So geht barrierefreies und generationengerechtes Bauen: Tipps & Förderungen

Der demografische Wandel ist keine abstrakte Statistik mehr, er ist längst im Alltag angekommen. Menschen werden älter, Lebensläufe vielfältiger, körperliche Voraussetzungen verändern sich – manchmal schleichend, manchmal abrupt. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe. All das führt zu einer zentralen Frage: Wie muss Wohnraum gestaltet sein, damit er für möglichst viele Menschen über möglichst lange Zeit nutzbar bleibt?

Barrierefreies und generationengerechtes Bauen setzt genau hier an. Es geht nicht um Speziallösungen für wenige, sondern um durchdachte Architektur, die Komfort, Sicherheit und Selbstständigkeit miteinander verbindet. Wer heute baut oder umbaut, entscheidet mit darüber, ob eine Immobilie auch morgen noch passt – zum Leben, zu neuen Lebensphasen und zu veränderten Bedürfnissen.

Barrierefreier Raum

Die wichtigsten Empfehlungen zum barrierefreien, generationengerechtem Bauen

Allgemeine Hinweise

  • Gesetzliche Verankerung: Barrierefreiheit ist in Deutschland durch das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gesetzlich verankert. Diese Gesetze definieren die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Lebensbereichen für Menschen mit Behinderungen und setzen europäische Richtlinien um.
  • Vorteile: Barrierefreies Bauen verbessert nicht nur die Selbstständigkeit und Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen, sondern erhöht auch den Komfort für alle Bewohner. Ein Beispiel ist die bodengleiche Dusche, die von Personen jeder Altersgruppe und Mobilität genutzt werden kann.
  • Planung und Ausstattung: Für ein barrierefreies Gebäude sind großzügige Bewegungsflächen, angepasste Türbreiten, kontrastreiche Farbgestaltung, rutschfeste Böden und die Bedienbarkeit von Elementen essentiell. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Ausstattung von Bädern mit bodengleichen Duschen, unterfahrbaren Waschbecken und erhöhten WCs.
  • Kosten und Förderung: Die Kosten für barrierefreies Bauen variieren, doch es gibt zahlreiche Fördermöglichkeiten, wie Zuschüsse und zinsgünstige Kredite, speziell das Programm „Altersgerecht Umbauen“ der KfW-Bankengruppe. Regionale und pflegebezogene Förderungen unterstützen zusätzlich.

