Mauer trocknen mit Elektro-Osmose

Frank fragt:

Hallo,

ich habe gehört, man kann eine Mauer per Elektro-Osmose trocknen. Hat da jemand Erfahrungen? Mir kommt das ein bisschen wie Zauberei vor.

Die Antworten lauten wie folgt:

Dagi antwortet

Jau - ich - taucht nix. Haben wir für unsere Kellerwand durchgeführt. Ergebnis: Der Schimmel kam trotzdem durch.

Peppermann

Na ja, trocknen alleine hilft da auch nicht dauerhaft - man muss auch verhindern, dass neue Feuchtigkeit ins Mauerwerk einzieht. Also auch mal schauen, wo das Wasser herkommt.

M.Kusch

Ich finde es äußerst interessant, mit welcher Hartnäckigkeit sich seit geraumer Zeit absolute anonyme Laien mit der Elektroosmose beschäftigen und diese versuchen in jeglichen Foren schlecht dastehenzulassen. Vor allem ist den meisten noch nicht mal eine Beschreibung zu entlocken, geschweige der Unterschied zwischen den einzelnen Verfahren ist erklärbar ...

Und eine Elektroosmose ist nun mal nicht zu vergleichen mit einem Gerät, was angeblich per Funk, Magnetokinese oder anderem arbeitet, denn die Definition der Elektroosmose ist eine völlig andere (Anlegung einer Spannung an Elektroden).

Die aktive Elektroosmose ist ein Verfahren, was sehr wohl perfekt funktioniert und bereits seit Jahrzehnten als allgemeinwissenschaftlich anerkannt wird und in der Bestandssanierungsnorm ÖNORM B 3355-2 aufgeführt ist.

Ich biete das selber an. Wie funktioniert unsere genormte aktive Elektroosmose?

Der Abtrocknungsprozess am Gebäude beginnt mit der Umkehrung des negativen elektrischen Feldes im Mauerwerk, durch den Einbau einer durchgängigen positiven und negativen Elektrodenleitung aus leitfähigem Kunststoff und dem Anschluss an das Netzgerät.

Dieses Netzgerät regelt dann voll automatisch den notwendigen Stromfluss zwischen Anode und Kathode, um das Mauerwerk abtrocknen zu lassen. Der elektrische Strom nimmt den Weg des geringsten Widerstandes im feuchten Material zwischen der installierten positiven und der negativen Elektrode.

Durch die unterhalb am Gebäude installierte Kathodenleitung erreicht man somit eine Abtrocknung von Kellerräumen, welche meist sonst nie nutzbar waren.

Der unmittelbare Bereich zwischen den eingebauten Elektroden trocknet zuerst ab.

Danach hat die darüber liegende Feuchte keinen halt mehr und sackt in diesen Bereich. Der Strom fließt so lange, bis die Feuchtigkeit aus allen Zonen des elektrischen Feldes nach und nach verdrängt ist.

Die zum Schluss notwendige Restfeuchte wird durch die speziell entwickelten Steuerungsgeräte reguliert und gewährleistet die jahrzehntelange Funktion des Verfahrens ohne Ausfall.

Das System erreicht mit dieser Wirkungsweise eine schonende und dauerhaft kontrollierbare Trockenlegung des gesamten Mauerwerkes, ohne gesundheitliche Belastungen durch chemische Mittel, keine Aushubarbeiten, Statikrisiken, Strahlungen oder riesigem Bauaufwand.

Das System verwendet zum Aufbau des elektrischen Feldes die besondere Form einer automatisch an die Feuchtigkeit anpassende minimale Gleichspannung, welche völlig ungefährlich für Mensch und Tier ist.

Weiterhin ist die Steuerung der Anlage durch den TÜV Österreich geprüft.

Der Verbrauch der Anlage richtet sich nach den jeweiligen Objektbegebenheiten und sinkt mit Abnahme der Feuchtigkeit. Danach besteht nur noch der Verbrauch zum Erhalt der Funktion von wenigen Millivolt.

Beim Betrieb einer aktiven Elektroosmose - Anlage werden keinerlei gesundheitsschädliche Strahlungen oder Wellen abgegeben.

Die Anlagen entsprechen der anerkannten nationalen ÖNORM B 3355-2 und deren Richtlinien.

