Eine Küche will wohl geplant seinFrüher oder später erwischt es jeden: Die eigene Küche gefällt nicht mehr. Nicht immer können dafür konkrete Gründe wie defekte Schranktüren, abgeplatzte Furniere oder sonstige Defekte benannt werden. Zumeist drückt sich das Unwohlsein mit der vorhanden Ausstattung in einem subtilen Gefühl der Unzufriedenheit mit den Schränken, Arbeitszonen und Geräten aus. Nicht selten spielt dabei eine persönliche Geschmacksänderung die entscheidende Rolle. Wir geben Tipps und Ratschläge, wie Sie eine neue Küche selber planen können.

Checkliste Küche planen

1. Inspiration suchen

Zeitschriften, Möbelhäuser, Freunde und Küchenstudios sind die idealen Ideenbringer für die neue Küche. Hier sehen Sie, welche technischen Neuerungen es gibt und was gerade en vouge ist. Notieren Sie sich das, was Sie für Ihre neue Küche übernehmen möchten und machen Sie davon Fotos, die Sie später Ihrem Küchenberater zeigen.

Küchenformen

Einzeilig
Die platzsparendste Variante, ideal für schmale Räume.

Zweizeilig
Klassische Lösung, wenn die Küche nur zum Kochen genutzt wird.

L-Förmig
Ermöglicht effektives Arbeiten, ein Essbereich ist ab ca. 12 Quadratmeter möglich. Weiter Tipps zur L-Küche.

U-förmig
Optimale Raumausnutzung mit kurzen Wegen zwischen den Schränken und Arbeitsbereichen.

Insel-Küche
Stylish, modern und kommunikativ. Ideal geeignet für große Räume mit fließendem Übergang zwischen Koch-, Ess- und Wohnbereich. Siehe auch Ratgeber Kücheninsel.

2. Legen Sie Ihr Budget fest

... denn die Wünsche sind grenzenlos. Nur mit einer klaren Grenze können Sie Ihr Budget optimal auf Möbel und Geräte aufteilen.

3. Legen Sie Küchenform und Maße fest.

Nutzen Sie hierfür eine Planungsskizze und 3D-Planer im Internet.

4. Legen Sie Wunsch-Küchenmöbel und -Arbeitsplatten fest

Hierzu einige Tipps:

  • Die ideale Arbeitshöhe liegt bei "Körpergröße in cm durch 1,8 teilen" (Faustformel). Das Kochen darf gerne etwas niedriger stattfinden (15 cm), das Spülen dafür lieber ein wenig höher (plus 15 cm).
  • In modernen Küchen finden sich die Elektrogeräte meist höher gelegen, sogar der Geschirrspüler.
  • Oberschränke ohne Kopfstoßen? Wählen Sie Faltlifttüren oder Rollläden statt der üblichen Schwingtüren.
  • Kurze Arbeitswege sind ein Segen, z.B. beim Geschirrspüler ausräumen.
  • Licht, Licht, Licht! Auch in Nischen.
  • Zwischen Kochfeld und Arbeitsfläche sollte eine Arbeitsfläche sein.
  • Hohe Schränke neben dem Herd werden oft als unvorteilhaft empfunden.
  • Seitenschränke zum Ausziehen vom Boden bis zur Decke bieten viel Stauraum bei minimaler Stellfläche.
  • Bevorzugen Sie im Unterschrankbereich Vollauszüge, welche einen raschen Überblick und bequemes Herausgreifen ermöglichen.
  • Eckunterschränke mit Drehböden oder ausschwenkbaren Böden ausstatten.
  • Viel Arbeitsfläche erleichtert alle Arbeiten.
  • Ruhig extrahohe Schränke in Erwägung ziehen, oben lässt sich alles verstauen, was nur saisonal benötigt wird.
  • Planen Sie sinnvolle Ordnungsmöglichkeiten für die Innenräume der Schränke ein, so fällt das Ordnungshalten deutlich leichter.

 
 

5. Wählen Sie die Elektrogeräte

Wenn Sie keine Komplettküche kaufen, können Sie eventuell ein Teil der alten Geräte zunächst weiter nutzen. Falls Sie selbst Neugeräte auswählen möchten, informieren Sie sich vorher anhand von Testberichten. Ideal wäre ein halbwegs aktueller Test von Stiftung Warentest, aber auch online findet man Ratschläge, worauf man z.B. beim Kauf eines Einbauherdes achten sollte.

6. Der Kauf

So gerüstet können Sie prima Angebote von verschiedenen Küchenanbietern einholen bzw. deren vorhandenen Angebote auf Ihre Wünsche abklopfen. Tipp: Achten Sie auch auf den nächstmöglichen Liefertermin, Aufbauhilfe und Garantiezeit für Ihre neue Küche. Lassen Sie sich nach dem Einbau die Funktionalität aller Küchenelemente erläutern.

Videoratgeber Küchenplanung

Viele weitere Tipps finden sich in den folgenden Videos:

Siehe auch:

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