Rhombusleisten als Fassade

Warum Rhombusleisten? Die elegante Lösung für Fassade & Co.

Rhombusformteile werden hauptsächlich als Außenverkleidung von Gebäuden verwendet. Sie werden so installiert, dass die Seite nach oben zeigt, welche die abgeschrägte ist. Damit wird eine gute Wasserableitung gewährleistet. Heutzutage kommen die formschönen Rhombusleisten an vielen Stellen zum Einsatz. Wir zeigen, warum das eine gute Sache ist.

Punkt 1

Was sind Rhombusleisten? 

Die Rhombusleiste stellt eine Holzplanke mit einer Parallelogramm-Form im Querschnitt dar. Im Gegensatz zum Namen bildet der Querschnitt normalerweise keinen echten Rhombus, bei dem es sich um ein Parallelogramm mit vier gleich langen Seiten handelt. 

  • Die Dicke der Streifen reicht üblicherweise von 20 mm bis 50 mm,
  • die Breite von 40 mm bis 140 mm. 
  • Die Neigung beträgt zwischen von fünf bis 45 Grad. In der Praxis wird öfters ein Winkel von 15 bis 20 Grad angewendet.

Holzarten, die für den Außenbereich geeignet sind (diese haben die Widerstandsklassen 1 bis 3), werden üblicherweise angewendet, um auf die Beschichtung mit Öl oder Glasur zu verzichten. Moderne Rhombusleisten haben oft den gleichen Querschnitt und bestehen aus glattem Weichholz mit einer Dicke von etwa 20 mm.

Warum Rhombusleisten?

Der Hauptvorteil der Rhombusleiste ist also ihre geneigte Form, so dass Schlagregen stets nach außen abläuft und nicht auf dem Holz steht.

Punkt 2

Welche Leistenart bietet welche Vorteile und Nachteile?

Rhombusleisten sind in verschiedenen Holzarten und -größen erhältlich, beispielsweise ist die einheimische oder sibirische Lärche, die rote Zeder oder Douglasie hier passend. Heimwerker können zwischen Leisten mit abgerundeten Kanten oder einem Profil mit scharfen Winkeln wählen. Abhängig vom Neigungsgrad, d. h. der Gradzahl, kann man eine undurchsichtige Auskleidung oder eine Fassade mit Sichtrillen entwerfen. Je kleiner der ausgewählte Winkel der abgeschrägten Leiste ist, desto tiefer wird die Leiste eingefügt. Es gibt dann weniger Sichtöffnung und die Belüftung ist weiterhin gewährleistet.

Hier sieht man solch eine prinzipielle Einbindung: 

Ob es sich um einen Rhombus oder eine Raute handelt, in beiden Fällen bedeutet dies das eine und dasselbe. Dies ist ein Holzstreifen mit einem rautenförmigen Profil und ist nicht nur die Idee eines kreativen Tischlers. Mit Rhombusleisten kombinieren wir viele Vorteile für verschiedene Zwecke. Rhombusleisten werden häufig für moderne Holzfassaden verwendet. Insbesondere bei horizontaler Installation bieten sie neben einem optischen Zugeffekt einen technischen Vorteil. Starker Regen fließt besser von abfallenden Oberflächen, und gefährliche Staunässe kann einfacher vermieden werden. Heimwerker können diese Holzleisten auch für den Carport oder Unterstand verwenden.

Punkt 3

Wie werden die Rhombusleisten montiert?

Rhombusleisten werden auf eine stabile Basis geschraubt. Wie bei vielen Holz-Gerüsten empfehlen wir dringend, die Befestigungslöcher vorzubohren. Auf diese Weise verringert sich die Spannung durch die Schrauben im Holz und Splitter und Risse können vermieden werden. Die Rhombusleisten werden gleichmäßig horizontal an der Basis befestigt, während der Abstand 1,5 cm nicht überschreiten sollte.

Die geneigte, schmalere Seite zeigt nach oben.

Zum Beispiel kann strömender Regen so wunderbar abfließen, dass sich nicht einmal Staunässe bilden kann.

Der Vorgang im Video am Beispiel eines Zaunes:

Wie werden die Rhombusleisten befestigt?

