Wir danken der Firma DICK für das zur Verfügung gestellte Material.

ImageAls vor etwa zwei Millionen Jahren einer unserer Vorfahren einen Stein in die Hand nahm, um ihn als Schlagwerkzeug zu benutzten, begann die Geschichte der Menschheit - und die des Hammers. Durch Befestigung eines Griffes aus Holz, Knochen oder Horn konnte seine Handhabung und Wirksamkeit deutlich verbessert werden. Die Erfindungsgabe des Menschen, vor allem die Erschließung metallischer Werkstoffe, ermöglichte die Ausbildung zahlloser Varianten dieses Werkzeugs, das ihn bei der Beschaffung von Nahrungsmitteln, Herstellung von Behausungen und Bekleidung unterstützte. Der Hammer hat bis heute nichts an Bedeutung für den Handwerker verloren.


 

 

 

 

 

Japanische Hämmer (Tsuchi)
Hinter dem schlichten Äußeren des japanischen Hammers verbergen sich höchst intelligente Gestaltungsmerkmale: Der Kopf ist in der Mitte weich und nur an den Bahnen gehärtet. Der Genno hat daher einen satten, gedämpften Schlag, ohne zu prellen. Während eine Bahn plan ist, ist die gegenüberliegende leicht ballig. Diese benutzt man zum Versenken von Nägeln, Einlege- und Montagearbeiten. Aufgrund des besseren Wirkungsgrades kann der Genno im Vergleich zum europäischen Schreinerhammer um eine Gewichtsstufe leichter gewählt werden. Die extra langen Stiele aus Boshu (Weißeiche) sind in hohem Maße bruchfest. Naturbelassene Oberflächen und die schlanke, ergonomische Form tragen zum ermüdungsfreien Arbeiten bei. Ersatzstiele sind bei Bedarf lieferbar. Angegeben sind jeweils die Kopfgewichte.


 
Japanische Hämmer - Arten

Image4-Kaku Genno
Rechteckkopfhammer mit gerundeten Kanten. Das Profil des Kopfes verjüngt sich zur Mitte hin etwas, wodurch eine besonders gute Richtungsstabilität erzielt wird. Universalhammer für Montagearbeiten, zum Eintreiben von Nägeln, etc. Zum Schlagen der japanischen Stemmeisen (Nomi) wird in der Regel ein 375 g Genno verwendet.

Image8-Kaku Genno
Achteckkopfhammer mit planen Seitenflanken, die ebenfalls als Schlagflächen eingesetzt werden können. Ideal für Passungs- und Adjustagearbeiten, z.B. Einstellen von Hobeleisen, Nivellieren, etc.


 
Estwing & Picard

ESTWING Werkzeuge
ImageKopf, Hals und Ledergriff fügen sich beim ESTWING-Hammer nahtlos ineinander und machen ihn zu einem unzerstörbaren Schlagwerkzeug. Werkzeugstahl, aus einem Stück geschmiedet, selektiv an den Bahnen gehärtet, ganzflächig geschliffen, aus Lederscheiben aufgebauter, ergonomischer Griff.

PICARD Latthammer 698
ImageSeit 1857 setzt PICARD den Qualitätsmaßstab in der Herstellung hochwertiger Hämmer. Das Modell 698 ist aus dem Werkzeugsatz des Zimmerers nicht wegzudenken. Bruchfester, ovaler Stahlrohrstiel mit vibrationsdämfendem, rutschfestem Elastomergriff. Kopf mit selektiv gehärteter Spitze und Nagelklaue, geraute Bahn, magnetischer Nagelhalter.


 
Holzhämmer und Lederhämmer

Holzhammer TRIUMPH
ImageSeine Funktionalität und Robustheit machen den TRIUMPH zum Klassiker unter den Holzhämmern. Sein Kopf ist aus abgelagerter Weißbuche und kantenfreier Metallverstärkung ummantelt, die selbst bei einem Fehlschlag das Werkstück nicht beschädigt.

Lederhämmer
ImageWer über eine derart dicke Haut verfügt, den kann so leicht nichts erschüttern. Aus amerikanischer Büffelhaut werden die Köpfe dieser Hämmer gewickelt. Sie dämpfen den Schlag und schonen die Oberflächen sensibler Werkstücke. Ideal für Möbelmontage, Innenausbau, Restaurierung, Parkett- und Fliesenverlegung. Durch ihre hohe Verschleißfestigkeit kann man sie auch zum Treiben von Schnitz- und Stemmeisen benützen. Ergonomisch geformte Stiele aus Hickory.


 
Hämmer - Tips zum Nageln
Beim Nageln entsteht durch die hohe Reibung eine enorme Hitze, die die Holzfasern zerstören und langfristig die Festigkeit der Nagelverbindung herabsetzen kann. Verwenden Sie deshalb den kürzesten und dünnsten Nagel, der für die jeweilige Aufgabe zulässig ist.
Treiben Sie den Nagel mit sanften Schlägen mit der flachen Bahn des Genno bis zum Kopf ein, um ihn dann mit einem kräftigen Schlag mit der balligen Bahn zu versenken.
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Bei Hartholz empfiehlt sich ein Vorbohren und (oder) ein Kappen der Spitze des Nagels um eine schneidende Wirkung zu erzeugen und damit die Holzfasern zu brechen.


 

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