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Freizeitangebote für Heimwerker: Entspannen nach dem Werkeln

Auch der eifrigste Heimwerker verbringt selten seine gesamte Freizeit in der Werkstatt. Im Gegenteil, zwischen Wetterkapriolen, die einem einen Strich durch die Rechnung machen und chronischer Projekt-Unlust gibt es genügend Situationen, in denen auch Fleißige freiwillig oder notgedrungen die Hände in den Schoß legen. Dann besteht natürlich enorme Langeweile-Gefahr. Doch keine Sorge, rund um das Thema gibt es einige Freizeitaktivitäten, denen man sich widmen und dabei auch einiges für kommende Projekte mitnehmen kann. Wir stellen vier davon vor.

Punkt 1

1. Partizipieren in Foren

Warum sind seit dem Jahrtausendwechsel so viele Menschen zu Heimwerkern und Selbermachern geworden – Baumärkte gab es ja auch schon zuvor in rauen Mengen? Die Antwort: Es liegt zum allergrößten Teil an der Etablierung des Internets.

Denn das Internet brachte eine grenzenlose Kommunikation. Damals wie heute der häufig erste Kontaktpunkt für Menschen, die etwas bauen oder reparieren wollen, aber kein eigenes Wissen haben und auch nicht jemanden in ihrem Umfeld haben, der es besitzt und weitergeben kann. Autoschrauber hatten schon vor dem Internet ihre Clubs, Hobbyköche konnten aus einer schier endlosen Zahl an Rezeptbüchern schöpfen. Bloß Heimwerker waren in der Prä-Internet-Ära weitgehend auf sich allein und einige Bücher und Zeitschriften gestellt.

Bereits unser Forum ist ein perfektes Beispiel dafür, wie das Internet diese Situation veränderte. Denn erst Foren waren es, die die bislang für sich schraubenden und sägenden Heimwerker zu einer echten vernetzten Community machten. Aber: Diese Community lebt wie jede andere nur vom Mitmachen.

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Genau das ist auch das Stichwort, Mitmachen. Jeder Heimwerker, der zumindest rudimentäre Selbermacher-Erfahrungen besitzt, hat damit automatisch Wissen angesammelt, das er weitergeben kann – sowohl positive Erfahrungen wie negative; auch Fehler können helfen, wenn man sie an andere weiterkommuniziert und somit verhindert, dass diese sie ebenfalls begehen.

In Foren zu schreiben ist deshalb mehr als nur ein Zeitvertreib. Es ist auch ein wertvoller Dienst an der Heimwerkergemeinschaft, hilft Neulingen und macht einfach Spaß, weil man sich mit Gleichgesinnten austauscht. Unser Forum ist dabei eine mögliche Anlaufstelle, allerdings sei natürlich angemerkt, dass es in den Weiten des Netzes, ferner natürlich auch auf den sozialen Netzwerken genügend andere Zusammenschlüsse gibt, oft auch sehr themenspezifisch – etwa nur fürs Holzwerken.

Punkt 2

2. Messen besuchen

Die gigantische Selbermacherbranche steht nicht still. Im Gegenteil, zwischen Werkzeugen und Einrichtungen gibt es Jahr für Jahr neue Entwicklungen, neue Trends. Doch: Bis diese in die Geschäfte „durchsickern“, vergeht oftmals einiges an Zeit und mit manchem kommt man als Privatmensch auch nie in Kontakt.

An diesem Punkt rückt ein Freizeitangebot in den Fokus, das zu den hochdosiertesten Heimwerkervergnügen überhaupt gehört, Messen. Denn Messen sind immer Leistungsschauen. Hier zeigen Hersteller ausschließlich das neueste vom Neuen, und es gibt häufig so viel zu sehen, dass ein Tag nicht ausreicht. Hinzu kommen umfangreiche Rahmenprogramme, in Experten ihr Wissen weitergeben, in denen man zuschauen, testen, diskutieren kann.

Eine der wichtigsten Leistungsschauen, die auch für Privatleute geöffnet sind, ist die Bau!Messe!NRW! Sie findet 2020 Anfang Oktober in Dortmund statt und fokussiert sich auf alles im und ums Haus. Sie ist auch schon seit Längerem wegen ihres üppigen Rahmenprogramms kein Geheimtipp mehr unter Selbermachen.

  • Tipp 1: Bequeme Schuhe nicht vergessen. Bei so vielen Ausstellern spult man einige Kilometer in den Messehallen ab.
  • Tipp 2: Einen Rucksack mitbringen. Praktisch jeder Aussteller hat Giveaways, Kataloge und mehr im Repertoire. Die summieren sich schnell zu ziemlichen Mengen.

