schraubzwinge werkbank wand iu 564

Es folgt eine schöne Geschichte zum Thema Heimwerken, die uns zugesendet wurde:

Mein Sohn bekam zu seinem 14. Geburtstag von seinem Patenonkel einen Modellbausatz für ein Boot geschenkt. Da ich selber als Kind gemeinsam mit meinem Opa regelmäßig kleine Boote gebaut habe, freute ich mich ebenso wie Patrick.

Sofort kamen alte Kindheitserinnerungen in mir hoch – die Tage, die ich mit meinem Opa gemeinsam in seiner Werkstatt verbracht habe, die tollen Boote, die wir gebaut und häufig auch mit ausgetüftelten Motoren versehen haben, sind mir in guter Erinnerung geblieben. Eigentlich habe ich fast alle Ferien bei meinen Großeltern verbracht und jede freie Minute zum Werkeln genutzt.

Wenn ein Boot fertig gestellt war, sind wir immer zu einem nahe gelegenen See gefahren und haben das Bastelergebnis erfolgreich zu Wasser gelassen. Ich erinnere mich auch an das ein oder andere Mal, bei dem ich mit der Unterstützung meiner Schwester hinterher schwimmen musste, da meist mitten im See die Technik versagte und wir das Schiff vor uns her treibend wieder an Land befördern mussten.

Jedenfalls erwähnte ich meine Erfahrungen Patrick gegenüber, der auch gleich Feuer und Flamme war, woraufhin wir für das kommende Wochenende den Zusammenbau seines Modelbausatzes planten. Leider verfügte ich bis dato noch nur über Werkzeuge für den Hausgebrauch. Klar besaß ich Bohrmaschine, Schraubenzieher und Nägel – was eben zum Aufhängen von Bildern, Lampen und anderen Gegenständen im Haus nötig war, aber von einer Werkstatt wie sie sich bei meinem Opa im Keller befand, war ich weit entfernt.

Schnell kramte ich in meinem Gedächtnis, was wir alles brauchen würden und dachte wehmütig an die wunderschöne alte Werkbank, die mein Opa besessen hatte. Dort befestigt waren diverse Schraubzwingen und dahinter hingen auf einer Magnetleiste alle möglichen Werkzeuge. Die Schraubzwingen waren mir noch sehr präsent, da wir sie regelmäßig im Einsatz hatten, um verleimte Stücke zu fixieren bis der Kleber trocken war, was häufig bis zum nächsten Morgen dauerte. Ich weiß auch noch wie mein Opa mich darauf hinwies, dass man Klebearbeiten immer möglichst bei kühleren Temperaturen vornehmen sollte, damit man genügend Zeit hat, die Werkstücke entsprechend zusammenzufügen bevor der Leim zu trocken ist. Daher war sein Keller hervorragend für all unsere Tätigkeiten geeignet.

Schnell suchte ich einen alten Tisch vom Speicher, der erstmal als Werkbank herhalten sollte, und schaffte ihn in den Keller, wo ich eine Art Werkstatt einrichten wollte. Nun musste noch das fehlende Werkzeug her. Da ich vorhatte die Werkstatt für langfristige Zwecke einzurichten, wollte ich natürlich auch langlebige Werkzeuge erwerben. Eine solide Schraubzwinge hatte für mich oberste Priorität, da ich mich noch sehr gut an ihre Robustheit erinnerte.  Zudem erzeugen Billigzwingen meist zu wenig Druck, die Spindeln sind schwergängig und die Zwingenarme können leicht brechen. Nach kurzer Recherche im Internet entschied ich mich für eine Ganzstahlzwinge da sie langlebig, verstellbar und in unterschiedlichen Größen erhältlich ist und für verschiedene Materialien verwendet werden kann. Ich bestellte gleich zwei unterschiedliche Größen und zusätzlich eine Einhandschraubzwinge, die als besonders handlich beschrieben wurde.

Am Wochenende war unsere „Werkstatt“ mit dem nötigsten ausgerüstet und mein Sohn und ich haben gemeinsam das ganze Wochenende an dem Modelsatz gearbeitet. Alles hat wunderbar funktioniert und wir haben ein tolles Boot zusammengebaut. Hierfür haben wir sogar noch einen kleinen Motor beschafft und es sehr erfolgreich zu Wasser gelassen.

Dies war aber nur der Auftakt einer ganzen Serie an Modelbauarbeiten. Bis heute haben wir bestimmt bereits 10 Boote gebaut, auch Segelboote und Frachtschiffe und uns sogar schon an einem Flugzeug probiert. Natürlich ist unsere Werkstatt mittlerweile profimäßig ausgestattet. Neben einer richtigen Werkbank hängen an Magnetwänden noch zahlreiche Werkzeuge und in unserem Regal findet sich diverses Zubehör, so dass jedes Heimwerkerherz höher schlägt, sobald es unsere „heiligen Hallen“ betritt. Ich hoffe, dass Patrick sich später ebenso gerne an unsere gemeinsamen Bastelstunden erinnern wird, wie ich sie bis heute mit meinem Opa verbinde.

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