Zimmerpflanzen in Reihe

Welche Zimmerpflanze passt zu mir? Tipps zur Auswahl

Zimmerpflanzen sind im Allgemeinen recht genügsam und pflegeleicht. Trotzdem sollte man einige Aspekte beachten, um die individuell passenden grünen Mitbewohner zu finden. Denn nicht jede Pflanze liebt direktes Sonnenlicht, einige kommen mit Hydrokultur besser zurecht als mit Pflanzenerde und manch ein Gewächs ist keine gute Wahl, wenn Kinder oder Haustiere mit in der Wohnung leben.

Grundsätzlich sorgen Zimmerpflanzen neben dem Sofa, auf der Fensterbank oder im Bad nicht nur für eine wunderschön lebendige Dekoration. Sie tragen auch zur Verbesserung der Raumluft bei, was sie gerade während der Heizperiode geradezu unverzichtbar macht. Auch in dieser Hinsicht gibt es allerdings große Unterschiede zwischen den angebotenen Pflanzen.

Wie findet man die richtige Zimmerpflanze? ► Wer mag Licht? ► Schattenpflanzen ► Luftreiniger ► Darf es ein Kraut sein? ► Pflegeleichte Pflanzen ► Videos mit Pflanzentipps

Punkt 1

1. Wie hell darf es denn sein?

1.1. Sonnenanbeter

Zu den wesentlichen Faktoren in der Frage, wie wohl sich eine Pflanze an ihrem Standort fühlt, gehören die Lichtverhältnisse. Dabei gilt nicht per se: Je mehr Licht, desto besser. Zwar mögen Pflanzen wie die Pilea tatsächlich einen möglichst hellen Standort, beispielsweise am Südfenster oder einer gläsernen Terassentür. Ebenfalls lichtliebend sind der Bandbusch, die Glückskastanie sowie Agave und Aloe.

Wenn die Küche ein Sonnenfenster hat, bietet sich die Fensterbank perfekt als Heimat für mediterrane Küchenkräuter an. Basilikum, Oregano, Rosmarin, Majoran, Thymian und andere geschmackvolle Südländer entfalten ihr Aroma am besten, wenn sie mit besonders viel Licht verwöhnt.

1.2. Schattenfreunde

Andere grüne Mitbewohner hingegen fühlen sich an eher lichtarmen Standorten deutlich wohler. Beispiele hierfür sind etwa der Drachenbaum, die Alocasia, die Steckenpalme oder die Kentia-Palme. Letztere gibt einen großen Teil des über die Wurzeln aufgenommenen Wassers wieder an die Raumluft ab.

Video: 17 Zimmerpflanzen für wenig Licht

Länge: 12 Minuten

1.3. Luftaufwerter

Eine luftreinigende Wirkung haben auch Efeu und Grünlilie, die sich sogar im eher kühlen und vergleichsweise dunklen Treppenhaus richtig wohlfühlen.

Video: 18 luftreinigende Zimmerpflanzen

Länge: 14 Minuten

Beitrag: Natürliches Raumklima

Natürliches Raumklima

Wald Sonne

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Natürliches Raumklima schaffen – Maßnahmen & Empfehlungen

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1.4. Beim Kauf die Vorlieben erkennen

Am besten achtet man bereits beim Kauf auf den Pflanzenpass, der nicht nur über das richtige Gießen und Düngen informiert, sondern auch viel über die Lichtbedürfnisse der jeweiligen Pflanze aussagt. Eine Faustregel hilft, schneller die passende Zimmerpflanze zu finden:

Je dunkler das Grün der Blätter ist, desto weniger hell muss die Umgebung der Pflanze sein.

Denn dunkle Blätter können das Licht besonders effizient aufnehmen.

Natürlich gibt es auch eine Reihe von Pflanzen, die mit einem sonnigen Standort ebenso gut klarkommen wie mit einem schattigen Plätzchen. In diese Kategorie gehören etwa die Zimmerlinde, die Geigenfeige, der Xanadu oder das Fensterblatt. Ein Standort in der Nähe eines Ost- oder Westfensters bietet sich für diese Pflanzen ganz besonders gut an.

1.5. ... und im Winter?

Übrigens: Licht benötigen Zimmerpflanzen natürlich nicht nur im Sommer, sondern auch in der kalten Jahreszeit. Zwar müssen Zimmerpflanzen, anders als die Überwinterungsgäste aus dem Garten beziehungsweise von der Terrasse, nicht an einen kühleren Standort innerhalb des Hauses umziehen. Eine zu dunkle Umgebung nehmen sie einem allerdings übel und können eine solche zum Beispiel durch den Abwurf des Laubes quittieren. Dafür sind sie äußerst dankbar, wenn sie ein paar Stunden täglich von einer Pflanzenlampe beschienen werden. Eine solche hat genau das Lichtspektrum, das die Zimmerpflanzen benötigen – anders als die übliche Raumbeleuchtung übrigens.

Punkt 2

2. Gibt es besonders pflegeleichte Zimmerpflanzen?

Nicht jeder hat einen grünen Daumen und manch einer möchte nicht viel Zeit in die Pflege seiner Pflanzen investieren. Auch für einen solchen Fall gibt es die richtigen Zimmerpflanzen.

