Grillspieße aus Fleisch und Gemüse

Grillen für Einsteiger – so gelingen Bratwurst und Steak

Sommerzeit ist Grillzeit. Wenn die Temperaturen im Lande wieder ansteigen, lässt sich das oftmals nicht nur auf der Haut fühlen, sondern auch riechen. Denn für viele wird es dann wieder Zeit, den Grill anzuwerfen und einen schönen Nachmittag mit Freunden, Bekannten und Verwandten auf der eigenen Terrasse oder auf dem Balkon zu genießen. Damit das auch kulinarisch zu einem Erfolg wird, sollten sich vor allem Einsteiger mit der Materie ein wenig auseinandersetzen.

Die besten Tipps zu den Grundlagen des Grillens gibt es hier. ► Kohle- Elektro- oder Gasgrill? Die jeweiligen Vor- und Nachteile ► Umgang mit Kohle & Briketts ► Direktes & indirektes Grillen ► Anfängerfehler ► Viele weitere Tipps zum Grillen mit Gas und Kohle

Punkt 1

1. Welches sind die besten Grilltypen?

Eine gute Ausstattung macht bereits einen großen Teil des Erfolgs hat. Der richtige Grill, wie dieser von Weber,  verhilft dem Braten zu einer schönen Kruste und dem Fleisch zu einem angenehm rauchigen Geschmack.

Neben Fleisch gibt es aber noch zahlreiche andere Lebensmittel wie etwa Fisch, Käse, Spargel, Gemüse, Brot und sogar Obst, die auf dem Grill zubereitet werden können – Grillen kann auch ein Hochgenuss für Vegetarierer sein.

Alle Grilltypen haben eines gemeinsam: Sie erzeugen unter der Grillfläche große Hitze. Die Temperatur ist bei jenen Grills, die mit Brennstoffen wie Holzkohle oder Gas betrieben werden, wesentlich höher als bei einem Elektrogrill.

Grundsätzlich wird zwischen drei Grilltypen unterschieden:

  • Holzkohlegrill
  • Gasgrill
  • Elektrogrill

Welcher davon der beste ist, hängt immer von den persönlichen Voraussetzungen ab. Denn jeder dieser Grilltypen hat unterschiedliche Vor- und Nachteile. Die entscheidende Frage dabei lautet:

Welcher Grill ist für mich der Richtige?

Punkt 2

2. Wie finden Sie den richtigen Grill für sich?

Um eine entsprechende Auswahl treffen zu können, ist es wichtig, die Vor- und Nachteile der einzelnen Grilltypen etwas näher zu betrachten:

2.1. Der Holzkohlegrill: Die einzige Wahl für Puristen

Für echte Puristen ist ein Grill ohne Kohle undenkbar. Denn der Rauch der Holzkohle verleiht dem Grillgut einen einzigartigen Geschmack, auf den viele bei ihrem Grillerlebnis einfach nicht verzichten möchten.

Deshalb erfreut sich der Holzkohlegrill in Deutschland auch nach wie vor sehr großer Beliebtheit. Ein Holzkohlegrill ist sehr simpel aufgebaut und darüber hinaus sehr günstig in Baumärkten, Supermärkten und manchmal sogar an Tankstellen erhältlich.

Die Bandbreite an Qualität ist allerdings enorm. Die Modellpalette reicht vom einfachen Grillrost mit Schale bis zu High-End-Modellen von Qualitätsanbietern mit einzigartigen Funktionen wie beispielsweise One-Touch-Reinigungssystem oder integrierte Deckelthermometer zur optimalen Kontrolle der Temperatur.

Befeuert wird der Grill entweder mit Holzkohle oder mit Grillbriketts.

Die Briketts benötigen ein wenig länger, um auf Temperatur zu kommen und werden auch nicht so heiß, wie die Kohle. Dafür ist die Wärme gleichmäßiger und sie halten etwas länger durch.

2.2. Tipps zum Grillen mit Kohle und Briketts

Der Umgang mit der Holzkohle bzw. den Briketts erfordert am Anfang ein wenig Übung. Bevor die ersten Würstchen auf den Grillrost kommen, sollte die Holzkohle gut durchgeglüht sein. Dabei ist Geduld gefragt, denn das dauert rund 20 bis 30 Minuten, gute Luftzufuhr (bei Bedarf: wedeln!) voraugesetzt.

Bei Briketts sollte etwa die doppelte Zeit eingeplant werden.

Anzündkamin

anzuendkamin 600

Ein gutes Hilfsmittel, um die Kohle zum Glühen zu bringen, ist ein Anzündkamin. Dabei handelt es sich um einen Behälter aus verzinktem Metall mit Luftlöchern, mit dem die Briketts oder die Kohle zügig einsatzbereit für den Grill gemacht werden können. Damit das noch besser funktioniert, sollten Anzündwürfel gleichmäßig verteilt werden.

