Schild Betreten Baustelle verboden

Heimwerker aufgepasst: So sichert man private Baustellen

Wer eine Baufirma mit Renovierungsarbeiten & Co beauftragt, kann davon ausgehen, dass Profis am Werk sind, die genau wissen, wie die Baustelle abzusichern ist. Viel zu groß wären die Schäden, die durch eine unzureichende Absicherung entstehen könnten. Doch wie steht es eigentlich um die Absicherung der Baustellen, wenn Heimwerker selbst Hand anlegen? Vor allem dann, wenn die Baustelle für Dritte zugänglich ist, sollten auch dabei gewissen Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden. In den nachfolgenden Abschnitten finden Hobby-Baumeister die wichtigsten Informationen zum Absichern privater Baustellen.

Punkt 1

1. Welche Warnhinweise dürfen nicht fehlen

Ist die Baustelle im Haus und daher für Dritte nicht zugänglich, sollte man darauf achten, dass die Bewohner von Haus oder Wohnung sich nicht verletzen. Doch bei Baustellen im Freien, vor allem aber vor dem Haus, ist besondere Vorsicht geboten, um sich selbst und andere Personen vor Schäden zu bewahren.

1.1. Betreten der Baustelle verboten

Das Schild „Betreten der Baustelle verboten. Eltern haften für ihre Kinder“ ist das bekannteste Beispiel für Baustellen-Schilder und Warnhinweise auf der Baustelle. Mit dem gelben Warnschild übertragen Bauherren die Haftung für Schäden, die aus dem Betreten einer Baustelle resultieren, auf Dritte.

Besonders wenn private Heimwerker eingetragene Vereine tatkräftig durch Arbeit unterstützen, ist eine korrekte Ausschilderung der Baustelle wichtig. Wer für eine private Körperschaft tätig wird, sollte neben der Nächstenliebe und fachlichem Knowhow also auch die entsprechenden Schilder im Gepäck haben.

1.2. Spezielle Warnschilder

Stehen auf der Baustelle Gerätschaften, die unter Umständen gefährlich werden könnten, empfiehlt es sich, spezielle Warnschilder mit den Hinweisen, „Nicht berühren“ aufzustellen oder zu montieren. Es gilt: Je besser man sich absichert, desto weniger kann einem die Privatbaustelle auf die Füße fallen.

Punkt 2

2. Baustelle absperren

Je nachdem, um was für eine Baustelle es sich handelt und ob diese auf dem Privatgrundstück liegt oder auf öffentlich zugänglichen Grund ragt, muss die Baustelle auch abgesperrt werden. Dies kann man durch Flatterband lösen. Besteht allerdings ein erhöhtes Verletzungsrisiko – beispielsweise durch ein Loch im Boden – ist es besser, auf einen Bauzaun zurückzugreifen. So kann man vermeiden, dass Kinder oder auch Tiere sich auf der Baustelle verletzen.

2.1. Gerüst unzugänglich machen

Bei Fassadenarbeiten, die ein Gerüst erforderlich machen, ist auch besondere Vorsicht gefragt. Dabei ist es wichtig, das Baugerüst unzugänglich zu machen, wenn gerade nicht gearbeitet wird. Dies kann man ganz einfach durch das Entfernen oder Hochklappen der Leiter erreichen. Ein zusätzlicher Warnhinweis sorgt für ein Plus an Sicherheit.

Punkt 3

3. Genehmigungen beantragen

Neben der Absicherung der Baustelle ist es auch wichtig, eventuelle wichtige Genehmigungen bei der Stadt, beim Landratsamt oder bei der Gemeinde zu beantragen. Dies sollte vor allem dann zum Standard gehören, wenn Teile der Baustelle auf den Gehweg, auf öffentlichen Grund oder gar auf die Straße ragen.

Solch eine Genehmigung wird auch dann erforderlich, wenn ein Container aufgestellt werden muss, der nicht (vollständig) auf Privatgrund steht. Derartige Genehmigungen sind in der Regel kostenpflichtig. Holt man sie nicht ein, können jedoch sensible Geldstrafen die Folge sein. Vor allem dann, wenn beispielsweise Rettungskräfte die Straße nicht passieren können, weil eine Baustelle diese blockiert, kann die Baustelle ohne Genehmigung rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Beauftragt man ein Unternehmen mit entsprechenden Arbeiten, kann man dieses auch darum bitten, sich um die Genehmigungen zu kümmern. In diesem Fall werden die entsprechenden Kosten meist in die Rechnung der Baufirma integriert.

Punkt 4

4. Bauhelfer versichern

Es ist schön, wenn man ein gutes Netzwerk an Verwandten und Freunden hat, die auf der privaten Baustelle gerne mal mit anpacken. Dies ist rechtlich in Ordnung, sofern es sich um eine unentgeltliche Hilfe und nicht um Schwarzarbeit handelt. Doch, was, wenn sich einer der Helfer auf der Baustelle verletzt?

Wer sich von Bauhelfern unterstützen lässt, gilt als „Eigenbauunternehmer“ oder „Unternehmer nichtgewerbsmäßiger Bauarbeiten“ und sollte sich vor Schadenersatzansprüchen schützen. Helfer sollten also bei der BG Bau angemeldet und versichert werden. Doch, auch wenn man rechtlich und versicherungstechnisch gut aufgestellt ist, gilt: Bauhelfer sollten unter allen Umständen bestmöglich abgesichert sein. Ausreichende Schutzausrüstung wie Helme, Atemschutzmasken oder Sicherheitsschuhe sollten auf keiner Baustelle fehlen. Ebenso sollte das Werkzeug intakt sein und auch Gerüste sowie die allgemeine Baustelle gut abgesichert sein.

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Punkt 5

5. Weiterlesen

Diebstahl auf der Baustelle – wie schützen?

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Diebstahl auf der Baustelle – so kann man sich schützen

Der Klau auf dem Bau ist weder lustig und auf gar keinen Fall ein Kavaliersdelikt. Es ist geradezu erschreckend, wie oft und wie dreist während der Bauphasen es zu Diebstählen kommt. Wenn man Glück hat, bleibt die Baustelle zumindest am Tag verschont, weil dann die Handwerker und/oder die Bauherren auf der Baustelle anwesend sind und der Bau so weit unter Beobachtung steht. Wenn es aber dunkel wird und alle die Baustelle verlassen, haben es die Diebe meist leicht. Teure Materialien und Werkzeuge oder die Baumaterialien verschwinden von der Baustelle und häufig wird zusätzlich noch Vandalismus betrieben, Sachen beschädigt.

Wir geben Empfehlungen, wie Sie sich vor Diebstahl auf der Baustelle schützen können.

Sicherheit auf der privaten Baustelle

Sicherheit auf der BaustelleWer eine eigenen Immobilie besitzt, muss im Falle anstehender Reparaturarbeiten selbst Hand anlegen. Zum Beispiel wenn das Dach undicht ist, eine Wand versetzt werden muss oder elektrische Leitungen erneuert werden sollen. Das alles sind jedoch Handarbeiten, die man als Laie kaum alleine bewältigen kann.

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