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Badewanne – was beachten? Achten Sie beim Kaufen auf diese Merkmale

Badewannen gibt es in vielen Formen, Materialien und Größen. Auch bei der Ausstattung kann aus einem großen Sortiment gewählt werden. Sicher: Der persönliche Geschmack ist ausschlaggebend. Doch man sollte auch praktische Erwägungspunkte berücksichtigen. Wir zeigen auf, worauf bei Auswahl und Kauf der neuen Badewanne geachtet werden sollte.

 
 

Inhalt: Badewanne – was beachten?

Punkt 1

badewanne kopfarmatur r 564Zu zweit recht ungemütlich: Badewanne mit Kopf-Armatur

Wie soll die Badewanne genutzt werden?

Nur wer sich klar macht, wie er später die Badewannen nutzen will, kann eine gute Kaufentscheidung fällen. Folgende Fragen sollte man sich beantworten:

  • Soll die Badewanne auch als Dusche genutzt werden?
    Dann ist auf einen ebenen Boden und eine senkrechte Seite zu achten. Die Armaturen müssen höher angebracht werden.
  • Will ich nur alleine Baden?
    Wenn die ganze Familie in die Badewanne passen soll, muss die Wanne größer gewählt werden. Gemütliches Paar-Baden gelingt nur in Wannen, in denen sich auf beiden Seiten bequem angelehnt werden kann.
  • Soll die Badewanne barrierefrei sein?
    Dann müssen Sie eine Badewanne wählen, die über Ein- und Ausstiegshilfen verfügt. Der Wannenrand sollte möglichst niedrig ausfallen.

Punkt 2

Wie groß sollte die Badewanne sein?

Zunächst müssen wir schauen, welche Größenrestriktionen das Badezimmer auferlegt. Meist wird beim Bau des Bades zumindest der Platz für eine Standardwanne mit den Maßen 1,70 x 0,70 Meter freigehalten. Mittlerweile haben fast alle Standardwannen einen ovalen Innenraum.

Kleiner geht immer. Wer eine größere Wanne ins Auge fasst, muss sicherstellen, dass diese mitsamt allen Armaturen ins Bad hineinpasst. Messen Sie selbst nach und/oder nehmen Sie eine Bauskizze vom Bad mit ins Geschäft.

Als komfortabel gilt eine Wanne, wenn Sie in der Tiefe bis zum Kopf hineintauchen können, ohne mit den Schultern anzustoßen oder die Knie durch das Anwinkeln aus dem Wasser in die Kälte hinausragen. Dies ist bei größeren Menschen erst mit Wannen ab Größe 1,80 x 0.90 Metern bzw. 1,90 x 0.90 Metern der Fall.

Badewanne – was beachten? Tipp Nr. 1: Ausprobieren

Liegen Sie Probe! Nur so können Sie wirklich wissen, dass Ihre Wunschbadewanne sich auch für Sie gemütlich anfühlt. Darum steht am Anfang jedes guten Badewannenkaufs der Besuch von einem Geschäft mit Badewannen-Ausstellung. Holen Sie sich zunächst die Inspiration aus den Ausstellungsräumen in Ihrer Nähe oder bei Badseiten im Internet wie Rockyshop.de.

Bei einer Eckbadewanne gilt 1,40 x 1,40 Meter, bei einer Sechseckwanne 1,80 x 0,75 Meter und bei einer Eckwanne 1,40 x 1,40 Meter als komfortabel.

Kosten und Umwelt

Bedenken Sie: Je größer die Wanne ausfällt, umso mehr Wasser müssen wir für eine Füllung erhitzen und einfüllen. Standardwannen benötigen um die 150 Liter pro Vollbad. Eine größere Wanne braucht leicht das Doppelte, Whirlpools sind oft erst mit über 1.000 Litern einigermaßen gefüllt. Darum sollte eine Wanne nur so groß ausfallen, dass wir darin unser Vollbad genießen können. Nicht größer.

Punkt 3

Wie teuer darf es sein?

Apropos Kosten. Frei stehende Badewannen, außergewöhnliche Formen, edle Armaturen und extravagante Extras gehen ins Geld. Hier gilt es, Wunsch und Wirklichkeit in Einklang zu bringen.

Punkt 4

Die baulichen Gegebenheiten

  • Nicht nur der zur Verfügung stehende Platz ist entscheidend. Insbesondere bei Dachschrägen im Bad muss ein akzeptabler Ein- und Ausstieg aus der Wanne sichergestellt werden. Manche Menschen fühlen sich auch eingeengt, wenn beim Liegen der Platz über dem Kopf allzu knapp ausfällt.
  • Möchten Sie von der Badewanne aus den Ausblick nach draußen genießen? Dann muss die Wanne entsprechend ausgerichtet sein.
  • Frei stehende Wannen brauchen deutlich mehr Platz als solche, die direkt an einer Wand platziert werden. Sowohl beim Aufbau als auch zur Entfaltung ihrer optischen Wirkung.
  • Wollen Sie einen Griff an der Wand als Einstiegshilfe montieren? Dann muss der Stellplatz der Wanne dies ermöglichen.