2.3. Der Gasgrill: Schnell einsatzbereit und einfach zu bedienen

Gasgrills sind in den letzten Jahren stark auf dem Vormarsch. Das liegt vor allem am hohen Bedienungskomfort der Geräte. Die Entzündung erfolgt mittels Piezo-Zündung per Knopfdruck oder alternativ mit einem Streichholz.

Ein großer Vorteil von Gasgrills ist, dass diese zumeist mehrere Brenner haben, die sich unabhängig voneinander regeln lassen. Somit können auf der Grillfläche unterschiedliche Temperaturzonen für verschiedenes Grillgut hergestellt werden.

Grundsätzlich startet die Hitzeentwicklung beim Gasgrill sofort, dennoch ist es wichtig, ihn ein paar Minuten vorzuheizen, bevor es ans Grillen der Würstchen und Steaks geht.

Hochwertige Modelle ermöglichen die Selbstreinigung durch Pyrolyse. Dabei wird die Temperatur auf über 300 Grad Celsius erhöht und die Schmutzpartikel zersetzen sich einfach. Das ist nicht nur effektiv, sondern auch sehr schonend für die Grillfläche.

Das Handling mit den Gasflaschen ist jedoch ein wenig umständlich und erfordert auch Disziplin und Vorsicht. In unseren Breitengraden kommt für den Gasgrill zumeist Propangas zum Einsatz, weil dieses im Unterschied zu Butangas ganzjährig zum Grillen verwendet werden kann. Die Gasflaschen dürfen keinesfalls unter Erdgleiche (also beispielsweise im Keller) gelagert werden. Idealerweise werden sie im Freien unter einem kleinen Wetterschutz aufbewahrt.

2.4. Der Elektrogrill: Sicher und platzsparend

Ein Elektrogrill kommt ohne Brennstoff wie Kohle oder Gas aus, benötigt dafür jedoch Strom. Das ist auf der eigenen Terrasse oder am Balkon grundsätzlich kein Problem, bei Ausflügen in die Natur ist hingegen nicht immer eine Steckdose in der Nähe.

Im Vergleich mit den anderen Grilltypen ist der Elektrogrill sicher am einfachsten in der Bedienung. Die genaue Temperatur lässt sich mit einem entsprechenden Regler einstellen. Viele Modelle haben unter dem Grillrost eine Wasserschale, in die das Fett abtropft. Dadurch ist auch der Aufwand für die Reinigung minimal.

Nicht nur im eigenen Garten, sondern auch auf dem Balkon lässt es sich herrlich entspannen und das Grillgut genießen, wenn der Balkon als Wohlfühloase gestaltet ist. Vor allem auf kleinen Balkonen sind dann die Elektrogrills sehr beliebt, weil sie nicht viel Platz benötigen. Es gibt sogar Modelle ohne Standfüße, die direkt auf den Esstisch gestellt werden können.

Viele Vorteile also, demgegenüber steht jedoch, dass das „echte“ Grillerlebnis dabei für viele auf der Strecke bleibt. Auf den rauchigen Geschmack wie bei Holzkohle müssen die Gäste jedenfalls bei diesem Grilltyp verzichten.

Punkt 3

3. Direktes und indirektes Grillen

Auf einer Grillfläche sind die Temperaturen in der Regel nie überall gleich. Beispielsweise bei Holzkohlegrills ist die Temperatur direkt über der Glut am höchsten. Abseits davon lässt sie jedoch nach. Jenes Grillgut, das direkt an den heißen Stellen liegt, wird direkt gegrillt, in den milderen Temperaturzonen wird hingegen indirekt gegrillt.

  • Das direkte Grillen ist perfekt dafür geeignet, um Fleisch stark anzubraten und den Stückchen eine schöne Kruste zu verleihen. Das Muster brennt sich dabei in das Grillgut ein. Experten sprechen hier vom sogenannten Branding. Direktes Grillen ist vor allem für dünnes Grillgut wie etwa Steaks, Hähnchenbrust oder Fischfilets geeignet.
  • Beim indirekten Grillen liegt das Grillgut in einer gemäßigten Temperaturzone auf dem Rost und wird durch das langsame Garen besonders schonend zubereitet. Dafür ist allerdings auch ein wenig Geduld erforderlich. Am besten für diese Methode eignen sich Grills mit einem Deckel. Denn dadurch wird das Grillgut von allen Seiten gegart. Diese Methode ist besonders für dicke Fleischstücke oder Schweinerippen geeignet.

Punkt 4

4. Die besten Rezepte neben den Klassikern wie Würstchen und Kotelett

Es gibt so viele geniale Grillrezepte mit Fleisch, Fisch oder Gemüse. Warum also seine Gäste und sich selbst immer nur mit Würstchen und Steaks langweilen?

Wie wäre es beispielsweise zur Abwechslung einmal mit

  • Spareribs vom Grill,
  • Speckmedaillons oder
  • Feta mit Tomaten?

Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig und das Internet ist eine schier unendliche Inspirationsquelle für neue und leckere Rezepte.

Zu einem gelungen Grillerlebnis gehören aber auch die richtigen Beilagen. Besonders beliebt zu Fleisch, Fisch und Gemüse vom Grill sind Salate, die sich in Windeseile zubereiten lassen. Einen guten Kontrast bildet beispielsweise ein erfrischender Schafkäsesalat mit Gurken, Tomaten, Oliven und ein wenig Petersilie.

Punkt 5

5. Die größten Anfängerfehler vermeiden

  • Wer noch nicht oft gegrillt hat, dem fehlt zumeist das Gefühl dafür, ob das Fleisch im Inneren schon durch ist. Was spricht also dagegen, regelmäßig eine Stichprobe mit der Grillgabel durchzuführen? Viel! Denn dadurch entstehen Löcher im Fleisch, durch die der Saft entweicht. Das ist der Grund, warum das zarte Filet dann so schmeckt wie die Sohle der ausgetretenen Latschen von Onkel Klaus. Besser ist es, ein Grillthermometer zu verwenden oder einen Drucktest durchzuführen. Doch wie sollte sich das Fleisch anfühlen? Ganz einfach: Lege den Daumen und den kleinen Finger aneinander und drückedann auf den Handballen unter dem Daumen: dieser fühlt sich jetzt genauso fest an, wie ein gut durchgegartes Fleischstück.
  • Viele Anfänger beginnen schon sehr früh mit den Vorbereitungen und salzen das Fleisch bereits ein oder zwei Tage vor dem Grillen. Doch das Salz entzieht dem Fleisch die Feuchtigkeit. Je früher also gesalzen wird, desto mehr Feuchtigkeit geht verloren.
  • Für eine süße Note auf dem Fleisch werden für die Marinaden oft Zutaten wie Honig und Zucker verwendet. Doch sobald diese auf dem Grill karamellisieren, entwickeln sie eine bittere Geschmacksnote. Deshalb ist es ratsam, das Grillgut erst nach dem Grillen zu marinieren.
  • Nach der Zubereitung sollte das Fleisch nicht sofort auf die Teller der Gäste wandern. Es benötigt ein wenig Zeit, bis sich der Saft im Fleisch wieder gleichmäßig verteilt. Erst dann ist es wieder gleichmäßig saftig und zart. Aber nicht zu lange warten - denn dann wird das Fleisch kalt.

Punkt 6

6. Bei allem Spaß auch immer an die Sicherheit denken

Die größte Gefahr beim Grillen sind die hohen Temperaturen. Deshalb ist es wichtig, an die Kinder und Haustiere zu denken und nach Möglichkeiten zu suchen, diese vom Grill fernzuhalten.

Bevor mit dem Grillen begonnen wird, ist es wichtig, die Standfestigkeit des Grills zu überprüfen. Die Wiese ist in der Regel kein geeigneter Untergrund. Der Stand muss jedenfalls so fest sein, dass der Grill nicht umfallen kann.

In weiterer Folge ist es aber auch wichtig, an sich selbst zu denken. Gegen Verbrennungen helfen am besten gute Grillhandschuhe und ein qualitativ hochwertiges Grillbesteck. Die Griffe sollten dabei entsprechend hitzeisoliert sein.

Auf den Einsatz von Brandbeschleunigern wie Spiritus sollte nach Möglichkeit verzichtet werden. Das gilt nicht nur für den Grill, sondern auch für den Grillmeister. Denn im alkoholisierten Zustand nimmt der Leichtsinn schnell zu.

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Punkt 7

7. Weitere Tipps im Video

7.1. Spitzen-Tipps für Grill-Anfänger im Plauderton vermittelt

Länge: 18 Minuten

7.2. 8 Tipps für Gasgriller, die jeder kennen sollte

Länge: 12 Minuten

Punkt 8

8. Weiterlesen

Wie Grill entsorgen?

Wie Grill entsorgen?

RalfMayer fragt:

Guten Abend alle miteinander :)
Ich hab eine eher außergewöhnliche Frage in die Runde. Seit Längerem steht schon ein ausgedienter Holzkohlegrill (so ein kleiner runder für 15 Euro) in meiner Garage. Den wollte ich schon länger mal loswerden, bin aber noch nicht dazu gekommen ...

Der gute alte Holzkohlegrill ist zwar noch funktionstüchtig, aber nicht mehr sehr ansehnlich, weil er durch die jahrelange Nutzung inzwischen verrostet ist. Gebe zu, dass ich ihn auch aufgrund seines kleinen Preises nicht sehr pfleglich behandelt habe. Was stellt man in so einem Falle an?

Kann man den Holzkohlegrill bei eBay versteigern? Falls die Grill-Entsorgung unumgänglich ist, wohin schaffe ich das gute Stück? Ist das Hausmüll, Sondermüll oder Sperrmüll? Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.

Die Antworten lauten wie folgt:

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