moebel raum alt luftig 564Abbildung 1: In dem einen oder anderen Speicher finden sich alte Möbel von der Familie - manche sind gut zu gebrauchen oder sogar wieder stylish.

Wohnung günstig einrichten: Für wenig Geld voll ausgestattet

Ausbildung und Studium – zum ersten Mal auf eigenen Beinen stehen. Für viele junge Erwachsene ist jetzt auch der Moment gekommen, ab dem sich rund um die Wohnung Gedanken gemacht werden müssen. Allein die Studentenwerke verzeichneten 2015/2016 mehr als 2,45 Millionen Studierende in Deutschland. Hinzu kommen mehr als 1,3 Millionen Auszubildende. Klar, nicht jeder Azubi oder Student sucht gerade eine neue Wohnung. Aber pünktlich zum Semesterstart wird es gerade in den Uni-Städten eng auf dem Wohnungsmarkt.

Neben dem Dach überm Kopf braucht es für die erste Wohnung natürlich noch etwas mehr. Bett, Schreibtisch und Kleiderschrank – nur drei Beispiele, welche Möbel jetzt wichtig werden. Besonders, wenn das Kinderzimmer bei den Eltern nicht gleich komplett aufgelöst wird, stellt sich eine Frage: Woher das Geld für neue Möbel nehmen? Oder tut es vielleicht auch gebrauchtes Mobiliar?

 
 

Punkt 1

Umzugskosten im Blick behalten

Studenten und Auszubildende müssen den Gürtel meist etwas enger schnüren. Aber auch wer nach Ende der Ausbildung ins Berufsleben einsteigt, kann nicht gleich Geld zum Fenster rauswerfen. Um Geld für neue Möbel in der Tasche zu haben, bietet sich Sparen beim Umzug an. Ein Kostenüberblick und mehr ist der erste Schritt, jedoch sollten auch konkrete Sparmaßnahmen angegangen werden.

Heißt: Statt Profis, die alles von A nach B transportieren, wird einfach zu Hilfe aus der Familie und dem Freundeskreis gegriffen. Was an Kosten jetzt noch anfällt, sind:

  • Miet-Transporter
  • Spritkosten
  • Verpackungsmaterial.

Komplett kostenlos ist der Umzug letztlich nicht. Neben den eigentlichen Umzugskosten sind einige „Nebenschauplätze“ im Auge zu behalten.

  1. Internet und Telefon: Neue Anschlüsse gibt es oft kostengünstig. Allerdings fällt im Regelfall eine Anschlussgebühr zwischen 30 Euro bis 50 Euro an.
  2. Anmeldung: Wer umzieht, muss sich am neuen Wohnort anmelden. Hierfür werden unter Umständen Gebühren fällig.
  3. Semestergebühren: Allgemein werden pro Semester Gebühren – nicht mit Studiengebühren verwechseln – erhoben. Diese können sich auf einen unteren dreistelligen Betrag belaufen.

Auf jeden Fall ist es ratsam, sich im Vorfeld über die Kosten zu informieren – und eine große Übersicht aufzustellen. So entsteht ein erster Eindruck davon, wieviel Geld am Ende für neue Möbel überhaupt noch da ist.

Punkt 2

Möbel von Eltern & Verwandten

Zwar haben Studenten und Auszubildende unter Umständen Anspruch auf BAföG. Allerdings lassen sich davon keine großen Sprünge machen. Besteht kein Anspruch, wird es mit neuen Möbeln noch schwieriger.

Wie trotzdem schick einrichten? Eine Möglichkeit ist das „Klinke putzen“ in der Verwandtschaft. Eltern sowie Großeltern und Tanten/Onkel können bei der ersten eigenen Wohnung eventuell unter die Arme greifen. Tipp: In der Regel ist Monate im Voraus klar, dass Möbel gebraucht werden. Am besten wird das Thema früh angesprochen.

Vielleicht richtet sich gerade ein Teil der Verwandtschaft neu ein – und weiß selbst nicht wohin mit der Couch oder einer Küchenzeile. Aufmerksamkeit sollte in diesem Zusammenhang auf Elektrogeräte gerichtet sein. So reißen:

  • Kühlschrank
  • Waschmaschine
  • Trockner

schnell einen tiefen Krater ins Budget. Wer hier auf ein ausrangiertes Gerät aus dem Verwandtenkreis setzen kann, spart einige hundert Euro ein.