Erfahrene Handwerker verwenden zur Befestigung hochwertige V2A- oder V4A-Edelstahlholzschrauben. Einfache verzinkte Materialien reagieren mit einigen Holzbestandteilen. Dies kann zu unschönen Verfärbungen und dunklen Flecken auf dem Holz führen, die nicht mehr entfernt werden können. Dies gilt grundsätzlich für alle Gebäude, die mit rhombischen Streifen versehen oder ausgekleidet sind.

Alternativ gibt es folgende Befestigungsmöglichkeit:

Rhombusleisten werden normalerweise horizontal installiert. Wenn die Rhombusleisten waagrecht angebracht werden, fließt das Wasser schlechter als bei einer vertikalen Fassadenverkleidung. Das Holz steht im rechten Winkel zur Richtung, in die das Regenwasser abfließt, somit kann die Holzsubstanz die Nässe besser halten. Daher sollten konstruktive Maßnahmen zum Schutz des Holzes getroffen werden, um eine konstante Humidität in der Substanz zu vermeiden. Bleibt ständig Feuchtigkeit im Holz, wird es rasch beschädigt.

Punkt 4

Konstruktiver Holzschutz

Für Rhombusstreifen können folgende strukturelle Holzschutzmaßnahmen getroffen werden:

Der Mindestabstand zwischen den Leisten sollte 8 mm betragen, damit die Fassade immer gut belüftet ist und schnell trocknen kann. Wenn der Abstand geringer ist, kann aufgrund der Kapillarwirkung Wasser zwischen den Streifen der Raute verbleiben. Bei Ecken oder Fugen muss ein Mindestabstand von 8 mm zwischen den Enden der Rhombusleisten eingehalten werden, um sicherzustellen, dass das Ende schnell trocknet. Wenn der Abstand kürzer ist, wird das Wasser aufgrund der Kapillarwirkung im Spalt gehalten und kann nicht abfließen.

Punkt 5

Rhombusleisten als Fassadenverkleidungen

Rhombusleisten werden als Option für Fassadenverkleidungen immer beliebter. Es überrascht nicht, dass diese Streifen nicht nur stilvoll aussehen, sondern die Fassade auch vor Schmutz und atmosphärischen Einflüssen schützen. Um die Leisten anzubringen, benötigen Heimwerker ein wenig Geschick, aber mit den richtigen Werkzeugen sind sie auf der sicheren Seite. Eine optimal angepasste Unterkonstruktion ist für die Fassadenverkleidung wichtig.

Ein Beispiel für eine solche Fassade:

Punkt 6

Richtige Unterkonstruktion für Rhombusleisten

Die Tragstruktur ist für die Rhombusleisten erforderlich. Dies wird mit Gegenstreifen und einer Dachbahn erreicht. Zu Beginn wird die Größe der Aussparung vom Anschlag bis zur Mitte jedes Ständers gemessen. Das Ausmaß der Lücke wird auf die Leisten übertragen. Dann gibt es eine Vorbohrung. Diese Leiste dient als Maß für alle anderen. Erfahrene Handwerker berechnen die erforderliche Anzahl von Leisten und schneiden sie vorher ab.

Die Formel hierfür lautet:

Fassadenhöhe / (Rhombusleistenbreite + Installationsabstand) = Anzahl der Leisten

Bevor Sie die Leisten am Haus anbringen, können diese mit Holzschutzmitteln behandelt werden. Die einzelnen Rhombusleisten werden nun mit den entsprechenden Schrauben an den Schienen befestigt.

Punkt 7

Holzoptionen und Designarten

Hausbesitzer, die Holz verwenden, um ein Haus zu bauen oder eine Fassade zu gestalten, möchten ihre Außenfassade jahrzehntelang im einwandfreien Zustand sehen. Daher können nur bestimmte Holzarten und Oberflächenbehandlungen angewendet werden. Wenn das Holz beispielsweise nicht verarbeitet wird, weil die Hausbesitzer seine einzigartige Maserung genießen möchten, wählen sie eine wetterfeste Holzart. Besonders geeignet ist hierfür:

  • einheimische Lärche
  • Sibirische Lärche
  • rote Zeder
  • Douglasie

Online können Sie Rhombusleisten aus Lärchenholz kaufen. Sibirische Lärche hat eine bräunlich-rote Farbe und dünne Einschlüsse. Rote Zeder hat eine feine Maserung und ist in hellen und dunklen Tönen erhältlich. Es wird häufig für Fassaden verwendet. Alle vier Nadelbäume haben ebenso eine lange Lebensdauer. Kiefern- und Fichtenholzarten sollten jedoch mit Konservierungsglasur beschichtet werden – die Glasur verhindert auch eine Vergrauung.

