Kakerlake auf Stein

Kakerlaken bekämpfen in der Wohnung – so werden Sie das Ungeziefer wieder los

Kakerlaken sind für die meisten Menschen ein wahrer Albtraum. Viele empfinden die kleinen Krabbeltiere als ekelerregend und bekommen einen riesen Schreck, wenn das Ungeziefer in der Wohnung rumkrabbelt. 

Die Schadinsekten halten sich besonders gerne in der Küche auf, da sie hier auf Nahrungsreste zurückgreifen können, weshalb sie umgangssprachlich auch als Küchenschaben bezeichnet werden. Die Angst vor Kakerlakenbefall ist leider auch nicht ganz unbegründet. Denn es besteht die Gefahr, dass sie Krankheitserreger in sich tragen, die auch auf Menschen übertragbar sind.

Alle wichtigen Infos rund um das ungewollte Ungeziefer sowie Tipps, wie Sie die kleinen Besucher wieder loswerden können, erhalten Sie in diesem Artikel. ► Welche Arten gibt es? ► Unterschied zwischen Kakerlaken und Waldschaben ► Wie kommen die Tiere in Wohnungen? ► Sind sie gefährlich? ► Erkennungszeichen eines Kakerlakenbefalls ► Was hilft?

Punkt 1

1. Welche Arten gibt es?

Kakerlaken sind vielfältig. So gibt es um die 100 verschiedenen Arten, die ursprünglich aus wärmeren Regionen abstammen. In Deutschland hat sich die sogenannte Deutsche oder Gemeine Küchenschabe (Blattella germanica, siehe Bild oben), die Amerikanische Schabe (Periplaneta americana) sowie die Orientalische Schabe (Blatta orientalis) verbreitet.

Kakerlaken haben zwar Flügel, fliegen können sie aber zum Glück nicht. 

1.1. Wie unterscheide ich Kakerlaken von Waldschaben?

waldschabe Ectobious Sylvestris 1000Waldschabe Ectobious Sylvestris | Kevin Benjamin Proß, Public domain, via Wikimedia Commons | es gibt viele weitere Arten von Waldschaben

Übrigens: Handelt es sich bei den ungebetenen Besuchern um Waldschaben, ist das weniger schlimm. Denn diese hat kein Interesse an unseren Nahrungsmitteln und überlebt auch nicht lange. Doch wie unterscheide ich diese von der Kakerlake?

Die meisten, denen schon einmal eine Kakerlake begegnet ist, kennen das Bild: Man muss nachts nur kurz auf Toilette, knipst das Licht an und da ist sie: die schnell davon krabbelnde Kakerlake. Genau das ist auch ihr Erkennungsmerkmal: Sie krabbeln sofort davon und verstecken sich blitzschnell in einer dunklen Ecke oder unter dem Schrank. Denn die Tiere sind nachtaktiv und somit lichtscheu.

Die Waldschabe sieht ihr zwar zum Verwechseln ähnlich und hat mit circa 1,5 Zentimeter dieselbe Größe. Dennoch unterscheidet sie eine Kleinigkeit:

Beide Arten haben ein transparentes Schild um den Hals, allerdings hat nur die Kakerlake darauf zwei Streifen.

Außerdem ist die Waldschabe nicht nur nachtaktiv, sondern krabbelt gerne auch tagsüber umher.

1.2. Hausmittel gegen die Waldschabe

Um die harmlose Waldschabe aus der Wohnung zu beseitigen, können Sie diese einfach mit Hilfe eines Glases einfangen und aussetzen. Oder Sie zeigen etwas Geduld und warten, bis sich der kleine Besucher nach ein paar Tagen auf Grund von Nahrungs- und Flüssigkeitsmangel von alleine verzieht.

Punkt 2

2. Wie schaffen es die Tiere in die Wohnung?

Viele verbinden Kakerlakenbefall mit mangelnder Hygiene. Das ist jedoch ein Mythos. Die Schaben kommen häufig im Urlaubsgepäck mit nach Hause oder verstecken sich in Lebensmittelpackungen.