Konkrete Tipps

  1. Stufenlose Zugänge schaffen
    Vermeide Treppen und Stufen, wo immer es geht. Rampe statt Stufe ist das Motto – ein Muss für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehbehinderung. Auch Familien mit Kinderwagen und ältere Menschen profitieren enorm davon.
  2. Türbreiten anpassen
    Breite Türen (mindestens 90 cm) sind unerlässlich. Rollstühle, Gehhilfen oder Rollatoren brauchen Platz. Auch größere Lasten lassen sich so leichter transportieren.
  3. Bodengleiche Duschen
    Ein Klassiker: Duschen ohne Schwellen sind nicht nur im Alter oder bei einer Behinderung praktisch, sondern erhöhen auch den Komfort für jede Generation.
  4. Rutschfeste Bodenbeläge
    Ein rutschfester Boden in Bad und Küche kann Stürze verhindern – ein wichtiger Punkt sowohl für Kinder als auch für Senioren.
  5. Erreichbare Schalter und Steckdosen
    Lichtschalter und Steckdosen sollten auf einer Höhe von 85 cm angebracht werden. So sind sie sowohl vom Rollstuhl als auch im Stehen problemlos zu bedienen.
  6. Automatisierte Türsysteme
    Automatische Türen sind eine enorme Erleichterung. Diese Systeme reduzieren nicht nur den Kraftaufwand, sondern auch die Abhängigkeit von anderen – ein Schritt in Richtung Selbstbestimmung.
  7. Flexibel anpassbare Möbel und Einrichtungen
    Möbel, die sich in der Höhe verstellen lassen, etwa Waschbecken oder Küchenarbeitsplatten, ermöglichen es, den Raum an die individuellen Bedürfnisse der Nutzer anzupassen.
  8. Barrierefreie Toiletten
    Toiletten mit Haltegriffen und viel Bewegungsfreiheit (mindestens 1,50 m x 1,50 m Fläche) sorgen dafür, dass alle Generationen sie problemlos nutzen können.
  9. Visuelle und akustische Signale integrieren
    Lichtsignale für Türklingeln oder Alarmsysteme sowie verstärkte akustische Hinweise (z.B. für hörbehinderte Menschen) sind ein weiterer wichtiger Aspekt.
  10. Handläufe überall installieren
    Treppen und Flure sollten durchgängig mit Handläufen ausgestattet sein. Sie bieten älteren Menschen, Kindern oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität die nötige Sicherheit.
  11. Intelligente Beleuchtungskonzepte
    Indirekte Beleuchtung, Bewegungsmelder und gut ausgeleuchtete Bereiche helfen, Stolperfallen zu vermeiden und verbessern die Orientierung, besonders bei Sehschwächen.
  12. Sitzgelegenheiten in Fluren und Gängen
    Sitzmöglichkeiten an strategischen Punkten, wie in Fluren, Eingangsbereichen oder großen Gebäuden, geben älteren oder gehbehinderten Menschen die Möglichkeit, Pausen einzulegen.
  13. Schwellenfreie Fenster und Türen
    Auch Fenster und Balkontüren sollten schwellenfrei sein, um den Zugang von innen nach außen ohne Hindernisse zu ermöglichen.
  14. Gute Raumakustik sicherstellen
    Durchdachte Akustiksysteme und schallisolierende Materialien reduzieren störende Geräusche, was besonders für hörbehinderte Menschen, aber auch für Kinder und Senioren hilfreich ist.
  15. Erreichbare Fenstergriffe
    Fenstergriffe auf einer Höhe von 85 cm ermöglichen auch Rollstuhlfahrern und kleineren Personen das Öffnen und Schließen ohne Schwierigkeiten.
  16. Breitere Flure planen
    Flure sollten mindestens 1,20 m breit sein, um genügend Platz für Rollstühle oder Gehhilfen zu bieten und gleichzeitig die Bewegungsfreiheit für alle zu verbessern.
  17. Hebe- und Absenkvorrichtungen
    Treppenlifte oder Hebeplattformen machen Stockwerke auch ohne Aufzug für Rollstuhlfahrer zugänglich. Diese Systeme sind eine praktische Alternative, wenn kein Platz für einen Aufzug vorhanden ist.
  18. Kontraste für bessere Orientierung
    Kontrastreiche Farben bei Wänden, Böden und Handläufen erleichtern Menschen mit Sehbehinderungen die Orientierung. Auch für ältere Menschen kann dies von großem Vorteil sein.
  19. Modulare Wohnkonzepte für flexible Anpassungen
    Räume, die sich mit modularen Wänden anpassen lassen, bieten Flexibilität. Wenn sich die Bedürfnisse ändern, kann der Grundriss leicht angepasst werden, ohne umfangreiche Baumaßnahmen.
  20. Aufzüge barrierefrei gestalten
    Aufzüge sollten mit Brailleschrift und akustischen Ansagen ausgestattet sein. Das erleichtert sowohl blinden als auch sehbehinderten Menschen die Nutzung.

Kontroversen und Herausforderungen

Einige dieser Punkte sind durchaus umstritten. Rampe oder Aufzug? Nicht immer ist eine Rampe auf kleinem Raum machbar, während ein Aufzug hohe Kosten verursacht. Zudem werden automatisierte Systeme häufig als teuer und wartungsintensiv kritisiert, was den Einbau in Privathaushalten erschwert. Auch die Ästhetik spielt bei vielen Bauherren eine Rolle – barrierefreies Bauen wird manchmal als wenig attraktiv angesehen, obwohl das längst nicht mehr zutrifft.

