da ein Teil des Wassers im Topf versickert.

3.4. Weitere Tipps

  • Sitzt die Pflanze fest im Plastiktopf? Dann kann es Sinn machen, den Topf zu zerschneiden, um die Wurzel beim Herausholen nicht zu beschädigen.

Hast du einen weiteren Tipp zum Umtopfen für uns?

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Vielen Dank für jede Anregung:

 

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Punkt 5

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5. Ausführliche Anleitungen im Video

Zimmerpflanzen richtig umtopfen – Grundlegendes How-To-Video von 3 Minuten:

Video: Orchideen richtig umtopfen

Länge: 8 Minuten

Video: Die perfekte Substrat-Mischung mit Pflanzstab

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Video: Calathea umtopfen

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Video: Efeutute umtopfen

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Video: Auf Hydrokultur umtopfen

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