Wie kann man am besten Gebäudeversicherungen vergleichen?
Eine Gebäudeversicherung ist eine sinnvolle Versicherung für jeden Immobilienbesitzer. Diese bezahlt die Schäden, die durch Feuer, Sturm, Hagel oder ausströmendes Leitungswasser entstehen können. Darüber hinaus sollten auch Elementarschäden wie Hochwasser- oder Starkregenschäden mitversichert werden. Versichert ist jeweils die im Versicherungsvertrag genannte Immobilie, bei den meisten Versicherungsverträgen auch das Zubehör rund um die Immobilie.
In diesem Artikel zeigen wir auf, worauf man bei einer Gebäudeversicherung achten sollte, um mehrere Angebote effektiv vergleichen zu können.
Gebäudeversicherung in aller Kürze
- Versicherungsumfang
Auf jeden Fall sollten Leitungswasser-, Feuer-, Sturm-, Hagel- und auch Elementarschäden versichert werden. - Sehr empfehlenswerte Zusatzleistungen
Schäden durch Überspannung. Unbeschränkter Versicherungsschutz auch bei grober Fahrlässigkeit, Übernahme von Aufräumungs- und Abbruchkosten sowie der Kosten für Dekontamination, Transport- und Lagerkosten bei Sanierung. Übernahme von Mehrkosten durch anspruchsvollere Bauauflagen bei Wiederaufbau. - Zumeist Empfehlenswert
... wären auch noch: Übernahme von Hotelkosten, wenn Haus oder Wohnung unbewohnbar sind, Mitversicherung von noch nicht gemeldeten Umbauten (bis zur nächsten Jahresrechnung, oft "Vorsorge" genannt), Übernahme von Rauch- und Rußschäden, Übernahme von Sachverständigenkosten, Mitversicherung der Ableitungsrohre, Übernahme von bisher unbemerkten Schäden auch nach Versichererwechsel. Gut wäre auch, wenn die "Innovationsklausel" enthalten ist. Hierdurch bekommen auch Altverträge in den Genuss von Verbesserungen in Neuverträgen ohne Mehrbeitrag. - Je nach Situation empfehlenswert
Versicherung des Neuwertes bei Aufprall von Fahrzeugen, von Lecks in Wärmepumpen oder Klimaanlagen, Photovoltaikanlagen, Nutzwärme (dann ist der kaputte Kamin eingeschlossen), Beseitigung umgekippter Bäume auf das Grundstück nach einem Sturm und dem Mietausfall, falls durch den Schaden ein solcher eintritt.
Für jeden gewünschten Zusatzschutz gilt: Immer bei der eigenen Versichererung überprüfen, was der Zusatzschutz kostet und dann für die eigene Situation abwägen.
- Selbstbehalt
Nach einem regulierten Schadenfall besteht für beide Vertragsparteien häufig ein Sonderkündigungsrecht. Eine hohe Schadenhäufigkeit kann daher das Risiko einer Vertragsbeendigung erhöhen. Kleinere Schäden selbst zu tragen, kann helfen, die Schadenquote niedrig zu halten.
Darum und wegen der geringeren Versicherungsprämien empfiehlt sich die Vereinbarung eines Selbstbehaltes. Die Höhe dieser Selbstbeteiligung sollte individuell gewählt werden. Eine höhere Selbstbeteiligung senkt in der Regel die Versicherungsprämie deutlich, erhöht jedoch das eigene Kostenrisiko im Schadensfall. Sinnvoll ist es, mehrere Varianten (z. B. 250 €, 500 €, 1.000 €) durchrechnen zu lassen und die Prämienersparnis ins Verhältnis zum zusätzlichen Eigenrisiko zu setzen. - Altverträge überprüfen
Checken Sie Ihren Altvertrag auf obigen Versicherungsumfang, manche Altverträge haben erhebliche Deckungslücken. Fragen Sie gegebenenfalls bei Ihrem Versicherer nach, ob die fehlenden Leistungen im Vertrag eingeschlossen werden können oder ob ein Neuvertrag sinnvoller wäre. - An- und Umbauten unverzüglich melden
Melden Sie zudem der Versicherung, falls noch nicht geschehen, stets sofort nachträgliche Gebäudeveränderungen wie teure Umbauten, Dachausbau, Sauna, Carport, Wintergärten oder Einbau eines Ofens nach. - Preissteigerungen einkalkulieren
Die Gebäudeversicherung ersetzt im Regelfall den Wiederherstellungswert (gleitender Neuwert). Dadurch steigen die Beiträge mit dem Baupreisindex, da die Versicherungssumme an die aktuellen Baukosten angepasst wird. - Nicht unbedarft kündigen!
Vor allem für ältere Immobilien kann es schwierig sein, eine neu Versicherung zu finden.
Vergleich tut not
Die Preisunterschiede von Gebäudeversicherungen mit vergleichbarer Leistung können mehr als das Dreifache ausmachen. Aber billig ist nicht automatisch gut. Eher im Gegenteil. In gängigen Vergleichstests schneiden oftmals vor allem die teuren Tarife mit „sehr gut“ ab.
Beispiel: So stark unterscheiden sich Beiträge
Ein Einfamilienhaus mit 160 m² Wohnfläche, Baujahr 2005, mittlere Lage:
- Tarif A: 480 € Jahresbeitrag, 250 € Selbstbehalt, Elementarschäden optional
- Tarif B: 820 € Jahresbeitrag, keine Selbstbeteiligung, Elementarschäden inklusive
- Tarif C: 610 € Jahresbeitrag, 1.000 € Selbstbehalt, umfassender Elementarschutz
Der Unterschied zwischen günstigstem und teuerstem Tarif beträgt hier über 300 € jährlich – bei teilweise erheblich abweichenden Leistungen.
