Sicherheitstipps fürs RenovierenRenovierungen sind nicht nur schweißtreibende Angelegenheiten, sondern des Öfteren mit einem gewissen Verletzungsrisiko verbunden. Wer beim Hantieren mit Kreissäge, Bohrmaschine und Co. von derart unschönen Begleiterscheinungen verschont bleiben möchte, sollte einige Präventionsmaßnahmen ergreifen.

Eine gute sicherheitstechnische Vorbereitung von Renovierungsarbeiten ist sowohl für Heimwerker als auch Fachmänner eine unverzichtbare Maßnahme, um deren reibungslose Durchführung zu gewährleisten. Außerdem tragen eine gute Vorbereitung des Bauplatzes, die richtige Wahl des Werkzeugs und der Arbeitskleidung sowie das Abklären von Rahmenbedingungen zu einem wesentlich schnelleren Abschluss der oft als lästig empfundenen, handwerklichen Tätigkeiten bei.

1. Baustelle einrichten

Je nachdem, in welchem Umfang man Renovierungsarbeiten in den eigenen vier Wänden vornimmt, sollte man den zentralen Ort des Wirkens sorgfältig absichern. Um vor allem die Gefahr für Dritte (besonders für Kinder) zu minimieren, ist gegebenenfalls eine Absperrung der zu bearbeitenden Fläche nötig. Darüber hinaus sollten die Werkzeuge und das Baumaterial optimal positioniert werden, um einerseits altbekannte „Stolperfallen“ zu vermeiden und andererseits die Baumaßnahmen zu beschleunigen.

2. Werkzeug überprüfen

Das eingesetzte Werkzeug muss vor Arbeitsbeginn auf seine Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Insbesondere Elektrogeräte können durch Kabelbruch oder lockere Gehäuseverschraubungen eine große Gefahrenquelle darstellen, die keinesfalls unterschätzt werden darf. Der optische Zustand eines Geräts spielt demgegenüber eine eher untergeordnete Rolle.

Kommt beim Heimwerken nicht das eigene Werkzeug zum Einsatz und nutzt man Leihgeräte aus dem Baumarkt oder Fachgeschäften, kann man in der Regel davon ausgehen, dass sich diese in tadellosem Zustand befinden. Allerdings schadet eine Überprüfung der Leihgeräte vor deren Inbetriebnahme sicher nicht.

3. Die richtige Arbeitskleidung

Eine angemessene Arbeitskleidung zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie an die individuellen Baumaßnahmen angepasst ist. Zu den elementarsten Bestandteilen einer guten Ausrüstung zählen:

  • Arbeitshandschuhe
  • strapazierfähige Arbeitshose
  • feste Arbeitsschuhe (eventuell mit Stahlkappe)
  • Schutzbrille
  • Mundschutz
  • Gehörschutz

Bei Malerarbeiten - insbesondere beim Lackieren - ist ein Mundschutz von großer Wichtigkeit. Eine Schutzbrille sollte bei Abrissarbeiten wie dem Beseitigen alter Fliesen getragen werden, da sonst kleine Materialsplitter ins Auge gelangen könnten. Handschuhe und Arbeitsschuhe dürfen im Repertoire keines Heimwerkers fehlen und finden bei fast allen anfallenden Renovierungsarbeiten Verwendung. Wer noch nicht im Besitz der benötigten Arbeitsschutzartikel ist, wird beispielsweise in spezialisierten Onlineshops wie Arbeitsschutz-Express fündig.

4. Auf Gefahrenstoffe achten

Handelt es sich bei den zu renovierenden Räumlichkeiten um Gebäude älteren Baujahres, erleben Heimwerker nicht selten unschöne Überraschungen in Form giftiger Materialien, die einst zum Bau der Wohnung oder des Hauses verwendet wurden. Beispielsweise war in deutschen Altbauten der Einsatz von Asbest, giftigem Holzschutzmittel und Teerölkleber weit verbreitet. Wenn man diese gesundheitsschädlichen Stoffe im Rahmen der eigenen Renovierungsarbeiten offenlegt, können sie auch Jahre nach ihrer Verbauung noch Krankheiten verursachen. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich vorab beim Vermieter oder bei ehemaligen Baufirmen Klarheit darüber zu verschaffen, welche Materialien früher verarbeitet wurden.

5. Sorgsames Arbeiten

Statistiken zufolge ist menschliches Fehlverhalten die häufigste Ursache für Arbeitsunfälle. Dabei kann diese Tatsache durchaus vom Berufs- auf das Privatleben übertragen werden, denn auch für Heimwerker gilt: Ein umsichtiger und sorgsamer Umgang mit Material und Werkzeug ist Grundvoraussetzung für eine schadlose Durchführung der Baumaßnahmen. Glücklicherweise stehen Heimwerker im Gegensatz zu Berufshandwerkern meist nicht unter Zeitdruck, wodurch Handwerksarbeiten generell stressfreier und ruhiger ablaufen können.

 

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