Punkt 3

3. YouTuber genießen

Heimwerken kann je nach Projekt ganz schön schweißtreibend sein, kann auch Muskelkater produzieren. Da ist es nur allzu verständlich, dass man sich manchmal einfach nur auf die Couch legen und berieseln lassen möchte.

Allerdings gibt es da ein kleines Problem: Es gibt allein über Satellit dreistellige Senderzahlen – nur deutschsprachige, wohlgemerkt. Doch so vielfältig die auch sind, so viele Spartenkanäle es gibt, das Selbermachen kommt darin eindeutig viel zu kurz, sieht man von den bekannten Umbau-Sendungen ab. Einfach mal zurücklehnen und zuschauen, wie jemand weitgehend unkommentiert Projekte fertigstellt? Ein im TV häufig unerfüllter Wunsch.

Das bringt uns zu YouTube. Das Videoportal ist nicht nur Heimat von Influencern und Filmtrailern. Im Gegenteil, es ist die global wichtigste Basis für Heimwerkervideos. Unzählige Channels gibt es, in denen nur gebaut, restauriert und neu erschaffen wird.

Einige der interessantesten Channels dabei sind:

  • Odd Tinkering – Restauration von Dingen zwischen Lampen und alten Spielekonsolen.
  • My Mechanics – Restauration vorzugsweise von alten Werkzeugen.
  • LADB Restoration – Restauration von ausschließlich alten landwirtschaftlichen Gerätschaften.
  • Die Frickelbude – Selbermachen und Renovieren für die vier Wände.
  • M1Molter – Alles zwischen Werkzeug, Reparatur und Selbermachen.

Dabei sind auch bei den nicht-deutschsprachigen Channels nur geringste Englischkenntnisse meist vollkommen ausreichend. Viele der DIY-YouTuber sprechen in ihren Clips sowieso nicht und ergänzen, wo notwendig, die Informationen durch eingeblendete Kommentare. Zudem hat das Portal auch noch die Möglichkeit, Untertitel einzublenden.

Ist natürlich besonders entspannend, wenn man es auf dem internetverbundenen Fernseher genießt, funktioniert aber auch bestens auf dem Handy.

"Wer von seinem Tag nicht zwei Drittel für sich selbst hat, ist ein Sklave."

Friedrich Nietzsche

Punkt 4

4. In Repair Cafés mitwirken

Diese Beschäftigung ist zwar nur etwas für Heimwerker, die eine gewisse Routine haben. Dann aber ist sie weit mehr, als nur ein schöner Zeitvertreib, nämlich auch ein echter Beitrag zum Umweltschutz.  

Vielleicht haben einige Leser schon mal den Begriff Repair Café gehört. Falls nicht: Das ist eine vor einigen Jahren ins Leben gerufene Nonprofit-Selbermacher-Initiative, die mittlerweile in sehr vielen Städten Räume eingerichtet hat. Der Sinn dahinter: Hierhin können Menschen kommen, die ein technisches Problem haben, das kein professioneller Handwerker lösen kann, weil das Gerät entweder zu alt ist, es keine Ersatzteile gibt, eine Reparatur schlichtweg zu teuer wäre oder der Betroffene selbst nicht die nötigen DIY-Skills besitzt.

Umfrage: Hast du handwerkliches Geschick?

Hast du handwerkliches Geschick?

Wie würdest du deine eigenen Do-It-Yourself-Fähigkeiten einschätzen?

 

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Im Repair Café treffen solche Menschen auf Leute, die helfen können – alles ehrenamtlich, kostenlos und auf Freiwilligkeit basierend. Dabei geht es hier explizit nicht darum, etwas Kaputtes abzugeben, auf dass es ein technischer Samariter repariert. Das Prinzip dieser Cafés ist viel mehr, Hilfestellung zur Selbsthilfe zu geben.

Doch naturgemäß lebt auch dieses Konzept vom Mitmachen. Und es braucht vor allem Menschen, die über handwerkliches Wissen verfügen. Oft sind es verrentete Handwerker, die ihr Profiwissen weiterreichen. Vielfach aber auch nur erfahrene Hobby-DIY’ler. Und natürlich ist das auch die Gelegenheit, Neulinge ans Selbermachen heranzuführen.

Punkt 5

Leserumfrage: Was machst du in deiner Freizeit?

Gehst du einer der aufgeführten Heimwerker-Freizeitaktivitäten nach?

 

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Kennst du eine weitere Freizeitaktivität für Heimwerker?

 

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