Haben sie sich erstmal im Haus eingenistet, ernähren sie sich vor allem von Lebensmittel- und Essensresten, weshalb sie zu den sogenannten Vorratsschädlingen gehören. Wohnungen und Häuser bieten quasi die perfekten Lebensumstände für Schaben, da sie Temperaturen um 20 Grad bevorzugen und sie auch mal länger auf Nahrung verzichten können.

Wenn Sie einen Befall feststellen, handeln Sie möglichst schnell.

Denn haben sich die Kakerlaken erstmal langfristig eingenistet wird ihre Bekämpfung immer schwieriger.

2.1. Sind Kakerlaken gefährlich?

Kakerlaken stellen definitiv ein Gesundheitsrisiko dar, denn die Schädlinge können Schimmelsporen oder Salmonellen übertragen. Das stellt ein Infektionsrisiko für Magen-Darm-Erkrankungen dar. Außerdem tendieren die Ausscheidungen der Tiere dazu, die belagerten Lebensmittel ungenießbar zu machen und schlimmstenfalls Allergien auszulösen.

Auch gefährliche Krankheiten wie Tuberkulose, Ruhr, Cholera, Hepatitis B oder Typhus wurden bereits durch Kakerlakenbefall ausgelöst.

Punkt 3

3. Erkennungszeichen von Kakerlakenbefall

Die kleinen Tiere können sich vor allem am Anfang des Befalls noch gekonnt verstecken, sodass sie möglicherweise gar nicht erst auffallen. Außerdem sind sie nachtaktiv und bevorzugen feuchte, dunkle und warme Orte.

Ihre Lieblingsverstecke sind Ritzen, Spalten im Mauerwerk oder Fußboden und hinter Fußleisten.

Folgende Anzeichen sind typisch für die unbeliebten Schädlinge:

  • Kotreste, die aussehen wie Kaffeekrümel und circa einen Millimeter lang sind. Oft verlaufen Kotpünktchen an Wänden oder ähnlichen Flächen in einer Spur.
  • Ein süßlicher und schlecht riechender Geruch, der vor allem bei starken Befall auftritt. Dieser Duftstoff dient übrigens als Kommunikationsmittel in größeren Populationen.
  • Häutungsreste, die insbesondere in den Entwicklungsstadien in der Nähe von Nestern auffindbar sind.
  • Spuren, die an Lebensmitteln hinterlassen werden.
  • In der Nähe von ihrem Unterschlupf legen Kakerlaken Eipäckchen ab, die ungefähr die Größe einer halben Kaffeebohne haben.

Punkt 4

4. Was sollten Sie tun?

Viele Schädlingsgifte wirken nicht mehr gegen spezielle Kakerlaken-Arten. Beispielsweise helfen bei der in Deutschland auftretenden Blattella germanica oft nur noch Fallen mit Klebestreifen oder mechanischen Schädlingsfallen.

Hier empfiehlt sich das Kontaktieren eines Kammerjägers. Beispielsweise bietet der Kammerjäger Stuttgart eine fachliche Analyse, was am besten zur Bekämpfung hilft. So können auch gezielte Giftköder ausgelegt werden, die jedoch nicht ihre Gesundheit gefährden.

Beitrag: Kammerjäger – was macht er?

Kammerjäger – was macht er?

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Schädlingsbekämpfung durch Kammerjäger – was macht er genau?

Dienstleister, die Schädlinge aus geschlossenen Räumen vertreiben, werden Kammerjäger genannt. Heute firmieren sie meist unter der Bezeichnung Schädlingsbekämpfer. Anderswo werden auch noch die Begriffe Entweser (früher), Exterminator oder auch Desinfektor (Schweiz) verwendet.

