Bei der Beurteilung der Qualität des Regenwassers ist die Beschaffenheit der Regenauffangflächen von entscheidender Bedeutung.
Als erstes sollte bedacht werden, dass nur geeignete Dachflächen an das System angeschlossen werden. Andere versiegelte Flächen wie gepflasterte Hofflächen, Terassen oder Zu-und Auffahrten sind aufgrund der erhöhten Verschmutzung ungeeignet.

Nicht alle Dachflächen sind geeignet. Folgende Punkte sollten bei der geeigneten Auswahl Berücksichtigung finden:

  • Extrem dauerhaft schmutzbelastete Dachflächen, z.B.  vermehrter Vogelkot durch Taubenschlag, sollten aus hygienischen Gründen nicht angeschlossen werden.
  • alte Asbestzementdächer dürfen nicht angeschlossen werden.
  • Metalldächer, bis auf Edelstahl, können zu einem erhöhten Metallgehalt im Wasser führen, was besonders für die Gartenbewässerung (Anreicherung von Metallionen im Gemüse) problematisch ist. Für die Toilettenspülung kann das Wasser bedenkenlos verwendet werden.
  • Grasdächer sind aufgrund ihrer geringen Wasserausbeute ungeeignet.
  • Wasser von Bitumdächern nimmt häufig , gerade bei frisch verlegten Dächern, eine gelbliche Färbung an. Aus diesem Grund sollte das Wasser nicht zum Wäschwaschen benutzt werden. Gartenbwässerung und Toilettenspülung sind unproblematisch.

 

Bei der Zuleitung zum Speicher muß die DIN 1986 "Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke" beachtet werden.

Folgende Anforderungen sind dabei relevant:

  • Rohrverengungen vermeiden
  • Ausreichende Dimensionierung in der Regel DN 100
  • Möglichst kurze, geradlinige Rohrführung
  • Ausreichendes Gefälle von mindestens 2%, d.h. mindestens 2 cm Höhenunterschied für jeden Meter Rohrleitung.
  • Frostsicherheit - Im Erdreich verlegte Leitungen müssen - je nach örtlicher Frostfreigrenze - in frostsicherer Tiefe von ca. 60 bis 100 cm unter der Erdoberfläche und mit einer Mindestnennweite von DN 100 verlegt werden.

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