Was macht ein Rückspülfilter? Erläuterungen, Tipps & Reinigung
Stell dir vor, du genießt jederzeit kristallklares Wasser direkt aus deinem Hahn – ohne Plastikflaschen und ohne ständigen Filterwechsel. Ein Rückspülfilter macht es möglich, wenn du bisher mit dem Wasser aus dem Hahn bei dir zuhause nicht wirklich zufrieden bist. Diese kleinen Wunderwerke der Technik sorgen nicht nur für sauberes Trinkwasser, sondern auch für eine umweltfreundlichere und kostengünstigere Alternative zu den Wasserflaschen.
Ob für dein Zuhause oder unterwegs im Wohnmobil, mit einem Rückspülfilter trinkst du immer gereinigtes Wasse.
Kurz zusammengefasst
- Bedeutung des Wasserfilters: Ein Wasserfilter verbessert die Wasserqualität, indem er Schadstoffe entfernt, was die Gesundheit und Lebensdauer von Haushaltsgeräten fördert.
- Funktionsweise des Rückspülfilters: Rückspülfilter reinigen sich selbst durch Rückspülung und benötigen keinen Filterwechsel, was Zeit und Kosten spart.
- Installation und Reinigung: Die Installation erfolgt nach dem Wasserzähler, und die Reinigung ist einfach durchführbar, indem man den Kugelhahn öffnet und den Schmutz abspült.
Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel.
Warum und wann ist ein Wasserfilter sinnvoll?
Dein Körper besteht zu etwa 60 % bis 70 % aus Wasser. Das bedeutet, du solltest täglich mindestens 30 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht trinken. Wasser ist essenziell für deinen Körper, es stimuliert, reguliert und aktiviert eine Vielzahl von Prozessen. Es löst und transportiert die Stoffe, die du verbraucht hast, und hilft dabei, sie aus deinem Körper zu entfernen. Gleichzeitig versorgt es deine Zellen mit allem, was sie brauchen. Kurz gesagt: Wasser ist lebenswichtig für deine Vitalität und Leistungsfähigkeit.
Aber nicht jedes Wasser erfüllt diese Funktionen gleich gut. Je schlechter die Wasserqualität, desto schlechter kann das Wasser seine Aufgaben erfüllen. Wenn Wasser bereits mit Mineralien oder anderen Substanzen angereichert ist, kann es die Aufgaben des Lösens und Transports kaum noch übernehmen. Und oft finden sich in unserem Leitungswasser Rückstände, die du sicherlich nicht in deinem Körper haben möchtest.
Einfach gesagt:
Je reiner das Wasser, desto besser.
Deshalb ist stilles Wasser meist gesünder als solches mit Kohlensäure.
Ein Wasserfilter kann hier Abhilfe schaffen, indem er dein Wasser von Schadstoffen befreit. Obwohl das Trinkwasser in Deutschland bereits sehr sauber ist, wurden bei Messungen immer wieder Spuren von Medikamenten, Drogen und Hormonen gefunden. Mit einem Wasserfilter kannst du sicherstellen, dass dein Wasser noch reiner und klarer wird. Zudem schonst du damit alle Haushaltsgeräte, die mit Wasser in Berührung kommen, und sparst auf lange Sicht Nerven und Kosten.

Was ist ein Rückspülfilter?
Erklärung der Mechanik eines Rückspülfilters
Ein Rückspülfilter ist ein Wasserfilter, der speziell dafür entwickelt wurde, zahlreiche Rückstände aus dem Wasser zu filtern. Die Kernmechanik basiert auf einer Rückspülfunktion, bei der das Trinkwasser durch den Filter fließt und dabei Partikel wie Sand, Rost und andere Verunreinigungen entfernt. Anstatt den Filter regelmäßig austauschen zu müssen, wird der Filter durch rücklaufendes Trinkwasser gereinigt. Dies bedeutet, dass der Filter dauerhaft in Betrieb bleiben kann, ohne dass du ihn ersetzen musst.
Das verschmutzte Wasser, das die Rückstände enthält, wird automatisch abgeleitet. Je nach Modell geschieht dies in einen speziellen Auffangbehälter oder direkt in die Kanalisation.