Der Elefantenfuß etwa ist eine der pflegeleichtesten Zimmerpflanzen überhaupt. Er nimmt einem starke Schwankungen der Temperatur nicht übel und kommt auch eine ganze Weile ohne Wasser aus. Denn sein verdickter Stamm ist ein hervorragender Wasserspeicher, aus dem er in Trockenzeiten zehren kann. Er liebt einen eher hellen Standort, möchte aber nicht direkt von der Sonne beschienen werden.

Efeu ist sogar noch unkomplizierter. Das immergrüne Rankgewächs wächst immer und überall, wo es etwas Licht und ein Minimum an Wasser gibt. Zwar streiten sich die Geister, ob es sich beim Efeu um eine Zimmerpflanze im eigentlichen Sinn handelt. Fakt ist aber, dass er Schadstoffe aus der Luft bindet und die Raumluft mit Sauerstoff versorgt.

Bei Kakteen muss man ein paar grundlegende Dinge wissen, dann erweisen sich auch diese als unkompliziert. Wasser brauchen die stacheligen Grünfreunde nur alle drei oder vier Wochen – und zwar nur in der Zeit des Wachstums zwischen April und Oktober. Besonders beliebt sind Kakteen der Gattungen Mammillaria, Echinocactus oder Turbinicarpus.

Video: 15 pflegeleichte Zimmerpflanzen für Faule

Länge: 11 Minuten

Punkt 3

3. Vorsicht, giftig!

An einigen Orten will die Wahl der Zimmerpflanzen besonders gut durchdacht sein. Giftige Pflanzen wie Efeu, Diffenbachien oder Engelstrompeten etwa haben im Kinderzimmer nichts zu suchen. Hier können Grünlilien eine schöne Alternative darstellen und Kinder können die Ableger sogar selber umtopfen.

Auch an Haustiere sollte man bei der Wahl der Zimmerpflanzen denken. Die tierischen Mitbewohner fühlen sich zwar in einer lebendig grünen Umgebung ebenso wohl wie die Menschen. Allerdings sind einige Pflanzen für Katze, Hund & Co. hochgiftig, sodass sie sich zumindest außerhalb der Reichweite der Tiere befinden sollten. Auch hierzu findet man Informationen im Pflanzenpass, im Zweifelsfall hilft auch ein Gespräch mit dem Tierarzt oder eine Recherche im Internet weiter.

Video: 20 giftige Zimmerpflanzen für Katzen

Länge: 12 Minuten

Punkt 4

4. Welches Substrat für die Zimmerpflanzen?

Unerfahrene Zimmergärtner greifen gerne zu Hydrokulturen mit kleinen Tonkügelchen. Diese speichern das Wasser besonders gut und eignen sich bestens in Verbindung mit einem Pflanztopf mit Wasserstandsanzeiger. Drachenbaum und Yucca-Palme fühlen sich in der Hydrokultur besonders wohl, andere Zimmerpflanzen bevorzugen allerdings die klassische Erde. Diese darf nicht zu trocken sein, aber auch keine Staunässe aufweisen. Andernfalls droht die Bildung von Schimmel – und den will wirklich niemand in der Wohnung haben.

Die Zusammensetzung der Erde für Zimmerpflanzen unterscheidet sich von jener, die für Blumen oder Gemüsepflanzen erforderlich ist. Zwar kann man auch andere Substrate verwenden, doch die Nährstoffanreicherung in spezieller Zimmerpflanzenerde sorgt dafür, dass es den Pflanzen vom ersten Tag an richtig gut geht. Die Nährstoffversorgung ist hier bereits für die ersten Wochen gesichert, erst danach wird die jeweils abgestimmte Menge an Zimmerpflanzendünger benötigt.

Punkt 5

5. Was tun gegen Schädlinge?

Nicht nur im Freien, sondern auch im Haus können Pflanzen von Schädlingen angegriffen werden. Bei Zimmerpflanzen sind vor allem die an Fruchtfliegen erinnernden Trauermücken sowie die weißen Schmierläuse besonders gefürchtet. Um die Plagegeister wieder loszuwerden, gibt es im Fachhandel spezielle Mittel. Die Produkte aus der Gartenabteilung sollten lieber nicht zum Einsatz kommen, denn deren gesundheitsgefährdenden Aerosole beziehungsweise Ausdünstungen halten sich recht lange in der Raumluft. Alternativ zu den chemischen Produkten kann man auch zum Neem-Öl greifen. Dabei handelt es sich um ein ätherisches Öl natürlichen Ursprungs, das man einfach mit Wasser verdünnen und aufsprühen kann. Es hat einen angenehmen Duft, ist für Menschen ungefährlich und beseitigt die meisten tierischen Plagegeister innerhalb weniger Tage zuverlässig aus den Zimmerpflanzen.

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Punkt 6

6. Die 9 beliebtesten Zimmerpflanzen

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Länge: 8 Minuten

Punkt 7

7. Weiterlesen

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Ein weiterer Vorteil von Hängepflanzen ist außerdem, dass du sie auch ganz normal abhängen kannst, um sie dann beispielsweise auf die Kommode oder auf einen Hocker zu stellen. Möchtest du also ein wenig Abwechslung ins Haus bringen, sind Hängepflanzen eine optimale Wahl.

Wir zeigen dir hier 5 Pflanzen auf, die du online kaufen kannst und die sich besonders als Hängepflanzen eignen.

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