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In Deutschland werden immer mehr Häuser in Fertigbauweise gebaut. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Heute bestellt und schon in wenigen Monaten einziehen. Doch ist Fertighaus gleich Fertighaus? Muss der Bauherr selber mit ran und welche Arbeiten sind eigentlich in einem Fertighaus enthalten?

Punkt 1

Was bedeutet Fertighaus? 

In Deutschland wird mittlerweile jedes fünfte, neu gebaute Haus in Fertigbauweise errichtet. Die Gründe sind offensichtlich, denn ein Fertigbauhaus ist die schnellste Art in die eigenen vier Wände zu kommen. Fünf bis neun Monate dauert es, bis das neue Domizil errichtet ist, hierbei ist zwischen Vertragsabschluss, über Planung und Endmontage alles erhalten.

Je mehr dabei im Werk vorgefertigt wird und je größer die einzelnen Wand- und Deckenelemente sind, desto schneller ist das Haus vor Ort errichtet.

Durch die Koordinierung des Baus durch das Bauunternehmen werden zumeist schon die ersten Wandelemente im Werk erstellt, während die Bodenplatte noch gegossen wird, dies spart Zeit. So ist nach der Aushärtung der Platte, dass neue Haus in wenigen Tagen errichtet. Eingeplant kann hier je nach Hausgröße zwischen zwei und fünf Tagen.

Sobald die Wände stehen, kann schon mit dem Dach und dem Innenausbau begonnen werden, der, so sollte er vom Bauunternehmen ausgeführt werden nach spätestens zwei Monaten komplett beendet sein. 

Mehr zum konkreten Bauvorgang:

Fertighaus – Wie wird es gebaut?

fertighaus baukoerper modern u1 564Fertighäuser gibt es heutzutage in allen Erscheinungsformen

Wie wird eigentlich ein Fertighaus gebaut? 5 Typen sind gebräuchlich

Unter dem Terminus "Fertighaus" werden in der Praxis ganz unterschiedliche Haustypen verkauft. Wir schildern, welche Typen von Fertighäusern es gibt, was Fertighäuser beinhalten und wie ein Fertighaus konkret gebaut wird.

Punkt 2

Fertighaus-Varianten

Fertighaus ist dabei jedoch nicht gleich Fertighaus. Viele Anbieter von Fertighäusern übergeben diese in unterschiedlichen Stadien des Hausbaus. Je nachdem sind für den Bauherren mehr oder weniger Arbeiten in Eigenleistungen oder durch weiter Firmen zu erledigen.

Prinzipiell unterscheiden sich drei Varianten von Fertighäusern:

Bausatzhäuser

Diese Form ist die geringste Ausbauform von Fertighäusern. Die Bauleute erhalten vom Hersteller alle benötigten Baumaterialien und sind für den Aufbau selbst verantwortlich. Der Hersteller steht mit Rat zur Seite, übernimmt aber keinerlei weitere Arbeiten.

Die Bauweise als Bausatz ist Recht selten, da die meisten Anbieter von Fertighäusern sich auf Holzständer- oder Holztafelbauweise spezialisiert haben und diese von Profis montiert werden müssen.

holzhaus bohlen 564

Am verbreitetsten sind unter den Bausatzhäusern Häuser in Blockbohlenbauweise, die komplett selbst zusammen gebaut werden müssen. Hierbei kann es sich um ganze Baumstämme handeln oder große kantige Bohlen, wie sie unter anderem im Schwarzwald bekannt sind. Alternativ gibt es auch Massivhäuser als Bausatz. Die Grundlage hierfür bilden hohle Wandelemente, die aufeinandergesetzt und später mit Beton verfüllt werden.

Für wen geeignet?

Anzuraten sind Bausatzhäuser nur für erfahrene Bauherren, die einen Kran bedienen können, da Patzer hier schnell passieren und am Bau zu desaströsen Ausmaßen führen können.

Ausbauhäuser

Wenn bei der Übergabe des Fertighauses, dass Haus witterungsfest steht und noch grundlegende Arbeiten im Innenbereich zu erledigen sind, so spricht man von Ausbauhäusern. Was kommt noch dazu? Je nach Budget können hier viele Arbeiten vom Bauherren, wie zum Beispiel das Einziehen von nichttragenden Innenwänden in Trockenbauweise, verlegen von Leitungen oder Bodenverlegearbeiten selbst erledigt werden. Dies spart Geld, auf Kosten der eigenen Arbeitszeit.

Für wen geeignet?

Zu empfehlen ist dieser Fertighaustyp für handwerklich geschickte Bauherren, die sich ein solches Projekt zutrauen und auf Unterstützung von Familie und Freunden setzen können, um den fertigen Ausbau in wenigen Wochen selbst zu verwirklichen.

