Haustür mit Fingerprint

Haustür mit Fingerprint: Vor- und Nachteile

Die Zeiten, in denen die Haustür lediglich mit einem Schlüssel vor unberechtigtem Zutritt geschützt werden konnte, sind schon lange vorbei. In den letzten Jahren entwickelten sich unterschiedliche Systeme als Alternative zu dem Jahrhunderte alten System. Eines davon ist beispielsweise die Fingerprint-Haustür. Wir zeigen Vor- und Nachteile des Systems auf. Beim Kauf sollten Sie auf die folgenden Punkte achten.

Eine kurze Frage vorab:

Vertraust du der Fingerprint-Technik?

Öffnen per Fingerprint ist komfortabel: nie mehr den Schlüssel vergessen. Aber ist es auch sicher?

 

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Die bisherigen Stimmen:

Ich bin noch unschlüssig. 33 Stimmen
Ja, die modernen Fingerprint-Systeme sind schnell und sicher. 19 Stimmen
Nein, ich habe Angst, dass die Tür zu leicht geknackt werden kann. 18 Stimmen

Punkt 1

1. Wie funktioniert eine Fingerprint-Haustür?

Was ist eine Fingerprint-Haustür? Bei den Fingerprint-Haustüren handelt es sich um eine Entwicklung, die im Zuge der Smart-Home-Bewegung entstand. Die Idee dahinter war, nicht nur die Steuerung der Bereiche im Haus zu vereinfachen, sondern bereits den Zutritt.

Neben elektronischen Türschlössern, die sich mittels App, Zahlencode, Zugangskarte oder Transponder öffnen lassen, können die Fingerprint-Haustüren dem Namen entsprechend mit dem eigenen Fingerabdruck entriegelt werden.

In den meisten Fällen funktioniert das durch eine Nachrüstung der aktuellen Haustür. Dafür sind unterschiedliche Systeme im Umlauf, bei denen das vorhandene Schloss einfach durch eine elektronische Variante ersetzt wird. Viele Systeme bieten eine Vielzahl unterschiedlicher Zugangsmöglichkeiten und lassen sich mit einer entsprechenden App über den Home-PC oder das Smartphone programmieren. Aktuelle Angebote zum Nachrüsten:



Es gibt jedoch auch Systeme, die sich auf die Kernfunktion konzentrieren und direkt an der Tür ohne eine zusätzliche App konfiguriert werden können. Ob man sich für die puristische oder die multifunktionelle Lösung entscheidet, ist letztendlich Geschmackssache und abhängig von den persönlichen Anforderungen im Hinblick auf die Sicherheit und den Bedienungskomfort der Türe.  

Es gibt auch bereits die ersten Anbieter wie Pirnar, die entsprechende Haustüren mit einem eingebauten Fingerscanner verkaufen. Der Vorteil dabei ist, dass diese Komplettsysteme natürlich wesentlich ästhetischer im Design sind als die nachgerüsteten Varianten. Selbstverständlich ist das aber auch mit höheren Kosten verbunden.

Bei einem Neubau empfiehlt sich wohl eher die Anschaffung des Komplettsystems, während bei einer vorhandenen Türe das Pendel eher in Richtung Nachrüstung ausschlägt.

Promo-Video: Haustür per Fingerabdruck öffnen

Länge: 25 Sekunden

Punkt 2

2. Welche Vorteile bietet eine Fingerprint-Haustüre?

Eine Fingerprint-Haustüre weist im Vergleich zu einer herkömmlichen Türe, die mit einem Schlüssel geöffnet wird, aber auch gegenüber anderen „modernen“ Sicherheitssystemen gleich mehrere Vorteile auf.

  • Einer der wichtigsten Vorteile ist der hohe Komfort, den die Türe beim Öffnen durch den Fingerabdruck bietet. Das lästige Kramen nach dem Schlüssel entfällt.
  • Darüber hinaus ist es auch nicht erforderlich, sich zusätzlich zu den vielen anderen Passwörtern und Zugangscodes, mit denen Menschen im digitalen Zeitalter ohnehin schon ständig konfrontiert sind, nun noch eine Zahlenkombination zu merken, damit man ins eigene Zuhause gelangt.
  • Die Fingerentriegelung ist für viele Menschen bereits eine bekannte und gewohnte Tätigkeit, die sie auch zur Entsicherung ihres Smartphones oder Tablets täglich mehrmals einsetzen. Es ist also nicht erforderlich, etwas grundlegend Neues zu Erlernen.
  • Haustür mit Fingerprint – wie sicher ist so ein System? Je nachdem, welches Gerät dabei zum Einsatz kommt, weisen Fingerprint-Haustüren in der Regel einen hohen Grad an Sicherheit auf. Moderne Geräte können schnell erkennen, ob es sich bei dem Abdruck um einen echten Finger oder um eine Attrappe handelt. Deshalb besteht nach derzeitigem Kenntnisstand kein Grund zur Sorge vor findigen Einbrechern und Hackern.

Der Fingerprint gilt sogar als die sicherste von allen modernen Öffnungsvarianten.

  • Die meisten Modelle können sehr einfach nachgerüstet werden. Um die Systeme entsprechend umzurüsten, sind keine komplizierten Montageanleitungen erforderlich. Mit etwas Geschick kann der Einbau auch selbst vorgenommen werden.