Diese sagt aus: Es sind Elektroden im Mauerwerk zu verlegen und mit einer Gleichspannung von maximal 15 Volt zu betreiben. Andere Verfahren welche sich auf Funkwellen, Skalarwellen, Mangnetokinese und Ähnliches berufen sind aus der Norm ausgeschlossen. Die entsprechende Norm kann bei uns eingesehen werden.

Beim Einbau der Anlage werden außer Graphit und Putz zum Einputzen der Elektroden am Mauerwerk keinerlei chemische Materialien eingebracht, welche durch Ausdunstungen oder chemischen Reaktionen gesundheitliche Schäden verursachen könnten.

Durch die installierte Anlage werden Fremdströme, Feuchte etc. in das Erdreich zur Kathode abgeleitet und die Räumlichkeiten trocknen somit auf absolut natürliche Weise ab. Salze und Nitrate aus dem Erdreich, welche vormals mit der Feuchte aufgestiegen sind können nicht erneut aufsteigen und kristallisieren aus dem Mauerwerk. Nach Säuberung kann anschließend ein normaler Trass-Kalk Putz aufgebracht werden.

Als Laie sollte man folgende Ratschläge bei den Ausführungsdetails bedenken:

  • Nur Fachpersonal einsetzen
  • durchgängige Elektroden und Kathoden verwenden
  • möglichst im Kern des Mauerwerk wirkendes Verfahren
  • keine chemisch nicht resistenten Materialien für die Anoden und Kathoden verwenden
  • die Elektrodenabstände zwischen Anode und Kathode niedrig halten
  • das Mauerwerk zusätzlich leitbar machen beim Einbau
  • möglichst Verbindungen zum Kern der Mauern schaffen
  • möglichst wenige Trennung und Verbindungen bei Verlegung
  • bei Verbindungen sichersten Schutz wählen
  • optimale voll elektronische Steuerung wählen
  • Service oder Wartung nicht vergessen

Steckt man nur eine Steck-Anode und Kathode an einem gewissen Punkt in die Mauer und legt daran eine Spannung an, kann man nicht erwarten, dass es zu einer Trocknung des gesamten Gebäudes kommt. Die Leitfähigkeit der Mauern ist absolut unterschiedlich, das betreffende Potential würde also nach ein paar wenigen Metern zusammenbrechen.

Es sollte also eine durchgängige Verlegung auf dem betreffend zu trocknenden Mauern erfolgen. Dazu eignen sich am besten die Verfahren der Kabel- oder Bandelektroden, schon aus Gründen der vielen Verbindungen, welche man bei den verwendeten Steckelektroden tätigen müsste.

Da die Systeme unter Putz kommen, sollte man diesen wichtigen Faktor schon wegen der Korrosionsrisiken bei der Verfahrensauswahl bedenken.
Einer der wichtigsten Punkte an einer dauerhaft funktionierenden Elektroosmoseanlage ist allerdings auch die Auswahl der Materialien der zu verwendeten Elektroden. Von rein metallischen Elektroden kann man keine langlebige Funktion in einem chemischen Prozess einer Elektroosmose erwarten. Salze, Nitrate sowie der Prozess selbst würden diese in kurzer Zeit zersetzen. Empfehlenswert sind hier nur chemisch resistentere Materialien wie z. B. die bekannten leitfähigen Kunststoffe, ansonsten sind ständige Nacharbeiten schon vorher ersichtlich.

Man sollte bei der Installation nur Firmen wählen, die auch den Nachweis der Fachkunde erbringen können.

Wenn man all diese Dinge beachtet, ist eine jahrzehntelange Funktion der aktiven Elektroosmose gar kein Problem, was uns durch unsere eigene Kundschaft schon seit 20 Jahren bestätigt wird.
Marco Kusch

Anonym

Entgegen aller Hetzkampagnen gibt es neben der ÖNORM B3355-2 genügend Fachbeweise zur perfekten Funktion der aktiven Elektroosmose mittels Elektrodeneinbau.

Anonym

Und trotz Hochmut und goldenem Schwindel funktioniert eben da doch nix:
https://books.google.de/books?id=se9ZCwAAQBAJ&pg...age&q=drymat&f=false

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