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Parkett- und Laminatböden sind heute beliebter denn je. Insbesondere aufgrund der zahlreichen Innovationen in diesem Segment der Bodenbeläge stieg die Nachfrage in den vergangenen Jahren nochmals rasant. Neben modernsten Verlegesystemen, die es erlauben Parkett gleichermaßen komfortabel zu platzieren wie Laminatboden, begeistert dieser wiederum mit einer markanten Dekorvielfalt. Dieser Artikel weist auf aktuelle Möglichkeiten hin.

Designvielfalt bei Laminatböden – leichtes Verlegen bei Parkett

Laminat ist reich an Vorteilen. Das Material ist nicht nur äußerst strapazierfähig und lässt sich auch von Pumps oder ähnlichem nicht beeindrucken. Der Boden ist darüber hinaus pflegeleicht und günstig. Dank kontinuierlicher Weiterentwicklung seitens der Hersteller ist es über die Jahre gelungen, besonders edle Oberflächen zu kreieren. Diese machen es für Laien nahezu unmöglich Laminat von echtem Parkett zu unterscheiden.

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Laminat-Aufbau

Grundsätzlich sind immer mehrere Schichten notwendig, um Laminatpaneele herzustellen. Als tragende Schicht kommt eine Faserplatte zum Einsatz. Sie stellt den Kern des Verbundwerkstoffs dar. Abhängig davon, ob die Faserplatte über eine mittlere oder hohe Dichte verfügt, wird diese als MDF beziehungsweise HDF bezeichnet. Über der Faserplatte folgt das Dekorpapier, das es erlaubt eine Vielzahl an Designs zu erstellen. Das Spektrum reicht von Dekoren, die echte Hölzer aller Art perfekt imitieren über Alternativen, welche wiederum Steinfliesen nachahmen bis hin zu marmorierten Ausführungen. Aber auch auffällige Muster im Retrolook oder realistische Rasendesigns sind denkbar. Für jeden Geschmack werden passende Lösungen präsentiert.

Um das aufgeklebte Dekor vor den Strapazen des Alltags zu schützen, wird eine speziell versiegelte Oberschicht (Overlay) aus Melamin-Harz darübergelegt. Ein UV-Licht beständiger Klarlack schützt das Laminat vor Verfärbungen. Die Oberfläche kann matt oder glänzend gewählt werden. Die Unterseite von Laminatpaneelen nennt sich im Fachjargon Gegenzug. Die Veredelung mit einer Beschichtung aus Phenolharz macht den Boden unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und Spannung. Das Ergebnis dieses Mehrschichtensystems ist ein extrem widerstandsfähiger Fußboden, der sowohl in Sachen Optik als auch Alltagstauglichkeit überzeugt.

Vier wesentliche Merkmale sind bei Laminat entscheidend beim Kauf:

  1. Güte der Dekorschicht
  2. Panelstärke
  3. Abriebfestigkeit der Oberschicht
  4. Nutzungsklasse

Dielenoptik beliebt

Laminat von hoher Qualität ist heute abriebfest, fleckenunempfindlich, lichtecht, pflegeleicht und sehr einfach und schnell zu verlegen. Neben der Designauswahl sorgt die Vielfalt an Formaten und Fugen-Varianten für Aufsehen. Nicht nur geschmackvolle Dielen sind erhältlich, sondern auch große Langdielen, Breitdielen. Fliesendielen und Dielen von besonders großem Ausmaß. Abhängig davon., ob Ein-, Zwei- oder Drei-Stab-Laminat-Formate verwendet werden, lässt sich eine individuelle Raumtiefenwirkung erzielen. V-Fugen runden den mittlerweile sehr echten Natur-Charme des Fußbodens ab.

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Beispiel gesucht? Im Sortiment der Holzböden von meister.com, einem deutschen Fachhändler zur Innenausstattung, finden Sie den sogenannten Lindura Echtholzboden, der über eine solche authentische Deckschicht verfügt. Auf der Internetpräsenz zu diesem Bodenbelag heißt es: „Eine Echtholzdeckschicht, Wood-Powder, eine HDF-Mittellage und ein Wood-Powder-Gegenzug werden unter Druck und Hitze fest miteinander »verschmolzen«.“ Die Wood-Powder-Technologie wurde ursprünglich von der Välinge Innovation AG entwickelt und hat den Vorteil, dass durch eine Mischung aus Korund, Melamin-Bindemittel, Holzfasern und Pigmenten dreidimensionale Produkte hergestellt werden konnten, die gleichzeitig abwaschbar und strapazierfähig waren. Lindura-Böden sind eine Weiterentwicklung dessen, da sie die Wood-Powder-Technologie mit Echtholzdeckschichten kombinieren. Die Hightech-Böden wirken aufgrund ihrer Struktur natürlich.

Parkett auf Raum abgestimmt

Neben solchen Innovationen gibt es Parkettböden, dessen Dielen beim Sägen inklusive Rinde abgescannt werden und über keine geraden Kanten verfügen. Spezialisierte Bodendesigner fertigen einen Verlegeplan anhand des Raummaßes an, um die durchnummerierten Dielen anschließend als perfektioniertes Bodenpuzzle verlegen zu können. Individueller könnte Parkett kaum sein.