Je nach Dicke der aufgetragenen Schicht sollte von Zeit zu Zeit die Schutzbeschichtung für Holz nachgestrichen werden. Übrigens schätzen viele Naturliebhaber den leicht grauen Holzton, weil er eine besonders natürliche Wirkung hat.

Lärche und Douglasie

Beide eignen sich gut für den Einsatz an Fassaden. Wenn dies jedoch ein Bereich ist, bei dem die Bewohner häufig mit der Haut oder Kleidung in Kontakt kommen – wenn dies beispielsweise eine Terrasse aus Holz ist, die die Bewohner begehen, hat Douglasie einen Vorteil gegenüber Lärche: Douglasienholz enthält weniger Harz als Lärchenholz. Auf lange Sicht kann der Kontakt mit dem Harz etwas störend sein.

Mehr zu den Holzarten

Ahorn

AhornBrinellhärte in N/mm2, circa-Werte: europäischer A. 27-30, kanadischer A. 35.

Ahorn, Berg-, Feld- und Spitzahorn

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): Bergahorn: 0,56, Spitzahorn: 0,59, Feldahorn: 0,68

Erscheinung: Alle Splintholzbäume, Bergahorn: Holz weiß bis gelblich, später nachdunkelnd, vereinzelnd dunkle Streifen und Flecken.
Spitzahorn dem Bergahorn sehr ähnlich, etwas dunkler, Feldahorn rötlichweiß bis hellbraun.

Eigenschaften: Bergahorn mäßig schwer, aber gleichmäßig dicht und fest, ziemlich elastisch, gut biegsam, gutes Stehvermögen. Spitz- und Feldahorn etwas schwerer, aber weniger biegsam und grobfaseriger.

Verwendung: Möbel, Furniere, Küchengeräte, Parkett/Diele, Musikinstrumente, Arbeitsplatten in der Küche.

Besonderheiten: Nicht witterungsbeständig, anfällig gegen Pilz-und Insektenbefall, Holz ist sehr gut zu bearbeiten, zu beizen und zu polieren.

 

 

Eiche

Eiche

Eiche ( Stiel-oder Sommereiche, Trauben-oder Wintereiche)

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 34-41

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,63

Erscheinung: Kernholzbaum, Splint gelblichweiß, schmal und unbrauchbar, Kern gelblichbraun bis rötlichbraun. Im Radialschnitt sind die Markstrahlen als große Spiegel sichtbar.

Eigenschaften: hart, sehr fest, elastisch, schwindet wenig, sehr gutes Stehvermögen.

Verwendung: Innen- und Außenarbeiten, Möbel, Parkett/Diele, Brücken- und Wasserbau.

Besonderheiten: Kernholz sehr dauerhaft, beständig gegen Pilz-und Insektenbefall, sehr gerbstoffhaltig, Holz verfärbt sich nach Berührung mit Eisen. Gut zu bearbeiten, gute Öberflächenbehandlung.

 

Buche (Rotbuche)

Buche

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 32-34

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,66

ErscheinungReifholzbaum, gelblichrot bis rötlichbraun, Markstrahlen gut sichtbar, im Radialschnitt als Spiegel, im Sehnenschnitt als feine Striche.

Eigenschaften: schwindet, reißt und arbeitet sehr stark, schwer, mittelhart, wenig elastisch, läßt sich gedämpft gut biegen.

Verwendung: Sitzmöbel, Treppen, Parkett/Diele, Sperrholz, Drechslerarbeiten, Maschinenbau, Küchenarbeitsplatten.

Besonderheiten: nicht witterungsfest, anfällig gegen Pilz- und Insektenbefall, läßt sich gut beizen und polieren.

 

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Brinellhärte

Mit dem so genannten Brinell-Verfahren wird die Härte eines Holzes bestimmt. Zu diesem Zweck wird eine 10 mm dicke Stahlkugel mit 500 N - das entspricht der Gewichtskraft von 50 kg - 15 Sekunden lang in das Holz gedrückt und 30 Sekunden festgehalten. Aus der Fläche des Eindrucks und der Druckkraft errechnet man mithilfe einer speziellen Formel die Brinellhärte. Ein höherer Wert entspricht einer höheren Härte.