Punkt 5

wanne freistehend karg i 564Frei stehende Wannen wirken stärker, wenn sie nicht so eng an eine Wand gedrängt sind

Harmonisch passend zum übrigen Bad-Ambiente

Wie wirkt die Wanne im Raum? Ein Beispiel: Eine filigran geformte frei stehende Wanne mit Gold-Armaturen kann in einem Bad, das ansonsten pur und nüchtern eingerichtet ist, wie ein Störfaktor wirken. Oder: Ein graues Waschbecken passt in der Regel nicht zu einer weißen Wanne und umgekehrt. Auch wenn die weiße Wanne in der Ausstellung des Herstellers so edel aussah. Berücksichtigen Sie deshalb, dass Ihre Badewanne sich harmonisch in die Badumgebung integriert.

Punkt 6

Die Materialien auf dem Markt

Früher war die gute Zinkwanne der Standard. Das Wasser wurde darin recht schnell wieder kalt. Badewannen werden heutzutage in verschiedenen Materialien angeboten. Der Wannenträger wird mit Styropor zur Wärmedämmung und Schalldämmung ausgekleidet. Spezielle Unterkonstruktionen halten die Wanne im Lot.

(Sanitär-)Acryl, (Stahl-)email, Gusseisen und eine Reihe weiterer mehr oder weniger exotischer Materialien wie Beton, Marmor, Kupfer, Stein und Holz stehen zur Wahl. Es gibt kein eindeutiges "besser" oder "schlechter" bei den Materialien. Auch die Preise unterscheiden sich kaum. Rutschfest und langlebig sollten alle Badewannen sein. Dennoch gibt es klare Entscheidungshilfen.

Stahlemail

  • Stahlemail ist immer noch der beliebteste Wannenwerkstoff.
  • Der robuste Werkstoff aus Glas und Stahlblech besitzt ein relativ hohes Gewicht.
  • Langlebig.
  • Die Auswahl ist geringer als bei Acrylbadewannen.
  • Stahlemail ist feuerfest.
  • Stahlemail-Wannen lassen sich leicht reinigen.
  • Stahlemail-Wannen fühlen sich ungefüllt kalt an und speichern die Wärme des Wassers nicht besonders lange.
  • Stahlemail ist kratzfest. Wenn allerdings spitze Gegenstände auf/in die Wanne fallen, kann ein Stück der Beschichtung herausplatzen. Es bleibt ein unschöner Makel in dunkler Stahlfarbe zurück.
  • Stahlemail verfärbt sich nicht.
  • Stahlemail-Badewannen gelten als besonders hygienisch, da sich die Bakterien auf der harten und glatten Oberfläche nicht wohl fühlen.

Acryl

  • ... oder Sanitäracryl. Der Kunststoff wiegt viel weniger als die Metallvarianten. Darum ist Acryl der Werkstoff der Wahl, wenn auf die Tragfähigkeit des Bodens (Altbau?) Rücksicht genommen werden muss.
  • Acryl lässt gut in ungewöhnliche Form und Farbe bringen. Darum finden sich unter den Acrylwannen die ausgefallensten Modelle.
  • Acryl platzt nicht auf, wenn spitze Gegenstände in die Wanne hineinfallen. Aber es ist kratzempfindlich.
  • Viele Hersteller bieten Acrylwannen an, die Auswahl ist riesengroß.
  • Das Sanitäracryl kann mit Verfärbung auf bestimmte Substanzen wie Haarfärbemittel oder Öle reagieren.
  • Acryl lässt sich leicht reinigen.
  • Acryl-Wannen haben auch ungefüllt eine angenehme, warme Haptik.
  • Durchgefärbtes Sanitäracryl ist teurer als beschichtete Varianten. Die Normbezeichnungen EN 198 oder EN 263 sollen hochwertige Sanitäracryl zertifizieren. Ansonsten unterscheiden sich günstige Modelle von den hochwertigeren durch die geringere Wandstärke. Eine zu geringe Acryldicke wirkt sich eventuell problematisch auf die Festigkeit des Wannenbodens aus.

Pflegehinweis

Acrylbadewannen sollten nicht mit scharfen Reinigungsmitteln (Verfärbungen drohen) oder Scheuersand (Kratzer) gesäubert werden.

Gusseisen

  • Wirkt "historisch" edel.
  • Schweres Material, die Statik muss das Gewicht erlauben.
  • Speichert die Wärme.
  • Das Material fühlt sich angenehm an.
  • Unempfindlich gegen Kratzer.
  • Pflegeleicht.