Die Frage lautet nicht: Was ist am billigsten?
Die Frage lautet: Welches Risiko will ich selbst tragen – und welches nicht?
Wo vergleichen? Portal, Vertreter oder Makler?
Gebäudeversicherungen lassen sich heute über Vergleichsportale, direkt beim Versicherer oder über einen Versicherungsmakler abschließen.
- Vergleichsportale bieten schnellen Überblick, zeigen aber nicht immer alle Tarife oder Detailbedingungen.
- Ausschließlichkeitsvertreter vertreten nur eine Gesellschaft. Können Angebote für Kombinationen von Versicherungen machen (z. B. Hausrat, Haftpflicht und Gebäudeversicherung zusammen).
- Unabhängige Makler können mehrere Anbieter prüfen, sind jedoch ebenfalls provisionsbasiert.
Ein Online-Vergleich ist sinnvoll für eine erste Orientierung. Bei komplexen Risiken – etwa Altbau, Denkmalschutz oder Hochwasserzone – kann eine individuelle Beratung hilfreich sein.
So vergleichen Sie Gebäudeversicherungen wirklich strukturiert
Ein Vergleich von Gebäudeversicherungen scheitert oft nicht an fehlenden Angeboten – sondern an fehlender Systematik. Wer nur den Beitrag vergleicht, vergleicht im Grunde nichts. Entscheidend ist, identische Leistungen gegenüberzustellen.
Die folgenden Punkte sollten bei jedem Vergleich nebeneinandergelegt werden:
1. Versicherte Gefahren
Sind Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel enthalten?
Ist Elementarschutz eingeschlossen – oder nur gegen Mehrbeitrag?
Sind Überspannungsschäden automatisch versichert?
2. Entschädigungsart
Erfolgt die Regulierung zum gleitenden Neuwert (Wiederherstellungswert)?
Gibt es Entschädigungsgrenzen bei Nebenkosten (z. B. Aufräumkosten, Hotelkosten)?
3. Grobe Fahrlässigkeit
Ist die Leistung bei grober Fahrlässigkeit unbegrenzt – oder gibt es eine Deckelung?
4. Leitungswasser-Details
Sind Ableitungsrohre außerhalb des Gebäudes mitversichert?
Ist Rückstau automatisch enthalten oder nur mit Rückstauklappe?
5. Elementarschäden
Welche Gefahren sind konkret eingeschlossen?
Gibt es hohe Selbstbehalte oder Wartezeiten?
6. Selbstbeteiligung
Wie stark reduziert sich der Beitrag bei 250 €, 500 € oder 1.000 € Selbstbehalt?
Lohnt sich das rechnerisch wirklich?
7. Vertragsbedingungen
Wie lange ist die Laufzeit?
Gibt es automatische Verlängerungen?
Besteht ein Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhung?
Eigene Vergleichstabelle erstellen
Erstelle eine Tabelle mit:
- Jahresbeitrag
- Selbstbeteiligung
- Elementarschutz
- Grobe Fahrlässigkeit
- Entschädigungsgrenzen
- Vertragslaufzeit
Erst wenn diese Punkte nebeneinanderstehen, wird sichtbar, welcher Tarif wirklich passt.
Wichtig: Ein Tarif ist nicht „gut“, weil er viel versichert. Ein Tarif ist gut, wenn er das Richtige versichert – für dein Gebäude, deine Lage und dein Risikoempfinden.
Faktoren für die Höhe des Beitrages
Neben den versicherten Punkten, siehe dazu unten, und dem Anbieter ist die Höhe des Beitrages von folgenden Faktoren abhängig:
- Der Sachwert der Immobilie
- Die Größe der Immobilie sowie die Aufteilung der Gebäudefläche
- Die Lage der Immobilie (Ort und Umfeld)
- Die Bauart der Immobilie sowie deren Alter
- Die Art der Nutzung bzw. die Art des Wohnens
- Eventuelle Sonderausstattungen der Immobilie (Photovoltaikanlage, Pool, Sauna, Kamin etc.)
- Höhe der Versicherungssumme (diese sollte nicht zu klein gewählt werden, um ein wenig Beitrag zu sparen!)
- Höhe der Selbstbeteiligung (ruhig großzügig wählen, da der Beitrag deutlich sinkt, mehrere Varianten von 200 bis 1.500 Euro vorrechnen lassen)
Besonders wichtiger Schutz
Die folgenden Risiken sollten auf jeden Fall mit einer Gebäudeversicherung abgedeckt werden:
- Hagelschäden
Starker Hagel kann Dachziegel und Fensterscheiben beschädigen. - Sturmschäden
Sturmschäden sind in der Regel versichert, wenn eine bestimmte Mindestwindgeschwindigkeit erreicht wurde (häufig mindestens Windstärke 8 nach Beaufort oder etwa 62 km/h). Maßgeblich sind die vertraglich vereinbarten Bedingungen.