Die Herausforderung bleibt, eine Balance zwischen Ästhetik, Funktionalität und Kosten zu finden, ohne dass der Zweck – die Barrierefreiheit für alle Generationen – in den Hintergrund gerät.

Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel.

Was bedeutet barrierefreies Bauen eigentlich?

Barrierefreies Bauen zielt darauf ab, bauliche Hindernisse konsequent zu vermeiden. Gemeint sind nicht nur Stufen oder enge Türen, sondern alle Elemente, die die Nutzung eines Gebäudes erschweren können – sei es für Menschen mit Behinderungen, ältere Personen oder Menschen mit temporären Einschränkungen, etwa nach einer Operation.

Ein barrierefreier Wohnraum ist zugänglich, verständlich und sicher nutzbar. Idealerweise ohne fremde Hilfe. Das betrifft Grundriss, Ausstattung, Materialien und Technik gleichermaßen. Wichtig ist: Barrierefreiheit ist kein Entweder-oder, sondern ein Planungsprinzip, das sich stufenweise umsetzen lässt.

Gesetzliche Grundlagen: Pflicht und Orientierung zugleich

Barrierefreiheit ist in Deutschland nicht nur eine Frage der Haltung, sondern auch des Rechts. Zentrale Grundlage ist das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG). Es definiert Barrierefreiheit als die Auffindbarkeit, Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von gestalteten Lebensbereichen für Menschen mit Behinderungen – möglichst ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe.

Für den Hochbau besonders relevant sind die DIN-Normen, allen voran die DIN 18040-2 für barrierefreies Wohnen. Sie regelt unter anderem:

  • erforderliche Bewegungsflächen
  • Tür- und Flurbreiten
  • Greifhöhen und Erreichbarkeit von Bedienelementen
  • Anforderungen an Bäder und Sanitärräume

Ergänzend dazu gilt seit 2021 das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), das europäische Vorgaben umsetzt. Es betrifft vor allem digitale Angebote und Produkte, gewinnt aber auch im baulichen Umfeld an Bedeutung, etwa bei der Kombination aus Wohnen und digitalen Assistenzsystemen.

Für dich als Bauherr, Planer oder Eigentümer bedeutet das: Barrierefreiheit ist keine freiwillige Zugabe, sondern je nach Projekt verpflichtender Bestandteil – und zugleich eine wertvolle Orientierungshilfe für gute Planung.

Umfrage: Wie wichtig ist dir die Barrierefreiheit?

Wie wichtig ist dir Barrierefreiheit in deinem Wohnraum?

 

Die Seite wird zum Absenden NICHT neu geladen, die bisherigen User-Antworten erscheinen unmittelbar hier.

Warum sich barrierefreies Bauen für alle lohnt

Der größte Gewinn liegt auf der Hand: mehr Selbstständigkeit und Lebensqualität für Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder im höheren Alter. Wer sich sicher bewegen kann, bleibt länger unabhängig – und genau das ist für viele Menschen ein entscheidender Faktor.

Doch der Nutzen reicht deutlich weiter. Barrierefreie Lösungen erhöhen den Wohnkomfort für alle:

  • eine bodengleiche Dusche ist praktisch für Kinder, komfortabel im Alltag und hilfreich bei Bewegungseinschränkungen
  • schwellenlose Übergänge erleichtern das Leben mit Kinderwagen, Einkaufstaschen oder schweren Möbeln
  • großzügige Bewegungsflächen fühlen sich schlicht besser an

Kurz gesagt: Barrierefreies Bauen ist keine Nischenlösung, sondern eine robuste Antwort auf reale Lebenssituationen. Und ganz nebenbei trägt es zur nachhaltigen Nutzung von Wohnraum bei.

Planung mit Weitblick: Worauf es wirklich ankommt

Gute Barrierefreiheit beginnt nicht bei einzelnen Ausstattungsdetails, sondern bei der Grundrissplanung. Bewegungsflächen müssen so dimensioniert sein, dass auch mit Rollstuhl oder Gehhilfen ein problemloses Manövrieren möglich ist – ohne Slalom um Möbel oder Türrahmen.

