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Dusche Silikon erneuern: Anleitung, Tipps und problemloses entfernen

Nichts ist für die Ewigkeit – auch nicht das Silikon in der Dusche. Spätestens, wenn das Silikon deutliche Schimmelbildung zeigt, sollte man es wechseln. Aber auch Undichtigkeit oder unsaubere Optik können ein Grund sein, durch frisches Silikon neuen Glanz in die Duschkabine (oder ans Waschbecken, die Badewanne ...) zu bringen. Wir zeigen, wie Sie problemlos (zumindest so einfach wie möglich) das alte Silikon entfernen und durch eine frische Fuge ersetzen.

Punkt 1

Altes Silikon entfernen

Spätestens bei Schimmel sollten Sie das alte Silikon entfernen. Bedenken Sie auch: Der Schimmel blüht nicht nur auf der Vorderseite des Silikons, in vielen Duschen blüht der Pilz vor allem auf der Rückseite der Fuge, im Wandzwischenraum. Sie sollten darum beim Entfernen des Altsilikons immer mit einem Mundschutz arbeiten. Beim Herausziehen der Altfuge zeigt sich manchmal ein regelrechter Schimmelteppich.

Wie wechseln Sie nun das Silikon? Zunächst muss das alte Silikon runter. Diese Arbeit kann – abhängig von der Qualität des Silikons und des Umgebungsmaterials – ein wenig anstrengend und zeitaufwendig sein.

Cuttermesser, Spezialgerät und Silikonentferner

Schneiden Sie das alte Silikon mit einem Cuttermesser ein, ziehen Sie an beiden Seiten der Fuge zwischen Wand und Fuge mit dem Cuttermesser durch und ziehen Sie danach möglichst lange Silikon-Bahnen vorsichtig ab. Verbleibende Silikonreste an der Wandfliese oder dem Becken kratzen Sie mit einem Spachtel oder einem speziellen Fugenwerkzeug (Fugenkratzer) ab.

Zum leichteren Lösen der alten Silikonfugen können Sie diese mit einem speziellen Silikonentferner vorbehandeln. 

Zum Schluss reinigen Sie die Fugenflächen sorgfältig, so dass diese staub- und fettfrei ist. Gegebenenfalls schließen Sie diese Arbeit mit einem speziellen Schimmelreiniger ab.

Dusche: Silikon oder Acryl?

Silikon ist feuchtigkeitsabweisend und pilzhemmend – darum kommt es in der Küche, der Dusche, der Badewanne, am Waschbecken und im restlichen Bad zum Einsatz. Es wird in verschiedenen Farben angeboten (wählen Sie eine, die zu Ihrer Fliese bzw. zu den vorhandenen Fugen passt), die Silikonfuge kann aber nicht – wie Acryl – gestrichen werden.

Tipp: Kaufen Sie Qualität, so gelingt die Fuge besser und Sie haben länger Freude an der Abdichtung.

Wir raten zu alterungs- und witterungsbeständigem Silikon, das zudem fungizid, also schimmelpilzhemmend ist. Das Silikon sollte als dauerhaft elastisch gekennzeichnet sein.

Schimmel am Rand rückstandslos abtragen

Bevor Sie die neue Fuge auftragen muss der alte Schimmel in der nun silikonfreien Spalte restlos entfernt werden! Wenn es nicht anders geht, greifen Sie zur chemischen Keule, sprich Schimmelreinigungsmittel. Wenn Sie noch mehr tun wollen, können Sie auch einen Schimmelblocker auftragen. Dieser muss mindestens 24 Stunden einwirken. Das ist dann aber schon eine ganze Menge Chemie. 

Versuchen Sie erst einmal, den Schimmel mechanisch und mit heißem Wasser und Schwamm zu entfernen.

Punkt 2

duschwanne fuge 564Der Lohn der Mühe: die Dusche wirkt neuwertig

Dusche neu mit Silikon abdichten

Im nächsten Arbeitsschritt tragen Sie das Silikon mit der Kartusche auf. Halten Sie folgendes parat:

  • Schüssel mit Wasser und Spüli
  • Eine Rolle Küchenpapier
  • Passenden Fugenglätter
  • Feuchtes Toilettenpapier
  • Abfalleimer
  • Eventuell Malerkrepp
  • Kartuschenpistole (Silikonpistole) zum Auspressen der Silikon-Kartusche
  • Und natürlich hochwertiges Silikon in ausreichender Menge
    Nochmals: Machen Sie sich eine Freude und kaufen Sie qualitativ hochwertiges Silikon, das der deutschen oder der EU-Norm entspricht. Die Verarbeitung eines Billigproduktes aus Fernost kann zur Qual werden, zudem ziehen sich manche solcher Produkte beim Trocknen unverhältnismäßig zusammen.

