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Streichen wie ein Profi: Damit die neue Farbe auf den Wänden wirklich schön wird

Egal wie schön auch mal die Wände gestrichen wurden, irgendwann kommt wieder der Tag, an dem ein neuer Anstrich nötig wird. Manchmal kommt der Tag erst nach vielen Jahren und manchmal muss es schon wieder relativ schnell passieren. Nun kann man sich überlegen, ob man dafür einfach einen professionellen Maler engagiert und so ihm die ganze Arbeit gegen Bezahlung überlässt oder aber man sich lieber das Geld für den Maler spart und selber tätig wird.

Schließlich ist das Streichen von Wänden ja kein Hexenwerk.

Wenn es nur um die weißen Wände geht, ist das auch für Anfänger meist kein sonderliches Hindernis. Allerdings wird es schon etwas spezieller, wenn Farbe mit ins Spiel kommt. Das kann dann schon mal selbst versierten Heimwerkern den letzten Nerv rauben. Da braucht es nur kleine Fehler und der Anstrich wirkt schnell fleckig und ungleichmäßig. Man sollte also schon auf ein paar Dinge achten, damit nicht letztendlich der Maler doch noch Hand anlegen muss.

 
 

Ob Grün, Rot, Blau oder sogar Schwarz anstelle von Weiß. Wenn Wände dunkel gestrichen werden sollen, muss die Farbe gleichmäßig aufgetragen sein, sonst wird es kein zufriedenstellendes Ergebnis an den Wänden geben. Aber gerade das ist für den Laien schon gar nicht so einfach. Schon, wenn man die Rolle einmal absetzt oder mit unterschiedlichem Druck an der Wand führt, bilden sich die berühmten Wolken-artigen Flecken und es entstehen dunklere Farbübergänge. Als Heimwerker muss man daher die Wand gut auf die Farbe vorbereiten.

Was alles berücksichtigt und als Vorarbeit erledigt werden sollte

Wenn sich noch alte Farbe an den Wänden befindet, muss diese für das Überstreichen festsitzen.

Tipp

Man kann testen, ob sie abblättert, indem man ruckartig einen Streifen Klebeband von der Wand abzieht. Wenn dann Teile der Farbe am Klebeband hängen bleiben, muss erst die Fläche komplett abgewaschen (siehe Beitrag: Alte Farbe entfernen) und dann noch mit Tiefengrund vorbehandelt werden.

Bei Tiefengrund handelt es sich um ein Malerprodukt, welches verhindert, dass bestimmte Stellen an der Wand mehr Farbe aufnehmen als andere oder sich Farbpigmente lösen.

 

Wenn noch Kalkfarbe an den Wänden ist

Auch alte Kalkfarbe kann problematisch werden. Wenn man sich nicht sicher ist, ob es sich um solche Farbe handelt, kann man das daran erkennen, indem man mit dem Daumen fest an der Oberfläche reibt. Wenn dabei die Haut weiß wird, muss man den Putz vor dem Streichen am besten mit einer Wurzelbürste abwaschen und danach ebenfalls mit dem Tiefengrund behandeln.

 

Meister-Video "Streichen wie ein Profi"

Das unserer Meinung nach zurzeit beste Video zum Thema "Streichen wie ein Profi" (auch mit Randstreifen bzw. Farbversetzungen) ist folgendes:

 

 

Die Farbe

Egal wie gut die Vorbehandlung der Wände nun erledigt wurde, geht man jetzt mit der Farbe falsch um, kann es auch wieder unschön enden. Schon beim Kauf der Farbe sollte keinesfalls zu billigen Angeboten gegriffen werden. Das rächt sich meist beim Auftragen. Hier am falschen Ende sparen, wird sich nicht auszahlen. So sollten immer Farben und Lacke einer Qualitäts-Marke ausgewählt werden, damit am besten schon die erste Lage Farbe an der Wand überzeugt.

Mit der richtigen Farbe lassen sich nämlich gleich mehrere Arbeitsschritte und unnötigen Ärger beim Streichen verhindern. Auf die Deckkraft kommt es bei der Farbe an. Zum Beispiel dann, wenn vorher die Wand dunkelrot, grün oder orange war und nun wieder weiß gestrichen werden soll.

Wer sich viele Arbeitsgänge und vor allem Ärger ersparen möchte, benötigt ein Weiß, was auch richtig deckt. Bei der Farbe sind zwar die Anstricheigenschaften wie zum Beispiel die Deckkraft oder das Aussehen schon recht wichtig. Es kommt aber auch darauf an, wie sich die Farbe verarbeiten lässt. So sollte sie sich beispielsweise auf der Farbwalze gut verteilen und auch das Reinigen der Farbwalze sollte leicht möglich sein.

Die Deckkraft ist geraden bei weißer Farbe von Bedeutung. Eine gute weiße Wandfarbe sieht meist nach dem ersten Anstrich am besten aus. Durch den zweiten Anstrich könnte die Farbe Schlieren bilden und die Struktur gröber werden.

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Wenn dunkle Töne an die Wand sollen

Wenn es jetzt um das Auftragen von Farbe geht, sollte man für dunkle Töne lieber eine Rollwalze mit längerem und weichem Flor wählen. Diese sollte immer mit ausreichend Farbe belegt werden. Dann sollte man sie so an der Wand ansetzen, dass die Walze in Streifen der noch nicht getrockneten Farbe hinein malt.

Diese Technik wird als "Nass-in-nass" bezeichnet. So kann man die Kanten vermeiden, die gerne bei schrägem Lichteinfall sichtbar werden. Weil man mit der Hand an der Rolle in der Bewegung an verschiedenen Höhen der Wand einen unterschiedlichen Druck ausübt, empfiehlt es sich, eine Teleskopstange zu benutzen. Dadurch werden die Bewegungen gleichmäßiger. Wenn man es schafft, ohne Pause eine Fläche fertigt zu bekommen, kann man dadurch sichtbare Ansätze an der Wand vermeiden.

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