Türbreiten und schwellenlose Übergänge sind entscheidend, ebenso eine klare, logische Raumstruktur. In der Praxis zeigt sich immer wieder: Normgerechte Maße nützen wenig, wenn sie durch Heizkörper, ungünstige Möblierung oder schlecht platzierte Schalter konterkariert werden.

Auch die visuelle Gestaltung spielt eine größere Rolle, als oft angenommen. Kontrastreiche Farben, gute Ausleuchtung und blendfreie Beleuchtung helfen insbesondere Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen, sich sicher zu orientieren.

Ausstattung, die Sicherheit und Alltagstauglichkeit verbindet

In Bad und Küche entscheidet sich oft, wie barrierefrei ein Zuhause wirklich ist. Bewährt haben sich:

  • rutschfeste Bodenbeläge
  • stabile Haltegriffe an Dusche, WC und Badewanne
  • unterfahrbare Waschbecken
  • ein erhöhtes WC, das das Aufstehen erleichtert
  • leichtgängige Armaturen und gut erreichbare Schalter

Wichtig ist dabei die Bedienbarkeit mit wenig Kraftaufwand und ohne komplizierte Handgriffe. Was im Alltag intuitiv funktioniert, wird auch in schwierigen Situationen zuverlässig genutzt.

Generationengerecht statt kurzfristig gedacht

Barrierefreiheit entfaltet ihren größten Nutzen, wenn sie über den Lebensverlauf hinweg gedacht wird. Nicht jede Maßnahme muss sofort umgesetzt werden. Oft reicht es, vorzubereiten:

  • Verstärkungen in Wänden für spätere Haltegriffe
  • ausreichend Platzreserven im Bad
  • bodengleiche Duschen zumindest konstruktiv vorsehen
  • Leerrohre für spätere Technik

So bleibt die Immobilie flexibel – und Umbauten werden später einfacher, günstiger und nervenschonender.

Smarte Technik als leise Unterstützung

Digitale Lösungen können Barrierefreiheit sinnvoll ergänzen, wenn sie verlässlich und einfach funktionieren. Dazu zählen:

  • Sprachsteuerungen für Licht, Heizung oder Rollläden
  • automatische Türöffner
  • intelligente Beleuchtung mit Bewegungs- oder Präsenzsensoren
  • Notruf- und Assistenzsysteme

Entscheidend ist nicht die Technik selbst, sondern ihr konkreter Nutzen im Alltag. Was kompliziert ist oder ständig erklärt werden muss, wird selten akzeptiert – egal wie innovativ es klingt.

Umfrage: Womit wirst du beginnnen?

Welche Maßnahme zur Barrierefreiheit würdest du zuerst umsetzen?

 

Die Seite wird zum Absenden NICHT neu geladen, die bisherigen User-Antworten erscheinen unmittelbar hier.

Kosten, Nutzen und Fördermöglichkeiten realistisch betrachten

Die Kosten für barrierefreies Bauen oder Umbauen lassen sich nicht pauschal beziffern. Sie hängen stark vom Gebäude, vom Ausgangszustand und vom gewünschten Standard ab. Klar ist aber: Solche Maßnahmen sind keine verlorenen Ausgaben, sondern eine Investition in Zukunftssicherheit.

Barrierefreiheit kann:

  • den Wert einer Immobilie steigern
  • die Vermietbarkeit verbessern
  • das Risiko späterer teurer Umbauten senken

Finanziell unterstützt wirst du dabei auf verschiedenen Ebenen. Die KfW bietet im Programm „Altersgerecht Umbauen“ Zuschüsse und zinsgünstige Kredite für barrierearme Maßnahmen. Voraussetzung ist meist die Einhaltung bestimmter technischer Mindeststandards.

Zusätzlich existieren regionale Förderprogramme von Ländern und Kommunen, deren Bedingungen stark variieren können. Auch die Pflegekassen unterstützen wohnumfeldverbessernde Maßnahmen mit Zuschüssen von bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme, unabhängig von der Pflegestufe.