Versichert sind zum Beispiel abgedeckte Dächer, abgerissene Satellitenschüsseln, Schäden durch umgekippte Bäume oder abgerissene Äste sowie vom Starkwind eingedrückte Fensterscheiben. - Schäden durch Rohrbruch und Leitungswasserschäden
Die Versicherer melden in dieser Kategorie über 3.000 Schäden pro Tag im Schnitt. Rohrbruch kommt vor allem bei älteren Immobilien in Gemeinden mit hartem Wasser vor. - Feuerschäden und Explosion
- Blitzschlagschäden an der Immobilie
| Kurzbezeichnung | Erläuterung |
|
Feuer |
Brandschäden oder Explosionsschäden (Gas) und optimalerweise Folgekosten durch Ruß, Rauch und Löscharbeiten. |
|
Sturm |
Schäden, die durch Stürme in der Regel ab Windstärke 8 entstehen, sind abgedeckt, z. B. Dachabdeckung oder Baumeinschlag. Auch, wenn ein komplett neues Dach benötigt wird. Hierin sind in der Regel auch Schäden durch Hagel abgesichert. |
|
Hagel |
Hagelschäden sind ebenfalls Teil des Versicherungsschutzes – die Windstärke ist dabei irrelevant. |
|
Leitungswasser |
Geleistet wird bei Schäden, die durch wasserführende Leitungen entstehen – ob an Heizkörpern, Rohren zur Wasserversorgung oder Waschmaschinen. Versichert sind in der Regel die wasserführenden Zu- und Ableitungsrohre auf dem Versicherungsgrundstück. Für Ableitungsrohre außerhalb des Grundstücks oder auf fremdem Grund besteht nur dann Versicherungsschutz, wenn dies ausdrücklich im Vertrag vereinbart ist. Die konkreten Bedingungen sollten daher geprüft werden. Versichert sind auch Frostschäden an Heizungsanlagen und sanitären Einrichtungen sowie Nässeschäden aus Leitungsrohren oder defekten Aquarien oder Wasserbetten. |
|
Blitzschlag Ex- und Implosion |
Direkte Schäden durch Blitzschlag am Gebäude sind regelmäßig im Grundschutz enthalten. Auch der Totalschaden ist hierbei versichert. Überspannungsschäden infolge eines Blitzereignisses – also Schäden an elektrischen Anlagen durch Spannungsspitzen – sind hingegen nur versichert, wenn der Vertrag diesen Baustein ausdrücklich einschließt. Explosion und Implosion sind regelmäßig Bestandteil des Feuerrisikos. Wird das Gebäude vollständig zerstört (Totalschaden), ersetzt die Versicherung im Rahmen der vereinbarten Versicherungssumme den Wiederherstellungswert. |
|
Überspannung |
Kommt es durch einen Blitzschlag zum Überspannungsschaden, gilt dieser, wenn vereinbart, gleichermaßen als versichert. Überspannungsschäden an fest installierten elektrischen Anlagen des Gebäudes (z. B. Heizungssteuerung oder fest verbaute Haustechnik) können über die Wohngebäudeversicherung abgesichert werden. Schäden an beweglichen Elektrogeräten wie Fernsehern oder Computern fallen hingegen in die Hausratversicherung. |
|
Elementarschäden |
Elementarschäden sind in der klassischen Wohngebäudeversicherung in der Regel nicht automatisch enthalten und müssen meist als zusätzlicher Baustein vereinbart werden. Der konkrete Leistungsumfang ist tarifabhängig. Versichert werden, je nach Vertrag, Schäden durch Hochwasser (Überschwemmung), Erdrutsch, Schneedruck, Erdsenkung, Erdbeben, Lawinen oder Eindringen von Wasser aus Ableitungsrohren (Rückstau) nach Starkregen. |
| Versichert sind sowohl das Gebäude als auch fest mit dem Gebäude verbundene Bestandteile (sogenannte Gebäudebestandteile, z. B. fest eingebaute Einbauküchen, Badewannen und Bodenbeläge), sofern sie dem Gebäudeeigentümer gehören. Bei Einbauküchen ist entscheidend, ob sie fest eingebaut sind und ob sie dem Eigentümer des Gebäudes gehören. In Mietverhältnissen fällt die Küche regelmäßig unter die Hausratversicherung. Versichert sind in der Regel auch unmittelbar anschließende Terrassen und das sogenannte Gebäudezubehör. Letzterer Begriff meint Immobilienbestandteile wie Dachziegel, Markisen, Briefkastenanlagen und Müllboxen. Aufräum- und Abbruchkosten sind ebenfalls oft bis einer gewissen Höchstgrenze inklusive. | |
Immer wichtiger: Schutz bei Elementarschäden
Die Klimaveränderungen führen hierzulande auch zu immer heftigeren Wetterereignissen, die leider nicht vorhersehbar oder auf bestimmte Regionen begrenzt sind. Darum raten immer mehr Experten, auch sogenannte Elementarschäden in die Gebäudeversicherung aufzunehmen. Worum handelt es sich dabei?
Versichert sollten sein:
- Schäden durch Überschwemmung (Hochwasserversicherung)
Vor allem bei Immobilien in See- oder Flussnähe.
In Regionen mit sehr hoher Überschwemmungsgefährdung (ZÜRS-Zone 4) ist Elementarschutz oft nur eingeschränkt oder zu deutlich höheren Prämien sowie mit erhöhten Selbstbeteiligungen erhältlich. Eine generelle Ablehnung ist jedoch nicht zwingend, sondern abhängig vom jeweiligen Versicherer. - Schäden durch eindringendes Wasser und Rückstau bei Starkregen
Zum Beispiel eine Kellerüberflutung. - Schäden durch Erdsenkungen, Erdrutsch, Lawinen oder Erdbeben.
Senkschäden sind leider auch in vielen Policen ausgeschlossen.
Sinnvoller Zusatzschutz
Eine Gebäudeversicherung kann um Zusatzschutz aufgestockt werden. Folgende Extras sind nahezu immer sinnvoll:
- Überspannungsschutz
Überspannungsschäden an fest installierten elektrischen Anlagen des Gebäudes (z. B. Heizungssteuerung oder fest verbaute Haustechnik) können über die Wohngebäudeversicherung abgesichert werden. Hinweis: Schäden an beweglichen Elektrogeräten wie Fernsehern oder Computern müssen über die Hausratversicherung versichert werden. - Volle Zahlung auch bei grober Fahrlässigkeit
Dieser Schutz ist bei vielen modernen Policen enthalten. Erläuterungen dazu weiter unten.