Wenn Sie mögen, können Sie die Ränder der Fuge mit Maler-Krepp auf den umliegenden Fliesen abkleben. Sie können dann am Ende alles sauber abziehen. Diese Arbeit ist aber kein Muss.

Die Spitze der Silikonkartusche wird schräg in der gewünschten Fugenbreite angeschnitten. Dann legen Sie die Kartusche in die Silikonspritze ein. Pumpen Sie solange mit der Spritze bis Sie Druck auf der Kartusche verspüren.

Beginnen Sie mit dem Fugenziehen am äußeren Rand und ziehen Sie möglichst gleichmäßig schnell und mit gleichmäßigen Druck den Silikonstreifen  von dem einen bis zum anderen Ende.

Die otimale Breite einer Silikonfuge

Faustformel:

Breite der Silkonfuge = 2,5-mal  die Breite der abzudichtenden Spalte

Wenn die Spaltbreite also 0,6 mm beträgt, sollte die Silikonfuge 1,5 cm abdecken. Orientieren Sie sich aber auch an den vorhandenen Fugen. Machen Sie Fuge eher etwas breiter als dünner, da sich Silikon im Laufe der Zeit noch zusammenziehen kann. Sehr breite Fugen können Sie in Schlaufen mit Silikon füllen.

 

Abziehen überschüssigen Silikons plus glätten

Nun haben Sie einige Minuten Zeit, die neue Fuge in die gewünschte Form zu bringen. Idealerweise verwenden Sie hierfür einen sogenannten Fugenglätter. Die handelsüblichen Glätter bringen meist verschiedene Aussparungen mit sich, die jeweils eine andere Fugenform und -größe ergeben. Testen Sie vorher aus, welche der Aussparungen bei Ihnen zum Einsatz kommen soll. Arbeiten Sie an dieser Stelle gründlich!

Einige Fachleute sprühen vor dem Abziehen die Fuge mit einem Gemisch aus Spüli und Wasser ein. Das bewirkt, dass das Silikon nicht am Glätter klebt. Hierbei kann es zu Verfärbungen der Fuge kommen, vor allem, wenn zu viel Spüli im Wasser ist. Zudem sollte kein Spüli zwischen Wand und Silikon geraten.

Angebote Fugenglätter:



Die richtige Seite!

Achten Sie darauf, die richtige Seite des Fugenglätters zu verwenden. Die glatte Seite (nicht die gewölbte!) zeigt in Richtung des Abziehens.

Ersatzweise können Sie auch den Holzstiel eines Eis am Stiel oder ein Zollstockglied zum Abziehen der Fuge verwenden.

Die überschüssige Fugenmasse am Fugenglätter wischen Sie am bereit liegenden Küchenpapier ab. Wenn das Küchenpapier voll ist, werfen Sie es in den bereitstehenden Papierkorb. Achten Sie darauf, dass das Silikon möglichst wenig mit Fußboden, Wand oder Kleidung in Berührung kommt. Silikon klebt!

Finger und Fugenglätter können Sie gut mit dem feuchten Toilettenpapier reinigen.

Spüli-Finger

Einige Heimwerker geben der Fuge bzw. den Ecken mit ihrem vorher in Spüli-Wasser getauchten Finger den letzten Schliff. Aber Achtung: Das Spülmittel kann das Haftvermögen des Silikons vermindern, es sollte nicht zwischen Silikon und Untergrund geraten. Es gibt stattdessen spezielle Glättmittel, die auf das jeweilige Silikon abgestimmt sind.

Kreppband

Früher war es üblich, die Fuge vorher oben und unten mit Kreppband abzukleben. Das verwendete Malerkrepp sollte wasserfest sein. Das Abkleben sorgt für eine saubere Fugenkante und verhindert Silikon-Verschmutzungen der restlichen Dusche. Wenn Sie ein Kreppband verwendet haben, lösen Sie es zeitnah nach dem Verfugen. Gehen Sie vorsichtig zu Werke, um die frische Fuge nicht einzureißen.