Möglicherweise kommt Unterstützung auch in ganz anderer Form. Gerade die Eltern und Großeltern sind meist gern bereit, finanziell Unterstützung zu geben. Dies kann auch in Form einer Bürgschaft sein, wenn die Einrichtung der neuen Wohnung über einen Konsumkredit finanziert werden soll.

Punkt 3

Möbelbörsen bieten großes Potenzial

Auch wenn Möbelbörsen gegenüber im ersten Moment vielleicht eine gewisse Scheu besteht – für die Einrichtung der ersten Wohnung als Student oder Auszubildender eignet sich ein Besuch auf jeden Fall. Gerade, wenn weder Eltern noch Verwandte unter die Arme greifen, kommt es auf jeden Euro an.

Möbelbörsen haben – ähnlich dem Kauf gebrauchter Möbel – einen unschätzbaren Preisvorteil. Klar muss natürlich sein, dass das Ganze auch Grenzen hat. Ein Bettgestell günstig erstehen – warum nicht. Die Matratze wird aus hygienischen Gründen aber eher neu gekauft. Und es gibt einen weiteren Aspekt, der klar sein muss: Für den Transport der Möbel ist am Ende jeder Käufer verantwortlich.

Zu den Vorteilen gehört auf der anderen Seite, dass ein Teil der Möbelbörsen unter gewissen Umständen – etwa beim Bezug von BAföG – einen Rabatt gewährt. Und oft werden die Möbel nach der Abholung beim Spender überholt.

Punkt 4

Ausstellungsstücke kaufen – und sparen

Der Gang ins Sozialkaufhaus oder zur Möbelbörse löst gemischte Gefühle aus. Um sich trotzdem schicke Möbel leisten und sich trotzdem kostengünstig einrichten zu können, hilft ein weiterer Trick – das Kaufen von Ausstellungsstücken. Gerade, wenn es zu Sortimentsänderungen kommt, geben Geschäfte ihre Ausstellungsstücke teils sehr stark verbilligt ab.

In dieser Situation lohnt sich zuschlagen. Der Grund: Es gelten gesetzliche Fristen zur Gewährleistung und die Möbel sind im Regelfall – trotz der Tatsache, dass sie in der Möbelausstellung gestanden haben – in einem guten Zustand.

Wie lassen sich solche Angebote finden? Eine Möglichkeit besteht darin, im Internet zu recherchieren. Hier tauchen auf den Seiten der Möbelhäuser regelmäßig entsprechende Angebote auf. Aber auch spezielle Portale (Hat jemand Erfahrung mit diesen Portalen? Dann wäre ein Kommentar hilfreich) nutzen das Sparpotenzial der Ausstellungsstücke. Eine weitere Option ist natürlich einfach vor Ort fragen. Eventuell lässt sich so mit dem Möbelhaus ins Gespräch kommen – und dabei ein Rabatt aushandeln.

wand moebel bild blau 564Abbildung 2: Ausstellungsstücke aus dem Möbelhaus lassen sich häufig mit Rabatt kaufen.

Punkt 5

Fazit: Wohnung einrichten? Günstig! Bei Möbeln kann durchaus gespart werden

Wer seine erste Wohnung einrichtet, steht vor einer Vielzahl an Herausforderungen. Mit einem Job im Rücken sind zumindest die Finanzen geregelt. Azubis oder Studenten können sich diesen Luxus meist nicht leisten. Wo jeder Euro zweimal umgedreht werden muss, reißen neue Möbel tiefe Löcher ins Budget. Aber: Es gibt durchaus Gelegenheiten, um bei der Einrichtung Geld zu sparen. Eltern oder Verwandte sind eine Option. Hat diese keinen Erfolg, bleibt noch die Suche nach passendem Mobiliar über Möbelbörsen oder der Kauf von Ausstellungsstücken. Letztere werden von Möbelhäusern immer wieder angeboten – und haben durchaus Potenzial, um viel Geld zu sparen.

Punkt 6

Videobeiträge zum cleveren Sparen beim Einrichten der Wohnung

Die folgenden Videos handeln vom sparsamen Wohnung einrichten. Günstig soll es sein, aber billig soll es nicht aussehen und der Wohnkomfort darf auch nicht zu kurz  kommen. In den Dokus sieht man, dass sich rund um das sparsame Einrichten ein Kult entstanden ist.

Punkt 7

Bücher zum pfiffigen Einrichten einer Wohnung

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