Bedingt sinnvolle Bestandteile einer Gebäudeversicherung
Eine Grundregel des klugen Geldumgangs lautet, dass man im Leben nur die großen Schäden versichern sollte. Solche Schäden, die einen finanziell hart treffen. Alle anderen Schäden sollten bei Auftreten lieber selbst bezahlt werden. Das spart auf lange Sicht viel Geld und Aufwand. Diese Taktik setzt allerdings voraus, dass man das angesparte Geld zumindest zum Teil in den „Sparstrumpf steckt“, um im Falle eines Falles liquide zu sein.
In diesem Sinne sind die folgenden Zusatzleistungen einer Gebäudeversicherung zwar Nice-To-Have, aber in vielen Fällen nicht oder nur bedingt sinnvoll:
- Mehrkosten der Renovierung durch höhere Behördenauflagen als beim Bau der Immobilie
Das ist vor allem bei älteren Gebäuden sinnvoll. - Eventuell: Bewegungskosten und Schuttkosten
Wenn zum Beispiel Möbel nach einem Brand bei der Renovierung woanders eingelagert werden müssen. - Dekontamination verseuchter Erde
Vor allem bei Immobilien, die mit Heizöl heizen, können nach Bränden solche Schäden entstehen. Sollte dann zumindest zum Teil versichert sein. - Aufräum-/Abbruchkosten
Aufräum- und Abbruchkosten sind in der Regel mitversichert, jedoch häufig nur bis zu einer vertraglich festgelegten Höchstgrenze. Diese sollte bei Tarifvergleichen berücksichtigt werden. - Innovationsklausel
- Versicherung von Glasbruch
Glasbruch kann entweder als Zusatzbaustein zur Wohngebäudeversicherung oder über eine separate Glasversicherung abgesichert werden. Welche Variante wirtschaftlicher ist, hängt vom jeweiligen Tarif und Leistungsumfang ab.
Was bedeutet „Zahlung auch bei grober Fahrlässigkeit“?
Es gibt viele Fälle von „grober Fahrlässigkeit“, die Menschen widerfahren können, die normalerweise achtsam unterwegs sind. Beispiele wären:
- Die vergessene Kerze im Adventskranz.
- Der angelassene Topf auf dem Herd
- Das nicht gelöschte Feuer im Kamin
Der Vorwurf der groben Fahrlässigkeit ist für das Versicherungsunternehmen in gewisser Weise „verführerisch“. Denn leichter lässt sich die Zahlung kaum kürzen oder gar ganz verweigern. Darum ist dies eine sinnvolle Zusatzleistung.
Allerdings zahlen heutzutage immer mehr Tarife einen Schaden auch bei grober Fahrlässigkeit, vor allem in den oft „sehr gut“ getesteten teuren Tarifen.
Spezialversicherungen für unterschiedliche Gebäudetypen
Wenn du als Hausbesitzer oder -bauer eine passende Gebäudeversicherung suchst, ist es entscheidend, dass du den Gebäudetyp berücksichtigst. Es gibt nämlich erhebliche Unterschiede zwischen Altbauten, Neubauten und speziell geschützten Objekten wie Denkmalschutzgebäuden. Jedes dieser Gebäude bringt seine eigenen Herausforderungen mit sich, die auch die Versicherung abdecken sollte.
- Bei Altbauten beispielsweise können Schäden an der Bausubstanz häufiger auftreten. Alte Rohrsysteme, marode Dächer oder veraltete Heizungsanlagen bergen höhere Risiken, weshalb Versicherer oft höhere Prämien verlangen. Es ist daher sinnvoll, sich gezielt nach Versicherungen umzuschauen, die auf die Besonderheiten alter Gebäude spezialisiert sind und beispielsweise Reparaturen durch Experten für historische Bausubstanzen abdecken.
- Neubauten hingegen haben andere Anforderungen. Hier geht es oft um moderne Standards, die mit Energieeffizienz, erneuerbaren Energien oder Smart-Home-Technologien zusammenhängen. Achte darauf, dass deine Versicherung diese modernen Aspekte abdeckt. Manche Anbieter bieten spezielle Tarife an, die den Einbau von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder die intelligente Steuerung der Haustechnik berücksichtigen.
- Besitzt du ein denkmalgeschütztes Gebäude, dann steht eine weitere Hürde an: Die Sanierung solcher Häuser unterliegt strengen Vorschriften. Dies kann nicht nur kostspieliger werden, sondern es gibt auch Einschränkungen, was Materialien und Techniken betrifft. Eine Standardversicherung deckt das oft nicht ausreichend ab. Hier solltest du gezielt nach Tarifen suchen, die diesen besonderen Anforderungen gerecht werden.
- Und dann gibt es noch die Ferien- oder Wochenendhäuser, die seltener genutzt werden und daher einem anderen Risikoprofil unterliegen. Hier entstehen oft Schäden durch Vernachlässigung oder wetterbedingte Einflüsse, die nicht sofort bemerkt werden. Viele Versicherer bieten für solche Objekte besondere Policen an, die zum Beispiel auch für längere Abwesenheitszeiten Schutz bieten.
Erweiterte Schadensdeckung
Es wird immer häufiger, dass Hausbesitzer nicht nur das Nötigste versichern wollen, sondern auch neue Technologien und moderne Anlagen einbeziehen. Dabei spielt vor allem der Schutz von Photovoltaikanlagen und Solarthermie eine zunehmend wichtige Rolle. Diese Technologien sind nicht nur teuer in der Anschaffung, sondern auch anfällig für äußere Einflüsse wie Hagel, Blitzschlag oder sogar Vandalismus. Einige Versicherungen bieten spezielle Tarife an, die nicht nur den Schaden an der Anlage selbst decken, sondern auch Ertragsausfälle kompensieren, falls deine Anlage aufgrund eines Schadens zeitweise außer Betrieb ist.