Wer frühzeitig plant und sich beraten lässt, kann Förderungen gezielt kombinieren und unnötige Kosten vermeiden.

Mehr zu: Förderung vom barrierefreien altersgerechtem Umbau

Förderstopp

Der Förderstopp wurde aufgehoben.

Kreditbank für Wiederaufbau (KfW)

Bei der KfW gibt es verschiedene Programme zum barrierefreien bzw. altersgerechten Umbauen, die abgerufen werden können. Dabei stehen sowohl Zuschüsse als auch Kredite zu sehr günstigen Konditionen zur Verfügung.

Die Förderung von barrierefreiem Wohnraum ist von Region zu Region unterschiedlich. Überregional fördert die KFW den alters- und behindertengerechten Umbau der Wohnung.

Video: Details zur Förderung des Umbaus durch die KFW (plus Tipps zum Antrag)

Länge: 7 Minuten

Youtube-Video

Mit Klick auf dem Button wird eine Verbindung zu Youtube hergestellt und die bei Youtube üblichen Daten erhoben und Cookies gesetzt.

Pflegeversicherung

Neben der KFW kann man sich bezüglich einer Bezuschussung zum Umbau an die Rehabilitationsstellen oder die Pflegekasse wenden. Last not least, wenn alle diese Förderungen nicht ausreichen, kann man bei der Grundsicherung einen Zuschuss beantragen.

Verfügt einer der Bewohner*innen über einen Pflegegrad, kann auch bei der Pflegeversicherung ein Zuschuss von bis zu 4.000 Euro beantragt werden. Die Förderung nennt sich dann „wohnumfeldverbessernde Maßnahme“ und muss allerdings vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen befürwortet werden. Viele Handwerker kennen sich mit den Förderkonditionen aus und wissen aus Erfahrung, was wahrscheinlich genehmigt bzw. bezahlt wird und was nicht.

Video zu den Pflegeleistungen: Kassenzuschuss Haus/Wohnung barrierefrei umbauen

Länge: 4 Minuten

Youtube-Video

Mit Klick auf dem Button wird eine Verbindung zu Youtube hergestellt und die bei Youtube üblichen Daten erhoben und Cookies gesetzt.

Rentenversicherung

In einigen Fällen kann auch die Rentenversicherung Kosten für eine barrierefreie Umbaumaßnahme finanzieren. Voraussetzung ist allerdings, dass dadurch eine Wiederaufnahme des Arbeitslebens ermöglicht wird.

Berufsgenossenschaft

Ist ein Umbau notwendig, weil sich eine(r) der Bewohner*innen bei einem Arbeitsunfall verletzt hat, kann auch eine Kostenübernahme durch die Berufsgenossenschaft in Betracht kommen.

Regionale Förderprogramme

Darüber hinaus ist die Förderung des Wohnungsumbaues – auch von Wohnraum für behinderte Menschen – in Deutschland Aufgabe der einzelnen Bundesländer.

Je nach Region gibt es auch auf lokaler oder Bundesland-Ebene einige Förderprogramme für altersgerechte Sanierungen. Hier lohnt es sich bei der Kommune nachzufragen, welche Möglichkeiten bestehen.

Beitrag: Bauförderung beim Hausbau

Bauförderung Hausbau, Kauf einer Immobilie und Sanierung

geld immobilie holz tg 564

Bauförderung Hausbau, Kauf einer Immobilie und Sanierung einer Bestandsimmobilie: Übersicht bundesweite und regionale Fördermöglichkeiten

Programme, Hilfstools, Auflistungen, bundesweit und regional.

Die Bauförderung ist stark dezentralisiert - auf den Bauherren mag so manche (positive!) Überraschung warten, wenn er alle Programme ermittelt.

Hier weiterlesen: Bauförderung Hausbau, Kauf einer Immobilie und Sanierung


Stiftungen und Vereine

Vereinzelt gewähren auch Stiftungen und Vereine Zuschüsse für barrierefreie oder altersgerecht Umbaumaßnahmen. Hier handelt es sich jedoch meist um Einzelfallentscheidungen, die individuell mit dem entsprechenden Förderungsgeber abgesprochen werden.