Fertighaus – was kann ich selber machen? Sie sehen: eine Menge. Hier ein Artikel dazu, der viele Tipps zur Eigenleistung beim Fertighaus gibt:

Was kann ich beim Fertighaus selber machen?

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Ja, auch beim Fertighaus kann ich selber mit anpacken und mit meiner "Muskelhypothek" die Baukosten senken. Wenn man handwerklich versiert ist und über viel freie Zeit verfügt, können bis zu 20 Prozent der Baukosten eingespart werden. Doch es gilt auf einige Punkte zu achten.

Schlüsselfertige Bauweise

Ist ein Fertighaus in schlüsselfertiger Bauweise geplant, sollte man sehr genau auf die Vertragsgestaltung des Anbieters achten. Doch was heißt schlüsselfertig genau? Im Grund genommen bedeutet schlüsselfertig, dass das Haus komplett fertig ist und die neuen Hausherren, nur noch die Möbel aufzustellen brauchen, Eigenleistungen sind nicht nötig. In einigen Fällen können hier jedoch noch Boden- und Wandarbeiten selbst zu leisten sein.

Welchen Fertigbauhaus-Typ bevorzugen Sie?

Zu welcher Variante des Fertighauses tendieren Sie?

 

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Punkt 3

Was ist dabei?

Was ist inklusive? Das kommt auf das Angebot an. Was im Endeffekt bei einem Fertighaus dabei ist, hängt stark von der Ausstattung und dem Grad der Fertigstellung ab.

Im "Normalfall" sind immer folgende wesentliche Punkte in einem Fertighaus enthalten:

  • Aushub des Kellers, sofern geplant, des Weiteren Gründungsarbeiten und Fundament
  • Rohbau
  • Dach und Zimmerer
  • Dachdecken
  • Fenster
  • Innen- und Außentüren
  • Treppenbau
  • Trockenbau
  • Innenputz und Außenputz
  • Estrich
  • Bodenbeläge
  • Heizung
  • Elektroinstallation
  • Einrichtungen wie Bad und Küche
  • Garten bzw. Außenanlage

Fertighäuser aus Polen

Mittlerweile bieten Fertighäuser aus Polen eine kostengünstige Alternative zu heimischen Anbietern. Die Erfahrungen, die dabei gemacht werden, sind vielfältig und wie hierzulande auch abhängig vom jeweiligen Anbieter. Tipp: Man achte bei jedem Preisvergleich darauf, ob Klempnerarbeiten, Bodenplatte, Erdaushub, Elektriker, Malerarbeiten (auch Fassade), Sonderausstattungen sowie Vermessungs- und Transportkosten (!) im jeweiligen Angebot enthalten sind.

Punkt 4

Schlüsselfertig: Vor- und Nachteile

Schlüsselfertig bauen, hat einige Vorteile, unter diesen der Hauptvorteil: Zeitersparnis!

Zwischen der Planung und dem Einzug in ein schlüsselfertiges Haus vergehen in der Regel und abgesehen von Sonderwünschen und Schwierigkeit nur fünf bis neun Monate. Ein Massivhaus, dauert deutlich länger.

Ein weiterer Vorteil ist, dass alle Arbeiten vom Hauslieferanten überwacht werden, eine eigene Bauaufsicht ist damit nicht zwangsläufig nötig. Alle Arbeiten zu den unterschiedlichen Gewerken werden dem Bauherren abgenommen.

Zusätzlich sind alle Baukosten bereits im Vertrag festgelegt und dokumentiert. Somit besitzt der Bauherr einen genauen Überblick und überlebt keine bösen teuren Überraschungen. Für schlüsselfertige Häuser werden für jeden Baufortschritt die Teilbeträge der Kosten an das Bauunternehmen ausgezahlt. Mit diesem Zahlungsplan kann die Baufinanzierung mit der Bank besser geplant werden.

Der eindeutige Nachteil bei einem schlüsselfertigen Haus sind die Kosten. Alle Arbeiten, die nicht selbst erledigt werden, kosten viel Geld. Dies führt zu einer deutlichen Preissteigerung gegenüber Bausatzhäusern und Ausbauhäusern.

Ein weiterer Nachteil ist, dass der Gestaltungsspielraum des Hauses bei vorgefertigten Häusern. Dieser ist gering bis sehr gering, Änderungen im Innenbereich sind nur selten möglich. Nur wenige Anbieter erlauben hier Änderungen an nichttragenden Innenwänden. Aber auch diese sind nur Minimal zu ändern.

Punkt 5

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... und ein Video: So entsteht ein Fertighaus

Thema: Von Auswahl der Ausstattung über Vertragsverhandlung bis zum Zusammenbau des Fertighauses.

Länge: 49 Minuten

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