Die Wartezeit nach dem Verfugen

Man achte darauf, die frische Fuge in den ersten Stunden nicht zu berühren. Ansonsten verformt sich diese, Abdrücke zeichnen sich ab. Öffnen Sie das Fenster zum Trocknen. Erst nach zwei bis drei Tagen ist das neue Silikon vollständig durchgehärtet. Duschen kann man meist schon nach ca. 12 Stunden, wenn es denn notwendig ist. Wer eine zweite Dusche zur Verfügung hat, sollte in den ersten Tagen besser die benutzen.

Versiegeln Sie mit dem neuen Silikon nicht die innenliegenden Löcher von Laufschienen der Duschkabine. Diese müssen freibleiben, damit Wasser wieder nach innen abfließen kann.

Punkt 3

Videos: Fugen wie vom Profi

Die beiden folgenden Videos zeigen anschaulich, wie man geschickterweise beim Verfugen vorgeht und welche Tricks es gibt. Wir haben im Redaktionsteam die Anweisungen aus unterschiedlichen Videos ausprobiert, die Vorgehensweisen in den folgenden Videos funktionierten bei uns am besten. Die beiden Videos ergänzen sich!

Das folgende Filmchen ist voller Werbesprache. Diese sollte einfach überhört werden. Es zeigt zum Ausgleich viele Tipps, wie der Fugen-Spachtel unter verschiedenen Randbedingungen gehalten und bedient werden sollte, damit die Fuge "gut" aussieht.

Punkt 4

Dusche Silikon erneuern wie oft?

Wie häufig Sie das Silikon wechseln sollten hängt von Ihren individuellen Bedingungen ab. Spätestens dann, wenn dieses nicht mehr zu reinigende Schimmelspuren (Schimmelsporen) trägt oder das Silikon brüchig geworden ist (eventuell haben sich schon Spalte gebildet, so dass die Dusche nicht mehr dicht ist), sollten Sie zur Erneuerung schreiten.

Punkt 5

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Alternative: Silikon von Schimmel reinigen

Man muss nicht bei Auftreten von jeder dunklen Stelle sofort das Silikon erneuern. Bei kleineren Flecken oder anfänglichem Schimmelbefall hilft (vielleicht) schon das gründliche Entfernen bzw. Reinigen der Schimmelstellen. Es gibt dabei mehrere Vorgehensweisen, die je nach Untergrund und Befallgrad wirksam sind. Probieren Sie, welche Reinigungsvariante bei Ihnen funktioniert.

a) Backpulver und Essig

Mischen Sie folgendes Verhältnis an:

  • 200 Milliliter Essig
  • 1 Tüte Backpulver

Gießen Sie die Mischung in eine alte Sprühflasche zum Beispiel vom Glasreiniger. Damit können Sie dann die Schimmelstellen in der Dusche besprühen. Lassen Sie einige Minuten einwirken und arbeiten Sie dann mit einem Schwamm nach. Benutzen Sie Mundschutz und Handschuhe.

Aber Achtung: Verwenden Sie die Essigmischung nicht auf Putz, ansonsten wächst der Schimmel durch den Essig nochmals schneller. Hier würde eher ein hochprozentiger Alkohol (80-prozentigem-Alkohol: Ethylalkohol oder Isopropylalkohol) zur Reinigung genutzt werden.

Das folgende Video zeigt das Vorgehen:

b) Klorix

Manche Heimwerker machen gute Erfahrungen bei der Schimmelentfernung mit Klorix. Siehe dazu das folgende Video:

c) Spezielle Schimmelentferner

Darüber hinaus hält der Baumarkt Schimmelentferner für jeden Einsatzort bereit.

Punkt 6

Schimmel vorbeugen

Wie Badezimmer richtig lüften

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Wie Sie das Badezimmer nach dem Duschen (Baden) richtig lüften

Viele, insbesondere kleine Badezimmer erinnern nach der heißen Dusche an eine Dampfsauna. Das heiße Wasser verteilt sich wie ein feiner Nebel im Raum. Das wäre kein Problem, wenn sich die Feuchtigkeit nicht auf die Wände absetzen würde und damit den überall vorhandenen Schimmelsporen einen wachstumsfördernden Nährboden böte. Doch keine Angst, bei Beherzigung einiger Lüftungstipps braucht niemand die Schimmelbildung in Wohnung oder Haus zu fürchten.

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