Ein weiteres Thema, das bei der Gebäudeversicherung immer wichtiger wird, ist der Schutz von Smart-Home-Geräten oder automatisierten Haustechnologien. Diese modernen Systeme bringen viele Vorteile in Bezug auf Sicherheit und Energieeffizienz, sind aber auch anfällig für technische Defekte oder Hackerangriffe. Eine erweiterte Deckung kann hier sinnvoll sein, um sich vor unerwarteten Reparaturkosten zu schützen.
Technische Defekte an fest installierten Smart-Home-Komponenten können im Rahmen bestimmter Tarife mitversichert sein. Schäden durch Cyberangriffe sind hingegen in der klassischen Wohngebäudeversicherung regelmäßig nicht eingeschlossen und erfordern gegebenenfalls eine gesonderte Cyberversicherung.
Auch bei Einbruchschäden gibt es erweiterte Deckungen, die explizit auf unsachgemäß abgeschlossene Fenster oder Türen abzielen. Wer hat es nicht schon erlebt: Man verlässt das Haus in Eile und vergisst, ein Fenster richtig zu schließen. In einem solchen Fall verweigern manche Standardversicherungen die Schadensregulierung. Mit speziellen Zusatzbausteinen kannst du dich jedoch gegen diese häufigen Missgeschicke absichern.
Bei Einbruchschäden ersetzt die Gebäudeversicherung Schäden an fest mit dem Gebäude verbundenen Bestandteilen, etwa an Türen oder Fenstern. Der Verlust beweglicher Gegenstände (z. B. Möbel, Elektronik) ist hingegen Gegenstand der Hausratversicherung.
Auf Entschädigungsgrenzen achten
Viele Leistungen sind prozentual begrenzt. Zum Beispiel:
- Aufräum- und Abbruchkosten: oft 10–20 % der Versicherungssumme
- Hotelkosten: häufig zeitlich oder betragsmäßig begrenzt
- Sachverständigenkosten: teilweise gedeckelt
Ein Tarif wirkt umfassend – bis man die Grenze liest.
Nachhaltigkeit und Umweltschutz
Nachhaltigkeit ist in aller Munde, und auch im Bereich der Gebäudeversicherungen nimmt das Thema zunehmend an Bedeutung zu. Manche Versicherer bieten spezielle Tarife an, die ökologische Gebäudesanierungen nach einem Schadensfall unterstützen. Wenn dein Haus beispielsweise durch einen Brand oder Sturm schwer beschädigt wird, übernehmen diese Versicherungen die Mehrkosten für nachhaltige und umweltfreundliche Baumaterialien oder energiesparende Heizsysteme.
Einige Anbieter gehen noch einen Schritt weiter und fördern proaktiv umweltfreundliche Bauweisen. Das bedeutet, dass du durch den Abschluss einer solchen Police möglicherweise Rabatte oder Prämienvorteile erhältst, wenn dein Gebäude bestimmte Kriterien der Nachhaltigkeit erfüllt. Für viele Hausbauer, die Wert auf ökologisches Bauen legen, ist dies ein attraktiver Anreiz.
Selbstbeteiligung und Beitragsrückerstattung
Die Selbstbeteiligung ist ein wichtiges Instrument, um deine Versicherungsprämien zu senken. Indem du freiwillig einen bestimmten Betrag selbst übernimmst, wenn ein Schaden eintritt, kannst du deine monatlichen Beiträge erheblich reduzieren. Doch Vorsicht: Diese Entscheidung will wohlüberlegt sein, denn im Ernstfall können hohe Kosten auf dich zukommen. Es empfiehlt sich daher, genau abzuwägen, wie viel Selbstbeteiligung für dich tragbar ist und welchen Einfluss dies auf deine Prämien hat.
Versicherung ist Risikomanagement – kein Sparvertrag
Eine Gebäudeversicherung dient nicht dazu, Beiträge „wieder herauszubekommen“. Sie schützt vor finanziell existenzbedrohenden Schäden. Kleinere Schäden selbst zu tragen, kann langfristig wirtschaftlicher sein.
Wer jede kleine Reparatur einreicht, riskiert steigende Beiträge oder Vertragskündigung. Eine Versicherung ist kein Wartungsvertrag.
Einige Versicherer bieten zudem eine Prämienrückerstattung an, wenn du über einen bestimmten Zeitraum schadenfrei bleibst. Das ist vor allem für Hausbesitzer attraktiv, die Wert auf ein langfristiges Sparpotenzial legen und keine hohen Risiken befürchten. Solche Angebote variieren stark von Anbieter zu Anbieter und sollten genau geprüft werden, um herauszufinden, ob sie sich wirklich lohnen.
Flexible Laufzeiten und Kündigungsbedingungen
Die Laufzeit deines Versicherungsvertrags hat einen wesentlichen Einfluss auf die Prämienhöhe und die Flexibilität. Häufig bieten Versicherer Verträge mit einer Laufzeit von ein bis drei Jahren an, wobei längere Laufzeiten oft mit Beitragsnachlässen verbunden sind. Doch Vorsicht: Diese Rabatte sind nicht immer von Vorteil, insbesondere wenn du später feststellst, dass ein anderer Anbieter bessere Leistungen oder günstigere Tarife bietet. Daher kann es sich lohnen, einen Vertrag mit kürzerer Laufzeit zu wählen, um flexibel zu bleiben.