Mineralguss

Mineralguss wird aus Quarzkies, Quarzsand und Gesteinsmehl und Epoxid-Binder hergestellt. Es wird auch als Polymerbeton oder Reaktionsharzbeton bezeichnet. Diese teuren Wannen wollen mit anmutiger Haptik, mattem Glanz und hoher Stabilität überzeugen. Badewannen aus Mineralguss halten das Wasser zudem lange warm, wiegen dafür auch gerne mal eine Tonne.

Naturstoffe wie Holz, Beton, Marmor, Stein oder Glas

... haben ihre jeweils eigenen Gesetzmäßigkeiten. Gewicht, Pflegebedarf und Langlebigkeit hängen von der individuellen Produktion ab.

Punkt 7

wanne oval schraeg h 564Cleverer Mix: Auch ovale Badewannen können über Eck eingebaut werden

Welche Bauform sollte ich kaufen?

Die ovale Bauform

Üblicherweise sind Badewannen innen leicht oval. Wenn Armaturen und Abfluss in der Mitte angebracht sind, können beide Querseiten der Wanne abgeschrägt sein. Dies ermöglicht ein Baden zu zweit.

Ovale Badewannen gibt es in allen Größen und Materialien. Sie können auch frei stehen und mit mittigen Armaturen versehen werden. Oval ist der Klassiker.

Rechteck-Badewanne

Besonders in kleinen Bädern oder als Sitzbadewanne kommen rechteckige Formen zum Einsatz.

raumsparwanne h gg 564Raumsparwannen verjüngen oftmals zum Fußende

Raumsparwanne

Um auch in kleinen Bädern eine Badewanne zu ermöglichen wurden Raumsparwannen erfunden. Es gibt sie in vielen Ausgestaltungen. Oft verjüngt sich die Wanne zum Fußraum hin.

Raumsparwannen verbrauchen weniger Wasser für ein Vollbad.

eckbadewanne katze w 564Auch bei Katzen beliebt: Die Eckbadewanne mit Sitzmulde

Eckbadewannen

Kombinieren meist eine ovale Grundform mit einer erhöhten Sitzgelegenheit in der Ecke. Ein idealer Aufbau für das gemeinsame Bad von Mama, Papa und Kind.

Runde Badewannen

... sind für Freunde des Bad-Luxus konzipiert. Die runde Form ist nicht besonders praktisch und benötigt viel Wasser. Als Pluspunkte können die optische Wirkung und das potentielle Baden in fröhlicher Runde genannt werden.

Sechseck- oder Achteck-Badewanne

Diese Bauform ist für Freunde des "kantigen" Geschmackes. Obacht: Die vielen Ecken können so angeordnet sein, dass der Komfort beim Liegen in der Wanne leidet. Unbedingt probeliegen!

Punkt 8

Den Pflegebedarf der Badewanne berücksichtigen

Bei einer frei stehende Badewanne muss deutlich mehr geputzt werden.

Es gibt Badewannen mit einer Spezialbeschichtung, die Schmutzwasser ohne Rückstände abperlen lässt. Aber diese Beschichtung kann im Laufe der Zeit beschädigt werden, was dann unschön aussieht.

Badewannen aus Naturstoffen wie Holz oder Stein bedürfen ebenfalls mehr Pflege.

Punkt 9

goldene armatur wannenrand 4 564Die Edelvariante

Welche Armatur darf es sein?

Die Armatur trägt entscheidend zur Optik und zum Komfort der Badewanne bei. Klassischerweise wird die Armatur am Fußende der Wanne an der Wand angebracht.

Praktischer, vor allem beim Baden zu zweit, ist ein Anbringen von Armatur, Überlauf und Ablauf in der Mitte der Wanne.

Es gibt auch Badewannen, deren Armatur am Rand der Wanne oder auf einer gefliesten Fläche direkt neben der Wanne angebracht ist. Dies wirkt edel und aufgeräumt.

Die Krönung ist dann eine freistehende Wannenarmatur. Diese Armaturen sind im Boden montiert, Zu- und Ableitung verläuft im Estrich. Sie werden für freistehende Badewannen angeboten.

Armaturen gibt es darüber hinaus in zahlreichen Spielarten. Ob der Einfluss sich optisch wie ein Wasserfall gestaltet oder der Chrom auf matt gebürstet ist – Inspiration holt man sich auch hier am besten in einer gut sortierten Ausstellung.

Punkt 10

Badewannen-Extras

Hier können Sie aus einer Vielzahl von Angeboten wählen. Nicht jedes Extra ist für jede Wanne verfügbar:

  • Nackenkissen und Kopfstütze
  • Buchhalter und Leselampe
  • Spritzschutz
  • Eingebautes LED-Licht für farbige Lichteffekte
  • Sprudelwasser
  • Integrierte Sound-Anlage für Unterwassermusik.
  • ... und vieles mehr!

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