Vorteile gegenüber herkömmlichen Filtern
Die Vorteile eines Rückspülfilters sind vielfältig. Zunächst einmal ist die Wartung erheblich einfacher und kostengünstiger als bei herkömmlichen Filtern, da kein regelmäßiger Austausch des Filtereinsatzes erforderlich ist. Zudem sorgt die kontinuierliche Reinigung dafür, dass der Filter stets effizient arbeitet und die Wasserqualität konstant hoch bleibt. Ein weiterer Pluspunkt ist die Langlebigkeit des Filters. Da der Filter nicht ständig ausgetauscht werden muss, sparst du langfristig nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Aufwand.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Installation
Die Installation eines Rückspülfilters ist in der Regel unkompliziert und kann mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst durchgeführt werden. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Vorbereitung: Schalte die Wasserzufuhr ab und entleere die Leitungen, um Wasserschäden während der Installation zu vermeiden.
- Platzwahl: Wähle einen geeigneten Platz für den Filter, idealerweise unmittelbar nach dem Wasserzähler.
- Montage: Befestige die Halterung des Filters an der Wand. Stelle sicher, dass der Filter in der richtigen Position sitzt.
- Anschluss: Verbinde den Filter mit den Wasserleitungen. Achte darauf, dass die Dichtungen korrekt sitzen und ziehe die Verbindungen fest an, um Leckagen zu vermeiden.
- Inbetriebnahme: Öffne die Wasserzufuhr langsam und überprüfe den Filter auf Dichtheit. Lass das Wasser einige Minuten durchlaufen, um eventuelle Luftblasen und Restpartikel auszuspülen.
Die Installation eines Rückspülfilters erfolgt meist unmittelbar nach dem Wasserzähler. Wenn dein Haus metallene Wasserleitungen hat, bist du sogar gesetzlich verpflichtet, einen Wasserfilter zu installieren. Auch bei Kunststoffleitungen ist ein Wasserfilter empfehlenswert, um die Wasserqualität zu verbessern. Für dich als Hausbesitzer kann ein automatischer Rückspülfilter besonders sinnvoll sein.
Mit einer Zeitschaltuhr kannst du ein Intervall einstellen, in dem der Filter regelmäßig durch Rückspülung gereinigt wird. Wenn du einen Wasserfilter ohne Rückspülfunktion nutzt, musst du den Filtereinsatz etwa zweimal im Jahr austauschen. Diese Variante ist nur sinnvoll, wenn du keine Möglichkeit hast, das Rückspülwasser abzuleiten. Ein normal großer Eimer reicht hier oft aus.
Wirst du dir zuhause einen Wasserfilter in das Leitungsnetz integrieren?
Hier die bisherigen Antworten anschauen ⇓
Die bisherigen Stimmen:
| Ich habe bereits solch einen Filter installiert. | 23 Stimmen |
| Ja, das scheint mir sinnvoll. | 18 Stimmen |
| Nein, das scheint mir bei uns nicht notwendig zu sein. | 9 Stimmen |
| Ich bin unschlüssig. | 6 Stimmen |
Die Reinigung des Rückspülfilters
Tipps zur Wartung und Lebensdauer des Filters
Die Wartung eines Rückspülfilters ist denkbar einfach. Einmal installiert, musst du lediglich regelmäßig die Rückspülfunktion aktivieren. Dies kann manuell erfolgen oder automatisch mit einer Zeitschaltuhr. Eine manuelle Reinigung ist alle 2-3 Monate empfehlenswert, während ein automatischer Filter je nach Modell und Wasserqualität unterschiedlich oft gespült wird. Kontrolliere den Filter regelmäßig auf Verschleiß und tausche bei Bedarf die Dichtungen aus, um eine lange Lebensdauer sicherzustellen.
Der Reinigungsvorgang
Wenn du keine Entwässerungsmöglichkeit hast, stell einfach einen Eimer unter den Rückspülfilter.
- Öffne den Kugelhahn oder das Ventil am unteren Ende des Filters.
- Spüle so lange, bis keine offensichtlichen Verschmutzungen mehr zu sehen sind.
- Schließe den Kugelhahn wieder.
Mit diesen Schritten sorgst du dafür, dass dein Rückspülfilter stets effizient arbeitet und dein Wasser sauber bleibt.
Nähere Erläuterungen im folgenden Video:
Länge: 3 Minuten
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Kriterien für die Auswahl eines Rückspülfilters
Bei der Auswahl eines Rückspülfilters gibt es einige wichtige Kriterien, die du beachten solltest:
- Filterleistung: Achte auf die Filterleistung und die Partikelgröße, die der Filter entfernen kann.
