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Smart Home in die Hauselektrik integrieren: Tipps und Tricks

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Smart Home: Eine kurze Definition

Unter dem Begriff Smart Home werden diverse technische Systeme zusammengefasst, die im Rahmen der Home Automation unterschiedliche Ziele verfolgen. Zentral gesteuert erhöhen sie die häusliche Sicherheit, verbessern die Energienutzung und intensivieren die Wohn- und Lebensqualität. Ergänzt wird das Smart Home durch die systematische Speicherung von Daten. Die Steuerung erfolgt zentral oder mithilfe von Apps. 

Hier im Beitrag finden Sie Tipps und Tricks zur Integration der smarten Technik in Ihr Haus.

 
 
 

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Die wichtigsten Tipps

Um eine funktionierendes Smart Home samt Home Automation zu gewährleisten, sollte bei der Einrichtung auf einige wichtige Punkte geachtet werden. Dazu zählt:

Einfach muss es sein!

Das Smart Home soll das Leben einfacher machen. Je einfacher sich die Geräte für die Home Automation steuern lassen, umso geringer ist der Serviceaufwand. Rollläden und Thermostate sollten nach der Integration ohne weitere Steuerungseingriffe automatisch funktionieren. Ähnliches gilt für IP Kameras. Und wenn manuell gesteuert werden muss, dann so einfach wie nur möglich.

So gut wie alle vernetzten Lösungen lassen sich per Smartphone oder Tablet PC steuern. Bei der Bereitstellung der Apps empfiehlt es sich auf breite Unterstützung zu setzen.

Apps sollten nicht nur für Android, sondern auch für das von Apple verwendete iOS verfügbar sein. Dann spielt es keine Rolle, ob die Steuerung per Smartphone / Tablet PC oder mittels iPhone / iPad erfolgt.

 

Modular und offen!

Ein sinnvolles System ist modular aufgebaut und folgt einem offenen Standard. Dadurch lassen sich unterschiedliche Module einfach und komplikationslos vernetzen. Nur was korrekt vernetzt ist, kann zur Home Automation beitragen.

Wird die Heizung über das System gesteuert, ist es sinnvoll, wenn offene Fenster per Sensor erkannt werden. Erweiterungen der Home Automation, etwa die spätere Integration von Bewegungsmeldern zur Beleuchtungssteuerung, ist bei einem modularen und offenen System problemlos möglich.

Im Internet finden sich viele Anbieter wie Steckplatz bei den das nötige Material für Smart Home und die Home Automation bestellt werden kann. Sogenannte Insellösungen sind zwar in der Regel deutlich günstiger, aber kaum erweiterbar. Zusätzliche Funktionen bedeuten in dem Fall zusätzliche Apps. Außerdem lassen sich die Geräte einzelner Insellösungen in der Regel nicht verbinden.

 

Verwaltungssoftware? "Open Source" bevorzugt!

Bei der Einrichtung bzw. Erweiterung eines Smart Home empfiehlt es sich Hardware zu verwenden, die zu Open Source Lösungen wie etwa OpenHAB kompatibel ist. Dieser offene Standard gewährleistet nicht nur eine einfache Verbindung der Geräte. Es steht mit openHAB2 auch eine Verwaltungssoftware zur Verfügung, die auf den unterschiedlichsten Geräten und Plattformen läuft. Neben iOS und Android kann die Software auf Raspberry Pi-Geräten und Netzwerkspeichersystemen (NAS) verschiedener Hersteller betrieben werden.

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Frühzeitig das Netzwerk planen - ob kabelgebunden oder per WLAN

Die Geräte innerhalb des Smart Home müssen kommunizieren können. Das tun sie entweder kabelgebunden in einem LAN oder drahtlos über WLAN. Da viele Geräte in einem solchen System bevorzugt oder ausschließlich drahtlos kommunizieren, muss vor allem die WLAN Struktur sorgfältig geplant werden.

Neben sicheren Verschlüsselungsmethoden und komplexen Passwörtern gilt es vor allem, die Position der Repeater vorausschauend zu planen. Ohne diese Verstärker ist ein durchgehendes WLAN kaum zu realisieren.

Wird eine kabelgebundene Lösung bevorzugt, müssen die Leitungen und Anschlüsse entsprechend geplant werden. Steckdosen oder Schalter mit integrierter Netzwerkbuchse bieten sich hierfür an. So kann unauffällig jeder Raum mit einem Netzwerkanschluss versorgt werden.

 

Das Internet und die "Cloud"

Die Werbeclips, in denen ein Haus von unterwegs gesteuert wird, kennt sicher jeder. Damit das funktioniert, muss das Smart Home System an das Internet angeschlossen sein. Die Verwaltungssoftware dazu befindet sich nicht selten in der Cloud.

So bequem es auch sein mag, von unterwegs aus die Kaffeemaschine einzuschalten - zu empfehlen ist diese Option nicht. Generell gilt:

Wo Internet oder Cloud draufsteht, da ist Gefahr drin.

Dabei geht es nicht nur darum, dass das Smart Home "gehackt" werden könnte. Oft befindet sich der Cloud-Server außerhalb Deutschlands oder der EU und unterliegt nur schwachen Datenschutzbestimmungen. Falls eine Cloud-Lösung dennoch bevorzugt wird, sollte man sich im Voraus ausreichend über die Server-Standorte und die Datenschutzbestimmungen informieren. 

In Zukunft sprachgesteuert?

Noch recht neu auf dem Markt sind Sprachsteuerungen, die sich in das smarte Zuhause integrieren lassen. Eine solche Sprachsteuerung dient nicht nur der Bequemlichkeit bei der Home Automation. Für Menschen die aufgrund einer Behinderung ihr smartes Zuhause nicht per Tablet oder Smartphone steuern können, stellen sie eine wichtige Alternative dar.

Noch sind aber nicht alle Sicherheitsfragen hinreichend beantwortet. Daher sollte man sich vorher genau überlegen, ob eine Sprachsteuerung gewollt und sinnvoll. Die Gefahr, dass die Geräte bei normalen Gesprächen durch die entsprechen Phrasen aktiviert werden besteht. Auch hier spielt wieder der Datenschutz eine wichtige Rolle.

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Fazit: Smart Home und Home Automation will geplant sein

Einmal eingerichtet bietet Smart Home viele Vorteile und Home Automation macht das Leben einfacher. Damit dies auch so ist, ist eine sorgfältige Planung wichtig. Die Frage ob WLAN oder kabelgebunden ist einer der ersten Schritte der Planung. Ist diese geklärt, geht es daran die entsprechenden Module zu planen und auszurichten. Open Source Lösungen sind vielseitig erweiterbar und können individuell konfiguriert werden. Insellösungen versprechen einen geringen Aufwand bei der Einrichtung können, jedoch nicht erweitert werden. Sprachassistenten versprechen viel Komfort, aber die Rolle des Datenschutzes sollte unbedingt beachtet werden.

Bezüglich Reparaturanfälligkeit und Reparierbarkeit der Smart-Home-Systeme gibt es momentan noch keine Erfahrungswerte.

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