Was macht ein Kammerjäger genau? Unter Zuhilfenahme von Insektiziden, Rodentiziden, Akariziden oder Larviziden vertreiben Kammerjäger Schaben, Flöhe, Zecken, Milben, Mäuse oder Ratten. Manchmal werden auch natürliche Feinde der lästigen Plagegeister zu Hilfe genommen. Meist wird nach dem IPM-Prinzip (Integrated Pest Management = integrierte Schädlingsbekämpfung) gearbeitet. Das bedeutet, dass mit so wenig Wirkstoffen wie möglich und so gezielt wie möglich bekämpft wird. Kammerjäger bemühen sich zudem, die Befallsursachen zu identifizieren und führen sogar präventive Maßnahmen durch.

Wir berichten, ► wie fachkundige Kammerjäger vorgehen, ► woran man einen seriösen Betrieb erkennt, ► was die Dienstleistung kostet und ► wo seriöse Kammerjäger zu finden sind.

Bevor der Fachmann eintrifft, könne Sie jedoch bereits erste Vorkehrungen treffen, um zumindest die Ausbreitung der Kakerlaken zu begrenzen:

  • Isolieren Sie mit Hilfe von Klebeband Ritzen, Türspalten, Versorgungsschächte usw.
  • Da Kakerlaken Wärme lieben, können Sie öfter Stoßlüften und die Heizung runterdrehen. So wird es ungemütlicher für die kleinen Schädlinge.
  • Lassen Sie Lebensmittel oder Tierfutternäpfe nicht offen stehen und verschließen Sie Ihre Vorräte sorgfältig.
  • Entsorgen Sie Ihren Abfall regelmäßig.
  • Hygiene ist nun alles: waschen Sie regelmäßig ab und saugen und wischen Sie so oft wie möglich.

Im Falle eines milden Befalls eignen sich natürliche Hausmittel wie Pfeffer und Essig zur Bekämpfung. Beispielsweise können Sie Essig als Barriereschutz für Nahrungsmittel einsetzen.

4.1. Muss man Kakerlaken melden?

Da sich das Ungeziefer rasant vermehrt, muss ein Befall umgehend dem Vermieter oder Eigentümer gemeldet werden.

Gut zu wissen als Mieter: Bei Ungezieferbefall spricht man von einem Sachmangel an der Wohnung, weshalb er Vermieter für das Organisieren der Schädlingsbekämpfung verantwortlich ist und diese auch bezahlen muss. Haben Sie die Kakerlaken jedoch selber ins Haus gebracht, so sind Sie für die Bekämpfung mitsamt Kosten verantwortlich.

4.2. Wie kann man Kakerlaken vorbeugen?

Wenn Sie die vorherigen Tipps beachten, ist damit schon mal viel in Sachen Vorbeugen getan. Denn ist die Küche stets sauber und der Müll steht nicht offen herum, fehlt den Schaben bereits eine wichtige Nahrungsquelle. Außerdem lohnt es sich, bereits beim Packen des Koffers im Urlaub genau zu checken, ob sich nicht doch eines der kleinen Krabbeltiere im Gepäck versteckt. So spart man sich den Ärger in den heimeligen vier Wänden.

Wie bereits erwähnt kann die Quelle auch der Einkauf von Nahrungsmitteln sein, denn hier drin schmuggeln sich Kakerlaken auch gerne mal mit ins Haus. Daher sollten Sie beim Einkauf stets ein wachsames Auge haben und wenn möglich auf gebrauchte Verpackungen wie Bananenkartons zum Transport verzichten bzw. diesen umgehend vor der Wohnung entsorgen.

Eine weitere Option ist, bei den baulichen Maßnahmen anzusetzen und Spalten, Ritzen und sogar kleinste Fugen an den Rohrleitungen regelmäßig überprüfen zu lassen. Sollte etwas undicht sein, lassen Sie es unbedingt abdichten.

Besteht bereits der Verdacht auf Schädlinge, so kann man auch mit Insektenspray vorsorglich auf mögliche Verstecke oder Zugänge sprühen. Das kann präventiv wirken und die Chance auf weitere Ausbreitung verringern.

Generell ist es empfehlenswert, bei Neuanschaffungen gebrauchter Elektroartikel wie Waschmaschinen oder Kühlschränken diese stets nach möglichem Kakerlakenbefall zu inspizieren.

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Punkt 5

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