- Rückspülfunktion: Überprüfe, ob der Filter eine automatische Rückspülfunktion hat und wie einfach diese zu bedienen ist.
- Größe und Anschluss: Stelle sicher, dass der Filter zu den Anschlüssen und der Größe deiner Wasserleitung passt.
- Zertifizierungen: Prüfe, ob der Filter entsprechende Zertifizierungen hat, die seine Qualität und Sicherheit bestätigen.
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Vielen Dank für jeden Hinweis!
Kostenanalyse im Vergleich zu anderen Filtern
Ein Rückspülfilter mag in der Anschaffung etwas teurer sein als herkömmliche Filter, aber die langfristigen Einsparungen sind beträchtlich. Während herkömmliche Filter regelmäßig ausgetauscht werden müssen, entfällt dieser Kostenpunkt bei einem Rückspülfilter nahezu komplett. Die einzige laufende Kostenposition sind geringfügige Wartungsarbeiten und gelegentlich notwendige Ersatzteile.
Langfristige Kosteneinsparungen
Langfristig gesehen sparst du nicht nur an den Kosten für den Filtertausch, sondern auch an möglichen Reparaturen deiner Haushaltsgeräte. Sauberes Wasser schont nämlich auch die Geräte, die mit Wasser in Kontakt kommen, wie Waschmaschinen, Geschirrspüler und Kaffeemaschinen. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer dieser Geräte, was wiederum deine Haushaltskasse schont.
Reduktion von Plastikmüll
Ein großer Vorteil eines Rückspülfilters ist der Beitrag zur Reduktion von Plastikmüll. Da du keine Einwegfilterkartuschen mehr benötigst, produzierst du weniger Plastikabfall. Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu einem nachhaltigeren Lebensstil und entlastet die Umwelt erheblich.
Häufige Probleme und Lösungen
Troubleshooting bei typischen Problemen
Auch bei einem Rückspülfilter können gelegentlich Probleme auftreten. Hier einige häufige Probleme und ihre Lösungen:
- Wasser läuft nicht ab: Überprüfe, ob der Ablaufschlauch verstopft ist und reinige ihn gegebenenfalls.
- Undichte Stellen: Kontrolliere alle Verbindungen und Dichtungen und ziehe sie bei Bedarf nach oder ersetze defekte Teile.
- Filterleistung lässt nach: Führe eine gründliche Rückspülung durch und überprüfe, ob der Filtereinsatz beschädigt ist.
Lösungen und Tipps zur Fehlerbehebung
Wenn du feststellst, dass der Filter nicht mehr optimal funktioniert, kann eine gründliche Reinigung oft Abhilfe schaffen. Achte darauf, alle Teile regelmäßig zu inspizieren und bei Bedarf zu ersetzen. Falls du dir unsicher bist, ziehe einen Fachmann zu Rate, der dir bei der Wartung und Reparatur deines Filters helfen kann.

Ergänzungen und Fragen
Erübrigt ein Rückspülfilter den Einbau einer Entkalkungsanlage?
Antwort:
Ein Rückspülfilter und eine Entkalkungsanlage erfüllen zwei sehr unterschiedliche Aufgaben – deshalb ersetzt ein Rückspülfilter keine Entkalkungsanlage.
Rückspülfilter
- Aufgabe: hält mechanische Verunreinigungen aus der Leitung zurück (Sand, Rostpartikel, Schmutz).
- Vorteil: schützt Armaturen, Geräte und Rohrleitungen vor Ablagerungen durch Feststoffe.
- Wirkt nicht gegen Kalk, weil Kalk im Wasser gelöst ist (Calcium- und Magnesiumionen).
Entkalkungsanlage
- Aufgabe: reduziert die Härtebildner (Calcium, Magnesium) im Wasser, meist durch Ionentausch oder andere Verfahren.
- Vorteil: verhindert Kalkablagerungen in Leitungen, Warmwasserbereitern, Armaturen und Haushaltsgeräten.
- Besonders sinnvoll in Gegenden mit hartem oder sehr hartem Wasser.
👉 Fazit:
Ein Rückspülfilter ist in vielen Häusern Pflicht (laut DIN EN 806-2 bei Hausanschlüssen aus Metall), schützt aber nur vor Partikeln.
Wenn das Trinkwasser einen hohen Härtegrad hat (z. B. >14 °dH), ist eine zusätzliche Entkalkungsanlage empfehlenswert, um Kalkschäden und Mehrverbrauch bei Energie und Waschmitteln zu vermeiden.
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