Als es im 19. Jahrhundert zur Industrialisierung kam, fand Parkett erstmals den Weg in Wohnhäuser. Nicht nur bei Laminat wurde weiterentwickelt. Parkettböden sind heute mit passgenauen Klickverbindungen verfügbar und gleichermaßen komfortabel zu verlegen, wie die günstige Alternative. Es wird zwischen drei Aufbauarten unterschieden:

  • Massivholzdielen,
  • Dreischicht-Parkett und
  • Holzboden.

Parkett kann entweder aus massiven Hartholzelementen bestehen oder aus Weichholz, das mit Hartholz furniert ist. Einschicht-Parkett ist von massivem Vollholz geprägt, Mehrschicht-Parkett kann aus zwei oder drei Schichten gefertigt sein. Besonders populär ist heute das Dreischicht-Parkett, welches auch als Fertigparkett angeboten wird. Bei Parkettböden wird auch hinsichtlich der Sortierung unterschieden. Damit sind die Holzsorten gemeint. Das Spektrum reich von Olive über Ahorn bis hin zu Zedernholz.

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Um Parkett gegenüber Feuchtigkeit robuster zu machen, bietet der Markt heute Wasserschutz-Trägersysteme, die das Eindringen von Wasser nahezu 100-prozentig verhindern. Ein unerwünschtes Aufquellen der Oberflächen wird verhindert, selbst wenn Feuchtigkeit nicht sofort entfernt wird. Schutz vor UV-Strahlung bieten UV-geölte Echtholzböden. Die exklusiven Öle versiegeln die Holzböden und schützen die Holzstrukturen langfristig vor der Sonne. Um von einem besonders langlebigen und dauerhaft schönen Parkettboden zu profitieren, muss die Brinellhärte beachtet werden. Je höher dieser Wert, desto besser. Esche und Ahorn zählen zu den härtesten Hölzern. Auch Eiche, Buche und Kirsche bieten einen guten Wert. Parkett ist heute sogar in farbigen Ausführungen erhältlich. Starke Nuancen wie Gelb oder Rot sind kein Wunschdenken mehr.

Parkett wird mit folgenden Oberflächenveredelungen verkauft:

Veredelung

Erklärung

Gefärbt Holzmaserung bleibt nach dem Färben erhalten.
Geräuchert Dunkle Hölzer werden durch Räuchern betont.
Lackiert Oberfläche wird mit Lack robuster und pflegeleichter.
Geölt Die natürliche Haptik wird hier gefördert und unterstrichen. Das Laufgefühl ist bei geöltem Parkett besonders warm. Auch die Optik profitiert.
Gekalkt Beim modernen Landhausstil kommen oft gekalkte Parkettböden zum Einsatz. Das Holz wird heller.
Gebürstet Hier wird die Holzoberfläche aufgeraut, was den natürlichen Charakter hervorhebt.
Gehobelt Wellenformen geben Parkett einen außergewöhnliches Design.
Gepastet Boden wird zunächst gebürstet, dann wird die Holzmaserung farblich intensiviert.
Used Parkett wird mit Gebrauchsspuren versehen.

Verlegen leichtgemacht

Aufgrund der Beschaffenheit kann heute jeder ambitionierte Heimwerker seinen Fußboden selbstständig verlegen. Dank komfortabler Klick-Systeme lässt sich Laminat mit Hilfe weniger Werkezuge wie Winkel, Zugeisen und Laminatschneider in kürzester Zeit platzieren. Das gleichnamige Wohnmagazin erklärt unter schoener-wohnen.de: "Dabei werden die einzelnen Elemente einfach ineinander geschoben und fest verbunden – die Fugen zwischen den einzelnen Dielen sind im Laminat kaum noch zu erkennen."

Je nachdem ob eine Dampfsperre notwendig ist und eine Trittschalldämmung verlegt werden soll, werden diese zunächst auf den Untergrund gelegt. Sind alle Vorarbeiten erledigt, werden die Paneele Schritt für Schritt verlegt. Auf einen kostspieligen Bodenleger kann vollständig verzichtet werden.   Viele Parkettsorten haben eine Trittschalldämmung integriert, sodass das separate Einarbeiten dieser Schicht entfällt und zusätzlich Zeit gespart wird.

Bei Parkett überzeugen Klick-Systeme vor allem deshalb, weil selbst aufwändigere Varianten wie Schiffsboden oder das klassische Fischgrätmuster ohne Fachkraft erzielt werden kann. Egal ob parallel oder diagonal zur Wand, der anspruchsvolle Heimwerker kann Parkett so verlegen, wie er es möchte. Verspielt ist das Schachbrettmuster, das einige Anbieter im Programm haben. Hierbei werden mehrere Stäbchen quadratisch gelegt und die Quadrate wiederum abwechselnd um 90° gedreht. Diese Technik ergibt filigrane Fußböden mit außergewöhnlicher Wirkung. Zudem gehören folgende Verlegemuster zu beliebten Ausführungen:

  • Tafel
  • Flechtmuster
  • Kassette
  • Leiter
  • altdeutscher Verband

Das folgende Video verdeutlicht, wie einfach das Verlegen von Laminat und Parkett mit dem modernen Klick-System ist:

Vorteilhaft an den modernen Klick-Modellen ist der Verzicht auf Leim oder sonstige Bindemittel. Das hat positiven Einfluss auf ein gesundes Wohnklima, das ohne Wohngifte auskommt.

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Weitere Informationen und Verlegetechniken zu Parkettböden finden Sie in unserem Ratgeber. Ergänzende Hinweise und Tipps zum Laminat haben wir ebenfalls arrangiert. 

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