Ein weiteres wichtiges Thema sind automatische Vertragsverlängerungen. Diese treten oft in Kraft, wenn der Vertrag nicht rechtzeitig gekündigt wird. Viele Versicherer erlauben jedoch ein Sonderkündigungsrecht, falls sie die Prämien erhöhen. Achte darauf, diese Option bei deinem Anbieter im Auge zu behalten, um nicht plötzlich mit deutlich höheren Kosten konfrontiert zu werden.
Elementarschäden: Berücksichtigung von regionalen Risikofaktoren
Die Versicherungsprämien variieren nicht nur aufgrund des Gebäudetyps oder der individuellen Schadensdeckungen, sondern auch abhängig von regionalen Risikofaktoren. In Gebieten, die häufig von Hochwasser, Erdbeben oder extremen Wetterlagen betroffen sind, verlangen Versicherer oft höhere Prämien oder schränken die Versicherungsbedingungen ein. Es ist daher ratsam, deinen Wohnort und die spezifischen Gefahren in deiner Region bei der Wahl der Versicherung zu berücksichtigen.
Manche Versicherer bieten spezielle Tarife an, die auf diese regionalen Unterschiede eingehen, und bieten beispielsweise zusätzliche Deckungen für Sturmfluten oder Lawinengefahr an. In Deutschland sind gerade Flusstäler, Küstengebiete und bergige Regionen von diesen Risiken betroffen, weshalb du hier besonders vorsichtig bei der Wahl deines Versicherungsschutzes sein solltest.
Wie gefährdet ist die Lage bei mir zuhause?
Die folgenden Internetseiten geben Auskunft über große Gefahren:
- Naturgefahren-Check: https://www.naturgefahren-check.de
Hier findet man Angaben zu bisherigen Unwetterschäden in der Region und die Höhe der teuersten bisherigen Schäden. - Hochwasser-Check: https://www.hochwasser-check.de
Zeigt die Gefährdung durch Hochwasser für eine Adresse an.
Kundenzufriedenheit und Servicequalität
Neben den Leistungen und den Kosten spielt auch die Servicequalität eine entscheidende Rolle bei der Wahl der richtigen Gebäudeversicherung. Schließlich hilft dir der beste Tarif wenig, wenn die Schadensregulierung im Ernstfall unzureichend ist oder der Service schlecht erreichbar ist. Einige Versicherer schneiden in diesem Bereich besonders gut ab, andere weniger. Es lohnt sich, Erfahrungsberichte und Bewertungen anderer Kunden zu lesen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie fair und schnell die Versicherung im Schadensfall handelt.
Darüber hinaus bieten manche Versicherungen besonderen Kundenservice, wie beispielsweise eine Rund-um-die-Uhr-Hotline oder die Möglichkeit, Schadensmeldungen bequem online einzureichen. Achte bei deiner Wahl nicht nur auf den Preis, sondern auch darauf, wie der Anbieter im Ernstfall agiert und ob er für seine Fairness und Zuverlässigkeit bekannt ist.
Vertragsdetails bei Elementarschäden
Ein weiteres wichtiges Thema ist die genaue Deckung von Elementarschäden. Viele Versicherungen bieten hier zwar Basisschutz an, doch bei genauerem Hinsehen offenbaren sich oft Lücken. So sind beispielsweise Schäden durch Starkregen, Lawinen oder Sturmfluten in vielen Standardtarifen nicht enthalten. Es ist daher wichtig, genau zu prüfen, welche Naturgefahren in deiner Versicherung abgedeckt sind und ob es notwendig ist, zusätzliche Bausteine hinzuzufügen.
Gerade in Zeiten des Klimawandels, wo extreme Wetterereignisse häufiger werden, solltest du auf einen umfassenden Schutz achten. Manche Versicherer bieten spezielle Tarife für Hochwassergebiete oder Regionen mit erhöhtem Lawinenrisiko an. Solche Zusatzbausteine kosten zwar oft extra, können aber im Ernstfall den Unterschied zwischen einer überschaubaren Reparatur und einem finanziellen Desaster ausmachen.
Weitere wichtige Punkte für den Vergleich
- Nebengebäude und nachträgliche Anbauten mit einbeziehen: Nebengebäude wie ein Gartenhaus, die Garage, das Carport und teures Zubehör wie die Photovoltaikanlage oder Wärmepumpenanlage sind in der Regel mitversichert. Dennoch sollten diese mit in den Vergleich einbezogen und auf jeden Fall mit in den Versicherungsvertrag aufgenommen werden, damit im Falle eines Falles keine Zweifel aufkommt.
- Vergleiche mindestens drei Anbieter.
- Vermeiden Sie es, bei einer Versicherung gekündigt zu werden. Dies kann Neuabschlüsse erschweren.
- Eine Hausratversicherung rundet den Versicherungsschutz des Gebäudes ab, siehe dazu:
Hausratversicherung abschließen Tipps Stell dir vor, du kommst nach einem entspannten Wochenende nach Hause, öffnest die Tür – und alles ist anders. Ein Wasserschaden hat die Böden aufquellen lassen, deine wertvolle Elektronik liegt in Pfützen und der TV, tja, der funktioniert auch nicht mehr. In solchen Momenten wird einem bewusst, wie schnell all die Dinge, die man sich mühsam aufgebaut hat, zerstört werden können. Und genau da kommt die Hausratversicherung ins Spiel. Sie ist wie ein stiller Schutzengel, der dafür sorgt, dass du im Ernstfall nicht vor den Trümmern deines Eigentums stehst und dich fragst, wie du das alles jemals wieder ersetzen sollst. Aber seien wir ehrlich: Nicht alles glänzt so schön, wie es im ersten Moment klingt. Denn die Hausratversicherung bringt auch ihre Tücken mit sich. Welche Schäden werden wirklich abgedeckt? Was passiert, wenn die Versicherung plötzlich die Beiträge erhöht? Und warum unterscheiden sich die Prämien so stark, nur weil du in einer anderen Stadt wohnst? Manchmal fühlt es sich fast so an, als müsse man ein kleines Studium absolvieren, um die beste Versicherung zu finden. Genau deswegen ist es so wichtig, sich vorab gründlich zu informieren – denn bei einer so wichtigen Entscheidung sollte man nicht ins Blaue hinein schießen. Wir zeigen auf, was man bei Abschluss einer Hausratversicherung und in den Jahren danach beachten sollte.Beitrag: Hausratversicherung abschließen Tipps
Hausratversicherung abschließen: Tipps, Kosten, Leistungen & Fallstricke – Der umfassende Ratgeber
Die häufigsten Fehler beim Vergleich von Gebäudeversicherungen
Wer vergleicht, macht Fehler. Manche sind harmlos. Andere teuer.