Barrierefreies Bauen als Teil einer nachhaltigen Baukultur

Barrierefreies und generationengerechtes Bauen ist mehr als ein Trend. Es ist eine Antwort auf gesellschaftliche Realität. In Kombination mit langlebigen Materialien, energieeffizienter Technik und durchdachter Planung entstehen Gebäude, die nicht nur heute funktionieren, sondern auch morgen noch passen.

Vielleicht ist das der größte Vorteil: Barrierefreiheit zwingt dazu, genauer hinzuschauen. Auf Wege, auf Handgriffe, auf das, was Menschen im Alltag wirklich brauchen. Und genau darin liegt ihre Stärke.

Video: Barrierefrei bauen bauen – was gehört dazu? Warum lohnt sich das?

Länge: 13 Minuten

Youtube-Video

Mit Klick auf dem Button wird eine Verbindung zu Youtube hergestellt und die bei Youtube üblichen Daten erhoben und Cookies gesetzt.

Alternative Perspektiven und mögliche Nachteile

Trotz der offensichtlichen Vorteile von barrierefreiem Bauen gibt es auch kritische Stimmen, die auf die hohen Anfangsinvestitionen hinweisen, besonders in Bestandsbauten. Zudem besteht die Sorge, dass ästhetische Aspekte zugunsten der Funktionalität vernachlässigt werden könnten. Ein weiterer kritischer Punkt ist die Überregulierung durch zu detaillierte Vorschriften, die individuelle Lösungen erschweren können.

Fazit

Barrierefreies und generationengerechtes Bauen stellt eine wichtige Entwicklung in der modernen Architektur dar, die Inklusion und Selbstständigkeit fördert. Es bietet weitreichende Vorteile für die Gesellschaft, erfordert jedoch sorgfältige Planung und Investitionen. Die Integration von innovativen Technologien und Materialien verspricht eine spannende Zukunft für barrierefreies Wohnen, während eine ausgewogene Herangehensweise sicherstellt, dass sowohl funktionale als auch ästhetische Bedürfnisse erfüllt werden.

Ergänzung oder Frage von dir?

Gibt es eine Frage zum Beitrag, etwas zu ergänzen oder vielleicht sogar zu korrigieren?

Fehlt etwas im Beitrag? Kannst du etwas beisteuern? Jeder kleine Hinweis/Frage bringt uns weiter und wird in den Text eingearbeitet. Vielen Dank!

 

Die Seite wird zum Absenden NICHT neu geladen (die Antwort wird im Hintergrund abgesendet).

Punkt 1

Im Zusammenhang interessant

Seltene und interessante Fakten

  1. Innovative Materialien: Forscher entwickeln selbstreinigende Fenster und Böden, die die Notwendigkeit von Reinigung reduzieren und barrierefreie Räume noch wartungsärmer machen.
  2. Smart Home Technologien: Intelligente Systeme, die mit Sprachbefehlen gesteuert werden, revolutionieren die Barrierefreiheit, indem sie es Menschen mit körperlichen Einschränkungen ermöglichen, ihre Umgebung mühelos zu kontrollieren.
  3. Grüne Dächer auf barrierefreien Gebäuden bieten nicht nur ökologische Vorteile, sondern verbessern auch das mikroklimatische Umfeld für Bewohner mit respiratorischen Bedingungen.
  4. Roboter-Assistenten: Die Entwicklung von Servicerobotern, die bei alltäglichen Aufgaben helfen, ist ein spannender Fortschritt, der die Selbstständigkeit weiter erhöhen könnte.
  5. 3D-Druck im Bauwesen ermöglicht die Herstellung maßgeschneiderter, barrierefreier Komponenten zu niedrigeren Kosten und fördert so die Verbreitung zugänglicher Wohnlösungen.

Quellen (Auswahl, gebündelt)

  • Behindertengleichstellungsgesetz (BGG)
  • DIN 18040-2: Barrierefreies Bauen – Wohnungen
  • Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG)
  • KfW-Förderprogramme „Altersgerecht Umbauen“
  • Informationen der Pflegekassen zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen

Weiterlesen

Badewanne – was beachten?

