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Wenn die Sonne bis nach 22 Uhr noch über dem Horizont schwebt, ist es kein Kunststück, bis tief in die Nacht im Garten beisammen zu sitzen. Doch wenn die Tage wieder kürzer werden, sich die Kälte mit frösteligen Winden unter die Jacken schleicht, muss eine gemütliche Wärmequelle her. Erste Wahl für Gartenbesitzer sind hierfür Feuerschalen und Feuerkörbe. Wir nennen Vor- und Nachteile der beiden Feuerstätten und geben Tipps für eine gute Verbrennung. Oder möchten Sie nach jedem Feuerzauber einen Brandfleck auf dem Rasen haben?

Grundlegende Eigenschaften

feuerkorb

Der Feuerkorb

In der Antike wurden Feuerkörbe sogar zur Beheizung von Räumen verwendet. Auch als Beleuchtung an Straßen kamen sie zum Einsatz.

Der Feuerkorb ist durch das luftige Gittermuster eine sehr offene Feuerstelle. Durch die Gitterstäbe kann die Luft frei zum und um das Holz herum zirkulieren. Die Flammen können hierdurch bis zu zwei Meter hochschlagen, wenn man entsprechend viel trockenes Holz nachstopft. Solch Pyromanenangeberei ist gar nicht notwendig - auch eine normalhohe Flamme ist wunderschön zu betrachten.

Ein Feuerkorb verfügt immer über einen Ständer. Unter dem Ständer sollte sich eine Platte befinden aus Eisen befinden. Diese verhindert, dass Glut oder glimmende Stöcke auf die darunter liegende Fläche (Gras, Terrassenboden) gelangen. Es ist von Vorteil, wenn der Untergrund unbrennbar ist (Sand, Kies, Steinplatten...).

Feuerkörbe sind preisgünstig. Es gibt Modelle ab 15.- Euro.

 
 

feuerschale

Die Feuerschale

Die mobile Feuerschale kann ebenfalls auf eine lange Geschichte zurückblicken. Nomadisierende Völker benötigten leicht zu transportierende Feuerschalen, um bei der Rast das Essen zubereiten zu können und sich am Abend der Wärme zu erfreuen. Damals verwendete man aber eher Ton oder Keramik, dadurch hielt sich die Hitze länger in den Schalen.

Feuerschalen gibt es heutzutage in verschiedenen Materialien (Gusseisen, Edelstahl, Keramik, Stahl). Auch sie lassen sich sowohl im Garten, auf Wegen als auch auf einer Terrasse zum Einsatz bringen. Als Brennmaterial eignen sich vorzugsweise Holzscheite, die gut ausgetrocknet sind. Vom Preis her sind Feuerschalen etwas höher anzusetzen. Bei feuerschalen-shop.de haben wir Modelle von 30.- Euro bis 200.- Euro gefunden. Der mittlere Preis einer Feuerschale liegt ungefähr bei 70.- Euro.

Gemeinsame Vorteile

  • Gemütliches Gartenfeuer ohne großen Aufwand.
  • Sichere Verbrennungsstätte.
  • Mobiler Einsatz - beide sind schnell zusammengepackt und zum Transport bereit.

Vorteile des Feuerkorbes

  • Ein Feuerkorb ist in der Regel preisgünstiger als eine Feuerschale.

Vorteile der Feuerschale

  • Kann als Grill verwendet werden.
  • Verstreut weniger Funken, es kann nichts rechts und links herausfallen.

Ästhetik

Hier scheiden sich die Geister. Aber ein unrepräsentative Befragung im Bekanntenkreis ergab einen deutlichen Vorsprung für die Feuerschale. Das können Sie natürlich ganz anders sehen.

Tipps

Die Feuerkorb-Unterplatte auf vier Ziegelsteine positionieren. Das senkt den Schaden am Rasen drastisch. Achtung: Der Feuerkorb muss trotzdem kippsicher bleiben! Probieren Sie das unbedingt aus.

Sicherheitshinweise

  • Es muss bei Feuerschale und Feuerkorb immer mit Funkenflug gerechnet werden. Stellen Sie beide NICHT in der Nähe von Markisen, Bambus, Korb, Kork oder Textilien aufauf. Trockenes Holz sollte sich erst in ausreichendem Abstand finden.
  • Bei der Aufstellung auch den Höhenabstand von Holzdach, Holzträgern und Markisen prüfen.
  • Lassen Sie keine spielenden Kinder in die Nähe von Feuerkorb oder Schale.
  • Halten Sie eine Löschmöglichkeit parat. Dies kann ein voller Wassereimer, ein Feuerlöscher, ein mit Sand gefüllter Eimer, eine breite Aluschaufel und/oder eine Decke zum Ersticken des Feuers sein.
  • Lassen Sie die Feuerstelle nie unbeaufsichtigt.

Weiterlesen

Wer etwas Größeres im Sinn hat, schaue in unseren Beitrag zum Gartenofen. Dort finden sich viele weitere Alternativen für gemütliches Feuer im heimischen Garten.

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