- Fehler 1: Nur auf den Beitrag schauen.
Ein günstiger Tarif kann gravierende Lücken enthalten. Der Preis ist das Ergebnis – nicht das Entscheidungskriterium. - Fehler 2: Die Versicherungssumme zu niedrig ansetzen.
Wer hier spart, riskiert Unterversicherung. Im Schadenfall wird dann anteilig gekürzt. Das kann fünfstellige Beträge kosten. - Fehler 3: Altvertrag vorschnell kündigen.
Gerade bei älteren Immobilien kann ein Neuabschluss schwierig oder teurer sein. Erst neue Deckungszusage sichern – dann kündigen. - Fehler 4: Elementarschutz ignorieren.
„Hier passiert so etwas nicht“ war schon oft ein teurer Irrtum. - Fehler 5: Bedingungen nicht lesen.
Nicht jede „grobe Fahrlässigkeit“ ist automatisch unbegrenzt versichert. Nicht jedes „Leitungswasser“ umfasst auch Rückstau.
Ein guter Vergleich ist kein Klick – sondern eine Entscheidung.
Häufige Fragen beim Vergleich von Gebäudeversicherungen
- Wie viele Angebote sollte man vergleichen?
Mindestens drei Tarife mit vergleichbarem Leistungsumfang. - Wie oft sollte man vergleichen?
Alle zwei bis drei Jahre – oder bei größeren Umbauten. - Kann man während der Laufzeit wechseln?
In der Regel zum Ablauf oder bei Beitragserhöhung. - Was ist wichtiger – Preis oder Leistung?
Leistung. Der Preis folgt der Leistung.
Fazit
Ein Gebäudeversicherungsvergleich erfordert mehr als nur einen Blick auf den Preis. Du solltest die spezifischen Anforderungen deines Hauses, deines Standorts und deiner individuellen Bedürfnisse berücksichtigen. Ob spezialisierte Tarife für Altbauten, erweiterte Deckungen für moderne Technologien oder der passende Schutz vor regionalen Risiken – die Wahl der richtigen Versicherung will gut überlegt sein. Dabei darfst du die Kundenzufriedenheit und den Service des Anbieters nicht außer Acht lassen. Nur so stellst du sicher, dass dein Zuhause in jeder Situation optimal abgesichert ist.
Leserumfrage zur Gebäudeversicherung
Gebäudeversicherung: was ist FÜR DICH wichtig?
Kreuze alle (eventuell aufpreispflichtigen) Punkte an, die du mit der Gebäudeversicherung absichern werden. Vergleiche danach deine Liste mit den Eingaben der anderen LeserInnen.
Hier die bisherigen Antworten anschauen ⇓
Die bisherigen Stimmen:
| Brand | 44 Stimmen |
| Sturm | 42 Stimmen |
| Leitungswasserschaden | 42 Stimmen |
| Hagel | 41 Stimmen |
| Rohrbruch | 41 Stimmen |
| Blitzschlag | 41 Stimmen |
| Aufräumkosten / Abbruchkosten | 40 Stimmen |
| Elementarschäden (Überschwemmung, Erdsenkung, Rückstau, Erdbeben ...) | 37 Stimmen |
| Volle Zahlung auch bei grober Fahrlässigkeit | 37 Stimmen |
| Überspannungsschutz | 35 Stimmen |
| Explosion | 34 Stimmen |
| Entsorgungskosten des Schutts | 28 Stimmen |
| Mehrkosten durch Renovierung nach höheren Behördenauflagen als beim Bau des Hauses | 25 Stimmen |
| Bewegungskosten (z. B. für zwischenzeitliche Möbeleinlagerung) | 20 Stimmen |
| Glasbruch | 17 Stimmen |
| Dekontamination von verseuchtem Erdreich | 14 Stimmen |
Fehlt hier ein Punkt, den du noch durch die Gebäudeversicherung absichern würdest?
Vielen Dank für jeden Hinweis!
Richtiges Verhalten im Schadensfall
Verhalten nach Einbruch, Diebstahl, Feuer oder Wasserschaden
Um im Sinne von Polizei und Versicherung (z. B. der Hausratversicherung) korrekt zu handeln, empfiehlt sich die folgende Vorgehensweise:
Sofortmaßnahmen unmittelbar bei Schadenserkennung
- Den Schaden möglichst gering halten oder sogar verringern
Das kann vieles sein: Die Kreditkarte oder Girokarte nach einem Diebstahl sperren lassen, bei einem Wasserschaden die Hauptleitung abzudrehen, nach einem Einbruch die Einbruchsstelle wieder zu verschließen, bei einem Schaden des Daches die undichte Stelle notdürftig zu bedecken usw. - Dabei den Schaden möglichst unverändert lassen
Damit die Versicherung bzw. die Polizei sich einen Eindruck verschaffen kann. Dazu gehört es, kaputte Gegenstände nicht sofort wegzuschmeißen und nicht den Schaden gleich in Eigenregie zu beheben. Einem Sachverständigen muss es weiterhin möglich sein, den Schaden vollumfänglich zu begutachten. - Fotos/Videos vom Schaden erstellen
Diese können sowohl dem Sachverständigen und der Polizei zur Verfügung gestellt werden und dienen als Beweis für den Versicherungsanspruch. Auch die Spuren des Einbruchs sichern.