Das größte Problem bei den alten Schlüssel-Systemen ist, dass die Schlüssel verlorengehen können. In den meisten Fällen ist jedoch nicht ausfindig zu machen, wo sich der Schlüssel befindet und nur selten tauchen sie wieder auf oder werden am Fundamt abgegeben. Betroffene haben in solch einer Situation nur zwei Möglichkeiten: Sie leben mit einem etwas mulmigen Gefühl, weil ein Fremder mit schlechten Absichten im Besitz des Schlüssels sein könnte oder sie investieren viel Geld und tauschen das komplette Schloss aus. Gerade bei Sicherheitsschlössern kann das hohe Kosten verursachen.

  • Bei der Fingerprint-Haustüre können weder Schlüssel noch Zugangskarte abhandenkommen. Und wer seinen Finger verliert, hat in der Regel größere Probleme als die Umrüstung des Zugangssystems. Doch selbst in solchen Fällen kann die Anlage einfach umprogrammiert und der Abdruck eines anderen Fingers für die Öffnung gespeichert werden.
  • Die gleiche Situation entsteht auch dann, wenn Beziehungen nicht friedlich enden, der Ex-Partner sich jedoch weigert, seinen Schlüssel für die ehemalige Wohnung herauszurücken. Auch hier musste in der Vergangenheit das komplette Schloss getauscht werden, um wieder ruhig schlafen zu können. Mit einer Fingerprint-Haustüre kann die entsprechende Zugangsberechtigung hingegen innerhalb weniger Sekunden entzogen werden.

Punkt 3

3. Haben Fingerprint-Haustüren auch Nachteile?

Wo Licht ist, ist in den meisten Fällen auch Schatten. Hier bilden die Fingerprint-Haustüren keine Ausnahme.

  • Vor allem, wenn kleine Kinder im Haushalt wohnen, ist dieses Öffnungssystem eher ungeeignet. Da die Finger noch wachsen, verändert sich auch ständig der Fingerabdruck. Es ist also in regelmäßigen Abständen erforderlich, die Zugangsberechtigungen der Kinder zu aktualisieren.
  • Die Nachrüstlösungen funktionieren in den meisten Fällen mit Batteriebetrieb. Wenn die Batterien leer sind, können die Türen auch nicht geöffnet werden. Erst nach einem Austausch der Batterien funktioniert das System wieder. Nur dumm, wenn das genau außerhalb der Geschäftszeiten geschieht und auch der freundliche Nachbar keine passenden Batterien auf Lager hat.
  • Diese Probleme bestehen bei Unterputz-Lösungen nicht, da die Fingerprint-Haustüre hier ins Stromnetz integriert wird. Dafür ist in solchen Fällen die ordentliche Installation durch einen Experten erforderlich. Damit verbunden entsteht ein hoher Kostenaufwand.
  • Wie alle elektrischen Systeme kann es auch bei den Fingerprint-Haustüren zu Störungen im Betrieb kommen. In diesen Fällen ist es von Vorteil, wenn sich das System mit einem Notschlüssel mechanisch öffnen lässt. Einige Nachrüstsets bieten diese Möglichkeit. Zu berücksichtigen ist dabei jedoch auch, dass dadurch wieder ein Teil der Sicherheit des Systems verlorengeht.

Punkt 4

4. Besteht mit einer Fingerprint-Haustüre Versicherungsschutz?

Viele Hausbesitzer schrecken vor dem Einbau einer Fingerprint-Haustüre zurück, weil sie Angst davor haben, dass sich die Haushaltsversicherung bei einem Einbruch deshalb schadlos hält.

Grundsätzlich besteht aber auch mit einer Fingerprint-Haustüre Versicherungsschutz. Durch den erschwerten Zugang würde es sich für Versicherungen sogar empfehlen, die Kosten für den Einbau zu fördern, doch bisher konnte sich noch keine Versicherungsgesellschaft in Deutschland zu diesem Schritt entschließen.

Eine Meldepflicht an die Versicherung gibt es beim Einbau nicht. Um Missverständnisse im Schadensfall zu vermeiden, empfiehlt es sich jedoch, die Versicherung von dem Einbau zu informieren und sich den Versicherungsschutz auch noch einmal schriftlich bestätigen zu lassen.

Punkt 5

5. Weitere Aspekte bei der Wahl der Haustür

Welche Haustür ist die Richtige?

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Welche Haustür ist die Richtige? Tipps von Material bis Lebensdauer

Die Eingangstür eines Hauses ist ihre Visitenkarte. Damit stellt sie eine langfristige Investition dar. Als wesentlicher Bestandteil des eigenen Zuhauses hat sie nicht nur funktionale Aufgaben zu erfüllen. Deshalb gilt es, sich bereits vorab darüber Gedanken zu machen, welche Haustür die Richtige ist.

Punkt 6

6. Mehr zu Smart-Home-Technik

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Smart Home Systeme wollen uns auf vielfältige Weise unser häusliches Leben erleichtern. Im Rahmen von Automatisierung und/oder Bedienungserleichterung konkurrieren mehrere Systeme um die Gunst des Bauherren. Welches davon passt zu mir?

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Smart Home: Eine kurze Definition

Unter dem Begriff Smart Home werden diverse technische Systeme zusammengefasst, die im Rahmen der Home Automation unterschiedliche Ziele verfolgen. Zentral gesteuert erhöhen sie die häusliche Sicherheit, verbessern die Energienutzung und intensivieren die Wohn- und Lebensqualität. Ergänzt wird das Smart Home durch die systematische Speicherung von Daten. Die Steuerung erfolgt zentral oder mithilfe von Apps. 

Hier im Beitrag finden Sie Tipps und Tricks zur Integration der smarten Technik in Ihr Haus.

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