Besonders in der kalten Jahreszeit brauchen viele Menschen vermehrt Helligkeit in den eigenen vier Wänden. Als Berufstätiger verlässt man sein Haus morgens oft in Dunkelheit und kehrt abends im Dunklen zurück. Als angenehm wird es dann empfunden, wenn es Zuhause hell und farbenfroh ist.

Smartphone steuert LED

Philipps hat nun das Lichtsystem Hue auf den Markt gebracht, das von Handelblatt-online getestet wurde. Das besondere bei diesen LED-Lampen ist, dass sie in verschiedenen Farben und Helligkeitsgraden leuchten und vom Smartphone gesteuert werden können. Die Installation der Lampen ist relativ einfach und nach wenigen Minuten erledigt: Neben den LEDs und einem Smartphone braucht man lediglich noch einen Telekom-Router.

 
 

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Von Blau nach Rot

Über den Lichtschalter bringt man die Lampen zum Leuchten. Möchte man statt dem herkömmlichen weiß, dass der Raum blau oder rot beleuchtet wird, reicht der Griff zum Smartphone. Über die App kann man außerdem einige fest vorgegebene Szenarien wählen: So gibt es hier den „Relax“- oder „Reading“-Modus, deren Farben sich besonders gut zum Entspannen oder Lesen eignen. Hier kommen Aspekte zum Fragen, die man aus der Farblichttherapie kennt. Unterschiedliche Farben haben verschiedene Schwingungen, die vom Auge aufgenommen und wahrgenommen werden. Das Gehirn verarbeitet sie und sendet Signale aus. Rot hat zum Beispiel eine aktivierende Wirkung, weswegen Wohnexperten meistens davon abraten, sie im Schlafzimmer anzuwenden. Häufig werden dort Blau- oder Grüntöne empfohlen, da diese entspannend auf Körper und Geist wirken.

Nur E27

Einschränkungen gibt es bei Hue allerdings, da die LEDs nur in E27-Fassungen eingeschraubt und daher hauptsächlich an Deckenlampen eingesetzt werden können. Hue hat aber den Vorteil, dass man neben der Dimm- oder Lesefunktion der Lampen eine Zeitschaltuhr programmieren kann. Möchte man morgens vom Licht geweckt werden, stellt man sie über das Smartphone entsprechend ein. Diese Funktion ist außerdem praktisch, wenn man sich im Urlaub befindet und potentiellen Einbrechern durch Ein- und Ausschalten des Lichtes suggerieren will, es währen Bewohner im Haus.

Stromersparnis

Beim Stromverbrauch gibt Philipps laut Handelblatt-online an, dass die LED 80 Prozent weniger verbraucht als eine normale Glühbirne. Zwar sind die Lampen in der Anschaffung mit 60 Euro pro Lampe relativ teuer, helfen aber natürlich beim Strom sparen. 

Siehe auch: Umrechnung von Watt zu Lumen

Farblicht für die Gesundheit

Die Nachttischlampe im Schlafzimmer wird noch nicht in einem entspannenden Blau leuchten können – zumindest nicht mit Hue. Schon seit mehreren Jahren gibt es aber von anderen Herstellern Farblichtwechsellampen, die in solche Fassungen eingedreht werden; über eine Fernbedienung wählt man die gewünschte Farbe aus.

Sollen Lampen nicht nur Farbe in den Raum bringen, sondern die gleiche Wirkung wie Sonnenlicht haben, sind Tageslichtlampen zu empfehlen. Vollspektrum-Tageslichtlampen geben das natürliche Spektrum des Tageslichtes wieder und imitieren dabei das helle Mittagslicht. Werden solche Lampen regelmäßig eingesetzt, steigt die Konzentration und die gelegentlich depressive Stimmung im Winter bessert sich. In der Naturheilkunde werden Farblicht- und Tageslichtlampen häufig eingesetzt. 

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