Unmittelbar nach den Sofortmaßnahmen
- Strafbare Handlung? Polizei verständigen!
Also beispielsweise bei einem Einbruch, bei Diebstahl oder Vandalismus. - Dem Versicherer Bescheid geben
Am besten per Telefon. E-Mail sollte auch möglich sein.
Zeitnah danach
- Liste der gestohlenen/zerstörten Sachen für die Polizei erstellen.
- Liste der Schäden für den Versicherer erstellen.
In der Folgezeit
- Den Anweisungen des Versicherers in Bezug auf den Schaden folgen.
Dazu gehört es auch, alle Anfragen zum Schaden zügig und wahrheitsgetreu zu beantworten, geforderte Nachweise zur Verfügung zu stellen und einem von der Versicherung geschickten Sachverständigen den Zugang zum Haus zu gewähren. Hilfreich ist es, wenn Sie noch alle Kaufbelege für die geschädigten Dinge aufbewahrt haben.
Wenn der Versicherer nach angemessener Prüfungsfrist noch nicht gezahlt hat
- Sich schriftlich per Einschreiben an den Versicherer und eine Stellungnahme und eventuell eine Abschlagszahlung einfordern.
Hat der Versicherer nach angemessener Prüfungsfrist keine Zahlung geleistet und liegen alle erforderlichen Unterlagen vor, kann der Versicherungsnehmer schriftlich eine Stellungnahme oder gegebenenfalls eine Abschlagszahlung verlangen.

Ergänzung oder Frage von dir?
Gibt es eine Frage zum Beitrag, etwas zu ergänzen oder vielleicht sogar zu korrigieren?
Fehlt etwas im Beitrag? Kannst du etwas beisteuern? Jeder kleine Hinweis/Frage bringt uns weiter und wird in den Text eingearbeitet. Vielen Dank!

Weiterlesen
Gebäudeversicherung – worauf achten?
Gebäudeversicherung – worauf achten? 21 Punkte, die wichtig und sinnvoll sind | Verhalten im Schadensfall
Ob Wohnung, Reihenhaus, Wohngebäude oder Gewerbeimmobilie: Für Immobilienbesitzer zählt die Wohngebäudeversicherung mit zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Zwar ist sie keine Pflichtversicherung, dennoch aber ein unverzichtbares Instrument zur Absicherung vor bestimmten Schadensereignissen und sollte von keinem Immobilienbesitzer außer Acht gelassen werden. Zudem ist eine Gebäudeversicherung oftmals eine Voraussetzung für den Erhalt eines Immobilienkredits. Was sollte man also beim Thema Gebäudeversicherung beachten?
Hier weiterlesen: Gebäudeversicherung – worauf achten?
Wasserschaden – was tun? 7 dringend notwendige Maßnahmen | Mit Download!
Ein Wasserschaden gehört zu den schlimmsten Erlebnissen als Hausbesitzer. Man hat noch Glück, wenn man den Wasserschaden rasch bemerkt. Richtig schlimm wird es, wenn das Wasserleck tagelang (z. B. während des Urlaubes) das Wasser in die Immobilie ergießen kann.
Wie auch immer: Beim Entdecken eines Wasserschadens ist schnelles Handeln gefragt. Wer im Notfall weiß, was zu tun ist, hält den Schaden in Grenzen.
Wir zeigen, was bei einem Wasserschaden sofort und in den Tagen danach zu tun ist und wer für den entstandenen Schaden aufkommt.
Hier weiterlesen: Wasserschaden – was tun?
Hausratversicherung abschließen Tipps
Hausratversicherung abschließen: Tipps, Kosten, Leistungen & Fallstricke – Der umfassende Ratgeber
Stell dir vor, du kommst nach einem entspannten Wochenende nach Hause, öffnest die Tür – und alles ist anders. Ein Wasserschaden hat die Böden aufquellen lassen, deine wertvolle Elektronik liegt in Pfützen und der TV, tja, der funktioniert auch nicht mehr. In solchen Momenten wird einem bewusst, wie schnell all die Dinge, die man sich mühsam aufgebaut hat, zerstört werden können. Und genau da kommt die Hausratversicherung ins Spiel. Sie ist wie ein stiller Schutzengel, der dafür sorgt, dass du im Ernstfall nicht vor den Trümmern deines Eigentums stehst und dich fragst, wie du das alles jemals wieder ersetzen sollst.
Aber seien wir ehrlich: Nicht alles glänzt so schön, wie es im ersten Moment klingt. Denn die Hausratversicherung bringt auch ihre Tücken mit sich. Welche Schäden werden wirklich abgedeckt? Was passiert, wenn die Versicherung plötzlich die Beiträge erhöht? Und warum unterscheiden sich die Prämien so stark, nur weil du in einer anderen Stadt wohnst? Manchmal fühlt es sich fast so an, als müsse man ein kleines Studium absolvieren, um die beste Versicherung zu finden. Genau deswegen ist es so wichtig, sich vorab gründlich zu informieren – denn bei einer so wichtigen Entscheidung sollte man nicht ins Blaue hinein schießen.
Wir zeigen auf, was man bei Abschluss einer Hausratversicherung und in den Jahren danach beachten sollte.
Hier weiterlesen: Hausratversicherung abschließen Tipps