Gemessen wird meist quer bzw. senkrecht zur Holzfaser, da die Parkettstäbe auch so verbaut werden. Bei Holzpflaster und Hirnholzboden werden die Klötze "stehend" verbaut. Die Druckfestigkeit in Faserrichtung ist höher als die Brinellhärte quer zur Faserrichtung.

Harthölzer weisen, wie der Name leicht andeutet, eine höhere Härte auf als weiche Nadelhölzer.

 

Esche

EscheBrinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 37-42

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,69

Erscheinung: Kernholzbaum, Splint breit und gelblichweiß, Kern erst bei älteren Bäumen sichtbar bräunlich abgesetzt, Faserverlauf oft wellig.

Eigenschaften: hart, schwer, zäh und biegsam, gute Stehvermögen, schwindet wenig.

Verwendung: Feines Möbel- und Furnierholz, Sportgeräte, Werkzeuge, Drechsler- und Bildhauerarbeiten.

Besonderheiten: gering witterungsfest, nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall, läßt sich gut bearbeiten und oberflächenbehandeln.

 

Kirsche

Kirsche

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: europäisch 29-31, amerikanisch (Black Cherry) 25

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,60

Erscheinung: Kernholzbaum, Splint rötlichweiß, Kern dunkler, oft grünstichig, stark nachdunkelnd, Jahresringe und Markstrahlen deutlich sichtbar. 

Eigenschaften: mäßig hart, mittelschwer, gutes Stehvermögen, schwindet wenig, elastisch, feinfaserig.

Verwendung: Möbelholz, Parkett, Furniere, Musikinstrumente.

Besonderheiten: wenig witterungsbeständig, anfällig gegen Pilz-und Insektenbefall, sehr gut zu bearbeiten, zu beizen und zu oberflächenbehanden.

 

Birke

BirkeBrinellhärte in N/mm2, circa-Wert: europäisch 22-27,  kanadisch (Yellow Birch) 34

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,62

Erscheinung: Splintholzbaum, Farbe gelblich bis rötlichweiß, Jahresringe sehr fein und schwer zu erkennen, im Längsschnitt unregelmäßiger, geflammter Faserverlauf, auffällige "Spiegel ".

Eigenschaften: mäßig schwer, relativ hart, zäh und ziemlich elastisch, gutes Stehvermögen, schwindet relativ wenig.

Verwendung: Möbel, Furniere, Tische und Stühle, Parkett/Diele, Drechsler- und Schnitzarbeiten.

Besonderheiten: nicht witterungsbeständig, nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall, sehr gut zu beizen und gute Oberflächenbehandlung möglich.

 

Kiefer

Kiefer

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 19-20

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,52

Erscheinung:  Kernholzbaum, Splint gelblichweiß, Kern ist dunkler und dunkelt stark nach. Spätholz gegen Frühholz deutlich abgegrenzt. Kleine Harzgänge erscheinen im Längsschnitt als feine Streifen.

Eigenschaften: mäßig hart, elastisch und sehr fest, mäßig leicht, gutes Stehvermögen, schwindet sehr wenig.

Verwendung:  Tischler- und Bautischlerarbeiten, Möbelholz, Fußböden, Sperrholz, Furniere.

Besonderheiten: Muß vor dem Beizen entharzt werden. Splintholz nicht beständig gegen Pilz-und Insektenbefall.Der Kern ist wesentlich beständiger.

 

Fichte

Fichte

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 12-15

Rohdichte (in g/cm³ bei 15% Holzfeuchte): 0,47

Erscheinung: Holz gelblichweiß bis bräunlich. Reifholzbaum, Kern unterscheidet sich farblich nicht vom Splint, ist jedoch glänzender. Wenige Harzgänge, die jedoch sehr harzreich sind.

Eigenschaften: mäßig leicht, weich bis mittelhart, elastisch und fest, arbeitet wenig, leicht zu bearbeiten, gut zu beizen, zu verleimen und zu imprägnieren.

Verwendung:  Tischler- und Bautischlerarbeiten, langsam gewachsenes Holz wird als Resonanzböden von Klavieren und Decken von Geigen benutzt, Industrieholz, z. B. für Kisten.

Besonderheiten: das Holz ist bedingt witterungsbeständig, nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall, Astquerschnitte in der Regel oval, vorhandene Harzgallen müssen ausgebohrt werden.

 

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