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Schnelle Hilfe beim Renovieren mit Klebstoff und Co.

Oftmals wird Kleber in die Sparte der schnellen Haushaltslösungen gesteckt. Denn: Wie oft haben wir es selber schon erlebt, dass Geklebtes nicht hält? Gerade deswegen wird die Kraft von Klebstoff leider oftmals unterschätzt. Doch mittlerweile hat sich in der Klebstoff-Technologie einiges getan, sodass der Kleber in mancherlei Hinsicht Schraube und Dübel ablösen kann. Wie Ihnen das beim Renovieren zu Gute kommt und worauf Sie achten sollten, erfahren sie hier.

 
 

Punkt 1

Der richtige Kleber für den richtigen Untergrund

Heutzutage gibt es eine große Anzahl an verschiedenen Klebstoffen für die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten. Grob wird dabei zwischen Nasskleber, Kontaktkleber und Reaktionsklebstoff unterschieden. Nicht jeder Kleber ist für jeden Untergrund geeignet – doch auch der passende Klebstoff hat seine Grenzen.

Lösemittelhaltiger Nasskleber

Diese Art des Klebstoffs ist am bekanntesten und wird auch im Volksmund als Alleskleber bezeichnet. Die lösemittelhaltige Textur wird auf eines der zu klebenden Teile aufgetragen. Anschließend wird die beklebte Kontaktfläche fest angedrückt. Während der Trocknungsphase verdunstet das Lösemittel, sodass die Klebermasse zäh und schließlich fest wird. Bei dieser Art von Kleber ist der Trocknungsprozess entscheidend für die Qualität der Bindung und sollte daher unbedingt eingehalten werden.

Kontaktkleber

Ähnlich wie der Nasskleber enthält der Kontaktkleber ebenfalls Lösemittel. Allerdings werden hierbei beide zu klebenden Teile mit dem Kontaktkleber bestrichen. Die Bindung findet zwischen den Klebstofffilmen statt. Erst nach dem Ablüften – also nachdem der Kleber zäh wird – wird eine Bindung durch hohen Druck, zum Beispiel durch Hämmern erzeugt.

Reaktionskleber

Bei dieser Art von Klebstoff ist eine Reaktion aus der Umwelt nötig. Dies geschieht entweder durch Wärmeeinwirkung oder indem Druck ausgeübt wird. Reaktionskleber sind hochwirksam bindend und findet vor allem in der Metallverarbeitung ihre Anwendung.

Punkt 2

Renovieren mit Klebstoff? Passt das zusammen?

Gerade beim Renovieren wird oftmals die Nützlichkeit von Kleber übersehen. Jedoch eignet er sich aufgrund seiner Wirkkraft und zugleich unsichtbaren Bindung für viele Bereiche des Innenausbaus wie Zierleisten, Badaccessoires oder sogar bestimmte Fliesen.

Kleber passend zum Untergrund

Der passende Kleber wird nach Art und Beschaffenheit des Untergrunds ausgewählt. Offenporige Materialien wie Naturstein, Beton, Holz oder verschiedene Kunststoffe begünstigen die Wirkung von Nasskleber. Wollen Sie beispielsweise Sockelleisten, Fliesen oder Tapete anbringen, können Sie hier getrost auf lösemittelhaltige Nasskleber zurückgreifen.

Gründlich reinigen

Achten Sie darauf, die Kontaktfläche vorher gründlich von Staub, Fett und Fusseln zu reinigen, damit der Kleber optimal hält. Beachten Sie zudem die Trockenzeit. Ebenfalls wichtig: Bei vertikalen Klebeflächen ist womöglich eine stützende Fixierung nötig, bis die gewünschte Klebebindung eintritt.

Herstellervorgaben

Beachtet werden muss außerdem die maximale Tragkraft und Belastbarkeit des Klebers, damit sich Bilder, Schränke und Halterungen nicht plötzlich lösen.

Punkt 3

Tipps zum Kleben

  • Nach der Anbringung sollten überschüssige Klebereste möglichst schnell von Oberflächen und Textilien entfernt werden.
  • Neben einer gründlichen Reinigung kann der zu klebende Untergrund auch mit Schleifpapier leicht angeraut werden: Durch die vielen kleinen Unebenheiten vergrößert sich die Klebefläche und damit die Klebewirkung.
  • Der Grundsatz „viel hilft viel“ ist beim Kleben mit Vorsicht zu genießen: Zwar bietet eine größere Klebefläche bessere Haftung – wer stattdessen nur eine dickere Klebeschicht aufträgt, riskiert jedoch das Gegenteil.

Punkt 4

Renovieren mit Klebstoff – 3 Praxisbeispiele

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