Freistehende Badewann

Badewanne – was beachten? Tipps zu Größe, Material und Komfort

Die Auswahl einer Badewanne ist mehr als nur eine Frage des Geschmacks – hier spielen Funktionalität, Komfort und Nachhaltigkeit eine ebenso große Rolle wie das Design. Wer hat nicht schon mal von einem luxuriösen Schaumbad in einer eleganten Wanne geträumt? Aber Vorsicht, bevor man sich in die Tiefen des Angebots stürzt, sollte man sich klarmachen: Welche Bedürfnisse soll die Badewanne erfüllen? Sei es eine barrierefreie Lösung für die Zukunft, oder eine freistehende Badewanne für den ultimativen Stilfaktor – die richtige Wahl will gut durchdacht sein. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Je größer die Wanne, desto mehr Wasser wird verbraucht – und der nächste Statiker-Besuch ist bei einem Altbau vielleicht unausweichlich.

Sicher: Der persönliche Geschmack ist ausschlaggebend. Doch man sollte auch praktische Erwägungspunkte berücksichtigen. Wir zeigen auf, worauf bei Auswahl und Kauf der neuen Badewanne geachtet werden sollte.

Hier weiterlesen: Badewanne – was beachten?


Der Homelift als Alternative zu Aufzug und Treppenlift

Homelift oder ...

Der Homelift als Alternative zu Aufzug und Treppenlift: Vergleich, Kosten, Installation und Vorschriften

Der Gedanke an barrierefreies Wohnen wird in einer alternden Gesellschaft immer wichtiger. Egal, ob du in einem charmanten alten Fachwerkhaus oder einem modernen Neubau lebst, irgendwann kommen wir alle an den Punkt, an dem die Treppe zur täglichen Herausforderung wird. Doch keine Sorge, die Welt der Mobilität bietet Lösungen, die so vielseitig sind wie die Häuser, in denen sie eingebaut werden. Lass uns einen Blick auf das Thema werfen und sehen, warum ein Homelift vielleicht genau das Richtige für dich sein könnte.

Doch wie bei jeder Entscheidung gibt es einige Dinge zu bedenken, bevor man in diese technische Raffinesse investiert. Von der finanziellen Seite bis hin zu den praktischen Aspekten der Installation - wir decken alles ab, was du wissen musst, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Auch dazu, ob ein Aufzug oder ein Treppenlift die bessere Alternative wäre.

Hier weiterlesen: Der Homelift als Alternative zu Aufzug und Treppenlift


Treppenlift – was ist zu beachten?

Treppenlift an Stufen mit altem Mann

Treppenlift – was ist zu beachten? Die 8 wichtigsten Punkte

Manchmal steht man im Leben vor Hindernissen, die scheinbar unüberwindbar sind. Ein solches Hindernis kann die Treppe im eigenen Zuhause sein. Doch zum Glück gibt es Lösungen, die sowohl praktisch als auch elegant sind. Ein Treppenlift ist nicht nur eine technische Errungenschaft, sondern ein wahrer Lebensretter für viele Menschen, die in ihrem Eigenheim mobil bleiben möchten. Die Vorstellung, im Alter oder bei eingeschränkter Mobilität weiterhin die eigenen vier Wände ohne Barrieren nutzen zu können, ist einfach unbezahlbar. Hier kommen die Treppenlifte ins Spiel: Mit ihnen wird das Oben und Unten in deinem Zuhause zu einem Kinderspiel.

In diesem Artikel erfährst du wichtige Punkte, die du über Treppenlifte wissen musst – von den verschiedenen Arten, die es gibt, über die wichtigen technischen Eigenschaften bis hin zur Förderung durch Pflegekasse oder KfW.

Hier weiterlesen: Treppenlift – was ist zu beachten?


Barrierefreies Bad und WC nach DIN 18040

Barrierefreies Badezimmer

Barrierefreies Bad und WC nach DIN 18040 – Planung, Kosten & Tipps für mehr Sicherheit

Viele Senioren haben im Alter Probleme, das Bad alleine zu nutzen. Mobilitätseinschränkungen erschweren den Einstieg in die Dusche oder die Wanne, auf dem Fliesenboden kann man bei schlechtem Stand leicht stürzen und der Bade- und Duschvorgang an sich werden im Stehen zu einer großen Herausforderung.

Aber das Thema barrierefreie Gestaltung von Bad und WC nach DIN 18040 ist nicht nur für Menschen mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität relevant, sondern kann auch für ältere Menschen oder Familien mit kleinen Kindern eine wahre Erleichterung im Alltag sein. Ein solcher Raum muss sorgfältig geplant werden, um allen Nutzern ein hohes Maß an Komfort und Sicherheit zu bieten. Aber was genau schreibt die DIN 18040 vor, und worauf solltest du achten? Lass uns einen tieferen Blick darauf werfen.

Hier weiterlesen: Barrierefreies Bad und WC nach DIN 18040


Barrierefreie Küche planen und umsetzen

Barrierefreie Küche

Barrierefreie Küche für Personen im Rollstuhl, Senior*innen und Menschen mit Sehbehinderung: Planung und Umsetzung

Eine barrierefreie Küche zu gestalten, ist weit mehr als nur ein funktionales Projekt. Es geht darum, jedem Menschen – unabhängig von körperlichen Einschränkungen – die Freiheit zu geben, den Alltag in der Küche selbstbestimmt zu meistern. Aber Vorsicht: Wer glaubt, dass "barrierefrei" immer gleichbedeutend mit "behindertengerecht" ist, könnte wichtige Details übersehen. Nicht jede Lösung passt für jeden – sei es für Rollstuhlfahrer, Senioren oder Menschen mit Sehbehinderungen. Wie so oft liegt der Teufel im Detail, und es lohnt sich, genauer hinzuschauen, bevor man in die Umsetzung geht.

Hier weiterlesen: Barrierefreie Küche planen und umsetzen


Geschrieben von

Peter Bödeker
Peter Bödeker

Peter arbeitet seit seinem Studium im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten. Das Bauen-und-Heimwerken-Projekt entstand aus einer Dachdämmungs-CD-ROM, die Peter zusammen mit mehreren Mitstreitern Anfang der 2000er in eine Heimwerker-Seite umwandelte. Als Hausbesitzer, Gartenbetreiber und leidenschaftlicher Holzwerber bereitet es ihm viel Freude, über Heimwerkerprojekte zu recherchieren, Experten zu befragen und sich eine möglichst einfache und anschauliche Umsetzung der Sachverhalte und How-Tos zu überlegen.

https://www.bauen-und-heimwerken.de

Schlagworte zum Artikel

Dein Feedback zum Artikel

Wir brauchen dein Feedback, um unsere Artikel zu verbessern. Darum: War dieser Artikel hilfreich? Ein einfaches "Ja" sagt uns: Gute Infos, ich habe gefunden, wonach ich gesucht habe. Ein "Nein, weil ..." wäre noch hilfreicher :-)

 

Die Seite wird zum Absenden NICHT neu geladen (die Antwort wird im Hintergrund abgesendet).

Anbieterlinks / Sternchen

* Was das Sternchen neben einigen Verlinkungen bedeutet:

Die Inhalte auf dieser Website sind kostenlos im Internet verfügbar und das soll auch so bleiben. Unsere redaktionelle Arbeit finanzieren wir über Werbung. Links, die mit einem * gekennzeichnet sind, können bei Kauf/Abschluss auf der jeweiligen Website hinter dem Link zu einer Provision an uns führen, weil wir für den Link ein sogenanntes Affiliate-Programm nutzen. Dies beeinflusst aber die Redaktionsarbeit nicht, der Hinweis wäre stets auch ohne den Affiliate-Link erfolgt. Für den Kauf/Abschluss über den Link sind wir natürlich dankbar.